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ADHS ADS Selbsthilfe
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 5 Monaten
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Fuzzy-Mama, columbia, Sternchen*, Dunkelsinn, momfor4, Dorkas, Katzenbaer, dariana, Freufrau Deluxe, Annette B., Monika Wulff, OL_MA

Katze - Erfahrungen gesucht

Startbeitrag von columbia am 22.05.2006 16:27

Hallo, Ihr erfahrenen Katzenbesitzer!

Mein Sohn (ADHS, fast 8) wünscht sich sehnlichst eine Katze. Er sagt, er kümmert sich um sie, er macht sogar das Katzenklo sauber.

Inzwischen habe ich mich mit dem Gedanken ganz gut anfreunden können, eine Katze im Haus zu haben. Wir haben auch einen Garten und wohnen in einer Kleinstadt - hier hat fast jeder eine Katze. Sie könnte täglich nach draußen.

Ich habe schon häufiger gelesen, dass Tiere eine positive Wirkung auf ADHSler haben sollen - gilt das auch für Katzen oder reagieren die sensibel auf die (inzwischen dank Mph seltenen) Hyperaktivitäts-Anfälle? Könnte eine Katze vielleicht auch ein wenig Ruhe ausstrahlen?

Mein Sohn ist sehr verantwortungsbewusst und kann ganz wunderbar mit Tieren umgehen. Er würde einem Tier niemals wehtun und lässt es auch in Ruhe, wenn das Tier das möchte. Wir hatten schon mehrfach Kaninchen in Pflege, als die Besitzer in Urlaub waren, mit denen ist er auch sehr liebevoll umgegangen.

Was könnt Ihr berichten?

Gespannte Grüße von
columbia

Antworten:

Hallo Columbia!

Ich finde, Katzen bereichern unser Leben sehr.

Mein Sohn (fast 6) hat seit über einem Jahr seinen Kater Findus.

Natürlich muss er sich nicht allein drum kümmern, dafür ist er zu jung.

Aber bei deinem Sohn ist es bestimmt gut fürs Ego, ein bischen Verantwortung zu übernehmen.

Auch bei Warnehmungsstörungen halte ich eine Katze für sehr gut, die meldet sich schon, wenn sie zu fest angepackt wird, ist aber nicht nachtragend. Da lernen die Kinder spielend, ihre Kräfte besser zu dosieren.

Und auch zum runterkommen eignet sich so ein Tier bestens, die beiden Schmusen sehr gerne miteinander und so überträgt sich ein bischen der Katzen-Ruhe auf meinen Sohn, er kann dabei gut abschalten.

...

Könnte dir jetzt noch 1000 Vorzüge von Katzenhaltung aufzählen, aber das würde ausarten... ;o)))

Bin mal gespannt auf deine Entscheidung, aber ich glaube tief in dir hast du dich schon für eine Katze entschieden, oder?

Da hat ja nicht nur dein Sohn was von, sondern ihr alle.

Viel Spass und alles Gute,

Freufrau Deluxe



von Freufrau Deluxe - am 22.05.2006 16:54
Hallo columbia,

ich kann auch nur Positives berichten.

Wir hatten uns vor einem dreiviertel Jahr für eine Katze entschieden.
Unser Sohn war in einem ganz schlimmen "Loch", brauche ich ja jetzt nicht alles zu erzählen, auf jeden Fall war da überhaupt kein Selbstwertgefühl mehr vorhanden. Er war ein todunglückliches Kind, er wollte sich aber auch überhaupt keinem mehr anvertrauen.

Wir hatten dann ein ganz kleines Kätzchen geholt (natürlich wollte auch unser zweiter Sohn gerne eine Katze haben, nur der Papa mußte "überzeugt" werden) und das war wie Balsam für seine geplagte Seele. Sie spürte das wohl, denn sie war ständig bei ihm. Ihr erzählte er von seinen Sorgen. Er sprach und kuschelte sehr viel mit ihr - deutlich mehr als der Bruder.

Bis heute versorgt er sie täglich mit Futter und Wasser, er macht täglich das Katzenklo sauber. Natürlich gibts mal Zeiten, wo er erinnert werden muss und auch mal gemeckert wird, aber die meiste Zeit macht er es gerne - naja wer macht schon gerne die Stinkhaufen weg......
Als sie den Unfall hatte und einmal auch krank war, kümmerte er sich rührend um sie, ging auch jedesmal mit zum Tierarzt; er war immer sehr besorgt um sie. (macht er auch mit anderen Tieren, wenn er Verletzte findet - Vögel und Mäuse usw.)

Ich musste allerdings immer mal wieder seine Euphorie stoppen. Also er ist dann oft zu wild mit ihr umgegangen. Er hat gar nicht bemerkt, dass das der Katze vielleicht zu viel sein könnte.
Oder wenn er sie zu arg bedrängt hatte (sie also eigentlich schlafen wollte), dann musste ich ihn zurück pfeifen.
Das passiert heute auch immer wieder. Da muss ich halt ein bißchen aufpassen, dass die Katze auch wirlich ihre Ruhezeiten hat. Er musste auch erst lernen, dass die Katze tabu ist, wenn sie frißt.

Allerdings zeigt eine Katze auch recht deutlich, wenn sie nicht will. Sie beißt dann schon mal zur Warnung - aber nur so, dass man mit der Hand weggeht, da sind keine Wunden. Das ist ihr Stopzeichen.
Er musste auch lernen, wenn die Katze sich in die Höhle verzieht (was sie nur selten macht), dass das dann ein unmißverständliches NEIN ist und sie dann wirklich stinkig ist.

Aber wie Freufrau schon schrieb, Katzen sind nicht nachtragend. Selbst als er eine kungfukämpfende Katze aus ihr machen wollte (da hat er sie leider auch geworfen :-(( ), lag sie 5 min später wieder schnurrend auf seinem Bauch. Da hab ich aber auch damit gedroht, dass die Katze sofort weg kommt, wenn er sich nicht zu benehmen weiß, da ich keine Tierquälerei dulde, auch wenn es nicht unbedingt bewußt geschieht. Aber da muss man schon an das Tier denken.
Das hat er seitdem beherzigt, er würde sie nie wieder hergeben wollen....hoffe ich doch (krieg ja nicht immer alles mit). Aber da "petzt" sein Bruder immer (mit meiner Ermunterung dazu) und seitdem hat er von keinem groben Vergehen mehr berichtet.

Unsere Jacky hat unserem Sohn wirklich viel Gutes getan, bei ihr hat er Trost bekommen, sie war seine Freundin, als er keinerlei Kontakt mehr zu anderen Kindern hatte. Und er bekommt viel Lob von uns Eltern, weil er sie täglich gut versorgt, was ihm auch sehr gut tut.

Ich würde immer wieder eine Katze holen, auch wenn unser Wirbelwind ziemlich hyperaktiv ist :-) (passt zur Familie) und leider manches zu Bruch gegangen ist. Man gewöhnt sich ja so schnell an solch eine Nervensäge :-)

Viel Spaß beim Katze-Aussuchen :-)

Viele Grüße
Annette

von Annette B. - am 22.05.2006 18:30
Hallo Columbia !
Wir haben keine Katze , dafür aber Kanninchen . Mein Sohn hat sie vor 1,5 Jahren bekommen .

Er ist alleine dafür verantwortlich . Jeden Tag füttern , ein mal Pro Woche den Stall sauber machen .

Er hat zwar manchmal keine Lust , macht es aber trotzdem .
Er zeigt dabei sehr viel Verantwortung und er würde sie niemals her geben .

Ich denke das es für ihn ein großer Vorteil ist schon Verantwortung zu übernehmen .

Ich bin Stolz darauf wie er mit den Tieren umgeht .

LG
Moni

von Monika Wulff - am 22.05.2006 18:49
Katzen machen eigentlich nicht viel Arbeit, zumindest, wenn sie ihre Geschäfte im Garten erledigen können ;-).

Nachgewiesenermaßen senkt eine schnurrende Katze den Blutdruck und hat auch noch andere positive Wirkungen, von der Psyche mal abgesehen.

Beim Aussuchen würde ich aber auf eine schmusige Rasse achten, oder die Mutter angucken. Wenn die nämlich liebevolll mit ihrem Nachwuchs umgeht, kann man erwarten, dass sich das Kind ebenso entwickelt. Bei jungen überforderten Müttern, sowie bei Frühwaisen bzw. Findelkindern kann (nicht muss) man ansonsten Enttäuschungen mit dem Nachwuchs erleben.

MfG

Dunkelsinn

von Dunkelsinn - am 22.05.2006 19:19
hallo columbia :-)

wir haben insgesamt 6 freigänger von denen 3-4 auch nachts bei uns bleiben

ich empfehle dir einen ( natürlich kastrierten ) kater ..die sind einfach anhänglicher und schmusiger

du solltest darauf achten , dass dein kleiner die katze in ruhe lässt , wenn sie das signalisiert

katzen sind leider überhaupt nicht vergesslich und erinnern sich , wenn sie genervt wurden *g*

im schlimmsten fall hast du dann irgendwann eine katze , die sich dünne macht sobald sie deinen sohn sieht / hört und das ist ja nicht sinn der sache

wenn die möglichkeit besteht einen hund hundegerecht zu halten wäre mein haustier der ersten wahl eine labradorhündin

ich habe diesbezüglich wirklich nur die besten erfahrungen , selbst als meine töchter noch nicht diagnostiziert waren und der hund doch manchmal mehr action hatte als normal

insgesamt aber kann ich sagen....ob es die katzen sind, der hund oder die fische...meine kinder lieben alle und ich hab nur positive erfahrungen gemacht

viele grüsse
dariana

von dariana - am 22.05.2006 19:27
Hallo!

Kann mich den anderen nur anschließen,wir haben auch positive Erfahrungen gemacht.

Da der Stubentiger"Einstein" uns allen gehört,wird sich auch mit allem was dazugehört abgewechselt,auch das Streu holen(aber das machen unsere Männer).

Leider ist unser Rotfuchs "Merlin" schon gestorben,dadurch ist der Chaot ein ganz lieber geworden,ich hatte ihn schon in der Hand,als er noch nicht mal sehen konnte.
Irgendwie weiß er,daß ich der Dosenöffner bin und frist auch nicht viel,wenn ich weg bin.

Im mom hält er sich viel bei meiner Tochter auf,als wenn er merkt,ihr gehts nicht gut.Naja und morgens will er immer vordrängeln(spaß muß sein).Er versteht uns ganz gut.
Merlin wäre der gewesen,der auch N8ts draußen ist,Einstein war noch nie weiter als auf dem Balkon.

Ich habe immer katzen gehabt,obwohl ich eimem Hund gegenüber auch nicht abgeneigt wäre,aber ich glaube,dann hätte ich wohl die meiste Arbeit.Aber wer weiß......

Allen Dosenöffnern der Vierbeiner eine gute N8!

Gruß Sternchen*

von Sternchen* - am 22.05.2006 22:02
Na, soviel zu dem Thema was man alles schaffen kann?!
*grins*

Wir haben zwar keine Katze aber einen Hund und das gibt den Kindern echt auftrieb.
Jan erzählt dem Leo auch gerne mal seine Sorgen, die er mit mir NIE besprechen würde.
Aber wenn die im Garten unterm Tisch hocken und Jan ihm aus dem Kindergarten oder von dem letzten Streit mit seiner Mutter erzählt, höre ich mir das auch ganz gerne an ( natürlich ohne es gegen ihn zu verwenden)

Ganz nebenbei hat Jan nach 4,75 Lebensjahren die Windeln weggeworfen!!!!!!!!!!!! vor einer Woche ( ein Hunde / Tierbesitzer ist echt zu groß für so´n Babykram)

Also....mehr arbeit ja, aber auch schnell wieder Entspannung.
Wenn ich die Wahl nochmal hätte würde ich dieses Mal auch eine Katze nehmen, die können auch mal mit in die Kinderzimmer und sind nicht sooooo Zeitaufwendig wie kleine / bald große Hunde....

Viel Spaß euch allen

LG Michaela

von OL_MA - am 23.05.2006 08:47
Hallo Columbia,

wir haben einen ganzen Zoo: 2 Kaninchen (lassen sich allerdings von Sohnemann nur selten streicheln, dafür von mir viel lieber), 2 Molche, 2 Fische, und dann noch bis zu 4 Katzen die uns besuchen, weil sie es hier so toll finden!

Erfahrung mit den Katzen: jede ist anders. Manche sind scheu, kommen nur zu mir, und hauen bei Sohnemann sofort ab, weil er ihnen zu hektisch ist. 1 Katze kann das alles total gut ab, sie hat vielmehr beschlossen nur noch bei uns zu wohnen. Sohnemann vermißt sie schon, wenn sie mal kurz draußen ist. Wg. Auslauf auch kein Problem mit Katzenklo. Und Futter stellt Sohnemann eher zu viel hin als zu wenig.
Eine andere Katze (kommt seltener zu uns, turnt aber immer in der Nähe rum) läßt sich sogar auf dem Kinderspielplatz von allen Kindern traktieren und läuft trotzdem nicht weg, im Gegenteil, sie sucht die Kinder geradezu, und nicht wenige von denen haben vermutlich auch ADS.

Im allgemeinen sind Kater robuster und verschmuster als Kätzinnen. Rassekatzen neigen eher zu Nervosität, daher nicht so gut geeignet. Am besten ist eine ganz gewöhnliche Hauskatze. Die Mutter muß aber auch sehr häuslich sein, damit die Katzenkinder bereits ganz früh auf den Menschen geprägt sind. Das kann man nicht mehr nachholen! Also nix mit Nachwuchs von Streunern. Und halt impfen und kastrieren/sterilisieren. Also halt aufpassen daß die Katze nicht zu schüchtern ist. Sind halt Charakterviecher.

Wir sind beide absolute Katzenliebhaber, ein Hund käme nie in Frage.... Und es gibt so ziemlich nichts pflegeleichteres als Katzen mit Auslauf. Nur die Urlaubsbetreuung sollte vorher geklärt sein.

Viel Spaß mit dem schnurrenden Knäul, kann's nur empfehlen.

Fuzzy-Mama

von Fuzzy-Mama - am 23.05.2006 09:18
Hallo Fuzzy-Mama,

meinst du, eine Katze ist auch "häuslich", wenn sie auf einem Bauernhof geboren wurde? Wir können wahrscheinlich ein süßes Bündel vom Bauernhof bekommen...

Sie ist zwar bestimmt nicht an ein Katzenklo gewöhnt (das kann ich ihr bestimmt beibringen) - aber doch an Menschen, oder??

Was ist, wenn sie eher im Stall wohnte als im Haus? Das weiß ich noch nicht, aber ich kenne jemand, der auch eine Katze von diesem Bauernhof hat und völlig begeistert schwärmt. Das reicht doch als Empfehlung, oder?

Viele Grüße von
Columbia

von columbia - am 23.05.2006 10:10
Hallo

Wir haben 2 Katzen und einen Hund.

Die Verantwortung trägst in erster Linie du. Das solltest du dir bewußt machen.

Einfluß auf ADHS haben unsere Haustiere weniger gehabt....(So dass sich am ADS was verändert hätte, meine ich..) Ein Tier ist hier Familienmitglied, Platz, Zeit und Kosten sollten gut erwogen werden, ehe man sich ein Tier anschafft. Ich habe was gegen Menschen, die Haustiere mal so eben anschaffen und wenn sie lästig werden, wieder abgeben.

Katzen werden bis zu 18 Jahre alt, (unser Hund ist jetzt 13 Jahre alt). Dessen sollte sich auch jeder bewußt sein. Versorgung im Urlaub, Tierarzt, Krankheiten und am Ende der *vernünftige* Abschied.

Haustiere sind etwas sehr schönes, aber kein Spielzeug, sondern es ist mit Verantwortung und auch Arbeit und Kosten verbunden.

Viel Spaß bei den Überlegungen

Gruß

Mom

von momfor4 - am 23.05.2006 11:30
Der absolut größte Schmusekater unserer "Sammlung" stammte vom Bauernhof, von einer wirklichen Vorzeigemutter. Das Sauberkeitsproblem war irgendwie keines, da ein Katzenklo direkt in seinem Aufenthaltsbereich war. Da wurde er sofort nach dem Holen vom Bauernhof hineingesetzt. Er liebte es sehr, im sauberen Streu zu wühlen. Irgendwie überkam ihn dabei dann immer der Drang, und so war er nach wenigen Tagen sauber, es sei denn, auf dem Fußboden lag eine Plastiktüte. Plastiktüten wurden generell vollgepinkelt. In unserem Haushalt gab es sehr schnell keine frei herumliegenden Plastiktüten mehr :-).

von Dunkelsinn - am 23.05.2006 11:32
Hallo Columbia!

Also,wir(auch meine Freundinnen) haben die Erfahrung gemacht,daß wenn eine Katz es gewohnt ist/war draußen zu sein, auch weiterhin nach draußen möchte.Ist würde ich sagen Glückssache.

Wir haben jeder eine stinknormale Hauskatze gehabt,die wir uns zusammen vom gleichen Besitzer ausgesucht hatten,die katzenmama war ein Freigänger,der Papa ein Stubenhocker.

Meine Freundin hatte das Mädchen,was leider nach der Mama ging und somit keine Wohnungskatze m.Balkon war,ihr alles vollgepinkelt hat,nun lebt sie woanders draußen.

Unser Merlin wäre auch ein Freigänger geworden,er war ja schon kurz nach der kastration abgehauen,was ihm zum Verhängnis wurde.
Einstein ist der absolute Wohnungskater und die Entscheidung war auch gut so.
Wenn wir mal nicht da sind,gibs Bekannte die ihn füttern,saubermachen+schmusen ect.kommen.

Er ist dann am liebsten in seinen 4 Wänden und es gab bisher keine Probleme damit,außer das er uns dann sehr vermißt.

Übrigens sitzt er grad auf meinem Schoß und inspiziert die Tasten:O)).

Lieben katzengruß von Sternchen*MIAU

von Sternchen* - am 23.05.2006 12:16
Hallo Columbia,

ich hatte mir vor 15 Jahren zwei kleine Geschwister aus einem Bauernhof ausgesucht. Sie waren in der Scheune geboren und sehr scheu. Nach ein paar Wochen war alles vergessen.
Die beiden waren innerhalb einer Woche sauber und sehr
schmusig. Habe sie mit 9 Monaten kastrieren lassen.
Die beiden sind nach 3 Wochen an der Leine mit in den Garten und waren dann "Freigänger", nachts aber immer zuhause.

Meine Hexe ist leider schon vor 6 Jahren gestorben (jemand hatte sie mißhandelt) und die übriggebliebene Tiffy ist nun schon eine weise alte Oma.
Würde es immer wieder so machen. Wenn ihr oft unterwegs seid würde ich dir raten vielleicht gleich zwei Katzen anzuschaffen, die haben dann einander und fühlen sich nicht so alleine.
Noch eine Lösung wäre ein armes Wesen von einer Katzenhilfe oder aus dem Tierheim, vielleicht mit Handycap, eine, die niemand haben möchte weil ihr vielleicht ein Bein fehlt oder ein Auge. Das sind oft die dankbarsten Wesen.

Ich wünsche euch viel Spaß (auch bei der Erziehung!) mit dem
Stubentiger !!!

Sabine

von Katzenbaer - am 23.05.2006 13:16
Hallo Columbia,

schwer zu verallgemeinern. Es gibt Bauernhöfe, da gehören die Katzen zur Familie und kriegen ihre Kids in der Küche. Es gibt aber auch solche, da sind die Katzen in der hintersten Ecke im Stall und kriegen nur ab und zu mal Futter hingestellt.

Schau dir das lieber genau an, auch wo die Kleinen genau aufgewachsen sind. Und ob die Mutter scheu ist oder eher verschmust und sofort ankommt. Du kannst auch direkt nachfragen, wieviel Kontakt die Kleinen schon mit uns Zweibeinern hatten. Ohne die Sozialisation in den ersten Wochen kriegst du das nicht mehr hin, da sind sie geprägt. Hab da auch mal einen sehr guten Fernsehbericht drüber gesehen. Die (fehlende) Prägung kann später nicht mehr ausgeglichen werden. Und das würde wirklich nicht zu unsren ADS-Kids passen, da haben sie nichts von. Klar, auf jedem Bauernhof gibt es zu viel Katzen (vor allem wenn sie nicht rechtzeitig sterilisiert werden!). Die wollen sie dann loswerden.

Wir haben unsere 2 Kaninchen vom lokalen Tierschutzverein, da gibts auch immer in Unmengen Katzen. Mit dem Vorteil, daß wenn es wirklich nicht geht, man die Viecher wieder zurückbringen kann. Und sie kennen auch in der Regel die Vergangenheit und Herkunft der Katzen, diese sind dann auch bereits geimpft und (wenn noch nicht zu klein) kastriert. Das sollte unbedingt sein. Lieber ein paar kleine Eurochen in die Hand nehmen, aber dafür stimmt's dann. Katzen werden so an die 15 Jahre alt (wenn sie nicht vorher überfahren werden). Und sind halt im Gegensatz zu Hunden richtige Charakterviecher, jede anders. Deshalb mag ich sie auch so!

VG, Fuzzy-Mama

von Fuzzy-Mama - am 23.05.2006 14:07
Hallo Columbia!

Wir haben teilweise bis zu 4 Katzen gehabt. Nun 2 Stubentigerinnen.

Meine Erfahrung ist das es viel auf dich ankommt wie du mit den Kätzchen umgehst.

Unsere Katzenbabys wurden wie kleine Menschenbabys verwöhnt und gekuschelt. Unsere Willow hat etwa 2 Wochen die meiste Zeit in Papas Pullover "gewohnt". Sie hat sich dann von alleine immer mehr nach "draußen" gewagt. Nachts hatte sie ihr Plätzchen bei uns zwischen den Kopfkissen. Ihre Geschwister wurden alle innerhalb weniger Tage wieder zurück zur Mutter gebracht weil sie nicht fressen wollten. Ich sag da nur Babys muß man die Nähe von Mama und Geschwistern ersetzten! Dann klappts auch.

Unsere Pepsi war ein kleines "Biest". Wir haben sie ganz bewußt deshalb im Tierheim ausgesucht. Sie lebt jetzt seit 2 Jahren bei uns. Jetzt seit etwa 1/2 Jahr schmußt sie wie eine Wilde. Das hätte nie jemand von ihr erwartet! Trotzdem ist sie sehr unabhängig und läßt sich nicht alles gefallen! Wir haben ihr einfach Zeit gelassen und ihr immer wieder gezeigt das sie zu uns gehört und wie schön streicheln sein kann. Die Katze die nie Schnurren konnt kann es jetzt!!!

Hey wir sind die Katzenflüsterer!

Wenn das mal auch etwas mehr bei den Kids wäre!

Ich kann auch zu einem Kätzchen aus dem Tierheim raten wenn eine dabei ist auf die euer Herz fällt. Da muß man wohl eine Gebühr bezahlen, aber sie sind dafür schon sterilisiert und geimpft. Das kostet normalerweise einiges mehr!

Mit Gruß

Janette

von Dorkas - am 26.05.2006 13:37
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