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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
puki8, pralini, HanneM, Michaela#

Verzweifelt - Endlösung Heim?

Startbeitrag von puki8 am 28.01.2007 10:11

Nach 3 Jahren steh ich nun wieder vor der Entscheidung - Heim oder nicht . Ganz kurz....vor 3 Jahren habe ich meinen Sohn aus der KJP nach Hause geholt, weil er im Anschluß an die dortige Beahndlung ins Heim sollte. Wir haben es 3 Jahre geschafft und ich war sicher, das Richtige getan zu haben. Nun stehen wir wieder da wo wir mal waren, d.h. es ist noch schlimmer geworden.
Seit einem 3/4 Jahr verweigert er die Schule, alle Bestrafungen nützen nichts, er macht was er will...rauchen, abhauen, ausreißen zum Vater.....Die Schule tut nichts, das JA auch nicht. Mit der Psychologin redet er nicht mehr, Therapiestunden lässt er ausfallen...ich komme nicht mehr an ihn ran.
Nun hab ich ihn den Kinderarzt /Psyh. gebeten ihn nochmals in die KJP einweisen zu lassen...aber das dauert. Am Freitag dann Gespräch in der Schule mit JA...kam nichts weiter bei rum, außer das man mir die Frage stellte..wie es nach der KJP weitergehen solle. Ob ich nun bereit wäre ihn "abzugeben" .
Ich weiß es einfach nicht. Habe das ganze Wochenende drüber gegrübelt. Mein Verstand sagt mir, das ich es alleine nicht mehr mit ihm schaffe und irgendwo sehe ich auch ein, das er professionelle HIlfe braucht und es für IHN bestimmt besser wäre, wenn er in einer Wohngruppe leben würde. Nur ich kann einfach nicht los lassen. Ich weiß, das ich in erster Linie an mein Kind denken muß und nicht was ich dabei empfinde, aber das ist so verdammt schwer und tut so weh.
Andererseit frag ich mich, ob ich ihm die 3 Monate in der KJP ersparen kann und er sofort in diese Wohngruppe gehen soll...denn darauf läuft es doch hinaus. Was soll ich denn nur tun??

Bitte HELFT MIR !!!
Eure Shareen

Antworten:

Guten morgen Shareen,

ich kann dir richtig nachfühlen, vor der Entscheidung standen wir auch mal,
dieses Loslassen hat mich bald um den Verstand gebracht.

Wir brauchten es dann nicht.

Der Sohn einer Bekannten ist bei uns in der Nähe in ein Heim gekommen, die erste Zeit war es für alle sehr schlimm, sie durfte die erste Zeit ihn nicht besuchen und umgekehrt auch nicht.

Er ist jetzt seit fast 3 Jahren im Heim und es hat sich fast alles zum Guten gewendet.
Schulisch wie auch alles andere.

Am Anfang war ich über die Behandlung sehr schokiert, praktisch haben sie ihn klein gemacht und wieder aufgebaut, er ist so weit das er die mittlere Reife erlangen kann, wo er früher keinen Abschluss bekommen hätte.

Ich wünsche dir viel Kraft

Alles Liebe und Gute

Hannelore



von HanneM - am 28.01.2007 10:44
Hallo Puki,

bei der Entscheidung kann ich dir leider nicht helfen, aber ich wollte dich mal darauf hinweisen, dass dein Sohn jetzt 3 Jahre älter ist, 3 Jahre in der Familie habt ihr insofern gewonnen.
Du solltest das nicht als Scheitern werten, manche Kinder sind einfach nicht zu handlen.

Ich habe ja einen Sohn mit Asperger, und da war bei der Frage nach weiterführender Schule Internat eine Option. Er war damals (mussten aufgrund der Störung ja schon früh mit der Planung anfangen) in der 3. Klasse, und ich habe geheult beim bloßen Gedanken.
Wir haben es anders gelöst, Gymnasium vor Ort mit Schulbegleiter, läuft auch alles sehr gut.
Aaaber: falls es irgendwann kippt und doch Internat anstünde, dann könnte ich es mir jetzt für meinen älter gewordenen Sohn vorstellen, damals wäre es viel zu früh für ihn und uns gewesen.

Du bist nicht gescheitert, du hast 3 Jahre für euch und ihn gewonnen!

Wie alt ist dein Sohn jetzt?

Bedenke, manche Kinder gehen auch mit 16 zB auf eine Fachschule oder ein Berufsbildungswerk mit Internat, irgendwann gehen die Kinder eh, die einen früher, die anderen später, die einen in richtige Selbständigkeit, die anderen in mehr oder minder betreute Formen.

Mach dir keine Vorwürfe, guck nur auf die Zukunft.

Viele Grüße

Michaela

von Michaela# - am 28.01.2007 10:50
Hallo
und danke für Eure schnelle Antwort. Ich werde nochmal eine Nacht drüber schlafen, allerdings glaube ich nicht, das ich mich wirklich je dafür entscheiden kann, mein Kind weiter zugeben.
Ich habe eben mit ihm über die KJP und Wohngruppe gesprochen, seitdem ist er ganz ruhig und traurig . Er sagte nur, wenn ich ihn weggebe, will er mich nicht mehr sehen und er will sich umbringen. Nun hab ich so richtig Angst.
Er ist übringens gerade 12 geworden.

LG Shareen

von puki8 - am 28.01.2007 17:12
hallo Shareen

Ich kann mit dir fühlen, glaub mir, weiss wie du leidest

Es ist wirklich schwer, alleine kommst du da wirklich nicht raus, jetzt ist er ruhig, vielleicht hälts ein paar Tage an, dann kommt aber wieder der Alltag.

Dein Sohnemann ist erst 12 schwänzt schon die Schule, was macht er mit 16,17....

Was macht die Schule wenn er schwänzt??? ruft sie dich an? Wenn nicht würde ich es sofort abklären, ist er nicht da, sollen sie anrufen, bei meiner Freundin haben sie es so gemacht, sie ist sogar zur Polizei, hat mit denen gesprochen, als er schwänzte, hat die Schule sie angerufen, sie konnte sich denken, wo er war und sofort hat sie die Polizei angerufen, die hat ihn zur Schule zurückgebracht, er war vielleicht beschämt, es hatte bei ihnen geholfen.

Du musst dem JA die Bude einrennen, dass du Hilfe nötig hast, immer schnell reagieren, (ist leichter gesagt als getan, ich weiss es ja) aber versuche es. Sage ihnen dass du deinen Sohn nicht "abgeben" möchtest, dass sie dir aber helfen sollen, sie sollen mit dir Regeln aufstellen, aufschreiben.

Ich denke, mit 12 kann man noch viel machen, wenn man Hilfe bekommt.

Man shareen, wieso haut er einfach zum Vater ab? Arbeitet ihr nicht zusammen?? das wäre auch ganz wichtig. Kann sein Vater ihn nihct eine Zeitlang nehmen, ich denke, da hast du auch schon dran gedacht, aber es geht irgendwie nicht.

Vielleicht, wäre ja auch Internat eine Lösung, da hättet ihr euch am Wochenende, nur müsstest du für die WE auch klare Regeln machen.

Und ich muss Michaela recht geben, du bist wirklich nicht gescheitert

Ich drück euch die Daumen

Liebe Grûße Anne

von pralini - am 28.01.2007 22:03
Hallo Anne,

ja die Schule tut leider nichts, ich renne denen seit Wochen die Bude ein...aber außer Versprechungen passiert gar nichts. Bei der Polizei war ich auch, die schreiten erst ein, wenn sie den Auftrag von der Schule bekommen! Aber wie gesagt...
Warum er zum Vater abhaut versteh ich selber nicht. Ich bin nun siet 7 Jahren getrennt und erst seit 1/2 Jahr haben wir wieder kOntakt zu ihm. Aber er steht leider nicht hinter mir, im Gegenteil, er lässt den Jungen machen was er will...rauchen, Bier trinken...er ist sowas von verantwortungslos...hab ihn sogar schon beim JA angeschissen, aber die meinten nur, ICH müsse mit meinem Ex reden, da könnten sie nichts tun.
Ich versteh die Welt einfach nicht mehr, ich bettle und bettle aber keiner will mir wirklich helfen. Muß mein Kind seine Selbstmorddrohungen erst wahr machen, damit mal Irgendwer einschreitet? Am Freitag hat man mir versprochen, das die Schule heute Jemanden vom Ordnungsamt schickt...aber nun isses 9 und keiner ist hier...und Sohnemann liegt natürlich im Bett. Wo soll ich denn noch hinrennen, soll ich ihn selber in die KJP bringen? Aber die werden uns wahrscheinlich gleich abblocken. Ich weiß einfach nicht weiter.

Lieben Gruß Shareen

von puki8 - am 29.01.2007 08:42
Ach Shareen

Ich weiss dann auch nicht was ich machen würde!!!

Ist denn noch jemand von Ordnungsamt Freitag vorbei gekommen???

Das mit seinem Vater finde ich auch unmöglich. Mensch ich kann dir auch keinen Rat geben.

Wohne in Belgien, weiss wirklich nihct wo man sich an Deutschland am wem wenden soll.

ich hoffe, du bekommst hoffentlich bald schnell Hilfe, dass die vom Ordnungsamt da waren

Liebe Grüße

Anne

von pralini - am 29.01.2007 20:14
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