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kite2fly.com forum
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Paul - Mr. Stack, michel, erek

kitesurf magazin und verbot am neusiedler

Startbeitrag von erek am 24.08.2001 14:45

die aktuelle ausgabe hab ich in nichtmal 30min. "durchstudiert". Wenn das alles ist, was es zu diesem geilen Sport mitten in der Hochsaison zu sagen gibt, na dann gute Nacht Kiten!
Und die Meldung, dass über ein generelles Verbot abgest. wird, motiviert mich auch nicht so brutal.
Wenigstens ist kein Wind am Wochenende!

in selbstmitleid versink...
erek

Antworten:

copy/paste meines Beitrags im Kitesurfing-kiel forum zum thema...

>Am kommenden Wochenende wird eine Sitzung ÖSV- Burgenland angeblich im UYC Podersdorf sttfinden.
>Ein Tagesordnungspunkt soll angeblich ein Kiteverbot für den gesamten Neusiedlersee sein. Anlass ist ein Vorfall "Kite gegen einen Trimaran", wurde auch in der letzten Ausgabe der Yacht Revue erwähnt.
>Wer weis etwas über den Vorfall ??
>Wer kennt Personen in den Yachtklubs um entsprechendes Lobbing zu betreiben.??
>Wie man sieht, ist die Diskussion um ein mögliches Kite-Verbot noch immer aktuell.
>An Alle: Vermeidet Zwischenfälle, lieber zurückstecken !!!

Ich habe mit Michael von der ksa (österr. kitesurfclub) telefoniert und folgende infos erhalten:

Angeblich ist der trimaran (oder cat) umgestürzt (wahrscheinlich beim versuch auszuweichen) habe leider keine genaueren infos, im prinzip ist das aber ziemlich einfach denn es gelten auch hier die seerechtlichen vorfahrtsregeln und bestimmungen und daher sehe ich keinen großen unterschied zu einer kollision zwischen zwei schiffen /surfern etc. wird halt medial zzt ausgeschlachtet - die analogie zu skifahrern und snowboardern anfang der 90er drängt sich auf - ist heute auch kein problem mehr)

Es gab diese woche einen 6stündigen lokalaugenschein am Südsüdstrand in podersodrf mit Vertretern von Land, Gemeinden einem (See?-)Rechtsexperten und Vertretern aller Seiten (Anrainer, Kiter, Kiteschule).

Wichtigste Info's:

- Der See ist ein öffentliches Gewässer und darf von segelbetrieben Wasserfahrzeugen ohne Restriktionen befahren werden (auch ein Kitesurfer ist ein solches)

- Die öffentlichen Seezugänge befinden sich bis auf wenige Ausnahmen in Besitz der jeweiligen Gemeinden und diese können den Zugang mit Kites zu den Badestränden (Gemeindegrund) verwehren, wobei es dazu zur Zeit offensichtlich keine rechtliche Handhabe gibt - ein Zugangsverbot ist daher unter Umständen anfechtbar. (Anmerkung: Kites auf überfüllten Badestränden an Hochsommerwochenenden zu starten halte ich aber prinzipiell für eine sehr dumme und gefährliche idee, denn der Wind ist auch für Kiteprifis nicht exakt berechenbar - daher wären gekennzeichnete Start und Landezonen wünschenswert))

- Es ist zur Zeit als nicht wahrscheinlich einzustufen das ein Bundesgesetz wegen vieleicht insgesamt 50 aktiven Kitern geändert wird (zB generelles Kiterverbot auf öffentlichen Wasserflächen)

- Es hat zur Zeit den Anschein das die Mehrheit der Segler/Surfer etc. keine Probleme mit uns Kitesurfern haben und wir auch nicht mit Ihnen - ganz im Gegenteil es herrscht meist bestes Einvernehmen. Einige wenige Personen machen Stimmung gegen das Kitesurfen, wobei es sich teilweise um Menschen mit der Freude am Streit und keinen sachlich nachvollziehbaren Beweggründen handeln dürfte. Ebenso gibt es einige Kitesurfer die wenig verantwortungsbewusst handeln (eine verschwindende Minderheit von ein paar Personen die wir aber gottseidank meist im Griff haben)

Anmerkung in eigener Sache:

Die extrem hohe Zahl von Anfängern bedeutet auch ein erhöhtes Risiko von Unfällen (Analog Snowboarden anfang / mitte 90er Jahre). um dieses Risiko zu minimieren plane ich gemeinsam mit ksa und möglichst allen guten Kitesurfern am See Massnahmen zur Information der Anfänger zu setzen (vor allem bei den österr. Meisterschaften Ende Sept.) bitte um eure Mitarbeit.

Das gute am Kitesport ist hier die Konzentration auf einen Spot und die vergleichsweise extrem geringe Zahl der aktiven (ungleich zahl der kitebesitzer !) (bestenfalls 100 in Österreich), daher fällt die Information leichter...

Ideen sind zB einmal pro Monat kostenloser Infotag über Sicherheit, Vorfahrtsregeln, richtiges Starten und Landen etc.

Eine weitere Idee von Michael (ksa) ist es die launch-spots am See wie in deutschland an manchen Spots in Schwierigkeitsstufen einzuteilen (1-5) und nur Personen mit entsprechenden Skills dürfen dann zB in extrem schwierigen Spots wie Weiden starten - Befähigungsnachweis über einen entsprechenden Kiteschein, wobei zur Prüfung keinerlei Schulung vorgeschrieben ist, und der Schein möglichst kostengünstig sein sollte (Selbstkosten, wenige 100 ATS)

Eine Idee die mir prinzipiell sehr gut gefällt, aber halt die üblichen Probleme aufwirft (nicht jeder der einen führerschein hat ist auch ein guter Autofahrer) und keinesfalls in Geschäftemacherei ausarten darf - hier wird noch einiges an Arbeit notwendig sein.

Prinzipiell gillt: Bitte Vorsicht und Toleranz gegenüber anderen Wasserbenutzern (vor allem Schwimmern)

Mit Mitte/Ende September wenn die Temperaturen zu kalt zum schwimmen und sonnenbaden sind wird sich die Lage ohnehin wieder von selbst entspannen da dann auch die "Schönwetter-" und "Urlaubs-" Segler, kiter, surfer (nicht bös gemeint) den See nicht mehr in so hoher Zahl frequentieren werden.

LG

Paul
Progressive Sports Network


von Paul - Mr. Stack - am 24.08.2001 15:07
Meine ungefragte meinung:
Auch wenn das kiten durch bundesgesetz geschützt ist, kann podersdorf (die Gemeinde) alle strände für´s kiten schliessen. Und auch ohne rechtliche grundlage wird es für uns sehr schwer werden, das jedesmal ausdiskutieren zu müssen mit leuten, die sich dann wichtig machen.
Ich hatte bislang keine Probleme mit anderen (seglern/Surfern), aber wenn ich mir von der seemitte aus das treiben am Süd/süd (ca. 30-40 Kites in der luft) anschaue, ist die lage des kitebeach für den Yachtclub podersdorf ein Ärgernis par excellence! Ständig treiben die Kiteschüler leewärts (no na!) und blockieren dabei den Zugang zum Yachthafen. Als Dickschiffbesitzer würde es mir den angstschweiss auf die stirn zaubern, sich da durchquälen zu müssen (die können ja nicht anhalten, wenn plötzlich ein kite droppt und im wasser liegt!).
Die Gemeinde hat uns mit dieser Location einen Bärendienst erwiesen, besser wäre für uns natürlich die weiter nördlich gelegene Bucht (ist aber Campingplatz, und daher indiskutabel). Bleibt zu hoffen, dass Podersdorf weiterhin bemüht ist, trendig zu sein, und sich deswegen um´s Kitesurfen bemüht - vielleicht sollte man ihnen die Analogie zum Snowboarden verstärkt vor Augen führen, wurde ja vom belächelten Aussenseitersport zum allg. Boom (auch wenn´s kiten nie solche ausmaße annehmen wird, da "definitively the wrong sport...."

P.S.: was meinst du nebenbei mit "..Zahl der aktiven (ungleich zahl der kitebesitzer !) ".
Sind aktive Kiter gleich Wettkampfteilnehmer oder glaubst du, dass sich leute einen kite kaufen, und dann zuhause rumliegen lassen -< habe ich nicht verstanden :(

BG
michel

von michel - am 26.08.2001 09:07
Hallo Michael

Kiten hat mit Wettkampf nix zu tun, für mich ist jeder ein guter Kiter der dabei seinen Spass hat, unabhängig ob er jetzt Handlepasses macht oder einfach nur gemütlich mit einem breiten Grinser durch die Gegend drachensurft.

Hast mich glaub ich eh richtig verstanden, es gibt anscheinend sehr viele Leute die Ihre Kites ungenutzt zu Hause herumliegenlassen (so wie Ihre Snowboards, die scheibengebremsten Fully- Mountainbikes usw.) - wo ist die gesamte vorjährige Kiteproduktion ? wohin verschwinden 2/3 der (angeblich!) verkauften kites? werden die nur im Urlaub benutzt oder als Strandzelt ?.

Die paar Leute die wirklich fahren sind meist seit vorigem Jahr die gleichen und jedes monat kommen soweit ich das überblicke 1-2 neue Menschen dazu denen die Sache wirklich Spass zu machen scheint.

Auch hier ist die Analogie zum Snowboardfahren unübersehbar, nur das die meisten pistensitzer schön langsam auf carvingski umschwenken - ist halt anscheinend das gleiche mit jeder "modesportart" - pioniertum - boom - normalität - nur das es beim kiten anscheinend schneller geht (1-2 jahre von pionier auf boom ist schon ziemlich rasch...).

Ich meine das nicht generell abwertend gegenüber anfängern, sondern es ist halt nur so das wir einfach irgenwie sicherstellen müssen das uns nicht ein paar coole adabeis die sich alle paar wochen ein neues hobby suchen unseren sport bzw. den spot durch unverantwortliches Handeln kaputtmachen.

....Wäre ich ein Pessimist, könnte ich mir vorstellen das der Südsüdstrand mit seinen limitierungen nicht ganz unabsichtlich als Kiterhabitat gewählt wurde....aber da ich keiner bin gehe ich davon aus das es für die Gemeinde aus damaliger sicht die einzige Möglichkeit war Schwimmer und Kitesurfer räumlich ausreichend zu trennen...
Progressive Sports Network


von Paul - Mr. Stack - am 27.08.2001 15:15
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