Wie fühlt es sich an?

Startbeitrag von Katja12 am 07.03.2006 20:28

Ich habe mal eine ganz komische Frage und sicherlich können mir diese Frage nur Erwachsene beantworten, die ein Medikament bekommen...
Unser Sohn bekommt seit einem halben Jahr 1 x 7,5 mg Medikinet, die Wirkung ist sehr gut. Bis auf wenige Tage kommt er nun gut zurecht. Der Anfang war etwas schleppend, da unser Murkel mitunter extrem lustlos war, bis depressiv. Aber vieles hat sich eingependelt. Nun stelle ich mir immer die Frage, wie fühlt es sich für unseren Kleinen an, wenn das Medikinet zu wirken beginnt. Klar, er wird konzentrierter und ist nicht mehr so aufbrausen, aber merkt man es selbst direkt?
Freue mich über ernstgemeinte Antworten.
Grüße! Katja

Antworten:

Hallo,

ich stehe momentan vor der Entscheidung meinen Sohn (10 Jahre alt) medikamentös behandeln zu lassen. Deine Frage ist genau das, was mich auch sehr beschäftigt, vor allem habe ich große Angst, dass sich sein Wesen verändert. Zu der Frage,"wie fühlt es sich an" kann ich Dir nur sagen, dass ich mir jetzt schon vorgenommen habe die Medikamente probeweise auch einmal selbst einzunehmen um genau das festzustellen. Was meinem Sohn nicht schadet, kann mir, als Erwachsenem (bin auch gesund), auch nicht schaden und ich möchte eben genau das damit herausfinden, wie es sich anfühlt und wie er sich fühlt.

LG Marion

P:S: Hat jemand das schon mal ausprobiert?

von Mari66 - am 07.03.2006 23:29
Hallo Marion,
soviel ich weiß, ist so ein Selbstversuch strafbar.

Als selbstbetroffene Erwachsene, die medikamentös behandelt
wird, habe ich aber festgestellt, dass ich mich mit dem Medikament sehr viel ruhiger, aber gleichzeitig wacher zu fühlen.

Es ist, als ob irgend etwas in mir einen Gang zurückschaltet,
sogar mein Puls wird gleichmäßiger und etwas langsamer.

Wuseln mir vorher 1000 Gedanken durch den Kopf und ich
möchte am liebsten 80 Dinge auf einmal machen, bündelt sich
plötzlich die Energie und ich kann eins nach dem anderen angehen.

Außerdem habe ich ohne Medis oft das Gefühl, unter Dampf zu
stehen und gleich platzen zu müssen. Mit Medis bin ich durch die
größere Ruhe sachlicher und kann auch in hektischen Situationen
überlegter handeln und schreie nicht gleich los.

Ich weiß nicht, wie Kinder den Unterschied empfinden. Aber
vielleicht hilft Euch das?

Siggi

von Siggi_O - am 08.03.2006 05:42
Hallo,

ich meine hier im Forum schon einige Male darüber gelesen zu haben, dass die Medis nur die reale Wirkung bei ADS-Betroffenen zeigen, wenn man auch ADS hat. Das heißt, wenn Du selber kein ADS hast, dann werden Dir die Medis auch nicht die Wirkung zeigen, die Dein ADS-Kind hat. Also ist die Empfindung unter Medis eine andere bei nicht ADS-lern.

Da musst Du Dich wohl nur auf die Aussagen Deines Kindes verlassen.

LG

Wendi

von Wendi - am 08.03.2006 07:40
Liebe Marion,

mein Sohn sagt, er hat mit den Medis nicht mehr so ein Durcheinander im Kopf.

Sein Wesen verändert sich überhaupt nicht. Er kann dann aber zuhören, versteht, was ich meine, kann sich auf meine Worte konzentrieren. Er ist dann fröhlich, ohne diese Zappeligkeit, er ist lustig ohne diese aufgesetzte Albernheit, die er ohne Medis hat. Dieses alberne Verhalten ist bei ihm - glaube ich - ein Ausdruck großer Unsicherheit. Die anderen Kinder fanden das nur blöd, keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben.

Ich habe jetzt den Eindruck, dass mein Kind von dem Vorhang befreit ist, der vor seinem wahren Ich hing.

Viele Grüße, columbia

von columbia - am 08.03.2006 08:18
Hallo,

@Marie66:

Ich würde es nicht nehmen,
1. da Du als Nicht-ADS-ler eine ganz andere Wirkung hast
2. falls der Arzt irgendwie davon erfährt (Du oder Dein Kind verplappern sich) wird er evtl. die Behandlung beenden.


@Katja12:

Ich (36) habe ADS und bekomme seit ca. 8 Monaten das gleiche Medikament wie mein Sohn (7) - Medikinet.

Unser Wesen hat sich in keinster Weise verändert!

Was sich bei uns beiden verändert:


1. Kurzfristig während der Wirkzeit:

Die Fähigkeit erhöht sich, Reize besser abzuschirmen, zu filtern. Dadurch erhöht sich die Konzentration. Die Unruhe und Gereiztheit werden weniger. Aber nicht, weil man "ruhiggestellt" würde, sondern weil die Reizüberflutung wegfällt und somit der daraus folgende Stress und Agression.

Man kommt mit Situationen wie Schulunterricht, Feiern, Kindergeburtstag, einkaufen im Menschenrummel etc. besser klar. Man hat sogar mitunter gute Laune dabei :-)


2. Langfristig:

Wir haben beide eine höhere Frustrationsschwelle bekommen, denn auf einmal schaffen wir Dinge. Und das beste: Wenn wir sie nicht schaffen oder nicht zu 100% ist das kein Weltuntergang mehr!

Mein Sohn fühlt sich endlich was wert. Er hat seine Lebensfreude wieder. Er ist Teil einer Gruppe.

Wir sind beide geduldiger, können uns gegenseitig "genießen", erleben ruhige Momente, öffnen uns. Wir holen die letzten Jahre emotional nach, sofern man das kann.

Ich bin meine Depressionen los, die ich mehr als 20 Jahre hatte. Ich bin emotional autonomer geworden, nicht mehr so abhängig von der Meinung anderer. Meine Essstörung ist besser geworden, der Tinnitus leiser, meine Körperwahrnehmung ist "unauffälliger" geworden etc.


Für uns beide ist das Medikament wirklich ein Segen. Und ich bin bestimmt kein Medikamentenverfechter! Aber alle anderen Therapien haben nicht geholfen.


Was trotz Medikament bleibt, ist unser Wesen. Die Kreativität, das Einfühlungsvermögen, der Humor etc. Auch, dass zu viele Reize nach wie vor stressig sind. Trotz Medikament kann er nicht 5 Tage die Woche in die Betreuung oder mehr als 2 Verabredungen pro Woche haben. Trotz Medikament empfinde ich zu viele Menschen (so sehr ich sie mag) und zu viele Reize als anstrengend. Ich könnte nie in einem Großraumbüro oder an einer Supermarkt-Kasse arbeiten.


Die erste Zeit wird vielleicht erst mal seltsam. Dein Kind kann in sich gekehrt sein. Das kann bei einer Überdosierung passieren. Bei meinem Sohn war es aber so, dass er erst mal die Welt und die Menschen um ihn herum so wahrgenommen hat, wie sie eigentlich sind. Und sich selbst natürlich auch. Er hat ganz viele Verletzungen verarbeitet, die z.T. Jahre zurücklagen. Er hatte auf einmal eine ganz direkte Verbindung zu seiner "leisen" Seite, zu seiner Seele. Was er sonst mit Scherzen überspielt hat, hat er ausgehalten, hat geweint. - Nach einer Zeit hat sich das gegeben. Mittlerweile kann er zeitnah über seine Ängste und Sorgen sprechen. Und je gelöster ich werde, desto mehr öffnet er sich und erzählt mir seine Geheimnisse. Wie eine Blüte, die nach einem langen Winter aufgeht. - An manchen Tagen könnte ich darüber weinen vor Erleichterung und Dankbarkeit.


Wenn man sein Leben lang sozusagen an einer Großbaustelle gelebt hat, von Geräuschen, Bildern und Gerüchen "erschlagen", ist die Stille erst mal ungewohnt.

Ich empfinde es so, dass wir mit Medikament so sein können, wie wir eigentlich sind.


Viele Grüße,

Mottensprotte

von Mottensprotte - am 08.03.2006 11:57
Hallo Motte,

dein Bericht über die Wirkung hat mir gerade sehr geholfen. Ich sitze hier und habe Tränen in den Augen.

Mein Sohn (9) macht gerade erst Tests aber ich nehme schon stark an, dass er ADS hat.
Ich habe mir auch immer tierisch Gedanken gemacht über die Medikamente.

Aber Du hast das hier so toll beschrieben, da fällt einem wirklich eine zentnerschwere Last vom Herzen.
Und ich bin jetzt noch mehr motiviert, mich selbst testen zu lassen.
Vielleicht kommt doch irgendwann die Zeit, in der ich meinen Tagesablauf so auf die Reihe bringe, dass ich meinen Kindern auch die Strukturen bieten kann, die sie so dringend brauchen.

Ihr seid hier alle soooooooo große Klasse,
liebe Grüße
Michaela

von Michaela O. - am 08.03.2006 12:27
Hallo Katja !
Mein Sohn sagte zu mir als ich ihn fragte wie er sich mit Medikament fühlt :" Ich bin viel ruhiger und mein kopf konzentriert sich ."

Mir kam er am Anfang etwas "verlangsamt " vor , das lag aber daran das er vorher so hektisch und zappelig war das ich mich erst mal daran gewöhnen musste .

Bei der letzten Mathearbeit hat ein Junge ziemlich laut gestört .

Tims Klassenkameraden hatten Mühe sich auf die Arbeit zu konzentrieren .

Ich fragte meinen Sohn was er denn dann gemacht hätte .

Da sagte er :" Ich habe einfach die Arbeit weiter geschrieben ."

Das hat mir gezeigt das er Dinge die um ihn herum passieren wegschalten kann (das war vor den Medis undenkbar und mit Sicherheit eine 5 in der Arbeit ).

Er hatte in dieser Arbeit eine 1 .

So würde ich beschreiben wie es sich bei meinem Sohn anfühlt mit Medis .

LG
Moni

von Monika Wulff - am 08.03.2006 13:26
Hallo Monika,

Zitat

Mir kam er am Anfang etwas "verlangsamt " vor , das lag aber
daran das er vorher so hektisch und zappelig war das ich mich
erst mal daran gewöhnen musste .


dies ist übrigens eine Empfindung, die ich von mir selber, aber
auch mein Mann bei Beginn meiner med. Behandlung gemacht
haben.

Gruß

Siggi

von Siggi_O - am 08.03.2006 17:02
Liebe Marie

Also Stimulanzien sind schon nicht ohne Grund unter dem BTM Gesetz.

ADHS Diagnosen sind keine Sache von 2 Minuten, sollte sorgfältig und gründlich durchgeführt werden, ebenso wie eine Behandlung.

Und daher kann ich nur abraten, einen sog. Eigenversuch als nicht Betroffener zu starten, das kann schön in die Hose gehen.

Ich selber bin ADHS betroffen. Habe meine Diagnose (fundiert). Werde seit Jahren auch medikamentös behandelt und komme damit wunderbar zurecht.

Wenn ich mir allerdings überlege, als ADHSLER, wie ich auf herkömmliche Beruhigungsmittel (auch pflanzliche reagiere) nämlich paradox, würde ich es dir nicht empfehlen, ein Aufputschmittel zu probieren um herauszufinden, wie es sich anfühlt.

Das ist mehr als verantwortungslos und verstößt ausserdem gegen das BTM-Gesetz. Missbrauch von Stimulanzien und so.

Auch wirst du, falls du NICHT betroffen bist, wohl keine Wirkung erzielen, die dir einen Einblick ermöglicht, wie dein Sohn sich bei einer medikamentösen Behandlung fühlen wird, wenn er ADHS hat.

Ich würde dir dringenst davon abraten. Alle Neugier hin und her. Ich muss ja auch kein Insulin spritzen, nur um mal zu sehen, was ein Diabetiker damit so erlebt...

Gruß

Mom

von momfor4 - am 08.03.2006 17:13
Hallo Siggi !
Schön das du das schreibst . Ich konnte am Anfang mit dem Gefühl nicht viel anfangen .

Es tut gut zu hören das es mir nicht alleine so geht . Da ich ja selbst sehr hektisch werden kann , musste ich mich erst daran gewöhnen das Tim nicht mehr so schnell hinter mir herzog .

LG
Moni

von Monika Wulff - am 08.03.2006 20:22
Liebe Motte,

auch ich sitze hier mit Tränen in den Augen, weil es mir Hoffnung macht was du schreibst. DANKE.

Seit dem Wochenende bekommt unser Sohn 9 J. wegen ADHS Equasym (Generikum von Ritalin), beschreibt sich sehr merkwürdig, weint manchmal, hat schon bei den anfänglichen 5 mg einige Nebenwirkungen. Ich bin so unsicher, ob er nun überempfindlich ist, oder ob seine Kopfschmerzen und nur kurzzeitige Bauchschmerzen wirklich schlimm sind, für ihn sind sie es jedenfalls. Dann habe ich mich gestern mehr um ihn gekümmert, ihm auch eine Tablette gegen die Kopfschmerzen gegeben, als ein Entspannungsbad nicht half, er tut mir sehr leid.. leide vielleicht zu viel mit ihm mit.

Dann war er heute morgen so richtig schwach und wirkte deprimiert. Konnte ihn, der sonst aufgedreht um mich herumtanzt und mir ein Ohr abkaut, gar nicht in die Schule kriegen, er ließ sich auf dem Weg zum Auto in den Schnee fallen, stand nach Aufforderung erst wieder auf. Dramatische Szenen hatte er sonst auch bei Unlust drauf, aber heute hatte ich ein schlechtes Gewissen. Er hatte angeblich kaum geschlafen, das war aber auch vor dem Medikament eine oft gehörte Ausrede für alles mögliche. War er also vor allem in dem Sinne verlangsamt wie hier ein paar Leute schreiben?

Hab jedenfalls die Ärztin kontaktiert, die meinte, das alles zusammen wäre bei der geringen Einstiegsdosis nicht üblich, will uns morgen ein anderes Präparat aufschreiben, weil er vielleicht allergisch auf die Laktose reagiere.

Habe sehr gezweifelt, ob wir bei dem Versuch überhaupt weitermachen sollen. Vielleicht verschwinden die Nebenwirkungen ja nach ein paar Tagen? Hattet ihr das auch anfangs?

Was mir auffällt ist, dass er sich ganz anders beschreibt. Er sei gestern in der ersten Stunde und heute in den beiden ersten Stunden sehr schlimm gewesen, habe besonders viel gestört.... was soll ich davon halten, wo er doch bis heute noch nie überhaupt zugegeben oder wahrgenommen hat, dass er stört. Hat er sich nun zum ersten wirklich wahrgenommen, wie er auf die anderen wirkt (das kann einen auch deprimieren, aber bisher war es ihm fast egal, weil er sowieso keinen Einfluss darauf zu haben schien/glaubte), - oder hat er tatsächlich erstmal einen Hype von dem Mittel? Ich kann gerade die Lehrerin nicht fragen, weil eine Krankheitsvertretung da ist. Wollte abwarten, ob die bei der Schule eine Besserung merken, bevor sie etwas von Medis erfahren.

Er sagt Sätze, die ich noch nie gehört habe, die so verständig klingen wie: Aber ich habe trotzdem versucht, mein Bestes zu geben. Das heißt doch wohl, er kämpft zum ersten Mal bewußt um die Kontrolle über sich selbst. Das Mittel ändert den Menschen demnach nicht, wie du auch schreibst, das kann nur der Mensch selbst - und mit dem Krücke Medikament schafft er es vielleicht...

Tat gut, mir das so akute von der Seele schreiben zu können, glaube ich werde etwas ruhiger, war heute zum ersten Mal hier und schreibe zum ersten Mal in einem Forum, puuh...

Die Blabarab

von blabarab - am 08.03.2006 21:44
Hallo Blabarab,

fühl Dich ganz feste gedrückt!

Als wir vor einigen Wochen bei meinem Sohn die Dosis erhöht haben (er nahm 1,5 Jahre die gleiche Menge, ist aber mittlerweile viele größer und schwerer), hatte er vormittags Magenschmerzen, die nach knapp 2 Wochen verschwunden sind. Er tat mir schon sehr leid, aber er hat nicht gemeckert und wollte auch nicht absetzen. Denn er weiss, wie sehr ihm das Medikament hilft.

Ich finde es beruhigend, dass Eure Ärztin nicht einfach die Beschwerden abtut, sondern eine Erklärung sucht.

Vielleicht ist wirklich ein anderes Präparat besser und / oder man muss in noch kleineren Schritten (2,5mg anfangen).

Fang nicht an, Dich schuldig zu fühlen. Du versuchst Deinem Kind - wie auch immer - zu helfen. Du kannst nichts für sein ADS, keiner kann es! Liebe ihn weiter wie bisher und alles andere wird sich entwickeln.


Alles Gute,

Mottensprotte

von Mottensprotte - am 09.03.2006 10:48
Hallo,

also ich kann dir sagen, es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht (mit und ohne Ritalin). Ich nehme nun schon ein paar Jahre Ritalin und nun wurde mein Sohn auch letzte Woche eingestellt. Er nimmt allerdings Medikinet, das acht Stunden wirkt.

Ich bin nicht hyperaktiv, eher das Gegenteil. Konnte mich eben nicht konzentrieren, habe Flüchtigkeitsfehler gemacht und vorallem alles mögliche Vergessen. Konnte Dinge nicht zu Ende bringen usw.

Seit ich die Tabletten nehme geht es mir wesentlich besser.
Es dauert ca. zwischen 15-30 Min. bis sie wirken. Ich merke dann dieses kribbeln im Bauch, wie wenn du dich auf etwas tierisch freust. Die Lust etwas in Angriff zu nehmen.Ich kann dann Dinge besser planen und ausführen, Dinge zuende bringen ohne ständig abgelenkt zu werden, mich auf eine Sache konzentrieren, was vorher nicht möglich war. Ich habe seitdem z. B. viele soziale Kontakte dazugewinnen können. Das mag daran liegen, daß ich umgänglicher und auch selbstbewußter geworden bin.
Der einzige kleine Nachteil ist, daß man keinen Hunger mehr hat. Der kommt dann erst, wenn die Wirkung nachläßt.
Nach 2 1/2 Stunden geht es dann wieder bergab. Die Müdigkeit, Trägheit setzt wieder ein und die Konzentration läßt zu wünschen übrig.


Gruß Silvia

von syk - am 09.03.2006 10:49
Hallo Michaela,

schön, wenn ich etwas Hoffnung verbreiten konnte :-)


Alles Gute,

Mottensprotte

von Mottensprotte - am 09.03.2006 10:49
Hallo Blabarab,

am Anfang der med. Behandlung hatte ich auch Kopfschmerzen

AnnaS hatte mir hier im Forum den folgenden Link
empfohlen:
[www.ads-mainz.de]

Mir haben die Ratschläge dort sehr geholfen, so dass ich denke,
dass bei mir wirklich die Unterzuckerung das Problem war.

Gruß
Siggi

von Siggi_O - am 09.03.2006 17:10
Liebe Motte,

bin zwar echt müde aber wollte dann doch wissen, ob noch jemand heute etwas auf meinen Schrieb geantwortet hat. Ich habe mich sehr über die Antworten gefreut. Das tut total gut auch virtuell gedrückt zu werden und Verständnis zu finden. Zu hören, dass andere ähnliche Probleme haben oder auch einige Schritte schon bewältigt haben. Ihr habt sicher auch schon viel durchgemacht...

Tja, heute ohne das Medikament vor einer neuen Medikation hatte ich mein albernes quasselndes Original wieder. Lustig und nervig zugleich. Die Kommuniongruppe am nachmittag hat er auch fast wieder geschmissen, wie eh und jeh.

Ich kam dennoch wieder ins Zweifeln, was ich da eigentlich tue. Ich glaube, ohne den starken eigenen Wunsch des Kindes kann und darf man diesen Weg nicht gehen. Aber sein Leidensdruck ist auch sehr wechselhaft, so wie sein ganzes Wesen.

Jetzt habe ich ein anderes Mittel im Haus, glutenfrei (aber laktosefrei ist Medikinet auch nicht) und genau den Tip wie den deinen, also kleiner mit 2,5 mg anzufangen. Mein Sohn ist eben auch ein ganz dürrer.

Und den guten Tip/Link aus dem Forum von Siggi kann ich von Nebenwirkungen Betroffenen auch empfehlen (Kopfschmerzen könnten durch Unterzuckerung im Laufe des Tages wegen mangelndem Appetit kommen). Der Abstand zwischen Essen und Einnahme war sicher sehr knapp; auch müssten wir das Frühstück etwas aufstocken, zumal er sein Schulbrot fast ganz links liegen ließ.

Ich werde mal vom zweiten Anlauf berichten.

Alles Liebe
Blabarab

von blabarab - am 09.03.2006 22:22
Liebe Siggi,

vielen Dank für diesen Link, der den Vorgang physiologisch erklärt und mir mehr Mut macht, es morgen noch mal anders zu versuchen, damit er nicht in die Unterzuckerung kommt. Wir haben jetzt auch ein anderes Mittel, das wir langsamer eindosieren sollen.

Hoffentich überzeuge ich auch meinen Sohn, dass es jetzt bestimmt besser klappt, die Einstellung dazu macht sicher auch viel aus. Wir müssen halt etwas länger warten nach dem Frühstück und vielleicht auch die Frühstücksportion erhöhen.

Schön, dass dir das Mittel so hilft, dir mehr Antrieb geben kann.

Liebe Grüsse
Blabarab

von blabarab - am 09.03.2006 22:29
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