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Informationen zum Thema:
Forum:
kite2fly.com forum
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
André S., gerry, Bernhard, erek

panik haken

Startbeitrag von erek am 27.06.2001 20:07

Hi, ich sehe eines der grössten Sicherheitsprobleme im nicht-mehr aushängen-können bei einer extremen Böe. So kann es eben vorkommen, dass Leute echt abheben und in der Gegend aufschlagen - im Extremfall ist das auf dem Land.
Ich hab von einer fixen Verbindung gehört, die man per Pnik-Tampen lösen kann. Sowas wäre in einer Extremsituation natürlich super.
Ich hab nun recherchiert, aber bei keinem Hersteller so ein Produkt gefunden. Möchte das aber notfalls selbst zusammenbauen. WER WEISS NÄHERES?
tschau erek

Antworten:

Ich habe bisher von 3 Selbstbau-Lösungen gehört:
1.) Karabiner aus dem Segler-Bedarf, der über eine Art Splint geöffnet werden kann
2.) Depowerloop wird mit einem Gurt verbunden, dieser ist an einem Ende an einem Plastikhaken, wie er an jedem modernen Trapetz vorkommt, befestigt
3.) eine umgebaute Kletter-Seilbremse (Bernhard, wir freuen uns auf deine Bilder!)

Werde mich um Details zu dem Thema bemühen, es ist meiner Meinung eines der wichtigsten derzeit!
cu gerry

von gerry - am 29.06.2001 13:31

Re: panik haken / Quetschverbinder

Hi!

Ein Foto habe ich leider nicht, aber ich beschreibe es mal genauer. Kaufen kann man es nicht (mehr), da es an einem Buggytrapez angebaut war, daß es schon länger nicht mehr gibt. Das Trapez hat den gleichen Bügel, der vor dem Bauch hergeht, wie jedes Trapez, allerdings ist kein Haken an ihm dran, an dem man sonst den Kite einhängt. Im Prinzip führt ein Gurt von diesem Bügel zu einem normalen Trapezgurtschloß (die Quetschteile, über die man normalerweise die Gurtlänge verstellt, indem man den Gurt durchführt und die Schnalle verschließt; ich meine NICHT die Clips!). Der Gurt ist an diesem Gurtquetscher angenäht. Das andere Ende des Gurtes führt um den Bügel herum und ist dort so vernäht, daß der Gurt fixiert ist. Das Ende des Gurtes, daß nun noch frei ist, wird durch den Trapeztampen des Drachens gezogen und in dem Gurtquetscher fixiert. Damit man sich nun in einer Paniksituation befreien kann, ist durch ein Loch an dem Quetschhebel des Schlosses eine Gurtschlaufe angebracht, die man nur ziehen muß, damit der Gurt vorne rausgezogen wird (auf Richtung des Quetschers beim Bau achten!!!) und den Trapeztamen frei gibt. Ich hoffe, daß es einigermaßen klar geworden ist, ansonsten muß ich doch mal ein Foto machen.

Für einige Sachen fielen mir keine besseren Namen ein, sorry!

Gruß André S.

von André S. - am 29.06.2001 16:41
Hi Gerry, da ist was durcheinandergekommen.
Die Kletter-Seilbremse sitzt am Depower-Tampen und ist nur für die Power/Depower Funktion (die Bilder schick ich Dir parallel). Funktioniert super einfach und ist auch gleich in der jeweiligen Position fixiert, d.h. Du sparst Dir den 2ten Trapez-Tampen.

Als Safety Release verwend ich den Sicherheitsschekel (glaub, so heißt das Ding) von den Seglern. Der Schekel ist fix an meinem Trapez-Bügel befestigt und geht über einen Karabiner zum Depower-Loop. Ganz wichtig, den Teil des Schekels, der sich öffnet, immer in ein Gegenstück aus Metall (Ring oder passender Karabiner) einhängen, dann gleitet das auch sofort raus, wenn man am Splint zieht.

Hängt man den Schekel direkt in den Depower-Loop, kann der durch die relativ weiche Oberfläche vom Haken des Schekels so stark eingedrückt werden, daß er beim Öffnen hängen bleibt (!). D.h. man muß bei bereits geöffnetem Schekel noch einmal zusätzlich am Loop ziehen, damit der sich löst. Wenns blöd hergeht, war das dann genau die halbe Sekunde, die man Zeit gehabt hätte, vor dem ungewollten Abheben.


Habe in anderen Foren gelesen, daß die Sicherheitsschekel angeblich durch Sand blockiert werden können. Kann ich mir schwer vorstellen und funktionierte bisher bei mir auch immer einwandfrei, auch noch nach 2 Wochen Sand.

Falls wer Negatives damit erlebt hat, lasst es uns unbedingt wissen!

gerry schrieb:
>
> Ich habe bisher von 3 Selbstbau-Lösungen gehört:
> 1.) Karabiner aus dem Segler-Bedarf, der über eine Art Splint
> geöffnet werden kann
> 2.) Depowerloop wird mit einem Gurt verbunden, dieser ist an
> einem Ende an einem Plastikhaken, wie er an jedem modernen
> Trapetz vorkommt, befestigt
> 3.) eine umgebaute Kletter-Seilbremse (Bernhard, wir freuen uns
> auf deine Bilder!)
>

von Bernhard - am 01.07.2001 20:34

Re: meine Konstruktion

ich bin ja schon seit meinem ersten Erlebnis, dem Ding da oben in manchen Situationen ziemlich ausgeliefert zu sein, auf der Suche nach einer guten und vor allem einfachen Lösung, die mir eine schnelle Trennung von der Bar ermöglicht.
Nach langer Suche und einigen Bastel und Näharbeiten hab ich nun eine Konstruktion beinander, die nur noch getestet werden muß. Ich hab nicht ganz verstanden, wie der Quetschverbinder von André S im Detail aussieht, aber das Ding könnte meinem ähnlich sein.
Testbericht folgt in Kürze!


von gerry - am 02.07.2001 11:12

Re: meine Konstruktion

Hi Gerry!

Bingo, genauso soll es aussehen. Kleiner Tip noch. Näh an der Stelle, wo der Gurt den Trapeztampen festhält noch eine Lage Gurt auf den Gurt, damit er sich nicht durch Verdrehen selber abdreht und reißt. Auch die Stelle, wo der Gurt um den Trapezbügel geht, ist eine Stelle, wo der Gurt durch Verdrehen langsam von den Seiten her reißen kann. Beobachte es mal, ich habe dann einfach, wie schon gesagt, noch eine Lage Gurt drüber genäht und den Quetschverbinder satt mit Gurt mit zwei Tampen am Trapez befestigt. Ich benutze es allerdings auch zum Buggyfahren, wo doch noch andere Kräfte in Bezug auf Verdrehen auftreten. Viel Erfolg.

Gruß André S.

von André S. - am 02.07.2001 12:02
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