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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Nicolchen, diana-r, vishnu, Katharina 1, quikie, Andrea Lemkau

Chaos im Kinderzimmer , wie weit helft ihr ?

Startbeitrag von Andrea Lemkau am 19.10.2006 07:19

Moin, moin


mich würde mal interessieren in wie weit Ihr das Chaos in den Zimmern eurer Kinder hinnehmt.
Helft Ihr beim aufräumen ,oder laßt Ihr sie alleine wurschteln ?
Und wenn wie helft Ihr ? Richtig mit anpacken ? Nur dabei sein und Hilfstellung geben ( das Papier in diese Lade u.s.w. ) .
Mit Zeitlimit ?
Welche Erfahrungen habt Ihr dabei so gemacht?

Bisher habe ich sie meistens allein aufräumen lassen ( was oft in eine Stundenlange Diskussion , geheule u.s.w. geendet hat ).
Sie hat viele Möglichkeiten ihre Dinge zu verstauen , teilweise mit Bilbern beklebt ( Ein Barbiebild auf die Barbiekiste, am Schreibtisch ein Bild von einer Federtasche u.s.w. ).
Das aufräumen sieht dennoch so aus : wir schmeißen alles in irgendeine Schublade egal was es ist , und das solange bis diese voll ist dann ist halt die nächste dran.

Etwa einmal im Monat nutze ich de Zeit wenn sie in der Schule ist und sortiere alle Laden u. Kisten durch. Alles was Müll , kaputt oder sonstwie Schrott ist wandert in den Müll.
Da kommt ordentlich was zusamen da sie echt alles gebrauchen kann und auch aufhebt.
Habe ich sortiert und aufgeräumt merkt sie aber nicht mal das
evtl. etwas nicht mehr da ist.

Ich habe es auch schon probiert gemeinsam zu sortieren und aufzuräumen, das klappt aber so gar nicht, meist ist sie am ende am weinen und ich habe schlechte Laune
Also mach ich es lieber allein, aber eigentlich ist es doch nicht richtig so sie muß es doch auch lernen.

Ich bin sehr gespannt welche Lösungen Ihr gefunden habt.

Lg Andrea

Antworten:

Hallo Andrea
Also das liegt dran wie stark das Chaos fortgeschritten ist. Als erstes müssen sie alles an Wäsche in den Wäscheraum bringen.Gleiche Ebene. Dan sieht es schon besser aus.
Danach holen die Kinder sich erstmal einen Besen und schieben alle Sachen auf einen Haufen. vorm Schrank.Dann brauchen sie nur noch einräumen .Damit ist der Dreck gleich ach aus den Laufwegen weg und wird nicht durchs Haus geschleppt. Der Müll und Dreck packe ich in den Papierkorb.
Wenn es nicht zuviel ist schaffen sie es alleine.
Liegen da nur ein paar Teile so sauge ich drumherum. Zweimal im Jahr miste ich komplett durch.
Außerdem haben wir nun die Spielsachen alle oben im Dachbodenzimmer. So dass sie alle damit spielen können,und auch zusammen aufräumen können. Allerdings ist der Große zehn der zweite acht,und der dritte sechs, die kleine kapiert noch nicht wirklich was sie machen soll , sie wird drei und macht einen Haufen Chaos. Da helfe ich dann auch manchmal mit.Vor allem beim Legokiste einsortieren, wenn da kein System drin ist suchen sie sich beim bauen zu Tode. Die ist riesig, da das noch meine alten Steine sind und Teile zugekauft wurden. Das wäre zuviel verlangt.
Gruß Quikie

von quikie - am 19.10.2006 08:10
hallo Andrea,

das große Aufräumen lasse ich die Kinder noch nicht alleine machen, da sie damit einfach noch überfordert wären. Die Entscheidung was ist Müll, was brauche ich noch, benötigt immer noch eine mütterl. Unterstützung. Damit ich es aber nicht alleine machen muß und der Lerneffekt eintritt, räume ich vorwiegend am Wochenende auf. Dann, wenn wir nichts anderes vorhaben, viel Zeit ist und wir beide entspannt sind. Und ich räume immer nur bei einem Kind auf... und bin nur bei ihm. Dabei hören wir fetztige Musik, reden über dies und das und machen auch mal ein "Picknick" im Zimmer... am Ende wird durchgewischt und dann ist alles sauber und beide sind zufrieden... (Das mit dem Geheule und Gemecker kannte ich auch, aber mit dem "Wochenendräumen" passiert es relativ selten.)..
Aber wir üben inzwischen jeden Tag ein bißchen, damit die Berge nicht mehr so groß sind und der 12 jährige kann es schon, der 10 jährige fast und der 8jährige übt noch.
Gruß Katharina



von Katharina 1 - am 19.10.2006 08:56
Hallo, also ich hab mich auch sehr lang mit meiner Tochter darueber gestritten., bis ich irgendwann am Ende war und dachte, so geht es mit Sicherheit nicht weiter.
Nach langem Ueberlegen hab ich mich dann hingesetzt, ihr Zimmer total umgeraumt, und in 2 Haelften geteilt, 1 Haelfte, wo ich durchgehen musste, um Fenster zu oeffnen, um Hausaufgaben zu machen und ihr Bett, die 2. Haelfte ihre Spielecke, die hab ich so eingerichtet, dass ich sie gar nicht betreten muss, und mit einem Vorhang vorne geschlossen und seitlich mitten in den Raum die Schraenke als Trennung. Die 1 Haelfte muss sauber bleiben, die 2. Haelfte interessiert mich relativ wenig. Dazu sage ich nur von Zeit zu Zeit, glaubst du findest noch etwas , oder was sagen deine freundinnen zu deiner Ecke, und dann ueberlegt sie.
Falls es wieder mal sehr schlimm aussieht, in beiden Haelften weil ich nicht jeden Tag nachgeschaut habe und sie aufforderte ihre 1. haelfte in Ordnung zu halten, was meist aber in meiner Gegenwart geraumt wird, dann pack ich auch schon mal hin und wieder ordentlich mit an. Aber sie muss immer mithelfen. Dies geschieht bvei uns aehnlich wie bei quiekie.

von vishnu - am 19.10.2006 09:10
Hallo Andrea,

ich habe dieses Problem zwar nicht, bzw. nicht mit meinem Sohnemann, aber ich kenne es von früher.

Ich habe immer einen fürchterlichen Saustall gehabt, meine Mom ist an mir verzweifelt, ein heilloses Durcheinander in allen Schränken, selbst Anziehsachen, die meine Mom schon immer in den Schrank geräumt hat, habe ich gründsätzlich durcheinander geworfen.
Ich hatte damals ein Hochbett, rundherum zu, vorne unter dem Kopfende einen Schreibtisch, der bis halb unters Bett ging (das Bett war nur 1.50 m hoch), daneben eine Leiter als Regal und unter dem Fussende einen Schrank, ca 40 tief, 2 Schiebetüren - kann man rauslesen, das also hinter Schreibtisch, Regal und Schrank unter der Hälfte des Bettes ein Hohlraum war?
Sogar den habe ich vollgestopft, weil irgendwann die Rückwand des Schrankes rausgefallen war, durchs ganze Vollstopfen ;-)

Tja, dummerweise hat mich meine Schwester irgendwann verpetzt!

Also: Aufräumaktion!!!

Meine Erfahrungen/Erinnerungen:

Wenn Mama alleine aufgeräumt hat, habe ich in einer Tour geweint, weil sie soviel weggeworfen hat, was ich doch so gut noch hätte gebrauchen können (fragt sich nur wofür?)

wenn ich alleine aufräumen musste, hat mich alles abgelenkt, was mir in die Hände fiel - also: erfolglos!

wenn meine grosse Schwester meiner Mom geholfen hat, habe ich getobt, die Mittlere hätt ich glaub ich sogar verachtet, wenn sie meine Sachen auch nur angefaßt hätte...
also auch erfolglos, weil nur Geschrei, das haben Mutters Nerven nicht mitgemacht.

Am besten hat es immer geklappt, wenn Mama sich ruhig mit mir hingesetzt hat, einen blauen Müllsack hingestellt hat (halb runtergerollt, sah dann nicht so gross aus) und mir gesagt hat, das wir jetzt zusammen einen Müllsack voll aussortieren.

Diese ganze Aktion war immer mit einem Versprechen verbunden: mal ein neues Kleid für die Barbie oder einen Bogen Glanzbilder (sammeln die Mädels die heute eigentlich noch??)

Ich habe dann natürlich noch um die Größe des Sackes gefeilscht und durchgesetzt, das er auch auf die Hälfte gerollt bleibt! Ok, hat sie sich drauf eingelassen, weil ich es nachher eh nie gemerkt habe, wenn sie ihn langsam aber sicher hochgerollt hat, weil ich so vertieft war, was ich jetzt hineinschmeisse...

So konnte ich am besten aufräumen!
- ohne meine Schwestern!
- mit Mama ganz allein!
- in Vorfreude auf zB ein neues Kleid für meine Barbie.
- ich konnte alleine entscheiden was ich wegwerfe (dachte ich zumindest: immer wenn ich sagte, das ich dies und jenes noch brauche, wurde ich gefragt, wofür - wenn ich keine Erklärung hatte, hatte ich auch keine Chance es zu behalten!)

Irgendwie hat meine Mutter es geschafft, mir das Gefühl zu geben, das ich die Kontrolle hatte, mir das Gefühl gegeben, Entscheidungen zu treffen, ich glaub das war es, was mir so gut getan hat.

ich hoffe, das ich Dir ein bisschen helfen konnte.

Wünsche Dir viel Erfolg und Geduld

LG Nicole

von Nicolchen - am 19.10.2006 12:17
Hallo Andrea,

wir machen es so, dass sonntags der Aufräumtag ist. Und da ja keiner freiwillig aufräumt, gibt es nur dann Fernsehen, wenn das Zimmer aufgeräumt ist. Meine Jungs dürfen nur am WE TV schauen. Somit erübrigt sich das Theater, da sie ja was von mir wollen.

Leitung und Gegenleistung. Ich will den Boden ganz aufgeräumt und den Schreibtisch, dass man sich wieder daran setzen kann.


Ich lasse mich auf keine Diskussionen ein und ignoriere Gejammer. Bei uns gibt es deshalb keine Streitereine, weil sie meinen Standpunkt akzeptieren müssen. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Ist zu viel Chaos, helfe ich ein wenig mit, aber nur ganz wenig. Ich räume ein Teil auf, Sohnemann 3. Oder ich mache den Schreibtisch, er den Rest. Ich bin zwar im Raum, aber mache nicht den Hauptteil.

Mit dem Wegschmeissen:wir machen das 2 X im Jahr, damit es nicht zu viel Abschiedsschmerz gibt. Er hat 2 große Kisten, da kommt Papier rein, dass man nicht mehr braucht, aber auh noch nicht weg kann. Und beim großen Aufräumen, kommt die Kiste leer. Das weiß er und es gibt auch keine Diskussionen.

Das Problem ist doch gar nicht das Aufräumen, sondern die Diskussionen drumrum. Sobald sie merkne, dass man vielleicht doch nachgibt, hat man eine Chance auf kleine Kämpfe.

Gib feste Regeln vor und bestehe darauf, auch wenn es schwer fällt. Dann klappt das auch mit dem Aufräumen. Wir haben auch eine kleine Ecke, wo er sich auslassen kann. Aber nur eine kleine Ecke, sonst artet das wieder aus und es sammelt sich dort alles an, meterhoch.

LG Diana

von diana-r - am 20.10.2006 06:46
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