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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Beate Mahr, kermit, Nicole Z., schwertlilie, Fuzzy-Mama, quikie

Ausbildungsbeihilfe

Startbeitrag von Beate Mahr am 13.08.2006 16:42

Hallo

wie ihr wißt, fängt mein Spezie am Dienstag seine Ausbildung
zum Landwirt an - freu

Ich hab mir mal die Tarifverträge ( Bayern ) angeschaut ...
Er verdient im 1. Lehrjahr 434 Euro brutto ( weil unter 18 )
davon werden abgezogen pro Tag
6,76 Euro Verpflegung ( 3 Mahlzeiten )
4,58 Euro für Unterkunft
macht für 30 Tage
202 Euro plus 137 Euro
das bedeutet er hat ca. 95 Euro im Monat

Davon soll - muß er u.a. die Buskarte zur Berufsschule -
sein Handy usw. finanzieren ...
Wenn er Heim fährt ( alle 3-4 Wochen) sind nochmal 50 Euro weg.
Selbst wenn ich ihm sein Kindergeld gebe ist das nicht die Welt

Jetzt ist mir eingefallen, dass es Ausbildungsbeihilfe gibt ...
kennt sich jemand damit aus ???
bekomme ich zuhören => könnte Ausbildung vor Ort machen ...

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand Info´s für mich hätte

DANKE

Liebe Grüße
Beate

Nicht, dass ihr denkt ich lass in im Regen stehen ...
aber es ist schon heftig, dass wir für seine Ausbildung bezahlen müßen ...
wenn ich dann höre was andere Berufe im 1. Lehrjahr rausbekommen
finde ich das schon traurig ...
zumal wenn so gar nichts anderes in Frage kommt als Beruf(ung)

Antworten:

Hallo Beate,

vergleichs mal mit den Kosten, wenn er studieren würde. Da ist dann nix mit Lehrgeld. Das Lehrgeld sehe ich als eine Art Unkostenbeitrag. Kann aber nicht den Lebensunterhalt finanzieren, inkl. aller sonstigen Wünsche. Ist nicht Vollkasko.
Rechne mit ihm durch, was er mindestens braucht (alle unbedingt notwendigen Ausgaben), dazu noch mal etwas Taschengeld. Und das wars dann halt. Die Kunst ist nicht, einfach Geld auszugeben, sondern mit dem auszukommen was man hat. Und Träume muß er dann halt verschieben, bis er ausgelernt hat!

Ich habe keine Lehrausbildung, sondern studiert. Und von meinen Eltern damals vorgerechnet bekommen, wieviel ich an Essenskosten zu Hause verursachen würde, das hab ich dann von ihnen als Unterhalt bekommen, als ich ausgezogen bin (zu Hause wohnen zum Studium ging räumlich nicht mehr, das hatten meine Eltern aber nicht verstanden). Also habe ich von 300 DM im Monat gelebt, inkl. Miete für das Studentenwohnheim. Kein Auto, kein Handy, kein Führerschein, kein Kino, keine Kneipenbesuche, keine Disko, kein Fahrgeld für Bus (sondern alles mit dem Fahrrad gemacht), kein Mittagessen in der Kantine sondern Butterbrote (war billiger, Kantine war schon zu teuer). Das war's mir wert. War ja nicht für ewig. Ok, wenn ich mal nach Hause kam, mußte ich mich vorher anmelden damit genug zu Essen da war, da hab ich das dann nachgeholt. Und ich habe gelernt, mich durchzubeißen. Und das Studium zügig durchgezogen, damit das kein Dauerzustand wird. Klamotten von Schwester/ Bruder angezogen (da gab's auch nix Neues). Das einzige was Löcher in die Kasse riss waren Lehrmaterial und Fahrradersatzteile....

Hat mir nicht geschadet, im Gegenteil, ich bin dadurch ziemlich bodenständig geblieben. Und es ist ja überschaubar! Die Lehre dauert 3 Jahre (mein Studium waren immerhin fast 6 Jahre), das ist ja nicht ewig.

VG, Fuzzy-Mama

von Fuzzy-Mama - am 13.08.2006 17:54
Hallo Beate,

ich meine es gibt noch die Möglichkeit ein Ausbildungsbafög zu beantragen.

Als ich meine erste eigene Wohnung hatte und noch in der Ausbildung steckte, hatten meine Eltern mich auch finanziell unterstützt. Sie brauchten mich ja dann nicht mehr einkleiden, Essen kaufen und Taschengeld mir mehr geben.

Schau doch mal unter Google nach.

Liebe Grüße



von schwertlilie - am 13.08.2006 18:13
6,76 Euro für Verpflegung find ich ziemlich heftig, damit versorge ich meine 6 köpfige Familie an normalen Tagen mit Lebensmittel. Und bei drei Mahlzeiten muß er dann ja wahrscheinlich auch noch mal so was dazukaufen, schließlich arbeitet er dann ja Körperlich und dürfte dann auch mehr Apetit haben wie normal.
Und für die Übernachtungskosten kann er sich ja fast ein Appartment nehmen.
Oder kriegt er das Zimmer auch geputzt und seine Wäsche gewaschen? Dann sähe es ja schon anders aus. Aber man muß ja schon froh sein, wenn man überhaupt was bekommt.
Wahrscheinlich ist er aber auf die Verpflegung angewiesen, da Landwirte ja keine geregelten Arbeitszeiten haben und er ja keinen Führerschein hat, geschweige denn ein Auto.
Dadurch kann er sich nichtmal selbst versorgen.
Aber er muß ja nur drei Jahre durchhalten oder?
Gruß Quikie

von quikie - am 13.08.2006 19:40
Hallo Beate

schau mal hier nach
[www.arbeitsagentur.de]

Normalerweise unterstützt das Arbeitsamt.

Viele Grüße Nicole

von Nicole Z. - am 13.08.2006 20:07
Hallo

Vielen Dank

genau so eine Info hab ich gesucht und nicht gefunden.

Liebe Grüße
Beate



von Beate Mahr - am 14.08.2006 08:00
also was die Preise angeht, so sehen die Bedingungen das auf den ersten Blick OK aus.

Für mehr Geld im tariflichen Ausbildungsvertrag gäbe es nur einen Tip: Wenne er Abitur hat, dann kann er eine Berufsausbildung um ein Jahr verkürzen. Dann könnte er schon vertraglich im 2. Lehrjahr anfangen. Macht ein plus von paar Euro. So liefs bei mir.

Grüße aus Mainz

von kermit - am 25.08.2006 14:52
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