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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Katzenbaer, d.besy

bin so sauer über Kipsy

Startbeitrag von d.besy am 12.02.2007 12:10

Hallo!

Bin zwar nur seltend hier unterwegs aber muß mir doch jetzt auch mal mein Herz ausschütten.

Also ich habe einen Sohn (9 J) der seit ca. einem Jahr ADHS diagnostiziert ist. Wir haben zwar auch so unsere Probleme aber die sind pillepub im Gegensatz zu dem, was ich mit meiner Tochter ( 5J) mitmache.

Bei Ihr muß ich immer erst gucken na welche Laune hat sie denn heute.
Sie ist prinzipiell immer erstmal DAGEGEN!!! egal was es ist.
Ihre Wutanfälle steigern sich ins unermessliche. Ihre Kinderzimmertür hat Löcher und Kitschen (weil sie davortritt oder gegenstände dagengen schlägt), Ihr Spielzeug fliegt bei solch einem Anfall durchs ganze Zimmer.
Sie schreit und tobt, beschimpft mich, tritt, boxt und beißt mich.
Und hat nach einem solchen Anfall einen totalen nerven Zusammenbruch.
Wenn ich in der Kita davon erzähle denken die ich rede von einem anderen Kind sie wäre super lieb und sie hätten überhaupt keine Probleme mit Ihr. (mein Sohn war in der gleichen Kita und denen ist nie etwas aufgefallen von seinem ADHS)
Ihr Vater hat es auch schon einmal abbekommen als er sie abholen wollte.
In der regel traut sie sich das bei Ihm nicht, da er so in etwa genauso reagiert wie sie. Aber da ich dabei war und sich die Situation bei uns draussen vor der Türe abspielte, konnte er nicht so wie er vielleicht wollte und somit hat meine tochter ein riesen Theater abgezogen. So das ihr Vater sie (schreiend und tretend) nur noch über die Schulter schmeißen und ins Auto verfrachten konnte.
Meine Mutter hat es auch schon ein bis zweimal selbst abbekommen und sonst ist sie eben Zeuge wie meine Tochter es an mir auslässt.

Auf jeden Fall hab ich mir gesagt so kann das nicht weiter gehen ich werd sie auch dem Kipsy vorstellen, denn irgendwas muß passieren. Das habe ich auch getan und nach einem 1/2 Jahr Wartezeit hatten wir dann, letzte Woche Donnerstag unseren Termin. Ich habe dem Arzt dann versucht alles so genau wie möglich zu erzählen. Woraufhin er auch alles soweit angenommen hat. Bis ich ihm erzählte das meiner Meinung nach meine Depressionen in der Schwangerschaft begonnen haben.
Danach hatte ich das Gefühl das er das er das Gepräch ganz schnell beenden wollte. Und er sagte mir das wir jetzt erstmal alle Tests mit ihr machen würden aber er wäre der Meinung das die kleine nichts hätte, sondern das es nur an meiner Beziehung zu Ihr liegen würde. Und das wir nach den Ergebnissen dann z.B. in eine Klinik gehen könnten wo wir beobachtet werden wie unser Umgang miteinander ist.

Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht!

Als Arzt müßte er doch wissen was so eine voreilige Diagnose anrichten kann.
Ganz zu schweigen konnte ich Ihm auf Grund seines Zeitmangels wichtige Informationen gar nicht geben. z.B. das meine Tochter mit 5J noch nicht nachts trocken ist oder das es auch andere betrifft und nicht nur ich ihre Wut zu spüren kriegen oder das ich Ihr soviel Aufmerksamkeit schenken kann wie ich will, sie bekommt nie genug und diese Eifersucht auf Ihren Bruder, meiner meinung nach unbegründet, denn er hätte mehr Grund dazu. Und wenn ich mein Umfeld frage die sehen das genauso wenn hier einer zu kurz kommt das wäre das eher mein Sohn.

Ich liebe meine Kinder über alles und möchte sie auch niemals missen, gerade meine Tochter war das Wunschkind, das ersehnte Töchterchen zu Ihrem Bruder dazu. Das ist so eine Gemeinheit mir so etwas zu sagen. Ich zweifle seit dem nur noch mehr an mir und bin noch unkonsequenter als vorher mit Ihr.

Ihr merkt bestimmt schon das ich hier das alles erzähle wozu ich bei meinem Kipsy gar nicht zu kam. Das musste jetzt einfach raus.
Ich lese hier immer soviele gute Tips oder Erfahrungen die Ihr gemacht habt, die mir schon so manches mal gut geholfen haben. Dieses mal wollte ich mir nur mein Herz ausschütten denn diese Geschichte nagt in mir.

Liebe Gruße Dani

Antworten:

Hallo Dani,

ich kann Dich soooo gut verstehen.

Habe eine 12jährige Tochter (ADS) und einen 7jährigen Sohn.

Tochter war nicht geplant, dann aber doch erwünscht.
Hatte schon von Anfang an Probleme mit ihr, hat nur
geschrieen, nicht geschlafen, trank nicht an der Brust,
Essprobleme....
Ich hatte postpartale Depressionen (damals fragte da noch
keiner danach), die Depressionen sind bis heute geblieben.

Die Geschichte wäre zu lange zum Schreiben.

Meine Kipsy sagte nach 1 1/2 Jahren zu mir: "Wenn Sie
das Kind richtig lieben könnten käme alles in Ordnung."
Diesen Satz habe ich heute noch im Ohr, es ist jetzt
6 Jahre her...

Meine Tochter ist total unauffällig, egal wo und bei wem sie
ist - aber zuhause, die Hölle auf Erden!!

Niemand kann mir wirklich glauben, fühle mich auch total
schlecht und unfähig.
Einen Tip kann ich Dir leider auch nicht geben, wäre
selbst froh über "echte" Hilfe.

Viele liebe Grüsse

Sabine

von Katzenbaer - am 13.02.2007 19:58
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