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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
j.Bannach, dariana, Annette B., AnJu, phantom96, Birgit 1, anna maria, Yvonne_R., diana-r

Wie sind /waren eure Kinder mit 5 Jahren?

Startbeitrag von j.Bannach am 16.12.2006 18:53

Hallo an alle,
bin neu hier im Forum.Wurde von der Kindergärtnerin auf das Verhalten meines Sohnes (5Jahre) angesprochen.Nun muss mit einer Psychologin und einem Arzt angeklärt werde, was er hat und wie man ihm helfen kann.ADS wäre auch eine Möglichkeit.Daher interessiert mich wie eure Kinder in dem Alter waren?Kann man ADS mit irgendeinem Charakterzug oder ähnlichem gleich ausschliessen?danke für eine Antwort, weiss nicht wie es mit ihm weitergehen soll.jeanine

Antworten:

ADS/ADHS gibt es in allen möglichen Formen und Ausprägungen.

Es gibt Hyperaktive und Hypoaktive und Mischtypen, dann gibt es auch Hochbegabte unter ihnen, eine tolle Mischung die es echt in sich hat!

Zu beschreiben ist es schwer, mein Sohn ist sehr impulsiv, aht Probleme im Sozialverhalten und ist hypoaktiv und neigt zur Zeit zu Depressionen. Gemerkt das etwas nicht stimmt haben wir schon als er 4 war heute ist er 8 und wir haben einen Eierlauf von 4 Jahren hinter uns, den die Diagnose haben wir erst seit ein paar Wochen!

Zu einer ordentlichen Diagnose gehören

EEG
K-ABC oder HAWIK (Intelligenzdiagnostik)
eventuell pädaudiologische Abklärung
großes Blutbild
eventuell EKG
viele Gespräche
Fragebögen für Euch und Erzieher im Kiga

ADS ist eine Ausschlusdiagnose, es gibt keinen Test den machen kann und der dann am Ende sagt jawohl das Kind hat ADS.

Beschreibe Deinen Sohn doch mal, welche Probleme habt ihr?

Liebe Grüße



von anna maria - am 16.12.2006 19:03
hallo anna maria, danke für deine schnelle Antwort, dass hilft mir sehr.
Er nimmt sich aus den meisten Gruppenspielen raus (turnen,Morgenkreis) er hat Probleme seinen Kindergärtnerinnen nicht nur die Hand zu geben sondern auch tschüss oder hallo zu sagen.Bei sämtlichen Veranstaltungen des KIGA wie eine Vorführrung oder singen hält er sich die Ohren zu.oft antwortet er auf Fragen nicht (auch bei uns zu Hause)Sein dasein dreht sich in erster Linie um seine Bau und Kunswerke die er täglich im KIGA oder bei uns zu Hause herstellt.Wenn er um Hilfe bittet soll alles genauso gemacht werden wie er es in seinem Kopf hat, ansonsten flippt er aus.Nur beim TV sehen ist er ruhig, oder beim eigenständigen basteln, ansonsten rennt er durch die Wohnung, schmeisst sich auf den Boden oder hängt sich an meine Beine.Dazu kommt vor allem sein lautes Geschrei, in den höchsten Tönen,ein plätzlicher lauter Aufschrei oder er wiederholt immer wieder Mama (6mal) oder andere Dinge die ich ihm sage.
Schlimm ist, dass er mir in letzter Zeit täglich Vorwürfe macht, "Du bist gemein" "Du bist böse".Manchmal hat er mich auch oder tritt.Er scheint fast immer aufgdreht zu sein und ein falsches Wort oder Blick und er rastet aus.

von j.Bannach - am 16.12.2006 19:19
Hallo jeanine,

meine Tochter war mit fünf (und ist auch jetzt noch manchmal) ähnlich.
Sie hat sich sehr schnell angegriffen gefühlt und dann auch meist stark überreagiert. Oft gleich mit lautem Schreien wenn nicht sofort reagiert wurde.
Damit konnten viele Kinder der Gruppe im Kiga nicht umgehen und haben sich distanziert oder sie extra gefoppt, weil sie wussten wie sie reagiert.

Klar, die Anzeichen könnten auf eine AD(H)S zurückzuführen sein, aber herausfinden kann das nur ein Facharzt.

Bevor meine Tochter diagnostiziert wurde haben wir gut 3 Jahre mit Ergotherapien und Logopädischer Schulung verbracht, weil sie spät deutlich und fließend sprechen lernte und auch Ihre Feinmotorik zu wünschen übrig ließ.
Das hat meiner Tochter sehr geholfen und im Frühjahr wurde sie letztendlich diagnostiziert.

Macht Euch Dir Stress und achte nebenbei mal auf das Verhalten Deines Sohnes, vielleicht fallen dir noch andere Verhaltensmuster an ihm auf, die eventuell auf ADS zurückzuführen sind.

Vielleicht hilft dir das weiter ;

[www.adhs.ch]



von Yvonne_R. - am 16.12.2006 20:49
Hallo Jeanine,

als erstes mal herzlich willkommen hier.

Ich empfehle Dir das ADS Buch. Hinten ist eine Checkliste, an der Du sehen kannst, was auf Dein Kind passt oder nicht. Ich habe das Buch 2003 gelesen, weil bei meinem Großen (heute 8 Jahre) der Verdacht auf ADS ohne H bestand. Aber eigentlich habe ich meinen Kleinen (heute 7 Jahre) in der Checkliste wieder erkannt.

Er war ein liebes Baby, hat kaum geschrieen, war mit allem zufrieden.Das Drama begann mit dem Laufenlernen. Auf einmal war er nur noch bockig, es gab nur noch "nein" und wegen jeder Kleinigkeit ewiges Gebrülle.

Wenn wir irgendwo hinwollten, war fest damit zu rechnen, dass er nur Theater macht. Er wollte nicht auf den Arm oder mal ein Bussi. Nur einen Gute-Nacht-Kuss konnte man ergattern.

Mit 3 kam er in den KiGa. Er hat jeden Tag den ganzen Vormittag gebrüllt, getreten, andere geärgert, geschlagen,.....man durfte ihn nicht aus den Augen lassen. Nach einigen Wochen war es so weit, dass er eine eigene Kindergärtnerin hatte, wenn sie im Garten waren, weil man ihn ständig im Auge behalten musste. Jeden Mittag beim Abholen Megastress. Der Nachmittag war schwierig und ich war eigentlich immer froh, wenn er abends im Bett war.

In den Ferien war er viel einfacher zu haben, da er ja nicht permanent überreizt war. Aber trotzdem konnten wir nicht mal eben in die Stadt zum Bummeln. Zu viele Menschen haben ihn völlig überfordert.

Mit den Jahren zeigte er immer weniger seine "gute Seite". Es gab fast nur noch negatives Verhalten mit entsprechender Reaktion meinerseits. Man klammerte sich an jede nette Geste von ihm in der Hoffnung, es würde jetzt aufhören. An jedem Geburtstag hoffte ich inständig, dass nun die Trotzphase vorbei sei. Wie blind man sein kann, oder?!

Wenn er draussen mit anderen Kindern spielte, war er zu grob und auch immer zu laut. Nach wenigen Minuten eskalierte die Situation und er fing an zu brüllen und zu schlagen. Dabei hatte er sich nicht mehr unter Kontrolle.

Da er jahrelang negative Erfahrungen gemacht hat, war sein Selbstwertgefühl gleich null, als wir ihn diagnostizierten. Er hat sich selber als dumm, blöd und nichts wert bezeichnet.

Ich habe gar nicht gemerkt, dass er immer so angestochen war, angetrieben von einer wahnsinnigen inneren Unruhe. Ich dachte immer, das wäre halt bei ihm so. Er war sehr aufgestaut und hat sich eigentlich schon als Kleinkind sehr damit gequält.

Nachdem er Medikamente bekommen hat, merkte ich erst, wie schlimm es vorher für ihn gewesen sein muss. Seitdem geht es ihm gut.

Viele ADS`ler haben Wahrnehmungsstörungen. D.h. sie spüren nicht, wie es ihnen geht und können sich auch nicht in die Lage anderer versetzen. Wobei man aber genau schauen muss, ob nicht auch noch eine Form von Autismus dabei ist. Da gibt es auch ein paar Mütter, die hier davon berichten können. Meiner hat das nicht. Er hat ADHS mit Hochbegabung (IQ 140), was auch leider kein Segen ist. Die Schule kann da auch ganz schön quälend sein, weil 2 Gegensätze aufeinander prallen. HB =schnelle Unterforderung und ADHS = schnelle Überforderung. Kein leichtes Thema.

Aber an Deiner Stelle würde ich das mit dem Kinderarzt besprechen und ihn darum bitten, dass er Dir eine Überweiung zu einen Kinder-und Jugendpsychiater gibt. Der wird die Tests machen. Dein Sohn ist auch alt genug, um eine relativ zuverlässige Diagnose zu stellen.

Wenn Du magst, hälst Du uns auf dem laufenden und Deine Fragen/Beiträge sind hier natürlich immer willkommen.

LG Diana

von diana-r - am 17.12.2006 09:00
Er nimmt sich aus den meisten Gruppenspielen raus (turnen,Morgenkreis) er hat Probleme seinen Kindergärtnerinnen nicht nur die Hand zu geben sondern auch tschüss oder hallo zu sagen.Bei sämtlichen Veranstaltungen des KIGA wie eine Vorführrung oder singen hält er sich die Ohren zu.oft antwortet er auf Fragen nicht (auch bei uns zu Hause



Hallo,so wie Du das erstere beschreibst,ist das bei uns auch.
Mir hat der Kindergarten damals leider überhaupt nichts gesagt,und jetzt in der Schule,mit inzwischen 8 Jahren wird das zum echten Problem.
Deshalb rate ich Dir schon deshalb,geh zum Kinderarzt,und sprich mit dem darüber.
Mein Kinderarzt,sagte mir das es sich dabei um eine Angststörung handelt.Am 15. Januar habe ich deshalb bei ihm einen Termin zum ausführlichen Gespräch,und dann mal sehen,wie man das angehen kann.So bleiben kann es in keinem Fall,weil er sich mit dem Verhalten ins Abseits katapultiert,und das will er eigentlich selbst nicht.


Was das ADS angeht,bei uns mit H....ja wie war er mit 5 ?
Anstrengend,schon immer sehr anstrengend.
Er hat einen ungemeinen Bewegungsdrang,kann auch nur mal beim TV abschalten,und ruhig bleiben,ansonsten ist mein Sohn ständig in Bewegung.
Er ist laut,und in einer Tour am reden.Er kommentiert alles was er tut,und fragt einen permanent Löcher in den Bauch. Kurz.....Der Mund steht eigentlich nie still.
Das grösste Problem für mich war die geringe Frustrationstoleranz.
Bei jeder Kleinigkeit ging das Gezeter,Gejammer und Geheule los,und das den lieben langen Tag.
Wenn was nicht nach seiner Nase ging,wenn was nicht klappte,wenn er was nicht durfte,schon das allmorgendliche Anziehen gestaltete sich zu Drama.
Einkaufen war auch ein Riesen Thema.
Ich konnte ihn praktisch nirgends mit hin nehmen,schon gar nicht in grosse Einkaufscenter.
Im Aldi waren wir schon bekannt,wenn ich da rauskam war ich schweissgebadet,und hochexplosiv geladen.
Er konnte sich einfach an keine Regeln halten,räumte Regale ein,aus und um.Sprang durch den Laden wie von einer Tarantel gestochen,und sah das geschäft als riesigen Spielplatz.
Am Ende des Einkaufs kam dann noch das Kassenband und der Scanner dran.Ständig und immer wieder furwerkte er der Kassierein dazwischen.
Alles schimpfen,drohen meinerseits half nichts.Auch Konsequenzen waren schnell wieder vergessen.
In Geschäften benahm er sich grundsätzlich total daneben,und ich habe mehr als einmal an meiner Erziehung gezweifelt.


Hausaufgaben gestalteten sich auch überaus schwierig.
Statt sich hinzusetzen und sie einfach zu machen,erstmal stundenlanges Geheule,und Äußerungen wie :"Ich kann das nicht".In der Zeit die er mit Jammern und Heulen verbracht hat,hätte er die Hausaufgaben dreimal locker erledigen können.
Und kaum in der Schule gingen die Probleme auch dort los.
Regeln kann er nur sehr schwer einhalten,er provoziert Mitschüler,und stört permanent den Unterricht.
Inzwischen hat ihn die Lehrerin nach vorne gesetzt,alleine an einen Tisch,direkt vor ihrer Nase.Und scheinbar läuft das auch ganz gut.

So,nun habe ich ne Menge geschrieben,und beschrieben.
Hoffe Dir etwas weitergeholfen zu haben.
Aber um Dir Klarheit zu verschaffen,musst Du sicher einen KIA aufsuchen.

LG
Birgit

von Birgit 1 - am 17.12.2006 10:58
Hallo,

nach deiner Beschreibung könnte ADHS oder aber auch Asperger Syndrom zutreffen.
Die Unterscheidung ist oft recht schwierig aber ich denke, du solltest auf jeden Fall baldmöglichst eine genaue Diagnostik machen lassen bei einem Kinderpsychiater der sich mit beiden Störungsbildern auskennt.

Google doch mal unter " Asperger Autismus ".

Mein Sohn hatte auch solche von dir beschriebene Verhaltensweisen und bei ihm wurde erst ADHS diagnostiziert und später dann zusätzlich das Asperger Syndrom.

LG
Biggi

von phantom96 - am 17.12.2006 11:22
hallo :-)

ich kann mich meinen vorrednerinnen nur anschliessen...helfen kann dir nur ein facharzt , am besten spezialisiert auf ads und bei dem was du schreibst sollte er auch ahnung von asperger haben

das heisst nicht , dass ich so eine diagnose vermute sondern eher , dass beide diagnosen mit ins sichtfeld gerückt werden sollten

viel glück
dariana



von dariana - am 17.12.2006 11:25
Vielen vielen Dank euch allen,momentan ist eine sehr schwierige Phase für uns alle.Meine Tochter leidet auch und mein betroffener Sohn auch, er scheint sich nicht verstanden zu fühlen.Es ist ersteinmal schlimm für mich ihn den ganzen Tag zu sehen, wie er sich verhält und die Sicherheit im kopf, er muss etwas haben . er ist krank.
Bislang habe ich auch immer an meiner Erziehung gezweifelt, vielleicht verwöhnt & zu wenige Regeln?, auch von Nachbarn bin ich kritisiert worden zu, ich müsste ihn bestrafen ect, aber wie gesagt, kaum eine Strafe hilft - vor allem nicht langfristig.Bei den Psychologen ist momentan 1 Jahr Wartezeit - ich war geschockt!Nun haben wir nach langem telefonieren einen Termin bei einer Psychologin in der Caritas Frühförderstelle bekommen- zum Glück schon nächste Woche.Ich bewundere jede Mutter und jeden Vater der mit solchen Situationen zurecht kommt.Bin jeden Abend fix und fertig und seid dem Gespräch im KIGA auch noch traurig.Ich dachte immer er wäre einfachsehr lebhaft, vielleicht teilweise unterfordert, eben ein richtiger Lausbub - aber wahrscheinlich ist er wohl doch eher "krank".

von j.Bannach - am 17.12.2006 11:42
Ich denke, du solltest die Probleme deines Sohnes nicht als "Krankheit" sehen.
(Asperger ist übrigens keine Krankheit, sondern eine Behinderung. Das wird man nie heilen können. Man kann nur versuchen Strategien zu entwickeln, damit man besser in der Welt zurecht kommt. Aber ich definiere es eher andersherum: die Umwelt behindert einen Aspie.)
Zuerst einmal weißt du noch gar nicht, aus welchem Grund sich dein Sohn anders verhält. Es spricht schon einiges für ADHS oder auch AS, aber das kann nur die Psychologin feststellen.

Egal, was bei diesen Test nun herauskommt, dein Kind hat nach wie vor viele tolle Eigenschaften und diese gilt es hervorzuheben und zu stärken.
Das ist m.M. das Wichtigste überhaupt, damit das Kind sich mit irgendetwas identifizieren kann. Beobachten kann ich das bei meinem Sohn (ADHS+AS), der erst jetzt mit 12,5 Jahren allmählich anfängt gezielt seine Begabungen einzusetzen und es dadurch sogar geschafft hat sich ein wenig in die Klasse zu integrieren.

Sieh das jetzt bitte nicht als Vorwurf oder Angriff.
Ich glaube nur, dass man sich oft unnötig verrückt macht und du scheinst mir momentan (verständlicherweise) sehr aufgewühlt.

Ich habe selbst viele Jahre gekämpft. Bei unserem Sohn wurde ADHS erst mit 8 diagnostiziert. Manchmal frage ich mich, wie ich diese 8 Jahre durchgestanden habe.

Die langen Wartezeiten sind wirklich heftig, schließlich muss euch ja JETZT geholfen werden. Aber du hast ja jemanden gefunden. Ich hoffe, dass du dort auch gut aufgehoben bist!

Alles Gute
Annette

von Annette B. - am 19.12.2006 15:57
Hallo,

ja bei jedem Kind können die Anzeichen etwas anders sein. Meine Tochter war mit 5 eben auch anders, als die anderen Kinder. Sie war eigenwillig, weinte schnell wenn es nicht nach ihren Kopf ging. Im Kindergarten war sie eher ein Einzelgängertyp, verstand oft das Spiel der anderen zu spät und dann wollte keiner mehr mit ihr spielen. Oder sie gab ihr Spielzeug anderen Kindern nicht ab, nahm aber schnell mal den anderen was aus der Hand, stellte sich dann bockig.
Routineablauf war für die wichtig, gab es was außer der Reihe, war sie stark verunsichert uns verschüchtert. Hatte wenig Lust zur Beschäftigung ( Malen oder was die Gruppe eben so gemacht hat), wollte immer ihr eigenes Spiel. War oft sehr sprunghaft, viel angefangen-nichts fertigemacht. Wenn man mit ihr schimpfte, verzog sie keine Miene (also prallte es nur so an ihr ab), und es gab auch keine Reaktion darauf. Wenn ich telefonierte, zerrte sie immer an mir rum-und ich solle aufhören.
Ebenso bei Gesprächen auf der Straße mit Bekannten (war ihr langweilig und sie wollte mich ganz in Anspruch nehmen) Na ja egal, sie war immer etwas unruhig, ich konnte nie was mit ihr machen, wo sie einmal ganz leise sein mußte und ruhig sitzen- z. B. Puppentheater oder in unserer Kirchgemeinde. Ansonsten war sie eigentlich ein fröhliches liebes Kind, ließ sich eigentlich trotzdem gut führen. Sie war immer etwas entwicklungsverzögert ( Laufen, Sprechen, Wahrnehmung, Motorik...), körperlich jedoch gut entwickelt.
Bis wir den Arzt gefunden haben, der uns ADS bestätigte hat allerdings lange gedauert. Im Kindergarten wußten sie wahrscheinlich zu wenig darüber, obwohl viel daraufhin gedeutet hat. Ich selbst wußte auch kaum was darüber.
Allerdings Vorsicht mit den Checklisten, die finde ich unrealistisch, also da paßt auf jeden was und wir haben schließlich nicht alle AD(H)S.

Ich bin im Nachhinein traurig, daß sie nicht viel früher Ritalin bekommen hat, bestimmt hätte sie sich besser entwickelt und hätte Defiziete besser ausgeglichen. Wäre besser auf die Schule vorbereitet gewesen, denn dann gehen die Probleme ja erst richtig los!

Schönen Gruß von Andrea

von AnJu - am 20.12.2006 23:59
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