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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Flocke81, Annette B., HanneM

Dringend Hilfe gesucht

Startbeitrag von Flocke81 am 13.02.2007 16:31

Hallo Leute.

Ich weiß nicht mehr weiter.Meine Tochter wird jetzt 4 Jahre und es ist schön das ich sie habe.
wenn da nicht die ständigen wut anfälle von ihr wären.

Mein kinderarzt meint wir sollten noch etwas warten um die tests für ADHS zu machen.
ich kann aber nicht mehr.

Sie ist schon seit der geburt sehr anstrengend.sie war ein schrei Baby ohne das sie etwas hatte.
Bis jetzt ist nichts verändert.

Sie nimmt mich nicht wahr wenn ich etwas sage.Sie kann nicht zuhören.Wenn etwas nicht ist wie immer bringt sie das ganz aus der fassung.sie schreit, brüllt,tritt, und ist nicht mehr wirklich bei sich.
Hinterher wenn ich sie frage was denn überhaupt war kann sie es mir nicht sagen.
Sie kann nicht still sitzen.Das rum zappeln fängt beim aufstehen an und endet beim schlafen.

es ist unmöglich mit ihr etwas zu machen.Sie ist so unglaublich anstrengend.sie reagiert auf fast nichts.Verbote "Sind mir doch egal" das sind ihre worte.

Sie kann sehr lieb auch sein.Hin und wieder.

Meistens Ist sie anstengen.

Ich fühle mich so matt kaputt und restlos erschöpft.Ich stehe mit diesen sorgen alleine da.

Was hat sie. Ist es ADHS.
LG Flocke

Antworten:

Hallo Flocke,

ich würde dir gerne behilflich sein, kann es aber nicht, da ich diese Sachen von unserem Sohn nicht kenne.

Ob es ADHS ist, kann man erst nach den Tests sagen.

Unser Sohn ist erst mit 12 Jahren diagnostisiert worden.

Habe noch ein wenig Geduld, es werden sich noch einige melden, die die gleichen Probleme haben.

Viel Kraft und alles Liebe

Hannelore



von HanneM - am 14.02.2007 09:29
Hallo Flocke,

was du von deiner Tochter schreibst, kenne ich nur zu gut von meinem Sohn.
Schlafen? Gab es nicht.
Nur schreien, schreien, schreien....kein Kinderwagen half, kein Tragen half, kein Beschäftigen.....nichts.

Sich selbst beschäftigen konnte mein Sohn die ersten 6 Lebensjahre überhaupt nicht, dann ging es phasenweise mal etwas besser. Er wollte alles wissen und alles erkunden. Er lief immer weg; war nur in Bewegung.

Sobald das Kind laufen konnte - und das war sehr früh - gab es am Tag bis zu 20 Tobsuchtsanfälle. Und die konnten dann teilweise sehr lange anhalten. Eigentlich half da gar nichts. Er kam aus seinem Toben gar nicht mehr raus.

Aber ich habe mir dann Strategien erarbeitet. Ich habe meinen Sohn genau beobachtet. Welche Situation brachte ihn denn zum Austicken? Dann versuchte ich - so gut das eben ging - solche Situationen zu vermeiden.
Er hasst(e) Veränderungen. Kommt etwas unvorbereitet auf ihn zu, dann tict er aus. Also muss man ihn vorbereiten.
So versuchte ich mich Schritt für Schritt heranzutasten, um unser gemeinsames Leben wieder etwas angenehmer zu gestalten.
War leider nicht auf alles übertragbar, Konflikte gab es deswegen noch mehr als genug. Sinnvoll und hilfreich wäre es gewesen, wenn die Erzieherinnen im Kiga ebenso reagiert hätten - da hätten sie sich selbst viel Ärger ersparen können...

Natürlich hiess das bei den Kinderärzten (ich war bei 3 KÄ) auch immer nur "seien sie doch froh, dass sie solch ein lebhaftes und neugieries Kind haben".
Ja sicher, das war ich auch und bin es immer noch! Jedoch ist dieses Verhalten mit der Zeit für die Eltern nciht mehr tragbar; es zehrt unglaublich an den eigenen Kräften.
Deshalb kann ich sehr gut verstehen, dass du momentan verzweifelt bist und nicht mehr weiter weißt.

Wir bekamen die Diagnose sowie medikamentöse Therapie relativ spät - er war da schon 9 Jahre alt. Mit 7 Jahren hatte ich den ersten Diagnose-Versuch gestartet; es wurden auch alle erforderlichen Tests gemacht. Einmal sagte der Arzt, er hätte ADHS, das andere Mal schob er es auf die unmögliche Lehrerin, weil eben noch andere Kinder massive Probleme mit ihr gehabt hatten, dann hiess es er wäre aufgrund seines hohen IQs in der Schule unterfordert und würde deshalb so spinnen. So ging das dann hin und her. Als sich dann nach Lehrerwechsel auch nicht viel geändert hatte, mussten wir nochmal diese Tests machen lassen, bis der Arzt endlich zugab was los ist.

Solch ähnliche Beispiele wirst du hier viele finden. Oft ist es ein Marathonlauf, bis man zur richtigen Stelle kommt.
Da hilft eigentlich nur, nicht aufzugeben und immer wieder für dein Kind zu kämpfen. Nur du weißt am besten, ob irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte.

Außerdem war für mich während dieser unsicheren Zeit sehr hilfreich mich mit der Problematik eingehend zu beschäftigen. Ich las sehr viel über ADS, recherchierte nächtelang im Netz. Vielleicht kannst du Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe knüpfen; das war für mich persönlich keine Alternative, aber ich könnte mir vorstellen, dass man dort ganz viel Hilfe erhalten kann.

Dann ist es sehr wichtig, dass dein Kind einen geregelten Tagesablauf hat. Und sie sucht ihre Grenzen, die du konsequent einhalten musst. Arbeite mit Belohnerplänen, das hat bei uns auch längere Zeit gut funktioniert.

Und vielleicht kannst du dir mal einfach einen Nachmittag oder Abend für dich alleine freischaufeln. Kannst du die Kleine nicht mal an eine Freundin oder so abgeben? Tu etwas für dich.

Liebe Grüße
Annette

von Annette B. - am 14.02.2007 12:31
Ich bin echt foh das ich hier gelandet bin.

Es tut gut nicht alleine zu sein und sich auszutauschen.
Hab heute mit dem kinderarzt geredet und er überweißt uns in die Neurologische klinik nach Mainz.
Kennt die vielleicht jemand?

Ich denke der rest wird seinen lauf nehmen.
Man hat mir jetzt auch gesagt das ein Kindergarten mit geschlossenen Gruppen besser für sie ist.
Damit alles nach anweißung für sie läuft.
Aber schon wieder denn Kindergarten wechseln??

Ich habe etwas bamel davor.

Danke für die hilfe und den Austausch mit euch.

Tut gut nicht alleine zu sein.

Eure Flocke81

von Flocke81 - am 14.02.2007 14:57
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