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ADHS ADS Selbsthilfe
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Letzter Beitrag:
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quikie, momfor4, Mariahs Mum, Dunstkreis, Mottensprotte, Doris Schmitt, Dagmar D.

Wer hat Erfahrung mit Notengebung/vereinfachte Klassenarbeiten?

Startbeitrag von Mariahs Mum am 23.06.2006 12:13

Hallo!

Habe drei Kids, alle drei mit ADHS, allerdings die mittlere mit "stillem" ADHS, also eher kleines Mäuschen, absolut unauffällig. Der Große ist jetzt fast 24 Jahre und seit der Pubertät klappt alles hervorragend. Dadurch wissen wir auch bei der Kleinen (12 Jahre), dass alles mal besser wird. Aber jetzt unser Problem:
Unser Gymnasium (die Kleine ist in der 6. Klasse - Orientierungsstufe) ist bereit, für sie einen Nachteilsausgleich mit uns zu erarbeiten, ohne Einbeziehung einer Sozialschule oder sonstigem Schuldienst. Wir sind bereits seit den Osterferien dran. Die Schule ist sehr aufgeschlossen. Die Klassenlehrerin wurde erst einmal durch uns über ADHS informiert. Sie selbst akzeptiert es jetzt voll und ganz, nachdem sie seit Anfang des Jahres durch Medikamentenumstellung eine deutliche Verbesserung der mündlichen Leistung festgestellt hat. Die anderen Lehrer stehen noch mit großem Fragezeichen da.

Ich versuche jetzt einen Tag vor der Zeugniskonferenz mit dem Schuldirektor einen Nachteilsausgleich für das ganze Jahr 2006 zu erarbeiten. Allerdings sind wir auf beiden Seiten etwas ahnungslos, was für ADHS-Kinder am besten ist. Wir favorisieren noch die Methode, dass die Klassenarbeiten nicht zu 100 % benotet werden, sondern nur prozentual, also z. B. was zu 75 % richtig ist, wird wie 100 % behandelt usw. Alternativ wurden in den letzten Klassenarbeiten schon versuchsweise einige Aufgaben gekürzt. Es kamen erstaunliche Notenergebnisse zum Vorschein. Damit hatten auch die Lehrer teilweise nicht gerechnet, dass es so viel ausmacht, um von einer 5 auf eine 3 zu rutschen. Der Schuldirektor ist allerdings der Ansicht, dass es besser wäre, meiner Kleinen noch mehr Zeit für die Arbeiten einzuräumen. Also, wenn die Stunde zu Ende ist, müsste sie alleine in einen anderen Raum, um dort die Arbeit fortzsetzen. Wie lange sie dann Zeit bekäme, weiß man nicht, auch nicht, ob es umsetzbar wäre. Es müsste ja eine Begleitperson dabei sein.

Von unserem Therapeuten und Arzt liegt ein ausführliches Attest vor, mit dem er unsere Methode bevorzugt. Auch, dass z. B. bei Deutsch- und Fremdsprachendiktate entweder auf Schönschrift und Grammatik geachtet wird oder nur auf Rechtschreibung. Beides zusammen würde nicht gehen. Referate und andere größere Hausarbeiten werden seit den ersten Diskussionen bereits über PC geschrieben. Unsere Kleine ist damit außerordentlich gut und kann über PC alles gut konzentriert aufarbeiten. Die Lehrer sind auch damit sehr einverstanden.

Jetzt steht sie beim Jahresabschluss auf der Kippe. Wenn der Nachteilsausgleich nicht klappt, muss sie durch das SH-Schulgesetz auf die Realschule, obwohl die Unterrichtseinheiten mündlich gut funktionieren. Nur halt schriftlich nicht. Das Problem ist ja bei allen bekannt. Alternativ wird auch darüber nachgedacht, ob wir das Gesetz hier in SH nicht umgehen können und die KLeine die 6. noch einmal wiederholt. Ob ihr damit geholfen ist.

Langer Text, kurze Frage: Wer hat schon Erfahrungen in anderen Schulen mit Klassenarbeiten gemacht und evtl. mit der Schule etwas erarbeitet?

Bin über jeden Tipp froh, habe jetzt kommenden Montag das abschließende Gespräch in der Schule. Das Ergebnis wird für die Zeugniskonferenz am Dienstag ausschlaggebend sein.

Danke!

Ilona

Antworten:

Hallo,

also wir haben gar keinen Nachteilsausgleich. Würden wir das fordern, bekämen wir zur Antwort, wir sollten zur Hs.

wieso also mehr Zeit oder andere Bewertung?

Gut, auch meine Tochter hat ein Problem mit der Schrifft. Aber deshalb gäbe es kein Ausgleich.

Besonders schlimm für unsere Tochter sind die Abschreibtests. Da muss man einen Text von ca. 150 Wörtern in ca. 10 Minuten abschreiben. Ich erkenne eine Steigerung und zwar eine enorme. Von Text gar nicht schaffen und mit vielen Fehlern ist Victoria mittlerweile beim vollständigen Text mit 6 Fehlern, nur die Note ist gleich....eine 6! Aber ihre motorischen Störungen zählen da nicht....

Seit froh, dass die Lehrer etwas auf die Probs eingehen.

Doris

von Doris Schmitt - am 23.06.2006 19:39
Hallo Ilona,

in Hessen gibt es auch keinen Nachteilsausgleich für Kids mit ADS.

In meinen Augen wäre der wichtig, z.B. mehr Zeit einzuräumen, damit sie noch mal über ihre Arbeit drüber schauen können oder um ihre Langsamkeit zu berücksichtigen.

Seid froh, dass die Schule so rücksichtsvoll ist und nehmt, was ihr bekommen könnt.



von Dagmar D. - am 24.06.2006 10:24
Hallo

ADHS als *Notenmilderung* kenne ich aus keinem Bundesland.

All meine Kinder wurden und werden trotz ADHS ebenso bewertet, ohne Sonderregeln wie ihre Mitschüler.

Das ist irgendwie genauso, wie immer wieder Leute nach den *speziellen* Schulen für ADHSler.

Ja, ADHS ist ein handycap. Aber kein Umstand, der die Notengebung beeinflusst.

Ebenso wenig in meinen Augen wie ein bestehendes ADHS einen Behindertenausweis rechtfertigt.

Niemand kann die Umstände so hinbiegen, dass es zu dem ADler passt, sondern auch der ADLer ist verpflichtet, sich gewissen Umständen, Regeln anzupassen. Und dahingehend gibt es Hilfen. Ein Freibrief *mein Kind hat ADS und kann deswegen nicht so behandelt werden wir andere und deswegen hat es Sonderregeln zu kriegen* finde ich den falschen Denkansatz.

ADS ist keine Entschuldigung. Und so langsam verstehe ich die genervten Blicke von Lehrern und Schulen, wenn Eltern sich dahingehend ja auf *ADS* zurückziehen.

So wird eine Störung zur Modekrankheit gemacht. Ändert es dadurch allerdings etwas an der Störung?

Der Ansatz ist doch wohl noch immer: Mein Kind hat ADS, wie gehen wir damit um, welche Massnahmen, Hilfen braucht es, um damit klar zu kommen?

Ich denke, eine *priviligierte* Benotung ist es nicht.

Hat ein Kind eine LRS, Dyskalkylie, wird Rechtschreibung (zumindest in der Grundschule) anders bewertet. Aber auch das ist in meinen Augen kein Freibrief, sondern der Ansatz, andere Methoden, Hilfen zu bieten, zu suchen, dahingehend zu fördern. Im Elternhaus, durch Therapien und mit Unterstützung der Schulen.

Aber eine Dunstglocke wegen ADHS finde ich nicht angebracht.

Der ADSLER hat schon genug Probleme, als dass durch Sonderstaten diesen nicht noch verstärkt werden.

Meine Meinung.

Gruß

Mom

von momfor4 - am 24.06.2006 14:31
Hallo! da habe ich aber was ganz anderes gehört es gäbe keine Erleichterung bei LRS sondern nur zusätzlichen Förderunterricht.Dieser Förderunterricht findet dann aber willkürlich statt (täglich 5. Stunde ,Kind macht dicht 2.KlasseVater Arbeiter ).Weiterhin habe ich von einemKind imGym gehört das mit Notebook seine Arbeiten und Hausaufgaben machen darf.(Vater studierter)

von quikie - am 24.06.2006 16:13
Was genau hast du denn anders gehört?

Hier in Niedersachsen gibt es wohl Förderunterricht an den Schulen, bei LRS, in der Grundschule darf durch die Diagnose LRS kein Nachteil entstehen. Sprich: Die Note steht zwar da, wird aber nicht bei Versetzungsfragen bewertet.

ADHS hat keinen Anspruch auf Sonderprivilegien.

Individuelle Absprachen über PC-Verwendung bei den Hausaufgaben ist wohl mit den jeweiligen Lehrern zu vereinbaren.

In Arbeiten an sich kenne ich keine Schule, die da zwischen ADS-Betroffenen oder Nicht-Betroffenen Unterschiede macht. Die Zeiten sind gleich, die Benotung ist gleich.

Und ist die Schrift schlecht, ist das halt so. Punkt. Aber kein Schonungsgrund. Das mag einen zwar ärgern, frustrieren, aber auch da hilft nur eines: Konsequentes Bestehen auf Regeln, die AUCH für ADHSLer gelten.

(Und wenn sie noch so motzen... ) Der Rand und die Form wird eingehalten. Nur weil mein Kind ADHS hat, bedeutet das nicht, dass er dadurch Privilegien erhält.

Es dauert vielleicht länger, ist schwieriger- aber dennoch gelten auch - nein- gerade deswegen- Regeln.

Alles andere wäre eine Schutzhülle , die für die Förderung oder Entwicklung genau was helfen soll?

Meine Kinder haben ADHS- dennoch bereite ich sie auf ein eigenständiges Leben vor! Tragen sie die Konsequenzen ihres Verhaltens und haben wie *Normalos* ihre Aufgaben, Pflichten und Regeln!

Ich kenne genug, denen diese Verantwortung jahrelang abgenommen wurde, die nun Erwachsen als mehr oder wenig unlebensfähig da stehen, weil sie eben zulange unter dem Schutzmantel von falscher Rücksicht gelebt haben!

Ein Kind mit ADHS zu haben bedeutet sicherlich ein Mehr an Anstrengungen, eine längere Zeit in die Selbstständigkeit und ganz andere Wege, dahin zukommen. Aber jeden Stein aus dem Weg räumen ist der falsche Weg! Weil es einen daran hindert, wichtige Erfahrungen zu machen, aus denen sie lernen!

ADS ist keine Entschuldigung für alles! Eine Erklärung- ja. Eine Störung, die Mit Hilfe von unterschiedlichen Massnahmen ein möglichst normales Leben ermöglicht. Ja. Aber kein Freibrief.

Ich höre so oft: das kann mein Kind nicht- es hat doch ADS.

Ich habe ADS. Und 3 betroffene Kinder mit ADHS. Als Ausrede hat das noch nie gegolten! Das ist in meinen Augen ein Denkfehler.

Mein Kind hat Schwierigkeiten durch das ADS. Mein ADHS wirft Probleme auf. Ja. Es ist problematischer durch das ADS. Ja. Wir brauchen andere Hilfen, mehr Unterstützung wegen ADS. Ja. Aber trotz ADS bestehen Systeme, in die sie sich einfügen müssen. Haben Aufgaben, die sie handeln müssen. Und das ist unsere Aufgabe. Diese Teilnahme am Leben mit allen zur Verfügung stehenden Massnahmen zu ermöglichen.

Und nicht als Ausrede zu benutzen....

Und es geht.

Gruß

Mom

von momfor4 - am 24.06.2006 16:53
Hallo! Mir wurde gesagt ,ich könnte mein Kind ruhig auf Lrs testen Lassen (ADS stand nicht zur Debatte) Wenn es denn LRS hätte ;gäbe es keinen Unterschied in der Benotung sondern nur eine Stunde förder mehr in der Woche. Ich weiß aber das mein Schwager LRS hatte und er erst mit 25 lesen konnte(an schreiben gar nicht zudenken) Er seine Aufsatze diktieren durfte und nie sitzengeblieben ist. Es kommt dort sehr gehäüft vor das welche in den ersten beiden Schuljahren zurückgestzt werden .mindestens 1 Schüler pro Jahrgang bei einer Klassenstärke von 1a 15 ;1b 16; 2 16 Schüler . Also bei der Klassenstärke sollte eigendlich keiner mehr Sitzenbleiben müssen, finde ich. Ich mische mich in Lehrerangelegen heiten auch nicht ein,hat sowieso keinen Zweck.

von quikie - am 24.06.2006 19:15

@ MOM

Hallo Mom,

wieso dieser genervte, strenge Ton? Oder ist das bei mir falsch angekommen?

Bei uns ist ADS weder für meinem Sohn noch für mich ein Freibrief. Fakt ist aber, dass er sowohl in der Schule als auch zu Hause langsam arbeitet. Nicht, weil er keinen Bock hat, sondern weil es nicht schneller geht. Das, was er dabei abliefert, ist laut meiner Beobachtung und laut seinem Zeugnis ORDENTLICH, KORREKT UND MIT SORGFALT GEMACHT. Er kommt jetzt in die 3. Klasse. Was, wenn sich das Tempo steigert und er dann schlechte Zensuren bekommt, weil er nicht schneller arbeiten kann? Es ist ads-bedingt.

Ein gewisser Standard muss erreicht werden. Als diesen betrachte ich die Lerninhalte und im gewissen Rahmen die Geschwindigkeit. Aber ich kann auch von einem Kind im Sportunterricht nicht alles verlangen, wenn es einen z.B. einen verkürzten Arm hat oder nur ein Bein. Da ist es dann ganz offensichtlich, dass einige Übungen nicht oder nicht genauso zu machen sind, wie von einem körperlich "intakten" Kind.

Ich selbst habe gerade einen Antrag auf Behinderung gestellt u.a wegen meines ADS. Auch das nicht als ewige Entschuldigung (habe schließllich 35 Jahre meines Lebens ohne Diagnose und ohne MPH verbracht), sondern als Chance, einen Arbeitgeber zu finden, der mich einstellt und mich auch dann behalten wird, wenn es Zeiten gibt, wo ich nicht einwandfrei "funktioniere". Der um mein ADS weiß und es in Kauf nimmt, dass seine Angestellt gute Leistungen bringen kann, engagiert ist, aber eben auch einige Besonderheiten hat, die sich auch mit MPH nicht beseitigen lassen.

Ich habe mich zeitweise so minderwertig gefühlt, weil ich nicht so funktioniert habe, wie die Nicht-ADS-ler. Ich dachte immer, ich miuss mich nur noch mehr anstrengen, dann geht es. Nachdem ich dann irgennwann im Burnout gelandet bin und mich noch minderwertiger gefühlt habe, habe ich nach einiger Zeit erkannt, dass ich nicht Schuld bin. Ich würde gerne, kann aber nicht so viel leisten wie andere.

Ich messe mich nicht mehr mit anderen, sondern achte auf meine Leistungsgrenzen und bewege mich in diesem Rahmen. Das Resultat ist, dass ich mir wieder mehr zutraue und ich emotional stabiler bin. Frag mal meinen Sohn und meine Freunde.

Erst unter Anerkennung meiner (nicht verschuldeten)Defizite ist der Blick frei auf meine Talente geworden. Ich kann ADS jetzt als Andersartigkeit sehen, die mich z.T. behindert, mir aber z.T. auch besondere Talente schenkt.

Jetzt erst traue ich mir wieder etwas zu. Aber ich werde nicht wieder den Fehler zu machen und mich an einer absoluten Leistungsmaßeinheit zu messen. Ich gebe meine Bestes! Und manches Mal wird es trotzdem nicht reichen. Dann aber habe ich ein Recht auf Unterstützung.

Bisher habe ich meine Leistungstiefs so abgefangen, dass ich zu 90% meines Berufslebens in Teilzeit gearbeitet habe; auch schon als Kinderlose. Ich habe manchmal nur 2 Tage pro Woche gearbeitet, weil mehr nicht ging. Ich habe oft am Existensminimum gelebt. Nicht weil ich dumm oder faul bin, sondern weil meine stark ausgeprägte Reizfilterschwäche nicht mehr möglich macht, MICH BEHINDERT.

Ich denke, beides sollte bei einer Einschränkung gelten:

Soviel wie möglich aus sich (oder seinem Kind) herausholen, aber auch die Grenzen erkennen.

Wenn ich mit einem Normmaß an alles und jeden gehe,
wenn ich alles kappe, was oberhalb oder unterhalb der Norm ist,
dann Gute Nacht!


Viele Grüße,



von Mottensprotte - am 25.06.2006 09:28

Re: @ MOM

Hallo! Ich habe nur die Direktorin am Anfang zitiert und ich bin mitlerweile nur noch genervt was diese Schule betrifft ,weil man hinter alles nur hinterherrennen muß. ZUM BEISPIEL : Den Lehrerfragebogen der für die ADS Testung ist angeblich dreimal bei der Post verlorengegangen, Dann wollte sie ihn einwerfen, kam aber nicht, bin daraufhin losgefahren und habe ihn dann abgeholt bei ihr ( sie war in einer Lehrerkonferenz)zwischenzeitlich hatte sie dann bei uns angerufen, sie würde ihn faxen und noch einen Brief an den Arzt. Den Brief an denArzt hat sie mir nicht ausgehändigt ,ist aber bis heute noch nicht angekommen(Über die Vorkommnisse habe ich Protokoll geführt ,bekommt niemand zu sehen ;fülltaber bereits 2 Din A4 HEFTE

von quikie - am 25.06.2006 10:44

Re: @ MOM

Hallo!

Hatte jetzt das Gespräch mit dem Schulleiter im Gymnasium. Er war sehr offen für dieses Thema und wir haben alle Möglichkeiten ins Auge gefasst. Es wird für unsere Kleine kein "Abtiur light" geben, allerdings werden die Gesamtnoten des Jahres, die jetzt für die morgige Zeugniskonferenz maßgeblich sind, mit dem Hintergrund des ADS differenziert vergeben. D.h.die mündliche Note hat ein größeren Anteil als die schriftliche. Im neuen Jahr wird die Kleine bei Klassenarbeiten, die in den Hauptfächern prinzipiell dann nur noch vor der großen Pause geschrieben werden sollen, mehr Zeit erhalten, d. h. ein Teil der Pause fällt dann leider weg, sie hat dann aber in Ruhe Zeit noch einmal über ihre Arbeit zu schauen, zu Ende zu schreiben/rechnen. Auch darf sie während der Klassenarbeiten nach 20-30 Minuten die Klasse verlassen, um wieder aufzutanken, d. h. Treppe hoch und runter, kurz an die frische Luft. Sie wird dann auch noch auf Legasthenie geprüft, um zu sehen, wie sicher sie ist und wann die Konzentration nachlässt. Damit könnte man bei dem Fach Deutsch und den Fremdsprachen wie bei den Legasthenikern verfahren und die Rechtschreibfehler nicht in die Note einbeziehen. Ansonsten haben wir eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern vorgesehen, um immer wieder gegenseitig auf dem neuesten Stand zu bleiben. Hausaufgabenabzeichnen bleibt, Platz vorne in der Klasse bleibt, Lehrer werden noch einmal von dem Schulleiter ausdrücklich auf die Besonderheiten von ADSlern hingewiesen. Auch Vortrag- und Hausaufgabenreferate dürfen weiterhin mit dem PC geschrieben werden.
Nach diesem Gespräch heute Morgen fühle ich mich wieder wohl. Auch wenn es nicht klappt - die Schule ist sehr aufgeschlossen und wohlwollend. Sie versucht alles, um Kinder auf der Regelschule zu behalten und nicht abzuschieben.
Dann warte ich jetzt einmal die Zeugniskonferenz morgen ab, bei der der Schulleiter die Aufsicht führen wird.
Danke für alle Infos und Diskussionen!

Ilona

von Mariahs Mum - am 26.06.2006 10:44

Re: @ MOM

Das mit der Frischluft Tankung bringt wahre Wunder!!!
Ich hatte das Glück mit Dackelblick und zusammen gekniffenen Beinen meist kurz rausgelassen zu werden.
Und hab das wenn n anderer Lehrer die Aufsicht übernommen hat auch immer 2 mal pro Arbeit gemacht.
Aber klasse, dass sowas vorher abgesprochen ist!
Ist wirklich hilfreich!

von Dunstkreis - am 27.06.2006 02:54

Re: @ MOM

Hallo Ilona

Finde ich klasse!

Lobenswert, wenn Schulen dahingehend kooperativ sind und wünschenswert für alle!

Ich wollte nur irgendwie die Hoffnung dämpfen, weil dies alles eben KEIN rechtlicher Anspruch ist.......

Aber so, wie es bei euch läuft, sollte es eigentlich überall sein. Individuell auf das Kind eingehen. Leider meist nur ein Wunschtraum..

Aber wir geben die Hoffnung ja nicht auf, nicht wahr?

Gruß

Mom

von momfor4 - am 27.06.2006 06:59
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