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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 1 Monat
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Thomas

Interview mit dem neuen Trainer vom WTV 2

Startbeitrag von Thomas am 21.11.2002 08:39

Interview der Woche: Udo Paukert ist neuer Trainer beim WTV II

Udo Paukert und der Wermelskirchener TV II - vielleicht ein neues Traumpaar im Handball? In der Saison 2000/2001 war er mit dem ATV Hückeswagen in die Verbandsliga aufgestiegen - und hatte seinen Job nicht behalten dürfen. Jetzt ist der Trainer wieder da: diesmal beim WTV, dessen blutjunge Reserve in der Landesliga arg in Nöten ist. Im Interview sprach Udo Paukert mit RGA-Mitarbeiterin Nicole Lange über seine Pläne.


Herr Paukert, ärgern Sie sich manchmal noch über das Ende ihres Engagements beim ATV?

Paukert: Der Ärger ist verflogen. Die Entscheidung ist damals bei so vielen Leuten auf Unverständnis gestoßen - die habe ich ja nicht getroffen. Ich hatte mir sportlich und menschlich da nichts vorzuwerfen. Ich freue mich aber, dass es auch in der Verbandsliga so erfolgreich mit der Mannschaft weitergeht, und habe auch zu einigen Spielern noch guten Kontakt.

Und auch Wermelskirchen ist Ihnen nicht neu - den SV 09 haben Sie auch mal trainiert. Kommen Sie gern zurück?

Paukert: Das war ja damals eine ähnliche Situation, da habe ich ja auch mit einem "Kindergarten" den Klassenerhalt geschafft, und ein Jahr später fast den Aufstieg. Ich fühle mich wohl hier, und mit den Leuten verstehe ich mich gut. Ich kann immer gut nach Wermelskirchen kommen.


Die letzten zehn Monate haben Sie keine Mannschaft trainiert - wie war das?
Paukert: Ich habe eine ganze Weile gedacht, dass ich in Zukunft beruflich drei Tage die Woche in Offenbach verbringen müsse. Das wollte ich keiner Mannschaft zumuten - ich mache Sachen nur ganz oder gar nicht. An den Angeboten lag es nicht, ich hatte fünf ernst gemeinte Anfragen. Da ich jetzt weiß, dass ich nicht nach Offenbach muss, war klar, dass ich wieder eine Mannschaft übernehmen kann.

Und das ist der WTV II - Sie wurden sehr freundlich aufgenommen. . . .

Paukert: Ich habe ja mit einigen aus der Mannschaft vorher schon lange in der Auswahl gut zusammengearbeitet. Und auch jetzt ist die menschliche Seite top. Die Mannschaft hat sogar mitentschieden, dass ich als Trainer hierher komme.

Wie lautet das sportliche Ziel für die Saison?

Paukert: Das kann erst mal nur der Klassenerhalt sein. Alles andere wäre vermessen. Wir werden das Deckungsverhalten verbessern und einige andere Dinge - es gibt Sachen, die passieren eben einem 18-Jährigen, einem 22-Jährigen würden die nicht passieren. Es geht darum, dass sich die Jungs weiterentwickeln können.

War es Ihnen recht, dass Sie mit dem WTV eine sehr junge Mannschaft trainieren?

Paukert: Ich habe sogar viele Jahre lang bewusst keine Senioren trainiert, weil ich gesagt habe: So lange ich mich auf dem Spielfeld noch bewegen und etwas vorführen kann, kann ich mein Wissen an die jungen Leute weitergeben. Das macht mir viel Spaß. Und ich weiß, wie ich mit den Jungen reden muss - wenn man Probleme auch mit ihnen bespricht, dann klappt es. Ich kann auch autoritär sein, werde sicherlich hier irgendwann mal laut werden - aber nur, wenn es anders nicht läuft.

Sehen Sie sich auch langfristig weiter beim WTV?

Paukert: Man weiß nicht, was alles noch so passiert und was langfristig mit dem WTV ist. Da kann vieles dazwischen kommen. Wenn es so käme, wie ich es mir vorstellen kann - dann könnte ich sicher langfristig noch einige andere Gute hierher bringen, um irgendwann noch erfolgreicher zu sein. Ich habe jedenfalls mit den Verantwortlichen ausgemacht, dass wir rechtzeitig miteinander reden.

ZUR PERSON

Udo Paukert wurde am 23. September 1952 in Erfurt in Thüringen geboren. Er ist verheiratet mit Angelika und Vater von zwei Söhnen (Stefan und Martin). Er kam 1956 mit seinen Eltern in den Westen und lebte bis 1969 in der Nähe von Worms. Dort begann er als Sechsjähriger bei der TG Osthofen mit dem Handballspielen. Nach dem Umzug nach Solingen schloss er sich der TSG Solingen (früher KTG Solingen) an, der er bis heute als Mitglied treu geblieben ist. Die besondere Begeisterung des fünfmaligen Rheinhessen-Meisters liegt im Heranführen und Aufbauen junger Talente, weshalb er bereits im Alter von 17 Jahren seine Trainerkarriere begann. Seine erste Senioren-Trainerstation trat Paukert beim damals in der Bezirksliga spielenden SV 09 Wermelskirchen an, von Sommer 2000 an betreute er den ATV Hückeswagen, mit dem er in die Verbandsliga aufstieg.


Quelle: www.rga-online

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