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ADHS ADS Selbsthilfe
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vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
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Yvonne_R., Agnes69, phantom96, Mottensprotte, gerdajohanna, diana-r

Hilfe! Woher kommen diese Austicker?!

Startbeitrag von Yvonne_R. am 30.11.2006 13:07

Hallo,

der Grund warum ich mich heute hier angemeldet habe;
Meine Tochter Jenni (6) hat ADS und wird seit letztem Frühjahr mit Medikinet behandelt. Bisher hat sich das deutlich bemerkbar gemacht. In der Schule kommt sie gut mit dem Unterrichtsstoff mit und fällt nur durch Kleinigkeiten wie reinreden und Besserwisserei auf. Und daheim ging es bis vor 3 Wochen auch recht gut. Wir hatte nur Auseinandersetzungen beim Waschen (Wasser ist Ihr scheinbar zu nass *schmunzel) und brauchten viel Geduld bei den Hausaufgaben. Wie gesagt, sonst funktionierte das Familienleben recht gut.
Jedoch dreht sie seit 3 Wochen total durch. Entschuldigt den Ausdruck, aber ich weiß nicht wie ich es anders bezeichnen soll.
Es geht morgens los. Jenni steht auf und fängt an (künstlich) zu heulen als ob sie jemand absticht...und warum....weil ich sie zum Waschen ins Bad geschickt habe.
Sie kommt an den Frühstückstisch und meckert weil ich Ihr Müsli hingestellt habe, normalerweise will sie immer Müsli. Wenn ich Ihr tagsdrauf was anderes zum Frühstück mache wird genauso gejammert.
Sobald ich Maurice (8mon.) aus dem Bettchen hole und füttere nutzt Jenni die Chance und schnüffelt heimlich in Ihrem Ranzen (sie weiß das ich öfters eine Kleinigkeit Süßes mitgebe) und meiner Handtasche ob da nicht was drin ist, was sie nehmen kann. Sobald ich das mitbekomme und Ihr sage das es nicht in Ordnung ist, geht das geheule wieder los.
Nachmittags das gleiche Spiel! Jenni soll sich mit mir hinsetzen um die Hausaufgaben zu machen. Sie tut es Wiederwillig, aber schmier und kritzelt vor lauter Wut seitenweise Ihre Hefte voll.
Sobald ich Ihr helfen will zickt sie rum und schmollt das sie es alleine kann.
Abends wenn mein Lebenspartner heim kommt wird es noch heftiger. Er sagt Jenni in ruhigem Ton, daß sie sich waschen soll...und was passiert...sie bockt und schreit "nein".
Dann schreite ich ein und bitte sie ein zweites mal sich waschen oder duschen zu gehen...Jenni schüttelt nur den Kopf.
Bis ich Ihr drohe, daß sie sonst ohne Abendessen ins Bett kann. Daraufhin folgt dann wieder das üblich (künstliche) geheule.
Mein Partner versucht dann Jenni unter die dusche zu bewegen (schieb sie ins Bad und bleibt dabei stehen damit sie sich auch wirklich duscht) und als dank schlägt Jenni nach Ihm.
Komme ich dazwischen grinst sie nur frech und schreit weiter.
Das ist jetzt fast jeden Tag so.
Dazu kommt noch, daß sie keine Sekunde alleine gelassen werde kann. Sonst nimmt sie sich Gewürze aus der Küche und verstreut sie in Ihrem zimmer oder klaut mir Dinge die ich dann ewig suchen darf. Und immer streitet sie es ab bis ich es finde oder nach langen diskusionen rauskommt das sie es doch hat.
All das endet immer mit viel Theater von Jenni´s Seite.
Ich versuche schon immer nicht laut zu werden oder drehe mich um und lass Jenni einfach stehen wenn ich kurz vorm Explodieren bin.
Kürzlich stand die Mieterin unter uns vor der Tür und drohte mir mit dem Jugendamt weil Jenni so rumschreit...aber ich tu ihr doch nichts böses!
Warum hat sich Ihre Art so schlagartig geändert.
Habe zuerst vermutet, daß sie Eifersüchtig auf Ihren kleinen Bruder ist...aber das ist recht unwarscheinlich. Sie ist total stolz auf Ihn und zeigt ihn überall. *Mein kleiner Bruder* sagt sie stolz.
Ich habe mir für Morgen einen Termin im SPZ geben lassen, hoffentlich erfährt man dort mehr!
Ich bin das erste mal total mit meiner Tochter überfordert.
Was ist mit meiner kleinen Hexe passiert? Warum ist sie plötzlich so anders?
Habt Ihr auch solche Erfahrungen gemacht? Wenn ja, wie seid Ihr damit umgegangen?
Bin um jede Hilfe dankbar!

Antworten:

Hallo YR,

Hmm.... ich hätte da so eine Vermutung........ vielleicht liege ich ja auch total falsch.

Kann es vielleicht sein das deine Tochter gemerkt hat, daß sie mit " Negativ- Verhalten" mehr Aufmerksamkeit bekommt ?

Du sagst ja selber, daß dieses Verhalten erst seit 3 Wochen so ist.
In der Regel ist es ja so, daß ein " bräveres " Kind weniger Aufmerksamkeit braucht und als Eltern genießt man es ja auch wenn nach der Medi- Einstellung endlich ein bißchen Ruhe in die Familie kommt.

Habe selber ( teils schon große ) 4 Kinder und mein ADS- Träumer ist zwischen seinem Hyper- Bruder fast untergegangen, weil er einfach so " brav " war.

LG
Biggi

von phantom96 - am 30.11.2006 13:45
Hallo,

mein Sohn hat sich immer so benommen, wenn er einen Rebound hatte.
Vielleicht hatte sie auch einen Wachstumsschub und ist jetzt unterdosiert.
Ich würde den Arzt fragen.

LG gerdajohanna

von gerdajohanna - am 30.11.2006 14:02
Danke Biggi für Deine schnelle Antwort.

So was in der Richtung habe ich schon vermutet.
Jenni bekam und bekommt zwar jede Menge Aufmerksamkeit, aber sobald sie Ihr Theater anfängt erzwingt sie ja noch mehr Aufmerksamkeit.
Wie verhalte ich mich am besten? Wäre es sinnvoll Jenni zu ignorieren sobald sie austickt? Wenn sie merkt, daß sie nur mein Aufmersamkeit auf sich zieht wenn sie lieb ist, müssten die Austicker doch wieder nachlassen...oder?

von Yvonne_R. - am 30.11.2006 14:11
Hallo gerdajohanna,

an einen Rebound habe ich ja noch garnicht gedacht.
Jenni hat öfters Wachstumsschübe und ist auch recht groß (6 Jahre und 133cm) aber dafür sehr leicht (24kg). Sie isst derzeit auch deutlich mehr.
Ich werde morgen mal Jenni´s Doc drauf ansprechen. Danke Dir!

von Yvonne_R. - am 30.11.2006 14:18
Hallo YR,

ich denke so weit es möglich ist sollte man negatives Verhalten ignorieren.
Geht ja leider nicht immer.

Und gaaaaaaaaaanz viel Aufmerksamkeit bei angepaßtem und positiven Verhalten.
Geht leider auch nicht immer, ich weiß.

Bei meinem Sohn hat manchmal "paradoxes " Erziehungsverhalten was gebracht.
Also z.B. wenn er mich mit - blöde Sau, Ar.......ch, ect - titullierte habe ich zu ihm gesagt:" was, mehr Schimpfwörter kennst du nicht? Ich möchte jetzt mindestens noch 10 andere Schimpfwörter hören vorher stehst du hier nicht auf !"
Oftmals war er dann von meiner Reaktion so verdutzt, daß es die Situation vollkommen entschärft hat.
Diesen Tipp gab mir sein Therapeut, funkioniert nicht immer und auch nicht bei jedem Kind.

Ist manchmal recht schwierig nen richtigen Weg zu finden !

LG
Biggi

von phantom96 - am 30.11.2006 14:40
Hallo Biggi,

ganz schön pfiffig. *schmunzel
Na hoffentlich fällt mir bei Jenni zur rechten Zeit die richtige Antwort ein. ;-) Kann mir gut vorstellen, daß ich so weiter komme...immerhin ist Jenni solch Reaktion von mir nicht gewöhnt.
Sie weiß schon genau wie ich reagiere und provoziert das auch immer wieder.
Da heißt es nur durchhalten und nicht wieder ins alte Schema fallen.
Geb mein Bestes. Danke!

von Yvonne_R. - am 30.11.2006 15:56
Hallo YR,

Meine jüngste Tochter bekommt zwar (noch) keine Medis, ist aber fast so alt wie Deine (letztes Kindergartenjahr). Und was Du erzählst, kommt mir ziemlich bekannt vor.

Ich habe es immer so beschrieben: Sie ist mit 1 1/2 in die Trotzphase eingetreten und bis heute noch nicht durch.

Am Sonntag war unser ADS-Coach das erste Mal bei uns und hat (auch) sie beobachtet. Sie meint nun, dass unsere Kleine die vielen kleinen negativen Erlebnisse und Eindrücke nicht verarbeiten kann und sich diese bei ihr aufstauen. Kein Wunder, dass sie dann bei jeder Kleinigkeit explodiert.

Seither kann ich ihre Ausbrüche etwas besser ertragen, weil ich die Not dahinter sehe und nicht alles als Rebellion interpretiere. Es ist zwar erst ein paar Tage her, aber mir kommt vor, sie spürt das Verständnis, das ich ihr entgegenzubringen versuche und ist etwas ausgeglichener und vielleicht sogar glücklicher.

Natürlich muss ich weiterhin Widerstand leisten, denn sie darf mit der "Auszuck-Masche" keinesfalls ihren Willen durchsetzen. Meiner Erfahrung nach hilft Isolieren am besten: "Das muss ich mir nicht anhören!" und ab ins Zimmer. Wenn sie nicht drin bleibt, drohe ich, die Türe für fünf Minuten zuzusperren. Das musste ich nur einmal durchziehen, jetzt genügt die Warnung. Wenn sie drinnen tobt, wird die verabredete Zeit (nach Vorwarnung) verlängert.

Wo das nicht geht, sollte man wahrscheinlich - wenn möglich - ihr Verhalten ignorieren. Oder - wenn man eine passende Idee hat - logische Konsequenzen in Aussicht stellen. Beim Duschen vielleicht: "Wenn du dich nicht sauber machst, bekommst du auch keine saubere Wäsche." Du weißt am besten, was bei Deinem Kind "zieht".

Manchmal hilft auch eine Punkteliste - positiv: für Waschen und Anziehen ohne Zicken gibt es x Punkte, am Ende der Woche für xx Punkte einen Lieblingsfilm o. Ä. - negativ: für Kraftausdrücke gibt es y Punkte, für yy Punkte wird eine Vergünstigung gestrichen.

Natürlich sollte in Eurem Fall überprüft werden, ob die Dosierung der Medis noch stimmt. Aber vielleicht kannst Du auch mit dem einen oder anderen dieser Tipps etwas anfangen...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft und gute Nerven!
Liebe Grüße
Agnes

von Agnes69 - am 30.11.2006 16:10
Hallo Agnes,

danke für Deine Antwort!
So einen ADS-Choach haben wir garnicht. Wir gehen nur regelmäßig ins SPZ und dort wird Jenni vom Chefarzt und der Kinderpsychologin betreut.
Wie schon gesagt, bisher ging es immer einigermaßen (zumindest seitdem sie das Medikinet bekommt).
Vermutlich würde ich es bei Jenni auch nicht als Rebellion interpretieren, wenn es schon immer so heftig gewesen wäre oder sie nicht nach uns schlagen würde.
Das Zimmer habe ich auch schon zuschließen müssen, nur leider wird es dann schlimmer!
Und da sich die Mieter unter uns gerne beschweren kann ich sie nicht toben lassen. Ist schon recht schwierig.
In einem Punkt muss ich Euch Recht geben...ich muss Ihre Austicker Ignorieren und das fällt mir garnicht leicht.
Besonders leid tut mir dann immer mein Kleiner...er fängt oft an zu weinen wenn Jenni Ihr Theater spielt. Sogar das scheit Jenni egal zu sein.
Beim Duschen kann ich ja Abends dabei sein und drauf achten...auch wenn es geschrei gibt...dannn wird Jenni eben eingeseift und abgeduscht. So spar ich mir ewige Dikutierereien.
Nur Früh nutzt sie es total aus weil ich um diese Zeit meist den Kleinen füttern muss. Deshalb hab ich das morgentliche waschen auf Katzenwäsche reduziert.
Trotzdem muss immer die Badtür auf bleiben weil sonst Haargel, Rasierschaum u.a. leer oder miteinander vermischt sind.
Stelle schon alles wichtige so hoch wie möglich, damit Jenni nicht dran kommt.
Sowas kann ich nicht ignorieren und Jennifer ist sich selten irgendwelcher Schuld bewusst und streitet alles bis aufs letzte ab. Tja wir haben eben einen Hausgeist!
Das mit der Punkteliste ist auf jeden Fall ein guter Ansatz, werde es mal ausprobieren.

von Yvonne_R. - am 30.11.2006 17:23
Hallo YR,

Das mit dem ADS-Coach ist auch ziemlich ungewöhnlich. Sie hat wohl aus der Not eine Tugend gemacht. Bei uns in Tirol/Österreich ist es ziemlich schwierig, jemanden zu finden, der sich mit ADS auskennt. Ich wüsste auch nicht, wo ich ein SPZ oder einen Kinderpsychiater finden könnte. Es gibt zwar Schulpsychologen, aber die haben nach meiner bisherigen Erfahrung "keinen Tau" von ADS.

Unser Coach ist gebürtige Deutsche und selbst ADSlerin. Sie war ursprünglich Musikschullehrerin, hat aber ihren Job verloren, weil sie sich für gerechte Arbeitsbedingungen für sich und ihre Kollegen eingesetzt hat. (Ja, ja, das erhöhte Gerechtigkeitsempfinden der ADSler...!).

Sie hat nach unbehandelbaren Depressionen schließlich Hilfe für ihr ADS gefunden, und sich dann einschlägig fortgebildet, um dasselbe für andere tun zu können. Ihre Erfahrung mit den eigenen drei Kindern (alle ADS) und ihre pädagogische Vorbildung geben ihr eine zusätzliche Qualifikation. Ihre Ausbildnerin ist Cordula Neuhaus.

Sie kümmert sich um die Auswertung der Fragebögen und der Familienanamnese. Sie hilft Eltern und Betroffenen, Verhaltensstrategien zu entwickeln, die sich mit der besonderen Art wahrzunehmen und zu verarbeiten, die ADSler haben, verträgt, und sie arbeitet mit den Ärzten zusammen, die die Diagnose und die Medikation machen.

Ohne sie wüsste ich nicht, wohin ich mich wenden sollte. Anscheinend sind wir hier in Österreich bei diesem Thema allgemein hinten nach. Zum Beispiel sind die einzigen ADS-Medis, die hier zugelassen sind, Ritalin und Concerta. Weit und breit kein Medikinet, Equasym und wie sie alle heißen.

Ich stelle mir das schwierig vor, neben der zickenden ADS-Maus ein Baby betreuen zu müssen! Immerhin könnte der Kleine ja auch betroffen sein, und dann ist ihm die ständige Reizüberflutung sicher besonders unangenehm.

Du weißt es sicher selbst, aber es ist ganz gut, sich immer wieder einmal neu ins Bewusstsein zu rufen, dass Lob bei solchen "Aufmerksamkeits-Junkies" eine Art Geheimwaffe ist. Wenn immer ich daran denke, versuche ich, meine Kids für jede positive Kleinigkeit, die ich entdecken kann, zu loben, dass es fast schon lächerlich ist.

So nach dem Motto: "Das finde ich super, dass du daran gedacht hast, dir beim Husten die Hand vorzuhalten." Klingt albern, ist aber positive Aufmerksamkeit, und die ist ihnen ja immerhin noch lieber, als die negative, die sie mit Theater erreichen können. Und ehrlich gemeint ist es allemal.

Wünsche Dir noch einen schönen, friedlichen Abend!
Gruß
Agnes

von Agnes69 - am 30.11.2006 19:42
Hallo Agnes,

das es ADS bei Erwachsenen gibt habe ich zwar schon gehört, aber nicht das es auch erbliche Veranlagungen gibt. Ich selber war und bin recht lebhaft und denke und spreche manchmal schneller als andere mir folgen oder mich verstehen können.
Ansonsten sind alle in meiner Familie recht ruhig...ich bin da schon immer aus dem Rahmen gefallen. *schmunzel

Aber so FANTASIEREICH, was das Unfug-Anrichten angeht, wie meine Jenni war ich nicht ganz.

Die Psychologin aus dem SPZ gibt mir schon viele Hilfestellungen im Umgang mit Jenni´s ADS. Es ist traurig zu hören, das in Österreich die Möglichkeiter der Behandlung von ADS nicht besonders ausgereift sind. Da ist es sicher sehr hilfreich einen ADS-Coach zu haben.


Was meinen Kleinen angeht fallen mir jetzt schon einige Unterschiede auf. Er kann sich ne halbe Stunde glücklich und friedlich im Laufgitter beschäftigen und weint nur wenn wirklich etwas ist...und nicht weil er nichts mit sich anzufangen weiß.
Er liebt es in Mamas Nähe zu sein und ist fast immer am Lächeln. Da reicht es frühs ans Bettchen zu kommen und schon lacht er...oder einmal seinen Namen zu rufen...er schaut her und lächelt.
Jenni war da total anders,sie war auch ein sehr Pflegeleichtes Baby, aber sie mochte kein Laufgitter, konnte sich nie alleine mit Spielzeug beschäftigen und wollte auch nie gerne schmusen. Sie brauchte immer Beschäftigung, was mich nie weiter gestört hat oder negativ aufgefallen ist. Sie bekam ja immer die Aufmerksamkeit, von jedem in der Familie.
Ist es möglich an solchen verhaltensweisen schon Ansätze von ADS zu erkennen?
Mein Kleiner weint auch nur wenn Jenni laut anfängt zu schreien...es erschreckt ihn bestimmt...meine Große tut ja auch wirklich meist so als hätte sie sich den Arm abgehackt oder das Bein gebrochen...zumindest könnte man es denken.

Lob bekommt Jenni auch sehr oft, sie fordert es sogar schon ein wenn ich es mal vergesse. Zum Beispiel für alle alltäglichen Sachen; "Oh wie schön, daß Du Dein Bett heute Morgen gemacht hast. Das sieht doch gleich viel schöner aus." *grins Ich muss mir dann oft das Grinsen verkneifen. Aber so geht Jenni wenigstens gut gelaunt zur Schule.
Sie hat ja auch viele gute Seiten. Jenni ist sehr Hilfsbereit, fällt etwas runter rennt sie und hebt es auf. Hat ein anderer Schwierigkeiten ist sie sofort zur Stelle. Manchmal wünschte ich mir, daß sie auch Ihre Aufgaben so gewissenhaft erledigt.

Ich wünsche dir ebenfalls einen ruhigen und schönen Abend Agnes.

Ich möchte mich auf jeden Fall nochmal für Alle Antworten bedanken. Ihr habt mir einige Bedenken genommen. Und sobald ich Fortschritte hinsichtlich Jenni´s Benehmen zu verzeichnen habe...werd ich das hier tun. ;-)

MfG Yvonne

von Yvonne_R. - am 30.11.2006 20:19
Hallo Yvonne,

ich würde auch ihre Schrei-Attacken igorieren. Und mit den Nachbarn würde ich das mal besprechen. Erzähle ihnen von dem ADHS und das Du Dich bemühst, Deiner Tochter Struktur und Regeln beizubringen.

Vorsicht mit dem Loben!Man kann auch zu viel loben, der Schuss geht dann nach hinten los. Wenn sie was toll macht, erwähne es nur kurz "hast Du prima gemacht" mit Kopf streicheln und gut ist.

Hat sich auch am Tag mal Zeit mit Dir ganz alleine? Das finde ich auch total wichtig. Mama-Qualitätszeit nennen wir das.

Es hat sich ja einiges bei Euch verändert. Da ist ein kleines Baby, dass sich jetzt seine Aufmerksamkeit bewußt holt. Da wird nicht mehr nur mal geschrieen, wenn man Hunger hat, sondern will Mama auch mal zum Spielen haben. Dann hat ja jetzt die Schule angefangen. Die anfängliche neue Situation ist jetzt Alltag und ist nicht mehr so interessant.

Thema Hausaufgaben:ich glaube, fast alle Kinder freuen sich nach einigen Wochen nicht nehr, dass sie Hausis aufhaben. Aber da ist halt wichtig, dass man da nicht Theater drum macht. Hausis müssen nun mal gemacht werden. Setz Dich doch daneben und lies ein Buch oder näe die Flicken auf die Hosen, was Du schon lange machen wolltest. Gib Deiner Tochter die klare Anweisung "Du machst Hausaufgaben und ich bin da, wenn Du mich brauchst. Aber ich möchte, dass Du sie JETZT machst. Wenn Du Theater machst, gehe ich raus". Wenn sie Hefte voll kritzelt, muß sie das neue bezahlen. Da wird sie beim nächsten Mal besser darauf achten, dass sie das Heft nicht voll malt. Sie muss am Tisch sitzen bleiben und Du diskutierst nicht mit ihr. Du kannst ihr ja anbieten, wenn sie es brav macht, spielst Du hinterher was mit ihr (ohne Bruder).

Habt Ihr einen Belohnerplan?

Noch eine Frage:muss Deine Tochter JEDEN Tag duschen???

Mit dem Zähneputzen morgens (und abends) würde ich ihr anbieten, dass Du ihr zuschaust, aber nur wenn sie es ohne Theater macht. Vielleicht könntest Du das Baby früher oder später füttern, wenn sie in der Schule ist oder bevor sie aufsteht.

LG Diana

von diana-r - am 01.12.2006 08:30
Hallo Diana,

Einen Belohnungsplan hatten wir im letzten Kindergartenjahr schon konsequent durchgezogen, nur leider ohne Erfolg. Das ging einen Tag gut, dann war es Ihr egal ob sie belohnt wird oder nicht. In Jenni steckt manchmal totale Gleichgültigkeit. Sie wirkt nur glücklich wenn es so läuft wie sie möchte und am besten sofort...nicht erst am Wochenende. Nachdem wir vorhin im SPZ waren beginnen wir ab heute wieder mit einem Belohnungsplan...jedoch wird Jenni nicht wie das davorige Jahr am Wochenende belohnt sobald die Woche gut lief...sonder täglich. Mal sehen wie weit wir damit kommen.
Mit Ihrem kleinen Bruder ist Jenni immer sehr liebevoll umgegangen. Und hat bisher auch immer Rücksicht auf Ihn genommen. So lieb ich Jenni habe, aber der Kleine muss sehr oft zurück stecken, weil meine große deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Die Hausaufgaben machen wir immer gemeinsam wenn der Kleine schläft, weil ich dabei sein muss. Da reicht es nicht daneben zu sitzen, sondern Jenni will von mir nochmal die ganzen Aufgaben ausfühlich von mir erklärt haben...obwohl sie es in der Schule schon gesagt bekommen hat und auch wiedergeben konnte.
Ja Jenni duscht jeden Abend, damit die frühs nur eine Katzenwäsche benötigt. Anfangs war ich der Meinung das dies nicht sein muss, aber nachdem ich Morgens und Abends immer das Theater vor dem Waschbecken hatte, haben meine Große und ich uns darauf geeinigt, daß sie jeden Abend duschen darf und Frühs dafür eben nur Katzenwäsche macht. Das hat uns beide weiter gebracht, denn dadurch gibt es Frühs kein Geschrei und Abends nur wenn sie wieder mal austickt.
Beim Zähneputzen ist es auch so, daß ich dabei sein muss, sonst passiert garnichts oder sie spielt mit Badutensilien die nicht zu Ihr gehören.
Das Theater ist dann wenn ich daneben stehe und sie bitte Ihre Zähne zu putzen, weil Jenni dann keine Möglichkeit mehr hat was Anderes zu tun (z.B. in die wanne spucken oder meine Tampons auseinander nehmen). Sie weiß genau, daß ich nicht nachgebe bis die Zähne geputzt sind.
Sogar das verschiebe ich auf die Zeit wo der Kleine schläft oder mein Lebenspartner da ist.
Wenn Maurice (mein Kleiner) Frühs wach wird muss ich ihn erstmal füttern und Windeln, da führt kein Weg dran vorbei. Meist ist das so gegen 6 Uhr / 6.30 Uhr.
Eine Lösung wäre eventuell Jenni vor 6 Uhr zu wecken, damit sie in dieser Zeit alles Notwendige macht.
Auf Deine Frage hin; ja Jenni hat eine gewisse Zeit mit mir alleine. Dann wenn Sie Hausaufgaben macht und danach noch ca. 30min (bis Maurice wach wird) indem wir was spielen, gemeinsam Trickfilm schauen, basteln...u.s.w. .
Wie ich schon gesagt habe...wir sind mit unserm Tagesablauf und den Regeln immer gut zurecht gekommen. Nur seit einigen Wochen hat Jenni diese Austicker. Manchmal wird sie richtig handgreiflich. Ich habe sie schon gefragt ob sie sowas in der Schule sieht oder ob Ihre Freunde so mit Ihr umspringen?!
Laut Jenni´s Kinderpsychologin müssen die Konsequenzen neu überdacht werden. Jenni weiß was passiert wenn sie nicht hört und ist das schon gewöhnt, deshalb stört es sie nicht mehr. Also heißt es neue Konsequenzen ausdenken!
Außerdem wird vermutlich die Medikation auf Retard gestellt und überprüft ob die Dosierung noch ausreichend ist (Größe und Gewicht haben sich sehr verändert).
Falls wir damit nicht weiter kommen soll Jenni zur ambulenten Verhaltenstherapie.
Ich bin zwar selber Krankenschwester, aber in der häusl. Krankenpflege.
Was wird bei der Verhaltenstherapie genau gemacht?

von Yvonne_R. - am 01.12.2006 11:04
Hallo,

ausgehend von meinem Sohn kann ich sagen, dass wir zum 2. Mal die Dosis erhöhen mussten, weil er gewachsen ist. Das war nach ca. 9 Monaten so und dann wiederum nach ca. 9 Monaten.

Außerdem ist er durch das "funktionieren müssen" in der Schule manchmal so platt, dass er zuhause nur noch er selbst sein möchte. Sport ja gerne, aber bitte nicht im Verein. Nicht noch mehr Regeln...

Ich ziehe ihn oft noch morgens an. Ist stressfreier für uns beide. Wenn mein Medikament dann wirkt, bin ich geduldiger und wenn seins wirkt, kann er sich besser strukturieren...

Schreianfälle hattte er nie. Ich denke, auch die sollte man - wenn man sich so gut beherrschen kann, ignorieren.

Vielleicht kannst Du das Baby versorgen, bevor Deine Tochter aufsteht bzw. wenn sie zur Schule ist. Zumindest vorläufig. - Oder versuche sie damit zu "ködern", dass sie eine Extraschmuseeinheit auf dem Sofa bekommt, wenn sie schön leise aufsteht und sich leise von Dir morgens anziehen lässt. Wenn sie dann noch frühstückt, darf sie ein Spielzeug mit zur Schule nehmen.
Süßigkeiten bekommt sie nur mit, wenn es morgens gut geklappt hat. Sonst gibt es nur ein Butterbrot und das Trinken.

Sie muß merken, dass es sich lohnt, wenn sie sich bemüht. Und dass es doof wird, wenn sie rumtobt.
Wichtig ist, dass sie sich bemüht. Und dass sie merkt, Du bist kein Dienstmädchen. Du bist ihre Mama, aber keine Fußmatte.

ADS-ler brauchen angeblich bis zu 20 Mal länger, um Routineaufgaben zu behalten. Toilettentür zumachen, wenn man Pipi machen geht, hat bei uns 1,5 Jahre gebraucht!

Viele Kinder haben morgens eine Art Weg vor ihrem inneren Auge, wie der Tag abläuft. Bei ADS-lern muss man monatelang (jahrelang?) die Zaunpflöcke einhauen und den Draht spannen. Immer und immer wieder, bis es endlich verinnerlicht wurde. - Einerseits sind sie oft überdurchschnittlich begabt, aber für dumme Routinesachen fehlt der Kopf...


Alles Gute,

von der Zäunespannerin, wo ewig das Murmeltier morgens grüßt... aber es wird besser!



von Mottensprotte - am 01.12.2006 11:19
Hallo Mottensprotte,

ich habe mich richtig gefreut Deinen Beitrag zu lesen. Du sprichst mir aus der Seele.
Jenni morgens früher Aufstehen zu lassen erscheint mir am sinnvollsten. Maurice schläft da noch friedlich und ich kann mich voll auf Jenni konzentrieren. Die Schmuseeinheiten nimmt sie sicher liebend gerne an...natürlich nur wenn es funktioniert hat.
Süßigkeiten bekommt Jenni schon seit der Schuleinführung nur mit in die Schule sofern sie brav Frühstück isst und nicht rumbockt.

Und wie Du schon ansprichst...wir sind seit fast 2 Jahren dran Jenni zum selbstständigen Waschen, Anziehen, Zähneputzen und Essen zu bewegen. Sie kann alles problemlos...wenn ich dabei stehe und sie gerade mal nicht austickt.
Kaum weggeschaut, scheint sie es vergessen zu haben.
Bis ich nach 3 Jahren Ergo- und Logopädie mit Jenni erfahren habe, daß sie ADSler ist, dachte ich immer ich hätte in der Erziehung versagt und Jenni würde das aus Berechnung tun.
Zum Glück weiß ich das jetzt besser! Somit fällt es mir leichter mal einige (in meinen Augen) ungewöhnliche Verhaltensweisen zu übersehen.

Zum Sportverein muss ich sagen, daß Jenni jetzt fast ein Jahr beim Leichtathletik ist. Jeden Montag hat sie Training und das funktioniert Super. Dort lernt sie sich zwar in die Gruppe zu integrieren, aber da es kein Mannschaftssport ist haqt sie nur Ihre eigenen Regeln die sie befolgen muss.
Für Jenni ist das der Ideale Ausgleich und sie ist wie ausgewechselt wenn sie nach 1,5 Stunden Training heim kommt. Sie wirkt dann zwar ausgepowert aber auch sehr zufrieden.
Letzten Monat hatte sie Ihren ersten Wettkampf und hat glatt im Hochsprung den 1. Platz ihrer Altersklasse erreicht. Mensch war (bin) ich da stolz. *schmunzel

Auch in der Schule kommt sie, trotz dazwischenreden, sich ständig umschauen und zappeln, mit dem Stoff mit.
Das hat auch Ihre Lehrerin sehr verwundert...einmal gesagt und es hat gesessen.
Aber das es wichtig ist die Hausaufgaben immer einzupacken...das bleibt nicht hangen. *schmunzel

Du schreibst, daß Du selber Medi´s nimmst. Vermutlich hast Du also auch ADS...und da ich erst kürzlich gelesen habe, daß es erbbar ist, mach ich mir folgende Gedanke;
Ab und Zu erinnere ich mich an Dinge die Jenni tut, als hätte ich das auch getan. Manche Abläufe...z.B ständig mit dem Fuß wippen...ohne Punkt und Komma reden, dabei nicht auf den Punkt kommen und Wortfindungsstörungen.
Das habe ich bis heute noch.
Ist es möglich das ich zwar nie auf ADS diagnostiziert wurde, es aber trotzdem habe? Oder bin ich einfach nur hippelig? Ich war schon immer viel unruhiger als als der Rest meiner Familie (mal von meiner Großen abgeseheb). Wie kann ich das herausfinden?

von Yvonne_R. - am 01.12.2006 11:50
Hallo YR,

Toll, dass Deine Süße so einen Erfolg mit der Leichtathletik hatte! Sowas gibt gewaltigen Auftrieb. Mein Sohn hat heuer im Sommer die Judo-Vereinsmeisterschaft in seiner Klasse gewonnen. Klingt jetzt vielleicht großartiger, als es ist, denn sie waren nur zu dritt. Aber wer fragt schon nach sowas? Auf jeden Fall war es eine Goldmedaille, und seine beiden Schwestern waren - ebenso wie ich - riesig stolz auf ihn. Mal eine angenehme Abwechslung zu den ewigen Geschwister-Kabbeleien! *g*

Judo ist für ihn der ideale Sport. Es gibt klare Regeln und Strukturen und eine starke Betonung auf faires Verhalten. Er ist aber im Kampf nur für sich selbst verantwortlich und daher keinem Druck durch Mannschaftskameraden ausgesetzt. Außerdem wird in unserem Judoclub viel Konditionstraining gemacht, wobei er sich wenigstens einmal pro Woche richtig auspowern kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du AD(H)S hast, ist gar nicht so klein. Immerhin wird es meines Wissens zu 91% dominant vererbt. Und es ist auch gar nicht so selten, dass beide Elternteile betroffen sind. Erfahrungsgemäß ziehen sich ADSler nämlich gegenseitig an. Wahrscheinlich halten nur selbst Betroffene solche "Chaoten" aus. *grins*

Ich bin mir ganz sicher, dass mein verstorbener Vater ADS hatte (sehr realitätsfremd, geringe Belastbarkeit, Überreagieren auf Kritik,...), und bei mir vermute ich es auch ganz stark. Ich war eher von der Hypo-Sorte (Träumerchen), und in der Folge finde ich mich nun in einer Depression wieder. Bin aber auch erst auf die Idee gekommen, dass die mit ADS zu tun haben könnte, als ich mich wegen meinem Sohn schlau gemacht habe, und in den Informationen immer wieder gelesen habe, dass Depressionen eine Folge von ADS sein können...

Bei uns in Österreich müssen Erwachsene vom Psychiater diagnostiziert und mit Medikamenten versorgt werden. Ich weiß nicht, wie das bei Euch gehandelt wird, aber Du findest sicher jemanden. In Deutschland ist man da etwas weiter.

Ich bin gerade auf der Suche nach einem Psychiater, der bereit ist, sich auf das Thema einzulassen. Der eine, bei dem ich diese Woche war, negiert ADS mehr oder weniger, und will mich nur mit normalen Antidepressiva behandeln, die aber bei ADS- Depressionen nicht ausreichend greifen...

Es muss ja nicht jeder ADSler behandelt werden, wenn er wirksame Kompensationsstrategien entwickelt hat. Und die Diagnostik zu durchlaufen, hat nur dann wirklich einen Sinn, wenn man Medikamente braucht. Ich finde es aber schon sehr erleichternd, zu wissen, was mit mir los ist.

Und wenn ein gewisser Leidensdruck da ist (Depression, Probleme mit Sozialkontakten, Suchtprobleme,...) ist es durchaus sinnvoll, professionelle Hilfe zu suchen. Nach allem, was ich gehört habe, gehen die Symptome bei einem Drittel der Betroffenen mit dem Erwachsenwerden weg, bei einem Drittel werden sie so weit schwächer, dass sie gut damit leben können, und bei einem Drittel bleiben sie ein großes Problem.

Du kannst am besten abschätzen, ob bei Dir ein Handlungsbedarf besteht, oder ob es bei dem Aha-Erlebnis "Ach, deshalb funktioniere ich so!" bleiben kann.

Wünsche Dir noch einen schönen Abend!
Gruß
Agnes

von Agnes69 - am 01.12.2006 18:35
Hallo Agnes,


so wie Du es schilderst scheint bei mir schon was dran zu sein. Vermutlich gehöre ich dann zu dem drittel, bei denen es im Erwachsenenalter schwächer ausgeprägt ist.
Ich kann mich gut an meine Teenager-Zeit erinnern. Wie oft habe ich mit Freunden ausgelassen rumgetobt (oft mit Jüngeren da ich dort mehr Annerkennung bekam) und kurze Zeit später saß ich daheim in meinem Zimmer und hatte diese komischen gedankengänge..."Warum bin ich hier, warum gerade ich und an diesem Ort." Was wenn ich jemand Anderes geworden wäre?"...ich habe dieses Gefühl was diese Gedanken begleitet hat gehasst. Dabei konnte ich keinen klaren Gedanken fassen, als würde alles an mir vorbei ziehen ohne mich zu berühren. Ich mochte diese Momente nicht und hab versucht möglichst selten alleine zu sein, aus Angst dieses Gefühl würde wieder kommen.
Bis heute fällt es mir schwer alleine zu sein, aber dieses komische Gefühl habe seitdem meine Tochter da ist nicht mehr.
Ich habe nie wirklich bewusst jemanden davon erzählt, weil ich es auf einige Lebensituationen in der Pupertät geschoben habe. Zum Beispiel musste ich mit 14 aufhören zu Reiten weil ich Heuschnupfen und Allergien bekam oder ich schob es darauf, daß ich mit 15 ab und zu Ohnmächtig wurde. Ich bin in diesem Jahr zu schnell gewachsen und das hat mein Kreislauf nicht mitgemacht. Aber im Zusammenhang mit ADS erscheint mir diese Jugenddepression viel klarer.

Das der Papa von meiner Großen ADS hat stell ich sehr in Frage. Er ist im Gegensatz zu mir ein sehr ruhiger, ausgeglichener, selbstbewusster und ordnungsliebender Mensch.
Eben das genaue Gegenteil von mir...vermutlich ging es deshalb nicht gut. *grins

Mein Lebenspartner und Papa meines Kleinen ist auch sehr ruhig...nur dann wenn er anfängt ununterbrochen mit seinem Bein zu wackeln bringt er mich zur Weißglut.
Ich hab das als Kind auch oft gemacht und bin froh, daß ich es mir abgewöhnt habe. *schmunzel
Naja und ich muss ihm auch alles zwanzigmal sagen bevor er es tut...aber sind da nicht alle Männer so? *frechgrins

Ich wünsche Dir ebenfalls einen schönen Abend.
MfG Yvonne

von Yvonne_R. - am 01.12.2006 19:46
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