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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Fuzzy-Mama, Marsandro

ADS trotz negativer Abklärung

Startbeitrag von Marsandro am 14.03.2006 14:20

Hallo
Ich bin neu hier. Eigentlich bin ich mit dem Thema schon lange vertraut und wir sind in einem Kinderpsychiatrischen Dienst in Beratung. Vor 4 Jahren wurde unser Sohn abgeklärt (Jetzt 10 Jahre alt). Die Abklärung belegte kein deutliches ADS. Hat er eine Person für sich allein, vor allem eine fremde, also ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt und alles dreht sich nur um ihn, dann geht es meist recht gut. Deshalb rutschte er wohl auch durch.Alles was bei uns so abgeht spricht eigentlich dafür. Er nahm bis vor 2 Wochen Ritalin. Da er oft Angstattaken bekommt meinte der Berater wir sollten das Ritalin absetzen. Da der Sohn sowieso ein Grenzfall ist und mein Mann Langzeitarbeitsloser ist habe das mit der familiären Situation mehr zu tun als mit ADS.
Jetzt geht es aber sehr chaotisch zu und her. Vergesslichkeit, unkonzentriert, unorganisiert, unmotiviert, kann nicht still sitzen, die Hausaufgaben eine Tortur, das Schriftbild schrecklich, kann nur schwer Regeln einhalten und kann ein "Nein" oder ein Verbot nicht akzeptieren. Wutausbrüche, Sachen kaputt machen und rumschmeissen, hat mit allen Steit in der Nachbarschaft und wird in der Schule gehänselt und geschlagen, fühlt sich ständig provoziert, als Opfer, nicht geliebt und nicht angenommen. Kann kleine Hausarbeiten nicht fertig machen oder nur halbpatzig. Wie kann ich den Berater überzeugen, dass unser Sohn wirklich ADS hat und das Medikament braucht. Ohne tun wir ihm nämlich wirklich keinen Gefallen. Soll ich unabhängig noch eine Abklärung an einem anderen Ort machen lassen? Wie reagiert dann aber der jetzige Berater, wenn diese Ritalin befürwortet wird und ich dies dem jetzigen Berater sagen muss?
Wer hat ähnliches erlebt und hat mir Tipps.

Viele Grüsse

Antworten:

Das ist ein klarer Fall für einen Kinderarzt! Berater die ADHS diagnostizieren? Nie gehört. Laß ihn noch mal grundlegend durchtesten, nach 4 Jahren machst du damit nichts falsch.

Es gibt auch Nebenwirkungen, die nicht unbedingt einwandfrei erwähnt werden. Meiner wurde von Concerta aggressiv, ist bei Medi Retard nicht der Fall. Würde mal sagen, erst einwandfreie Diagnose und dann ggf. neu einstellen. Zumal die benötigte Dosis sich auch immer wieder ändern kann, die Kids wachsen ja schließlich (sollen sie ja auch!).

Nicht kirre machen lassen.

von Fuzzy-Mama - am 14.03.2006 15:45
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