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ADHS ADS Selbsthilfe
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8
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Miss Piggy, Siggi_O, Annette B., Katharina 1, diana-r, Chaotentruppe

Boah-ich muss mich mal ausheulen...

Startbeitrag von Chaotentruppe am 13.10.2006 19:43

Hallo zusammen,

ich hatte ja in letzter Zeit geschrieben, dass bei uns alles ganz gut läuft. Zumindest schulisch gesehen geht´s.

Aber es ist schon ganz schön anstrengend 3 Ads-Kids und den dazugehörigen Mann zu erziehen. Und wenn man dann noch selbst ADS hat....

Ich versuche echt mein Bestes. ABER ... es läuft kaum ein Tag wie selbstverständlich ab. Ich habe gerade meinen Kids erlaubt einen Film zu sehen.

Dann komm ich in die erste Etage und dort herrscht das völlige Chaos. O.K. wenn ihr jetzt schnell aufräumt, dann dürft ihr noch...

Oh Gott, das Aufräumen sah so aus, das der eine Sohn alles in eine Schublade gesteckt hat, der andere hat alles auf seinen Schreibtisch gestellt und meinte: " Och-ich habe den Schreibtisch vergessen" Und unser Kleinster (5) hat gar nix gemacht. Natürlich mussten alle jetzt sofort ins Bett.

Ich bin gerade schweißgebadet und weiß echt nicht mehr was ich noch machen soll. Irgendwann sind doch auch mal meine Nerven am Ende. Wie haltet ihr das aus? Das ist doch zum verzweifeln.

Überall schmeissen die ihre Papiere von Süßigkeiten rum bzw. sie nehmen 48 Flaschen Mineralwasser mit in ihre Zimmer (natürlich immer ohne Deckel) und wir müssen das Wasser ständig entsorgen. Weil Mineralwasser ohne Kohlensäure schmeckt nicht wirklich.

Ich kann nicht arbeiten, Mittagessen zubereiten, alles wieder wegräumen und dann noch mit voller Geduld alle Kinderzimmer in Ordnung bringen. Dazu noch das Gedöns von mir und meinem Mann wegräumen.

Habt ihr einen Arbeitsplan oder etwas vergleichbares? Wir haben einen Smilieplan aber das interresiert die Kids auch nicht wirklich wirklich.

Danke fürs Durchlesen - und für Tipps, die mir den Alltag erleichtern. Da meint man es läuft halbwegs und immer kommen Tage, da würde man am liebsten
auswandern.

Liebe Grüße

Anja

Antworten:

Liebe Anja,

leider kann ich Dir auch keinen wirklichen Rat geben, aber mein tiefstes Mitgefühl. Ich habe gestern abend selber im Bett gelegen und geheult wie ein Schlosshund.

Ich habe zwar nur ein Kind - knapp 10 mit leichtem ADS, und ich selber bin auch betroffen.

Ich weiß nicht, ob mein Mann ADS hat, vieles spricht bei ihm eher dagegen. Aber er bekommt auch vieles nicht mit, ist so furchtbar gedankenlos. Seit mehreren Jahren besteht der Verdacht, dass er zwanghafte Züge hat, er hat sich aber stets geweigert, dem nach zu gehen.


Nun muss Sohnemann auch noch eine Nahrungsumstellung durchführen (keine obskure ADS-Diät, sondern wegen Übergewicht erforderlich), seit einer Woche habe ich den Eindruck, aus der Küche nicht mehr rauszukommen.

Alles, was mit unserem Sohn zu tun hat, bleibt komplett an mir hängen. Damit könnte ich sogar leben, wenn mein Mann nicht immer wieder aus Gedankenlosigkeit (?) unsere Anstrengungen torpedieren würde.

Zusätzlich werde ich angemacht, weil ich die Dinge nicht in der gewünschten Reihenfolge (!) wegräume, meine Küchenmaschine benutze (die muss ja dann sauber gemacht werden), die Pizza selber mache statt beim Pizzaservice zu bestellen (weil das gibt ja Aufwand) und und und ...

Es nützt auch nichts, ihm irgend etwas zu erklären. Am nächsten Tag hat er es ja eh wieder vergessen. Außerdem ist das ja eh nur psychologischer Krimskrams, was die Ärzte sagen, da muss man sich nicht drum kümmern.

Ich könnte so in die Tischplatte beißen.

Tja, nun habe ich mich selber ausgeheult, statt Dir zu helfen. Wollte nur ausdrücken, dass ich Dich soooo verstehen kann.

Liebe Grüße

Siggi

von Siggi_O - am 14.10.2006 07:29
Hallo Anja,

also hier kommt auch mein tiefstes Mitgefühl an Dich. Bei uns ist es auch so, dass wir echt im Chaos versinken würden, wenn ich nicht dauernd hinter den Kids herräumen würde.

Und dann kommen da auch noch die Sprüche der Jungs"immer mußt Du meckern, ständig müssen wir aufräumen, nie dürfen wir was machen, das uns Spaß macht". Tja, ist schon toll, wenn man versucht, Ihnen etwas sinnvolles zu vermitteln, damit sie im Erwachsenenalter wenigstens einigermaßen alleine klar kommen. Aber es kommt nur Gemecker. Wenn ich mal darum bitte, dass mir einer beim Abwasch hilft (Abtrocknen), dann kommt wieder "bist Du faul, ständig müssen wir alles machen". Genau, außer sonntags Zimmer aufräumen müssen sie gar nichts tun. Aber Mama ist ja faul.

Ich habe auch ADHS, nehme aber keine Medis. Somit ist für mich ganz wichtig, dass ich den Überblick über meine Wohnung nicht verliere. Aber es nervt total, wenn man ständig hinter den 2 Jungs herräumen müß.

Ich glaube, das muß man mit etwas Gelassenheit nehmen, sonst wird man irre. Mittlerweile versuche ich, nicht mehr auf die Sprüche der Jungs zu hören. Ich mache, was ich für richtig halte. Ich kann versuchen, ihnen Werte zu vermitteln. Aber wenn sie nichts annehmen wollen, dann kann ich mir ja den Mund fusselig reden.

Ich gebe mein Bestes und entweder sie nehmen es an oder nicht. Sonst wird das hier zum Hobby, Mama aufzuregen.

Zum Glück habe ich keinen Mann, den ich auch noch miterziehen muß. Da habe ich wenigstens abends meine Ruhe.

Du siehst, Du bist nicht alleine.

LG Diana

von diana-r - am 14.10.2006 08:11
Hallo Ihr 2

kann Euch zu gut verstehen, auch bei unseren herrscht ab und an Chaos in den Zimmern.

Das schlimme ist ja, Göga ist genauso, aber meckert bei den Kindern. Kommt sicher gut, oder? Das optimale Vorbild.

Also erziehe ich (seit Jahren) in allererster Linie mal meinen Mann (weil es mich von ihm noch mehr nervt) und die Kinder.

Bei uns funkts eigentl. auch nur mit Zuckerbrot und Peitsche. Es darf erst gespielt werden, rausgegangen etc. wenn das Zimmer aufgeräumt ist.
(Werd mal bei meinem Mann versuchen zu sagen, er darf erst vor den Computer, wenn er aufgeräumt hat.... er darf erst fernsehen, wenn er aufgeräumt hat...)

Und am Samstag müssen dann alle mithelfen - denn ich bin hier nicht als Putze angestellt.

Die Tante meines Mannes hat mir mal ein tolles Schild geschenkt (allerdings mit dem Hinweis - keine Gewähr, bei ihr hät`s nicht funkts) das ist für die Küche gedacht und da steht drauf "Räum hinter Dir auf, Deine Mutter ist hier nicht angestellt".
Ich deute mittlerweile nur noch auf das Schild - muss nix mehr sagen, die Kids wissen Bescheid.

Ich bin tatsächlich dann mal in den Streik getreten. Sie mussten alles alleine machen - habe es eine Wo. geschafft - dann konnte ich selbst nicht mehr. Aber ich drohe mittlerw. mit erneutem Streik wenn sie nicht helfen. Dann wird eben nicht gekocht (immer Wurtstbrot ist langweilig).

Denn alleine mit dem Punkteprogramm - das nutzt beim jüngsten, aber nicht mehr bei einem 34 jährigen Mann :-))

Und in der Pupertät - da ist es am schlimmsten - aber auch bei nicht ADSler. Mein 17jähriger schafft auch regelmäßig das perfekte Chaos.
Da hilft nur noch eines: eine gute Portion Humor. Ich hab sie auch nicht immer - aber immer öfter.

Ich mag hier gar nicht öffentl. erzählen, was ich bei meinen Kids schon so alles im Schrank gefunden habe - es würde Euch das Grausen kommen - von verfaulten Apfelputzen...... bis........

Es hilft nur ständige Kontrolle. Einen wirklichen Tipp habe ich leider nicht parrat. Aber wie gesagt, wenn was anliegt, sie raus wollen, dann geht es mittlerweile ruck zuck, weil ich da knallhart bin.
Auf "darf ich das später machen" lasse ich mich nicht mehr ein, weil ich weiß, später wird es einfach vergessen.

Ich habe aber auch gelernt, das ich meinen "Überperfektionismus" in dieser Familie einfach etwas ablegen muss. Es muss so sauber sein, dass man nicht krank wird und sich wohl fühlt, dass jederzeit jemand kommen kann, ohne das ihn der Schlag trifft - aber es darf auch "bewohnt" aussehen. Wenn ich zu Leuten komme, wo die Wohnung eher einem "Musterhaus" gleich kommt, da fühle ich mich gar nicht wohl.

Und was den übevollen Schreibtisch anbelangt, auch das kenne ich. Man darf vielleicht aber auch nicht vergessen, sogar für nicht ADS-Kinder ist aufräumen etwas anderes als für uns Erwachsene.

Wir haben ganz viele Sortierkisten im Kinderzimmer unseres Sohnes, damit geht das Aufräumen schneller. Man muss es den ADS-Kindern ganz einfach machen.

Wünsch Euch viel Kraft - haltet durch.

LG Rita



von Miss Piggy - am 14.10.2006 08:15
Hallo Anja,

kann dich gut verstehen - ich könnte da auch fast täglich davonlaufen.
Mein Sohn hat ein ganz anderes Ordnungsempfinden als ich. Er ist außerdem ein "Messi" - das heißt er sammelt phasenweise den totalen Schwachsinn, wie z.B. Tictacdosen, Kronkorken, Steine und was weiß ich noch alles. Die hat er aber im letzten Anflug von Aufräumeritis alle weggeworen und siehe da, es kam ein Regal zum Vorschein. Das hält allerdings nicht sehr lange an, er findet bestimmt bald wieder etwas was er sammeln möchte.
Wenn dann noch Millionen Donaldhefte auf dem Boden vor seinem Bett herumliegen, ist das doch trotzdem aufgeräumt ("ich weiß gar nicht was du willst, man kann doch ohne Probleme zu meinem Bett laufen....")

Auf dem Schreibtisch konnte er teilweise gar nicht mehr arbeiten, weil er so zugemüllt war. Da bin ich alledings massiv vorgegangen, weil er so seine Schulsachen nicht im Griff hatte. Da musste ich mir selbst antrainieren, dass ich da wenigstens alle zwei Tage nachschaue. Verschiedene Fächer haben verschiedene und farbige Kästchen bekommen und da bestehe ich darauf, dass die Bücher und Hefte genau da rein sortiert werden.

Für mich persönlich ist es sehr schwierig das Chaos meiner Familie in den Griff zu bekommen, weil ich selbst so chaotisch bin. Ich habe aber jetzt ein Jahr lang über einen Terminplaner meinen Haushalt geführt und siehe da, allmählich habe ich mich daran gewöhnt, es gibt kaum noch ein Aufschieben von meiner Seite aus. Naja - wenn man mal von meinen verschiedenen "Häufchen" absieht, die auch ich in Küche und Arbeitszimmer angehortet habe. Da muss ich selbst noch hart an mir arbeiten, dass ich damit aufhöre.

Da kommt dann wieder die "Vorbildersache" ins Spiel. Denn wie sollen meine Kinder richtig Ordnung lernen, wenn ihre Eltern es auch nicht können.......mein Mann hat auch einen ziemlich unordentlich aufgetürmten Schreibtisch und fragt mal wer den größten Wäschehaufen liegen hat...genau mein Mann.

Punktepläne funktionieren bei meinen Söhnen nicht mehr. Das ging nur relativ kurze Zeit.
Ansonsten halte ich es so wie Rita: erst die Arbeit dann das Vergnügen.
Vorallem wenn ich Süßigkeitenpapier und halbleere Mineralwasserflaschen sowie benutzte Teller in ihren Zimmern finde, bekomme ich fast schon einen Anfall - und wenn ich selbst noch so chaotisch bin, aber Essensreste machen mich rasend. Ich häufe ja wenigstens nur irgendwelche Unterlagen an, da können ja keine kleinen Krabbelviecher entstehen....

Einerseits bin ich chaotisch, andererseits kriege ich die Krise, wenn mir jemand meine Routinen durcheinander bringt ohne die ich nicht gut zurecht komme - und das passiert leider fast täglich.

Also eigentlich müssen bei uns alle Familienmitglieder versuchen mehr strukturierte Ordnung zu halten - jeder einzelne hat da natürlich unterschiedliche Probleme .
Man muss eben immer wieder aufs Neue erinnern und anschubsen, bis sie (oder auch ich) es gelernt haben.
Die Hoffnung gebe ich da aber nicht auf, auch meine Kinder werden es irgendwann lernen ordentlich zu sein, dauert halt ein wenig länger als üblich - sich deswegen aufzuregen, nützt leider nicht viel.

Viele Grüße
Annette

von Annette B. - am 14.10.2006 09:31
Miss Piggy schrieb:

Zitat

Und am Samstag müssen dann alle mithelfen - denn ich bin hier
nicht als Putze angestellt.


Das ist bei uns weniger das Problem, da sind wir gut eingespielt. Dann ist ja auch Zeit, dann kann jeder mit Hand anlegen. Problematisch ist, dass mein Mann häufig dienstlich unterwegs ist, donnerstags abends dann aber das Haus aufgeräumt im Stile "Musterhaus" erwartet. Und das kann ich beim besten Willen neben Beruf, Kind und Fahrdiensten nicht leisten.


Zitat

Ich habe aber auch gelernt, das ich meinen
"Überperfektionismus" in dieser Familie einfach etwas ablegen
muss. Es muss so sauber sein, dass man nicht krank wird und
sich wohl fühlt, dass jederzeit jemand kommen kann, ohne das
ihn der Schlag trifft - aber es darf auch "bewohnt" aussehen.


Das finde, ist auch ein vernünftiger Kompromiss. Wie kann ich das meinem Mann vermitteln? (Übrigens: Richtet er selber Chaos an, merkt er es nicht einmal, und ist stinksauer, wenn man ihn bittet, dass er auch seine Sachen wegräumen soll.)

Zitat

Und was den übevollen Schreibtisch anbelangt, auch das kenne
ich. Man darf vielleicht aber auch nicht vergessen, sogar für
nicht ADS-Kinder ist aufräumen etwas anderes als für uns
Erwachsene.


Das ist sicher wahr. Kommen dann noch Wahrnehmungsprobleme hinzu, wird es besonders schwer. Der Arzt meines Sohnes hat mir sehr gut erklärt, warum mein Sohn - obwohl guten Willens - (noch) nicht aufräumen kann. Es klappt immer besser und da ich um seine Schwierigkeiten weiß, kann ich ihm auch die notwendige Hilfestellung geben (z.B. mit Sortierkisten oder in Form von Anweisungen: als nächstes alle Legosteine in die Legokiste)

Nun kann aber mein Mann nicht verstehen

warum

a) ein so intelligentes Kind nicht in der Lage sein soll , alleine aufzuräumen (obwohl oft erklärt)

und

b) warum z.B. in die Lego-Kiste nur Legos rein sollen und räumt - mit bestem Willen - auch noch andere Spielsachen in die Kiste, was dann wiederum bei Sohnemann zu Tobsuchtsanfall führt
(für Sohnemann ist es ganz wichtig, dass in den einzelnen Kisten nur das drin ist, was da reingehört. Ich nehme an, dies verschafft ihm Überblick und damit Sicherheit)

Zitat

Wünsch Euch viel Kraft - haltet durch.


Werd ich schon. Aber wegen Umbau liegen unser aller Nerven sowieso blank und wenn ich mir dann so einen K... anhören muss, dass ich die Küche vor dem Essen statt nach der Mahlzeit aufräumen soll ---- dann hakt's auch bei mir aus.

Siggi

von Siggi_O - am 14.10.2006 11:43
Hallo Anja, meine tiefes Mitgefühl für deine Situation.
Dagegen bin ich richtig gut dran...mein Kleiner (8) hat sein Zimmer ziemlich im Griff und mein Großer (12) nervt es inzwischen selber wenn er kaum noch ins Bett kommt.
Aber ich habe noch zwei weitere Männer (10 und 43), die nichts auf die Reihe bekommen.
Und da hilft nur... manchmal die Augen zumachen und wenns mich total nervt ,selber machen und sonst regelmäßiges Aufräumen.
Ich stelle mich bei den Kindern abends, wenn sie sich Bettfertig machen ins Zimmer und gebe Anweisungen... Geschirr in die Küche, Wäsche in den Korb, Müll in den Eimer, Besen her und Lego in die Ecke. Unsere Jungs haben alle eine abgetrennte Zimmerecke, in der das Lego oder Playmo liegen darf... aber nur das!!und es wird jeden Abend in die Ecke gefegt, damit die Wege frei sind.
Und so hat letzens der Chaot festgestellt, dass wenn er es jeden Abend macht, dass Zimmer garnicht mehr so vermüllt und eigentlich rechtschnell auf geräumt ist... Es war aber wichtig, dass ich nicht nölte, sondern wir entspannt dabei gequasselt haben und ich auch drei Bücher ins Regal stellte oder mal wieder 1Million TDKG-Kassetten in die richtigen Hüllen sotiert haben...
Und es gibt eine Regel, die ich immer durchsetze: der Schreibtisch bleibt frei... er hat genug andere Flächen...
Wir haben das Zimmer in den Sommerferien schon wieder umgeräumt und es ist jetzt langsam optimal für seine Bedürfnisse eingerichtet:
genug Stauraum, genug Ablagefläche einen riesigen Schreibtisch (alte Schranktür auf Böcken) und kein Platz, um etwas zu verschwinden lassen... alles ist sichtbar
und wir haben beim Aufräumen enorm entmüllt und leergeräumt, er hat eigentlich nur noch recht wenig Sachen im Zimmer, der Rest ist im Müll oder im Keller gelandet.
Naja und sonst räume ich dauernd auf.. und laufe nie mit leeren Händen durchs Haus (eine Art Wohnturm mit vier Etagen). So halte ich einen Status und bin trotzdem nie fertig.
Gruß Kadda



von Katharina 1 - am 14.10.2006 12:05
Hallo Siggi,

kann Dich schon verstehen. Mein Mann hätte unter der Woche mehr Zeit und das meiste bleibt trotzdem an mir hängen.

Zum Glück aber muss ich mir nicht solche Sprüche anhören. Das würde mich auch ank....

Mich nervt oft, wenn er die Kinder schimpft, aber selbst so eine Unordnung hat. Das hat er nun aber auch langsam mal kapiert, dass das nicht funktioniert.

Er sieht auch zum Glück ein, dass unser Sohn hier Probleme hat und immer wieder Hilfestellung braucht.

Sein eigenes Chaos hat er früher gar nicht so wahrgenommen. Das wahr das Problem. Er sah nur das der Kinder.
Da meine Schwiegermutter wirklich ein Messi ist und ihren Haushalt nicht auf die Reihe bekommt, sämtliche andere Verwandschaft von meinem Mann (alle mütterlicher Seite her) ebenso sind, wahr dies für ihn einfach normal. Einen perfekt geführten Haushalt hat mein Mann also nie kennengelernt. Woher sollte er es so auch können.

Hier muss ich auch immer wieder lernen mir das vor Augen zu halten und Verständnis dafür aufbringen.
Das schlimme ist, meine Schwiemu will es auch nicht sehen und unternimmt nichts, für sie sind alle anderen "unnormal".

Meiner Göga braucht hier selbst immer wieder einen Tritt, daher wird er sich hüten etwas zu mir zu sagen.

Kann Dich jetzt schon verstehen, dass Dich das annervt, wenn alles an Dir hängen bleibt, wenig Unterstützung und dann aber noch erwartet wird, dass Du es nach seinen Regeln machst.

LG Rita



von Miss Piggy - am 14.10.2006 12:33
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