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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lilly., columbia, Yosemite

@columbia wegen Asperger

Startbeitrag von Yosemite am 12.03.2006 20:17

Hallo Columbia,

als Therapie bekommt Robin im Moment Ergo, wegen Verhaltenstherapie stehen wir auf der Warteliste bei einer Therapeutin, die schon Erfahrungen mit der Kombination hat.

Soweit wir das SEHEN können würde Robin die gleichen Therapien bekommen wenn er "nur" ADS hätte.
Aber ich denke die Therapien als solche hätten andere Ansätze. Das werde ich sehen wenn er die Therapie angefangen hat (VT) und ein Gespräch mit der Therapeutin ansteht.

Die Ergotherapeutin arbeitet denke ich nicht so sehr an die Diagnose des KiPsy angelehnt, sondern macht selbst eine Diagnose auf ihr Behandlungsgebiet bezogen.

MPH bekommt Robin ja noch nicht, das Dipiperon hat eh nicht so eine starke Wirkung.

Was wir von der Diagnose haben ???
Also , als ich die Diagnose hatte, habe ich mich erst mal informiert, mir ein paar Fachbücher besorgt und ich konnte
daraufhin viele, viele Verhaltensweisen Robins besser verstehen und darauf eingehen und auch "erzieherisch" ;-) sinnvoller handeln.

Und wenn Robin in die Schule kommt, kann man mit dem Wort "Asperger" sicher eher z.B. eine Schulbegleitung erreichen als"nur" mit ADS, was nach Meinung unserer Schuldirektorin sowieso entweder nur Faulheit oder Erziehungsfehler oder Einbildung der Mama´s ist. Ich hoff nur, die ist in Rente bis mein Schlumpf in die Schule kommt.

Willst Du´s denn nicht wissen ?

Liebe Grüße, Iris

Antworten:

wir haben ja schon die Diagnosen ADHS+Tourette(bzw. auf Wunsch von mir, steht in seinen Akten nur chronische Ticstörung). Ich habe aber auch Angst dass ihm massive Nachteile entstehen...und letztendlich keine Vorteile, wenn die Behandlung doch gleich ist.
Wie sieht es denn bei dem Asperger aus? sind Symptome IMMER da, oder kann ein Kind soweit auch unauffällig leben zumindest für uns unauffällig. Die Symptome nur Situationsbedingt auftreten??

LG Lilly

von Lilly. - am 13.03.2006 05:50
ach ja, mein Sohn ist auch ab dann nur noch gerannt...lol.

klar sind sie immer autist, aber ich habe bis auf diese Verhaltensweisen nicht den Eindruck dass er Autist ist. Vielleicht habe ich auch eine falsche Vorstellung von Autisten..??

LG Lilly

von Lilly. - am 13.03.2006 05:54
Liebe Iris,

ich würde es schon gern wissen. Unsere Ki-Psychiaterin möchte ihn aber stationär diagnostizieren lassen, das will er auf keinen Fall. Ich glaube auch nicht, dass ihm das guttun würde. Er braucht die Sicherheit, mich in der Nähe zu wissen.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Asperger ambulant nicht diagnostiziert werden kann - wie war das bei euch?

Die Psy. wollte auch erst abwarten, wie er auf Mph anspricht, weil viele Verhaltensweisen, die auf Asperger hindeuten, auch durch AD(H)S kommen könnten?!

Ich muss da nochmal nachhaken.

Ich habe von einem Fall gehört, in dem im Zeugnis "Asperger-Autismus" stand, und die weiterführenden Schulen das Kind nicht aufgenommen haben. Ich habe Angst davor, dass er dann "abgestempelt" wäre und jedes Problemchen, das vielleicht auch andere Kinder haben, bei ihm als "typisch Asperger" ausgelegt würde.

Wenn er es hat, dann wirklich nur in Ansätzen - da ist eben die Frage, ob ich ihm die Diagnostik zumuten will, nur damit ICH Bescheid weiß.....

Er ist nicht mehr isoliert, seit er Mph nimmt. Er zeigt Interesse an anderen Kindern, er ruft inzwischen sogar selber Freunde an, er geht sogar ans Telefon, wenn ich nicht da bin. Früher war das undenkbar.

Er hat kein Einfühlungsvermögen - wenn sich jemand wehtut, tröstet er nicht, geht überhaupt nicht darauf ein - ist das typisch Asperger? Und wie schon geschrieben: er gibt nicht gern die Hand zur Begrüßung. Er versteht aber ironische Bemerkungen, merkt, wenn etwas nicht so gemeint ist, wie es gesagt wurde.....

Ich werde auch über die Internet-Seiten bzgl. Asperger nicht schlauer.

Viele Grüße von columbia

von columbia - am 13.03.2006 10:48
hm....ich glaube dass ist alles wirklich verwirrend...kann nicht mal sagen ob mein Sohn jetzt gerne jemanden die Hand gibt....

wenn er jemanden z.B. seiner Schwester wegtut..und sie es sagt hört er nciht auf...habe schon immer dass gefühl gehabt er weiß nicht wann er aufhören muss....irgendwie hat er dass nie kapiert.

Telefonieren tut er, aber er würgt gerne ab....wir haben ihn soweit dass er vorher sagt wer er ist wenn er anruft...klärt ab was er will und sagt sofort tschü´ß und legt auf. Man hat nicht die möglichkeit noch was zu ihm sagen....dass sage ich ihm immer wieder dass er dass nciht machen soll.....

aber man kann tausend solche Geschichte hinlegen...wo hört aber "normal" auf und wo fängt das "unnormale" an....es sind ja auch nciht alle Kinder gleich...und Macken haben sie ja alle....???

eben, vor den Nachteilen einer Diangnose habe ich auch Angst...da ich ihm versuche ein möglichst normales Leben zu ermöglichen: das heißt für mich: eine Regelschule zu besuchen und auch später sich im Leben zurechtzufinden und mal dass machen zu können was er auch möchte....den intelligent sind sie ja....und deshalb möchte ich nicht dass wegen solchen Geschichten irgendwelche Probleme gibt: Führerschein und Versichungen oder die Ausbildung als Beispiele .....

wenn es nach so manchen Psychologen ginge...wäre er heute auf der Sonderschule...aber dass kam für uns NIE in Frage.....

LG LIlly

von Lilly. - am 13.03.2006 11:05
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