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kite2fly.com forum
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11
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Paul, Paul - Mr. Stack, Sonicsurfer, gerry, alex 1, murdoc, piet, tom

Matten und Welle???

Startbeitrag von tom am 27.08.2001 16:51

So wie ich es mit meinem Anfängerwissen sehe, sollte man ab einer wellenhöhe von 0,5m auf Matten ehr verzichten, zumindest solange man sie noch fallen lässt, denn auch so ein Minibrecher kann einem da schon den Tag verderben. Wie seht ihr das, open ocean riders?
cheers tom

Antworten:

Aloha!

Waer generell mal interessant, Erfahrungsberichte (vielleicht von unseren norddeutschen Freunden) zu lesen, was so passiert bzw. passieren kann, wenn ein groeberer Klopfer den Kite ordentlich durchwaescht (Tube & Matte)

Aus Erfahrung vom Windsurfen & Wellenreiten weiss ich, dass man schon in einer 3m Welle einer ziemlichen Gewalt ausgesetzt ist... (Mastbruch, Brettbruch usw...)

Dabei waren das alles "Heavy Duty" Teile...
Ein Kite duerfte bei so einem Waschgang ziemlich alt ausschauen.....

Mahalo

Norbert

von Sonicsurfer - am 28.08.2001 08:45
also ich fliege arc
und bei wellen bis einen meter hatte ich keine probleme.
doch bie arc stürzt dir auch nicht ba.
ansonsten fliegt der flexifoil teamrider
in capo verde damit (Blade) die tubes (Wellen) ab.
auf jeden fall bist du mit einer gewasserten matte (Wenn Flysurfer,
Advance, Arc) besser dran da man sie in einer halben minute wieder in
der luftz hat.

piet

von piet - am 28.08.2001 17:15
Bei der Blade isses wurscht... Die darf man onehin nicht droppen, da open cell ;)
Mich würde interessieren, ob jemand schon mal die Erfahrung gemacht hat, was da so abgeht, wenn eine größere Welle über den Kite (egal ob Tube oder Foil) schwappt....

Greets

Norbert

von Sonicsurfer - am 28.08.2001 18:17
kommt immer auf die wellensituation an.
auf fehmarn z.B. sind die möchtegern-wellchen kein problem für den kite (flysufer, tube), wenn er gut angepowert ist.
was aber in deutschland bei welle immer der fall sein sollte, bei flaute regt sich ja nix.
ich glaube, die echten probleme kommen in südlicheren regionen, wo man mannshohe brecher hat, die richtig von oben auf die tüte hauen. da sehe ich mir aber auch das hauptproblem darin, den tube nach dem kippen vorsichtig zum windfensterrand zu schicken, wenn diese strammen kameraden permanent dageganprügeln.

von murdoc - am 28.08.2001 19:26
hola Amigo

Zum fahren in der Brandungswelle gibt es mit keiner Matte ein Problem.
Das problem ist wenn du in großen Dünungswellen fährst und den kite fast im Zenit hast (uberpowert oder crash), dann bewirkt der wellenberg unter umständen ein luffen der Matte.

Ich hatte diesen effekt mit der ansonsten extrem luffsicher fliegenden Waterfoil 3.6 heuer im Frühjahr so ca. ab einer Wellenhöhe von 2m.

Arcs fliegen problemslos, da luffsicher, Flysurfer und windtools stamos dürften in etwa im Bereich der Waterfoil reagieren, auch ARX und ähnliche high performance Inflatables die zum luffen neigen werden wahrscheinlich ähnliche Probleme haben - wer hat erfahrung damit ?

Also bei großen dünungswellen die matte möglichst nicht im Zenit fliegen, wird zum echten problem wenn du nach einem Sprung crashst und im Blauwasser dein Board anlegen musst dann lufft bei ausreichender dünung (ca > 1,5m - 2m) auch noch die matte - blöde situation ....

Paul

von Paul - am 28.08.2001 19:34
In wirklich großen wellen zerreisst es alles.

Der trick ist den druck aus dem kite zu nehmen, wenn der kite von der welle getroffen wird sollten die leinen daher nicht gespannt sein.
Allerdings muss man schauen dass man sich ja nicht in den kitelines verfängt wenn die welle in den kite fährt.

Du solltest versuchen eine welle hinter dem kite mit der bar reinzusürfen, oder die bar loslassen und hoffen das sich keine leine in einem unterwasserfelsen verfängt.

Prinzipiell bist du schwer im Arsch (pardon für das wording ,-) wenn ein nettes pazifikset in den Kite fährt. Habe das vor 1 monat am Wadell Creek (Nordkalifornien) bei einem inflatable gesehen - es hat sofort alle leinen agbrissen und den kite mit zerissener Maintube rausgespült - hier hat auch ein quickrelease an der safety durchaus seinen sinn

Wer in solchen bedingungen rausgeht darf einfach den kite nicht droppen bzw. man muss halt auf sicherheit fahren, denn wenn dich der kite nicht mehr zieht hast du gegen wellen und die bei dieser wellenhöhe tlw. extremen strömungen kaum eine chance da sich moderne kiteboards kaum zum wellenreitermäßigen paddeln eigenen - vernünftiges schwimmen kannst bei diesen bedingungen ziemlich vergessen - auftriebsweste ist im notfall lebensrettend, und mit den wellen bodysurfernd so schnell wie möglich rein....

In großen wellen kiten ist dennoch ultrageil, du kannst in einer stunde so viele wellen abreiten wie mit dem surfbrett in mehreren wochen....

Also üben, auf sicherheit fahren und den kite ja nicht droppen (egal ob matte oder sled)

Paul

von Paul - am 28.08.2001 19:49

never drop your kite!

war in 4 wochen in marokko; in 2,5 bis 3 m laufender welle ist ein drop das ticket zum schwimmen und um smaterial bangen..

habs getestet; und vergiss alle matten; wenn auf die eine 3m welle bricht isses aus...

werd meine arc nie in so einer brandung benutzen

lieber den wipika..

mag sein das ostsee und nordsee wellen nix ausmachen

aber die gewalt des atlantik swells- never think of dropping your kite there..

mfg alex

von alex 1 - am 29.08.2001 12:12

Re: never drop your kite!

Hatte zwar leider noch nicht das Vergügen mit rollenden Schwimmbädern als Kiter, wohl aber als Windsurfer.
Als solcher weiss ich auch, dass gemeinhin die Fähigkeit, Wellenhöhen korrekt einzuschätzen in der Regel relativ schlecht ausgebildet ist. Das mag an der enormen Kraft, die schon ein 1m hoher Beachbraek haben kann, liegen, vielleicht auch an der Gelegenheit, Eindruck zu schinden.
In Australien habe ich windsurfenderweise gelernt, mich in 3m Wellen zu bewegen, und das ist schon eine Menge Wasser. An einem einzigen Tag war ich bei 5m draussen (ja, das ist deutlich höher als ein WS-Mast), und ich kann mir beim besten Willen (noch) nicht vorstellen, wie man das mit einem Kite handeln könnte, denn:
Alleine schon die Windverwirbelungen zwischen diesen Monstern stellen dich als Kiter vor ernsthaft grosse Aufgaben
und
deshalb kann ein drop passieren, der abseits des Problemes namens Relaunch auch noch die Gefahr birgt, dass man selbst oder auch andere (z.B. Windsurfer!)irgendwie in die Leinen kommt und der nächste Brecher dann mächtig anreisst.

Und noch was: wie soll ich eine Welle mit einem Kite als Antrieb so richtig abreiten? Ich weiss schon, dass das einige Jungs bereits tun, es bleibt mir aber ein Rätsel, wie.
Interessantes Thema, anyway.
cu gerry

von gerry - am 29.08.2001 14:42

Re: never drop your kite!

Hey Gerry

Zu dem Thema kann ich aus eigener Erfahrung einiges beitragen:

1. Wellenhöhe lässt sich beim kiten im Vergleich zum Wellenreiten ganz gut abschätzen - beim windsurfen kann ich net mitreden.

2. Das wichtigste beim Wellenreiten mit dem Kite ist sideshore wind oder sidesideonshore, ganz leicht sideoff geht auch (aber das risiko im fall des falles ein echtes problem zu kriegen ist damit natürlich umso höher)

Außerdem solltest du extrem gut gepowrt bis leicht überpowert sein, je weniger gewicht du aufs brett bringst desto bester.

Je kleiner das board desto besser 135 wakboard oder so - denn wenns dich reinsteckt hast du ein kleines board viel schneller gedreht und bist wieder in fahrposition bevor das nächste set einfährt

von draußen kommend, bei sideshore oder sideon musst du nichts anderes tun als vor einer welle (bevor sie bricht) in ein set reinzustechen und sobald die welle bricht stellst du den kite fast in den Zenit (falls es eine arc ist ) oder auf die seite vom windfenster (alles andere), je nach turbulenzen höher oder tiefer. Je gutmütiger der kite auf überfliegen reagiert desto besser (also wieder arc oder 4-leiner mit niedrider AR)

Dann surfst du die welle wie mit einem Wellenreiter allerdings immer in richtung downwind ab cutbacks etc alles ist möglich.

Knapp vor dem Strand holst du dir den kite in die powerzone und beschleunigst aus der welle, sobald du ca. 10m abstand zur welle hast und die welle beginnt zusammenzufallen ziehst du einen Downwind carve durchs jetzt wahrscheinlich nur mehr wenige zentimeter tiefe weisswasser und fährts mit vollspeed auf die dir jetzt entgegenkommende zusammenbrchende welle zu, den kite notfalls kurz leicht zurücklenken und das weiswasser der welle schießt dich in die umlaufbahn.

Selbst wenn die welle direkt vor dir bricht reicht es mit sattem zug vom kite in etwa 45 grad position direkt auf die welle zuzufahren, knapp bevor du in die welle knallst Ollie, brett im rechten winkel zum wasser aufstellen (dasistkeinschreibfehler)und kite leicht diven lassen, die welle rollt dann unter dir durch während dich der kite in position hält - nur ja nicht einspitzeln, aber selbst dann ist dein speed und damit das moment hoch genug um dich durch die welle durchzuziehen.

Bei diesen bedingungen (sideon) sind hohl brechende wellen kaum anzutreffen, bei offshore bei hohen wellen mit dem kite rauszugehen halte ich ohne persönliches Rettungsboot für zu gefährlich, daher noch nie probiert

Wichtig ist vieleicht noch der start:

Am besten wakeboard, da das risiko das board bei einem crash zu verlieren und vor allem davon getroffen bzw. das eigene brett in die leinen zu wickeln am geringsten ist.

strap in am Strand in der Wasserlinie (2-5cm wasser), kite leicht anpowern und in richtung Wasser sliden.

mehr als 5 cm wasser brauchts nicht um überpowert berührungsfrei zu gleiten

sobald wasser 10cm tief vollgas - leicht downwind mit max speed auf die wellen zu und kanpp vor der welle ein kurzer ollie reicht aus um drüberzukommen (überpowert ! )

Hohelaufen sobald du aus dem shorebreak draußen bist, notfalls als kontrolle immer wieder zum strand schaun, da durch schräg laufende wellen und das dauernde auf und ab relativ leicht die orientierung zum höhelaufen verloren geht (zumindest bei mir - ich komm ja nicht so oft in den genuss guten wellen).

LG

Paul
Progressive Sports Network


von Paul - Mr. Stack - am 29.08.2001 15:36

Re: never drop your kite!

Wer bitte droppt eine Arc ohne technischen defekt ?
Also ich würde da NUR eine Arc nehmen !

Paul
Progressive Sports Network


von Paul - Mr. Stack - am 29.08.2001 15:37
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