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ADHS ADS Selbsthilfe
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11
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Nicole Z., Miss Piggy, Katzenbaer, Zicke70, bluemchen, Imarsa, Bettina73

Brauche einfach mal Rat

Startbeitrag von Nicole Z. am 31.01.2007 19:13

Hallo

Muss einfach wieder mal um Hilfe bitten.
Habe ja seit Tage wieder das Problem, dass die Medis bei Sohnemann nicht mehr wirken. Seitdem er wieder so aggressiv und impulsiv ist, komme ich einfach nicht mehr an ihn ran.

Ich könnte bei den kleinsten Sachen in die Luft gehen, er ist sowas von zappelig, provoziert mich, kaspert nur noch rum.

Heute bei der Ergo (ich mache da immer mit) haben wir zusammen ein Spiel gemacht, die ersten 5 min. klappte es wunderbar, danach rumgekasper, keine Konzentration, nur hingeschmissen ect.
Die Therapeutin hat mich dann gefragt, wie ich im moment mit ihm klar komme und ihm seine Massagen bei Unruhe gebe.
Normalerweise wird er danach sehr ruhig, wie auch bei der Therapie (bekommt er immer am Ende) aber ich kann es im Moment einfach nicht. Wenn es nach der Unruhe ginge, müßte ich ihn den ganzen Tag massieren.
Ich will auch ehrlich gerade nicht, zwischen uns herrscht einfach eine Stimmung, die nicht zum aushalten ist. Ich liebe meine Kids über alles, sie stehen bei mir immer an erster Stelle, dafür trete ich zurück, aber mit Sohnemann, da komm ich einfach nicht ran. Wie kann ich wieder eine Bindung aufbauen zu ihm?
Die Therapeutin will jetzt noch intensiver mit uns beiden arbeiten, wir hatten bisher eine Woche in der Praxis und die andere Woche war sie in der Kita und hat andere Kinder dazugenommen. Die Kitatermine will sie erst mal absagen und wir sollen beide jede Woche in die Praxis kommen.

Ich weiß nicht, ob es hilft, dass wir wieder zueinander finden. Mir geht es richtig schlecht im Moment, will ihn ja eigentlich knuddeln und in den Arm nehmen, aber irgendetwas hemmt mich.
Es ist so schrecklich, wollte immer eine gute Mutter sein und meinen Kindern so viel Liebe geben, welche ich früher nicht hatte.
Habt Ihr vielleicht einen Rat, wie ich wieder zu ihm finden kann?

Antworten:

Hallo Nicole,

leider kann ich dir keinen Rat geben. Ich kann dich aber sehr gut verstehen. Mir geht es ähnlich. Oft denke ich, mein Sohn ist so weit weg! Sein Verhalten kränkt so sehr und ich bin persönlich getroffen, obwohl mir die Vernunft sagt, dass er eigentlich gar nicht so sein will!

Es tut mir leid, dass ich dir nicht mehr helfen kann.

Bettina

von Bettina73 - am 31.01.2007 19:51
Liebe Nicole,

Du sprichst aus was man sich eigentlich nicht zu sagen traut,
mir geht es genauso. Ich suche schon seit Jahren nach
einer Lösung. Meine Tochter, 12,5 Jahre entfremdet sich
immer mehr. Die Kränkungen lasse ich leider auch immer
zu sehr an mich heran und sie weiss genau wie sie mich
packen kann. Oft weine ich heimliche Tränen.
Es ist wohl auch so dass man seine Kinder zwar liebt,
aber eben unterschiedlich stark. Das hat mir meine
Therapeutin klargemacht und sie hat wohl recht damit...

Mir fällt es auch immer schwerer kosequent zu sein und
es nicht persönlich zu nehmen. Die beginnende
Pubertät tut das übrige dazu!

Meine Hoffnung liegt in der Zukunft, dass wir vielleicht
mal in 10 Jahren normal miteinander umgehen können.
Doch bis dahin ist noch ein langer Weg, hoffe nur dass
sie nicht in falsche Kreise gerät.
Wir sind machtlos!
Vielleicht kommt trotzdem noch ein Tip von jemandem,
bin auch für alles dankbar.

Liebe Grüsse

Sabine

von Katzenbaer - am 31.01.2007 20:08
Hallo Sabine

Bei meinem ist es so, dass er eigentlich immer mein "Liebling" war, er hat soviele Probleme, da er so ein Außenseiter ist.
Ich kann dies sehr gut nachfühlen, da es mir früher auch so ging.

Aber dieses Verhalten, es trifft mich so sehr, die Ausdrücke und alles so herum. Er ist sogar mir gegenüber schon aggressiv gewesen, hat mich getreten, mir die Tür vor den Kopf geschlagen usw. Bisher hab ich mir immer eingeredet, er kann ja nichts dafür, aber im Moment geht es einfach nicht mehr.
Und dies tut so wahnsinnig weh, hab doch auch selbst Probleme mit mir und meinem Leben, warum macht er es mir jetzt noch so schwer?

Ich mach mir selbst schon wieder Schuldgefühle und Vorwürfe, obwohl ich diese ja abbauen sollte.
Was wird, wenn er in die Schule kommt? Seit 6 Jahren nur Probleme und keine Besserung in sicht. Bin am verzweifeln, was hab ich getan, um so bestraft zu werden.



von Nicole Z. - am 31.01.2007 20:30
Hallo Nicole,

ich hab schon viel von Dir gelesen und kann das alles total nachfühlen.

Vor ein paar Tagen habe ich gedacht, wenn mein Sohn ein erwachsener Mann wäre, womöglich mein Freund - dann hätte ich mich schon lange getrennt.
Und bin danach gleich wieder in Schuldgefühlen versunken :((

Ich bin auch noch lange nicht in der Lage, den ganzen "Terror" nicht persönlich zu nehmen, dazu fehlt mir die Distanz. Aber wie kann man denn Distanz zu seinem eigenen Kind bitte aufbauen? Geht das überhaupt?

Ich wünsch Dir gaaanz viel Power & Selbstliebe (wir kommen ja immer ein bißchen zu kurz =)))

Imarsa

von Imarsa - am 31.01.2007 20:45
Hallo Nicole,

ich hatte schon immer Probleme mit meiner Tochter,
das hat schon bei der Geburt angefangen. Danach
schrie sie nur, schlief immer nur 1-2 Stunden am Stück,
nahm die Brust nicht, wollte auch keine Flasche und
schrie und schrie und schrie.
Zu meinem Sohn (5 Jahre jünger) hatte ich von Anfang an
eine andere Beziehung, obwohl er auch Koliken hatte.
Aber natürlich nicht so schlimm.
Ich suche die Fehler auch immer bei mir, denke dass ich an
allem schuld bin. Denke dass die fehlende "Liebe" das alles
verursacht hat. Kann sie aber meistens einfach nicht in den
Arm nehmen, habe eine innere Sperre die ich nicht überwinden
kann.
Eigentlich fehlt ihr auch das Selbstvertrauen, sie hat keine
Freunde, sucht aber immer die Fehler bei anderen.

Ich werde mit den Schuldgefühlen nicht fertig, leide seit
12 Jahren unter Depressionen und habe kaum noch
Lebensfreude.
Dir geht es weitaus schlimmer, bin ja oft stiller Mitleser im Forum.
Was wir verbrochen haben weiss ich nicht, bin auch immer
neidisch auf weitgehend "normale" Familien. Die wissen gar
nicht wie gut es ihnen geht.
Verstehen tut mich eh keiner, unsere Tochter ist nur zuhause
so auffällig. Allerdings sind wir jetzt in der KJP in Behandlung
und bekommen Verständnis!!
Evtl. steht ihr ein Aufenthalt in der Tagesklinik bevor.

LG Sabine

von Katzenbaer - am 31.01.2007 20:52
Hallo Nicole,

mir ging es so mit meiner großen Tochter. Ich habe sie durch die ganzen Probleme auch teilweise richtig abgelehnt. Ich weiß, wie sich das anfühlt.

Als sie in die Pupertät kam, war es ganz schlimm. Obwohl ich nun weiß, dass sie ADS hat - ich zwar vieles verstehen kann - jetzt auch weiß, ich konnte nichts dafür - habe ich immer noch Probleme mit ihren Angriffen.
Sie kann sehr verletztend sein - und je älter die Kids werden - sie ist ja nun schon erwachsen (zumindest vom Alter her) erwartet man auch einfach ein anderes Verhalten.

Ich muss mir bei ihr immer noch sagen - Rita, sie ist so weil sie eben ADS hat - sie macht das nicht mit Absicht - sie will dich nicht wirklich damit verletzen. Aber es fällt sehr schwer.
Wir haben im Moment auch mal grade wieder kein all zu rosiges Verhältnis.

Zeitweise ist es das Verhältnis wie 2 beste Freundinnen - dann ein normales Mutter-Tochter-Verhältnis - und dann feindet sie mich zeitweise an, dass ich meine, ich muss sonst was verbrochen haben - sie muss mich abgrundtief hassen.
2 Wochen drauf dann wieder Anrufe, als wäre nie was gewesen "hey Mom, wie geht`s, wollt mal wieder was hören lassen, mir ist grade langweilig, hast Du Zeit, würde gerne auf nen Cappu vorbeikommen, hab nen Typen kennengelernt, muss Dir sooooooo viel erzählen ......."
Kann aber sein, sie ist kaum 5 Min. da - haben zusammen gelacht - sie bekommt plötzlich ne Krise, ich weiß nicht warum - brüllt mich an.....
Ja, da ist es nicht leicht, immer gelassen zu reagieren - ich gestehe, ich kann es nach all den Jahren immer noch nicht - nicht mal, obwohl ich nun weiß, was los ist.
Ich bin zwar nicht mehr nachtragend und verzeihe es recht schnell, weil ich es jetzt weiß - aber in dem Moment reagiere ich auch oft total falsch - ich lasse mich provozieren und tappe in die Falle .... dann sind wir beide auf der Palme. O.k., ich bin schneller wieder runter und versuche sie dann zu beruhigen, sie wieder runter zu holen, es gelingt leichter als früher.
Aber ich fühle immer noch nach wie vor eine gewisse Ablehnung - ich tue mir auch schwerer sie mal in den Arm zu nehmen als die anderen beiden - weil sie es auch oft nicht zulässt - ich weiß bei ihr nie, wann kommt es gut an - wann nicht.
Es gab Zeiten, da wollte ich sie im Arm nehmen - dann kam ein Spruch wie "willst Du Dich jetzt wieder bei mir einschleimen?!??"

Das tut oft verdammt weh - und das macht so viel kaputt.

Aber dann musst Du Dir immer wieder vor Augen halten - es ist das ADS - es ist nicht das Kind.

Mir hilft dies dann immer wieder.

Und Schuldzuweisungen brauchst Du Dir nicht geben.
Du tust doch Dein bestmöglichstes.

Ich bin so froh, dass Junior im Moment nicht diese schwere Form von Hyperaktivität hat. Er ist sicher hier leichter zu händeln. Aber ich fürchte mich auch bei ihm noch vor der Pupertät.

Einen Tipp kann ich Dir geben. Was ich ganz oft machte, wenn ich mal einen Tag hatte, wo ich ihn an die Wand tackern konnte - mit ihm viel geschimpft habe - mich dafür mal wieder selbst gehasst hab - dann habe ich mich nochmal nach dem er eingeschlafen ist an sein Bett gesetzt. Oft liefen mir dann auch die Tränen runter .... aber da hab ich ihn ganz lieb gestreichelt - und wenn er da so friedlich und brav drin lag - aussah wie ein Engel, der kein Wässerchen trüben kann, dann ist mir das ganz leicht gefallen. Und das gab mir immer wieder Kraft. Da hab ich ihm dann auch leise ins Ohr geflüstert, wie lieb ich ihn hab. Ich glaube ganz sicher, das spüren sie auch.
Und mir selbst tat dies auch immer gut.

Die Frage - was habe ich blos angestellt - die habe ich mir auch oft gestellt.

Aber erinnerst Du Dich, was Hanne kürzlich eingestellt hat?

Wir haben besondere Kids - und wir sind wohl besondere Mütter. Wir wurden als Mütter für diese besonderen Kinder ausgesucht - weil jemand uns diese Aufgabe zugetraut hat.

Dein Sohn weiß sicher, dass Du ihn liebst.

Mach Dich nicht verrückt mit Selbstvorwürfen. Du bist eine gute Mutter - und Du liebst Deine Kinder.

Ich glaube jeder hat Momente, wo er das Gefühl hat, heute würde er sein Kind gerne irgendwo hintackern.
Ich hatte es heute auch, weil er wieder mal keine Lust hatte HAusis zu machen - weil er Einträge schlampig machte .......
Abends jetzt nicht ins Bett gehen wollte .....

Ich wünsche Dir, dass bald alles wieder etwas ruhiger wird für Dich.

LG Rita



von Miss Piggy - am 31.01.2007 21:01
Hallo Rita

Ich sitze, bevor ich ins Bett gehe immer noch kurz an seinem Bett. Ist so eine Gewohnheit, erst die Große und dann die Jungs.
Streichle Sie und rede einfach mit ihnen. Weiß zwar, dass Sie es nicht hören, aber ich brauche das.

Bei Sohnemann ist im Moment einfach nur so ein großer Keil zwischen uns, ich würde ihn ja gern in den Arm nehmen, aber ich ertrag es einfach nicht. Dieses Gefühl hatte ich bisher noch nie gehabt.
Schuld such ich immer erstmal bei mir, weiß ja nicht, was ich alles falsch gemacht habe, die Depris hatten mich ja zeitweise ganz schön runtergerissen.
Versuche nun endlich wieder etwas nach vorn zu schauen. Glücklicherweise helfen mir die neuen Medikamente, habe zwar gerade mehr Stress, aber ich schaffe meine Arbeiten, die ich mir vorgenommen habe.
Nur eben mit ihm, da komm ich nicht weiter. Muss bis nächsten Donnerstag warten, da sind wir wieder bei seiner Psychologin.
Diese Phasen, neues Medikament, alles prima und nach einigen Wochen wird wieder alles schlimmer.
Frag mich ständig, warum kannst Du deinen Sohn, den du doch über alles liebst, nicht einfach in den Arm nehmen. Aber dann höre ich wieder diese beleidigenden Ausdrücke und das von einem 6jährigen. Das tut einfach verdammt weh.



von Nicole Z. - am 31.01.2007 21:23
Liebe Nicole,

ich bin mir sicher - Du hast sicher nichts falsch gemacht.

Meine Mutter bekam auch starke Depressionen nach einer schweren Krebserkrankung - ich war damals auch noch rel. jung. Sicher haben wir zwar darunter gelitten - aber ich denke nicht, dass meine Mutter in dieser Zeit so viel falsch gemacht hat - später evtl., aber da war ich eigentlich schon so alt - dass ich alleine klar kam.
Aber da waren es weniger ihre Depressionen. Denke, das kann man auch überhaupt nicht vergleichen.

Natürlich musst Du auch was für Dich selbst tun - und Deine Kinder provitieren natürlich - wenn es Dir selbst auch gut geht.
Aber Du kannst ja schließlich für Deine Depressionen nichts - Du hast sie Dir sicher nicht gewünscht und ausgesucht. Denn ich kann mir vorstellen - dies ist grausam. Meine Mutter hatte sie und meine Schwester hat sie immer noch - seit Jahren. Aber ich glaube, sie hat auch ADS - aber sie will davon nichts wissen.
Ich habe auch mittlerweile keinen Kontakt - aber das hat andere Gründe - tut hier auch nichts zur Sache. Ich meinte damit nur, ich weiß von denen, dass es für einen selbst sehr hart ist.

Ich habe immer so zeitweise Depris - die dauern bei mir aber meist nicht lange - und ich weiß immer, von was es kommt - kann dann auch was tun und komme meist rel. schnell und gut wieder raus - ich brauch dann mal von jemand einen Tritt - und es geht. Denke mal, sind auch keine wirkl. Depris, denn da kommt man meist alleine weniger gut wieder raus - da braucht es prof. Hilfe.

Ich denke einfach, im Moment wächst Dir logischerweise alles über den Kopf - wen wundert das bei den Problemen, die Du hast.

Schade, dass Dein Mann Dich so wenig unterstützt, ich denke, dies würde so viel helfen.

Und darum brauchst Du Dir keine Vorwürfe machen - liebe Nicole, was willst Du noch alles auf Dich nehmen.

Ich glaube, man müsste Dir jeden Tag mindestens 100 x sagen "Nicole - Du bist nicht schuld" - vielleicht würdest Du es dann mal glauben ;-)

Gut ist doch schon mal, dass Dir selbst die neuen Medikamente etwas helfen. Vielleicht bekommst Du dadurch auch etwas mehr Kraft und Mut.
Aber Du brauchst auch zusätzlich wirklich mal Freiräume für Dich - wann hast Du wirklich mal Zeit, nur für Dich selbst - um der Seele mal Zeit zu geben um aufzutanken?

Du musst mehr an Dich selbst denken - Du musst Dich erst mal selbst wirklich wieder mögen und lieb haben - darfst Dich nicht mit Selbstvorwürfen und Selbstzweifeln derartig quälen - ich glaube, dann hast Du auch wieder mehr die Kraft Dein Kind in den Arm zu nehmen.

Es stimmt - wer sich selbst nicht liebt - hat kaum die Kraft anderen Liebe weiter zu geben.

Stell Dich mal vor den Spiegel - diese Übung musste ich von meinem früheren Therapeuten mal machen - (ich kam mir auch blöd vor;-) ) Aber stell Dich mal davor und sag Dir immer wieder "Nicole - ich mag Dich - ich mag Dich genau so, wie Du bist - Nicole, Du bist total in Ordnung"
Das klingt total blöd - man muss das auch öfter machen. Vielleicht bringt es Dir ja bisschen was.

LG Rita



von Miss Piggy - am 31.01.2007 21:50
Hallo miteinander,

irgendwie beruhigt es mich, dass ihr alle ähnlich empfindet wie ich.

Manchmal würde ich am liebsten meinen Junior auf dem orientalischen Bazar verschenken. Er hat so Phasen wo er nur fordert und will und nicht tut und macht. Vor allem keine Dankbarkeit zeigt. Das macht mich rasend.

Dann bin ich wieder dankbar, dass bei meiner Tochter alles so gut klappt (bis aufs Normale).

Doch ich glaube wenn Junior kein ADS-Kind wäre, sondern ein "normales" Kind, wäre ich auch eine Mutter geworden, die mit Fingern auf die "Schwierigen" zeigt. Deshalb ist es vielleicht auch so gekommen.

Mein Hauptaugenmerk ist es, dass das Verhältnis zwischen uns nicht zu schlecht wird. Das klappt aber nur, wenn ich der Schule nicht allzuviel Gewichtung schenke. Dementsprechend läuft es auch. Kein Üben, kein Ehrgeiz, nur so das nackte Überleben.

Die Zukunft lasse ich einfach auf mich zukommen. Mit ADS-Kindern kann man sowieso nichts planen. Da kommt eh alles anders als man denkt.

Jedenfalls bin ich heilfroh, dass es dieses Forum gibt, in dem man sich verstanden fühlt.

Vielen Dank Blümchen

von bluemchen - am 01.02.2007 09:19
Hallo Nicole,

es hört sich bei Dir ja echt nicht gut an, kann Dir leider nicht so gute Tipps geben.

Ich habe immer das Glück gehabt, wenn mein Sohn einen Ausraster hat ihn ganz feste zu drücken und ihn einfach festzuhalten in dieser Umarmung. Erst kämpft er sogar dagegen an, aber es ist genau das was er braucht. Es dauert auch dann nicht lange und er gibt nach, oft fragt er mich daraufhin dann auch warum ich ihn denn noch Umarmen kann, wenn er so böse auch zu mir ist und ich sage ihm immer wieder erneut, das ich ihn egal was er machen würde er immer einen riesen Platz im Herzen hat, selbst wenn ich selber mal auf ihn böse wäre, würde es kein Stück von seinem Platz nehmen.

Das gibt ihn Kraft und es tut ihm gut. Mir fällt es nur schwer nicht zu heulen, wenn ich merke wie er leidet.

Schicke Dir ein riesen Kraftpaket, brauche es zwar auch, aber ich teile gerne.

Liebe Grüße
Michaela

von Zicke70 - am 10.02.2007 20:40
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