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Informationen zum Thema:
Forum:
Gaby Guder
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Barbara, Gaby Guder, norbert, Norman, Roman, Lilo witter

Der Hintergrund

Startbeitrag von norbert am 05.11.2001 21:34

(Beitrag stammt von Subhash, Quelle ist angegeben, siehe unten.)

Wie kann ich diesen Hintergrund, auf dem sich alles abspielt, wahrnehmen? Wie kann ich das erleben?

Du bist dieser Hintergrund, daher kannst du ihn nicht so wahrnehmen, wie du beispielsweise die Person wahrnimmst, die du "Ich" nennst.

Wenn du sagst: "Ich bin Sonja." - Wer ist dieses Ich?
Wenn du sagst: "Da ist Sucht." - Wer nimmt das wahr?
Wenn du sagst: "Ich bin dem Wahnsinn nahe." - Wer ist "Ich bin"?

Was hast du für eine Antwort auf diese Fragen?

Ich meine, wir tun dauernd so, als wäre das zumindest klar: Wer ich bin.
Aber ist das wirklich so?

Wenn ich mein Körper bin, wer nimmt ihn dann wahr?
Wenn ich meine Gefühle bin, wer ist es, der sie fühlt?
Wenn ich meine Gedanken bin, wer ist es der sie bemerkt?

Wer bin ich ohne Gedanken, ohne Gefühle, ohne Körper?

Das "Verücktwerden" kommt von dem Versuch den Hintergrund, das wirkliche Ich (daher "Selbst" genannt), zu fassen, zu spüren, zu denken, zu kennen, so wie wir es mit allem machen. Dabei wird der Hintergrund aber zu einem Objekt gemacht, dem ein Subjekt (ein Hintergrund) gegenübersteht: Nämlich du selbst, die du ihn erkennen möchtest. Du drehst dich im Kreis. Du denkst dich in einen Wirbel.

Objekte können nicht die Suche/Sucht befriedigen, denn du suchst dich selbst, das Subjekt. Daher:


Alles was du finden kannst ist nicht was du suchst!

"Wer sucht?"
ist die Frage.


Die Antwort kannst du nicht kennen, aber du bist die Antwort - schon jetzt! Und alles Leiden kommt von Identifikation mit Objekten, die sich im Bewusstsein tummeln oder wenigstens zu tummeln scheinen. Immer wenn du dich für etwas hältst, das kommt und geht, hat das Leiden zur Folge.

Daher schau auf dich, die du alles siehst, was du siehst, alles spürst, was du spürst, alles weiß, was du weißt. Bleib bei dir auch im ganz normalen Allltag, wie gewöhnlich oder ungewöhnlich der auch immer ist.

Siehst du: Die Welt ist in dir, nicht du in der Welt!

Und dann:
Wo ist die Grenze zwischen Hinter- und Vordergrund? Zwischen Gott und Schöpfung? Zwischen Ich und Welt?


Alles ist 1.
Ohne ein 2.
Und Eins allein ist Keins.
Nichts und Alles ist das Selbe, Ich Selbst!
Nichts, das fehlt, alles ist.
Ich bin es, du bist es.
Ich... bin...
Hmmm...
Mmm...
Satsang Notizen

Antworten:

Salü Norbert,

wenn ich nicht in der Welt bin, sondern die Welt in mir, darf ich dann sagen: "Ich bin die Welt?" Liebe Grüsse Barbara

von Barbara - am 06.11.2001 06:21
Hallo Norman, hallo Barbara
Gott, der dem Moses im Dornbusch erschienen ist, sagte: ICH bin der Ich bin. Wenn ich also auch zu mir ICH sage, dann bin ich wohl Gott. Und dann bin ICH auch die Welt, liebe Barbara.
Nur das alles zu verinnerlichen oder wenigstens zu begreifen, dahin müssen wir noch kommen.
Grüße Lilo

von Lilo witter - am 06.11.2001 08:22
Liebe Barbara,

ich bin die Welt

ja,ein schönes Konzept, "ich bin die Welt", oder "die Welt erscheint in MIR".

*

"...Solche Freiheit wird sich ihnen offenbaren durch reine Beobachtung, durch die Beobachtung, ob es etwas Unsterbliches, Ewiges, jenseits von Zeit und Raum gibt...

(Krishnamurti aus "Leben ohne Illusion")

*

"Dem Menschen soll es nicht genug sein, einen gedachten Gott zu haben, denn wenn der Gedanke an ihn vergeht, dann vergeht auch der Gott."

(Meister Eckhart)

...Ein Gott, den ich glauben, fühlen, denken, erkennen oder sonst was könnte, wäre nur ein weiterer Gedanke. Ein weiteres Objekt meiner Wahrnehmung.
Ramana hat Papaji gesagt, er solle sich nicht um einen Gott kümmern, der kommt und geht, sondern um den, der ihn sieht, den, der immer da ist.

Mit anderen Worten:
Egal ob ein Glaube an Gott erscheint oder nicht: Ich Bin.

(Subhash)

*

...dieser eine Gedanke ist die erzeugte Illusion in DEM was DU bIST. Sozusagen eine Spiegelung. Das verrückte ist, das das Spiegelbild glaubt individualisiert zu sein. Und das ist das, was dann Trennung und Leiden verursacht.

Schau doch mal in den Spiegel, was ist in dem Moment "wirklich"? Du, der hineinsieht, oder die Projektion auf dem Spiegelglas?

Jetzt stell Dir vor, die Projektion beginnt an sich selbst zu glauben. Was geschieht in dem Moment? Sie trennt sich von DEM was sie eigentlich ist. Nämlich die Ursprüngliche " Wirklichkeit " ( Du ), die sie auf das Spiegelglas projezierte.
Analog gesehen funktioniert das genau so mit uns.
Du bist eine Illusion. Suche den Ursprung, wie gerade mit dem Spiegelbild beschrieben und alles Leiden ist beendet!

(Rama-San)

*
Die Suche nach dem Hier und Jetzt vertreibt das Hier und Jetzt. Die Suche ist genau aus einem Grund unmöglich zu erfüllen: Weil wir schon im Hier und Jetzt sind und nur im Hier und Jetzt sein können (wo sonst sollten wir denn sein?), und weil das die einzige faktische Wahrheit ist.

Auch Denken, Grübeln, Abirren und Streben oder Wünschen ist Handeln im Hier und Jetzt. Es ist alles noch viel einfacher, als man sich das überhaupt vorstellen kann.

(Lothar Reschke)
Satsang Notizen


von norbert - am 06.11.2001 10:03
Jeder Gedanke ist unabhängig von seinem Inhalt eine Illusion. Den bereits diese Worte hier sind schon wieder Illusionen. -und über Illusionen zu schreiben, heisst sich Illusionen über Illusionen zu machen. Dort wo die Wirklichkeit ist, da sollen sich keine Worte "aufhalten".

Damit erübrigt sich auch jedes Satsang, - schlussendlich? Oder?
Gruss Norman

von Norman - am 07.11.2001 21:44
Salü Norbert,

würdest Du diese Worte auch Deinem Kind sagen, wenn es nachts weinend vor Deinem Bett steht? Liebe Grüsse Barbara

von Barbara - am 07.11.2001 22:14
Sorry, ich meine natürlich nicht Norbert sondern Norman.:oBarbara

von Barbara - am 07.11.2001 22:18
Jeder Gedanke ist unabhängig von seinem Inhalt eine Illusion. Den bereits diese Worte hier sind schon wieder Illusionen. -und über Illusionen zu schreiben, heisst sich Illusionen über Illusionen zu machen.

ja.

Dort wo die Wirklichkeit ist, da sollen sich keine Worte "aufhalten".

Worte können die Wahrheit nicht beschreiben, ja.

Damit erübrigt sich auch jedes Satsang, - schlussendlich? Oder?

wenn du meinst, es erübrigt sich zum "Satsang" zu gehen, ja, da können wir einen drauf trinken!
Das Wort Satsang hat für mich eher die Bedeutung "Stille" oder "Wahrheit", DAS, ist unabhängig von einer Gruppe oder Religion, trotzdem zieht es mich manchmal in die Kirche (meist wenn sie leer ist) oder zu Menschen die über Themen reden oder schreiben,die mich interessieren, ich weiß nicht warum das so ist, ich messe dem keine Bedeutung zu.

lieben Gruss
Norbert

von norbert - am 07.11.2001 22:32
Salü Norbert,

mich zieht es auch oft in leere Kirchen und ich würde manchmal wirklich gerne wissen weshalb. Liebe Grüsse Barbara

von Barbara - am 07.11.2001 22:45
Liebe Barbara,

Meine Worte sind nicht für Dein weinendes Kind gedacht. Nehmen wir es doch in den Arm! und haben es ganz lieb!

Liebe Grüsse
Norman

von Norman - am 08.11.2001 19:05
ICH BIN...Ja, wer ist das? Gott natürlich...die Quelle, das ewige SEIN. ICH BIN. Gott nimmt sich durch den Menschen, das Tier, die Pflanze, bzw. alles was ist wahr. Er ist das ICH BIN im Menschen. Es gibt nur dieses ICH BIN. Also ist der Mensch GOTT. Es ist einfach so: Du als mensch hast FÜsse, Zehen, Hände, Finger, Haare. All das ist an Dir, aber Du bist Dir nicht bewusst, dass Deine Haare wachsen, aber sie wachsen. Die Haut erneuert sich, die Zellen erneuern sich, alles unbewusste Vorgänge und dennoch sind sie da. Ich würde sagen, der Fingernagel nimmt ganz allein für sich wahr, dass er wächst, auch wenn der Mensch im Moment nicht drauf achtet. Und trotzdem achtet er auf anderer Ebene darauf. Es ist halt keine Trennung da. Der Fingernagel ist nicht getrennt vom Menschen. Ich denke so nimmt Gott alles was ist wahr, durch Norman, durch Lilo, durch Barbara, durch Norbert, durch Pandabär oder Coucou und alle, die im Forum schrieben und alle die im Forum lesen und alle die das Forum nicht kennen oder uns alle nicht!, durch mich und durch meine Katzen, meinen Hund, die Rosen vor meinem Haus und alles ist ICH BIN.

ICH BIN!

Gaby
Gaby Guder


von Gaby Guder - am 16.11.2001 20:38
Salue Gaby,

wieso schreibst Du, Gott sei ein ER, wieso nicht eine SIE?:hot: Wie wäre es denn mit DAS Gott?

Übrigens, schön, dass Du wieder da bist:-) Barbara

von Barbara - am 18.11.2001 22:36
Hi Barbara,

Das war einfach eine Ausdrucksform, da wir ja immer wenn es männlich udn weiblich zusammen ist, die Mehrzahl als männlich nehmen(jedenfalls ist das in der spanischen Grammatik so)
Ich glaube an den Mutter/Vater Gott, ein Bewusstsein, dem wir alle entstammen, dem männlich und weiblich innewohnt.
Gaby

trotzdem schön wenn das HOT-Männlein tanzt: :hot:
Gaby Guder


von Gaby Guder - am 18.11.2001 23:11
Gut, ich glaube ebenfalls an ein Bewusstsein, dem das Männliche und das Weibliche innewohnt und wir beide sind bei weitem nicht die einzigen, die das so sehen, bloss scheinen seltsamerweise nur sehr wenige das Bedürfnis zu haben, diesem Glauben auch sprachlich gerecht zu werden.

Weisst Du Gaby, ich kann nicht verstehen, weshalb esoterisch begabte Menschen auf der einen Seite, die Begrenzungen der Schulwissenschaften so klar aufzeigen können und sich selbstbewusst darüber hinwegsetzen, sich auf der anderen Seite aber, von einer veränderbaren Grammatik in so grundlegenden Themen wie der Gottesfrage, dermassen begrenzen lassen, dass sie nicht mal mehr ihren Glauben beim Namen nennen. Worte sind nicht ohne Macht, wir wissen das und trotzdem scheint es nur wenige zu stören, dass wir auf Tausend und Zurück das "VATER UNSER" beten, nicht etwa das "MUTTER UND VATER UNSER" oder das "BEWUSSTSEIN UNSER" - "zu Umständlich!", heisst es. Feministische Frauen und Männer haben sich dafür eingesetzt, dass Frauen nicht mehr verbrannt werden, wenn ihr Ehemann stirbt, dass Frauen und Unterschichtsmänner an die Uni dürfen, dass es kein Greuel ist, wenn ein Mann einem anderen Mann beiwohnt, wie im alten Testament nachzulesen ist und vieles mehr. Hätten sich all diese Frauen und Männer mit ihren karmisch bedingten, schlechten Umständen zufrieden gegeben, könnte ich heute nicht Theologie studieren und Du dürftest keine Hompage unterhalten - wieso sind wir nicht bereit, auch sprachlich zu uns zu stehen? Ich rede also nicht von sprachlicher Willkür, sondern von einem selbstbewussten und kreativen Sprachgebrauch, immer mit dem Wissen darum, dass Sprache ohnehin ihre Grenzen hat und deshalb sehr anfällig ist für Missverständnisse aller Art. Langer Rede kurzer Sinn: Ich wünsche mir eine Esoterik, die Massstäbe setzt und sich von universitären Autoritäten überall dort absetzt, wo sie sich nicht mehr gerecht werden kann, auch sprachlich.

Aber ja, Gaby, das hot-Männlein mag ich auch. Hier, einen für Dich:hot: und einen für mich:hot:! umsorgend und willkommen heissend BArBArA

von Barbara - am 19.11.2001 10:37
Hi Barbara,

Da hast Du völlig recht. Aber ich bin nun auch mal ein Mensch, der genauso Glaubssätze aus der Kindheit in sich hat, die er aufarbeiten muss. Dinge die einfach "drinstecken" und die man dann mal vergisst. Schliesslich lerne auch ich und arbeite an mir. Du bist übrigens nicht die erste, die mich auf unseren Sprachgebrauch aufmerksam macht, der bei mir als Zwilling schon mal schnell schlampert gebraucht wird. Ja, und genau dadurch lerne ich ja auch. Es wird mir immer wieder vor Augen geführt. Einers Tages klappt das und ich achte auf den Sprachgebrauch. dann kommt siche reine neue Lernaufgabe.
Gaby
Gaby Guder


von Gaby Guder - am 19.11.2001 11:04
War ich jetzt allzu vorwurfsvoll, Gaby:o? Einfühlungsvermögen ist wohl meine Lernaufgabe! Barbara

von Barbara - am 19.11.2001 11:37
Nein!!!!!

Hab es nicht als Vorwurf empfunden...nur gemerkt dass Du Recht hast und cih was zu lernen...das ist völlig O.K.

Gaby
Gaby Guder


von Gaby Guder - am 19.11.2001 13:14
Es passt meiner Meinung nach gut hier zum Thema

von Richard Beauvais

Wir sind hier, weil es letzlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen - er wird allein sein.

Roman

von Roman - am 09.12.2001 11:25
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