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Gaby Guder
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Beteiligte Autoren:
Michael Heinen-Anders, Hermann Mayer, Domaris

"Die Passion Christi" - der Film und seine Quellen

Startbeitrag von Michael Heinen-Anders am 03.05.2005 06:50

"Nach Bekunden des Regisseurs Mel Gibson geht seine Darstellung der Leiden Christi im Film "Die Passion Christi" auf die von Clemens Brentano niedergeschriebenen Visionen der stigmatisierten Anna Katharina Emmerich (1774-1824) zurück, deren Seligsprechung im Jahr 2004 erfolgen soll. Das erschütterndste Ereignis der Weltgeschichte ist die Kreuzigung Christi auf Golgota. Es gibt in der christlichen Literatur keine Darstellung der Passionsgeschichte des Herrn, die so wirklichkeitsnah, echt bis in alle Details und dramatisch das Geschehen wiedergibt wie diese. Von allen Emmerichbüchern ist es das bekannteste. Anna Katharina schaute nicht nur Bilder wie von ferne, sondern sie war unter Führung ihres Schutzengels Augenzeugin im Heiligen Land, sie war mitten im Geschehen, sie hat oft aufgeschrieen und geweint. Es handelt sich also um einen Tatsachenbericht. Das bittere Leiden ist das einzige Werk, das Clemens Brentano selbst zusammengestellt hat. Über fünf Jahre lang saß er an ihrem Krankenbett und schrieb ihre Visionen auf."

Literatur dazu: Das bittere Leiden unseres Herrn Jesu Christi.
von Anna Katharina Emmerich

Gebundene Ausgabe EUR 21,80

Taschenbuch - 408 Seiten - Pattloch Verlag, München
Erscheinungsdatum: 1988
Auflage: 14. Aufl.

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Robert A. Powell

Chronik des lebendigen Christus
Grundstein eines kosmischen Christentums
553 Seiten, 40 Ktn, zahlr. Diagr., kartoniert.
EUR(D) 32,00/ EUR (A) 33,00 / CHF 55,60

ISBN 3-8251-7213-9

Revolutionäre Forschungsresultate über das Leben Jesu

Zum Buch

Dieses Buch, ein Produkt jahrelanger Forschungen und eine monumentale Pionierleistung; monumental auch hinsichtlich Umfang, Faktenkenntnis und Wirkung auf den Leser; , befasst sich mit zentralen Fragen und Mysterien des Christentums.
Darüber hinaus wird hier erstmalig eine historisch genaue und belegbare Bestimmung der Geburts- und Todesdaten der beiden Jesusknaben, Marias und Johannes des Täufers vorgelegt. Dadurch wird eine chronologische, von Tag zu Tag zu verfolgende Darstellung der Ereignisse der Evangelien möglich.
Die Forschungen Powells werden flankiert und erhärtet durch Aussagen zweier bedeutender christlicher »Gewährsleute«: Anna Katharina Emmerich (1774-1824) und Rudolf Steiner (1861-1925) sowie durch astronomische und astrologische Gesichtspunkte und Rhythmen. Es zeigt sich, dass insbesondere die Schauungen der Anna Katharina Emmerich von hoher Exaktheit sind, wenn gewisse, bisher übersehene Lücken in ihren Schilderungen richtig erkannt und entsprechend berücksichtigt werden. Dennoch: kein abstraktes, rein wissenschaftliches Werk, sondern eine fesselnde, gut lesbare Schilderung der der einzelnen Stationen des Christus-Lebens, überwiegend anhand kurzer Zusammenfassungen der Emmerichschen Schilderungen, die dem Leser ein meditatives, schrittweises Vergegenwärtigen der Ereignisse ermöglichen. Zahlreiche Karten unterstützen diesen Prozess.
Diese Arbeit möchte nicht irgendwelche sensationellen »Enthüllungen« propagieren, sondern den Leser zu einem Erleben der Dimension des »ätherischen Christus« führen.

Aus dem Inhalt


Über den Autor

Robert Powell studierte Mathematik und lehrte am Polytechnikum in Brighton (GB). Intensive, internationale Vortragstätigkeit, vorwiegend zu astrologischen und astrosophischen Themen. Zahlreiche Buchveröffent-lichungen, insbesondere zu Grund-lagen einer erneuerten hermetischen Astrologie. Robert Powell lebt als -Heileurythmist in Kinsau/Oberbayern.

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Der Film:

Die Passion Christi
James Caviezel Maia Morgenstern

Amazon-Preis: EUR 15,99 Kostenlose Lieferung ab 20 EUR Bestellwert. Siehe Details.


Alle Angebote ab EUR 11,50

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Darsteller: James Caviezel, Maia Morgenstern
Regie: Mel Gibson
Musik: John Debney


Infos zu diesem Titel
• Sprache: Deutsch
• Untertitel: Deutsch
• Dolby, Surround Sound
• Laufzeit: 121 Minuten
• Video Erscheinungstermin: 2. September 2004
• Produktion: 2004
• ASIN: B0001Z2Q88





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Gruß

Michael Heinen-Anders

Antworten:

"Passion Christi" eine Filmkritik von Sebastian Gronbach

"Die Passion Christi - Zeit der radikalen Schonungslosigkeit



Die Filme "Titanic" und "Die Passion Christi" haben eines gemeinsam: Man weiss, wie die Geschichte ausgeht - trotzdem wollten ihn alle sehn. Das Ende sei auch hier an den Anfang gestellt: Die "Passion Christi" von Mel Gibson ist ein fantastischer Film, ein echtes Kunstwerk und im besten Sinne ein großes Werk des michaelisschen Zeitalters.
Ein fantastischer Film deshalb, weil er technisch, schauspielerisch und in seiner dramatischen Umsetzung virtuos mit den modernen cineastischen Möglichkeiten umgeht. Alles, was das Team um Gibson an Millionen Dollar schweren Mitteln auffährt, dient der Geschichte. Hier haben sich echte Profis einem Projekt verschrieben, das nach vielen schlechten Bibeladaptionen, mäßigen Passionsspielen und anderen Versuchen die Bibel von Laien auf die Bühne zu bringen eine wohltuende Variante ist. Aber die Profis aus Hollywood haben nicht nur kühl nüchtern ein gutes Produkt in die Welt gesetzt, sie haben sich diesem Produkt verschrieben. Als Gibson mit dem Film begann, als er bekannt gab, einen Film auf aramäisch und in Straßenlatein zu drehen, als er seine eigenen Millionen in das Projekt investierte, als das Thema bekannt wurde, da war der Spott groß! Niemand, und schon gar kein Amerikaner, würde sich so etwas anschauen. Niemand würde sein Geld in eine langweilige Jesus Geschichte investieren, die man eh kennt, deren Schauspieler aber damals völlig unbekannt waren.
Man war sich einig: Das wird ein teurer Flop - bestenfalls das Privatvergnügen eines verrückten Hollywood Stars und ein paar sektiererischen Jesusfreaks. Das Ende ist bekannt: Finanziell hat sich der Film längst gelohnt und keine Zeitung, die nicht über diesen Film schreibt. Dieser Film bewegt die Menschen rund um den Globus und wird alleine dadurch zu einem echten Kunstwerk. Ganz unabhängig davon, was, wie mit welchen Mitteln in einem Kunstwerk, dargestellt wird, ganz unabhängig von dessen Inhalt - Kunst entsteht in dem Augenblick, wo der Betrachter schöpferisch tätig wird. Selten waren Kinobesucher nicht nur während, sondern vor allem nach einem Kinobesuch tätiger: Jugendliche und Erwachsene reden über diesen Mann aus Nazareth, Seelsorger stehen an Infoständen und tauschten sich mit Menschen aus, die den Schmerz des Menschensohnes mit empfunden haben, Internetforen werden eröffnet nur um über die Passion Christi zu sprechen, Tageszeitungen kommentieren auf der Titelseite die Leiden desjenigen, der sonst schon längst kein Thema der Mainstream Medien war. Gottesdienstbesucher haben nun eine visuelle Vorstellung davon mit welchen Wunden die nüchternen Worte "gelitten unter Pontius Pilatus" zu tun hatten und in den US-Buchläden ist das Buch zum Film zum Kassenschlager geworden - das neue Testament.
Ein Film, der in Millionen Menschen eine innere schöpferische Beteiligung auslöst, eine eigene Stellungnahme abfordert und aufregt, das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die einfache Tatsache, dass dieser innere Prozess auch und genauso heftig in Menschen lebt, die diesen Film weder gesehen haben, noch ihn sehen werden, macht das Werk des Australiers zu einem echten Stück Zeitgeschichte.
Ein Stück Zeitgeschichte in einem Zeitalter, welches Rudolf Steiner das michaelische Zeitalter nennt. Ein wesentliches Signum dieser Zeit ist es, dass jeder Mensch die Freiheit hat sich für Wesen, Wege und Wahrheiten zu entscheiden. Genau hier hat der Film eine besondere Stärke, die - und das entbehrt nicht einer gewissen dramatischen Komik - gerade von denen nicht erkannt wird, die sich als Genossen des Michaelzeitalters verstehen. Ihr Vorwurf an den Film ist immer der gleiche: Hier würden bloße Äußerlichkeiten dargestellt. Es gehe nur um eine äussere blutige Gewaltdarstellung und nur um den menschlichen Jesus, nicht um den göttlichen Christus. Das kann man natürlich so sehen. Man kann sehen wie Mel Gibson die Geschichte des Menschen Jesus erzählt und die sachliche, beschreibenden Worte der Evangelien in bewegte Bilder verwandelt. Da zeigt uns einer, für alle Augen sichtbar, was man in den Evangelien findet: Jesus wurde "geschlagen, bespuckt, gegeisselt, mit einem Rohr auf den Schädel geschlagen, mit hasserfüllten Worten, Spott und Schmährufen überschüttet, ins Gesicht geohrfeigt, gefesselt und mit einer Dornenkrone gekrönt". Das alles kann man sehen und wer sich über die Gewalt in diesem Film beschwert, hat entweder nie die Bibel gelesen, leidet an enormer Fantasielosigkeit oder lebte in einer trügerischer Bilderwelt.
Die Bilder Gibsons sind keine schlechteren oder besseren Bilder als unsere alten Bilder. Es sind allerdings andere. Wer sie nicht neben, oder über seine eher transzendentalen, überhöhten Bilder eintauschen will, sollte nicht in diesen Film gehen. Alle anderen erwartet ein neuer Reichtum an bewegten und bewegenden Bildern, die keinen Vergleich mit unseren alten Meistern scheuen müssen. Dieser Film schockt - die Geschichte schockt. Gott sei Dank, möchte man sagen, wird auch Zeit.
Wer in diesem Film nur Äusserliches sehen will, wer ihm gar vorwirft materialistisch an der Oberfläche des christlichen Mysteriums zu bleiben, beweist durch diesen Vorwurf sein tiefes gefesselt Sein in eben diesem Materialismus. Wer hier nur Materie sieht, dem fehlt die Kraft der inneren Augen. Sowenig Grünewalds Isenheimer Altar nur "Öl auf Holz" ist, sowenig ist Gibsons "Passion" nur "Schauspieler auf Leinwand". So wenig Weihrauch im Gottesdienst nur Chemie ist, sowenig ist das Jesus Blut in "Passion" nur Theaterblut. Mel Gibson lässt sich aber zu keinem Moment dazu verführen etwas anderes darzustellen als die äussere Geschichte. Wir haben immer die Wahl uns bloß eine äussere Geschichte erzählen zu lassen oder diese äussere Wirklichkeit zu durchschauen. Wir haben die Freiheit uns nur über äussere Gewalt zu entsetzen oder diesem Entsetzen noch eine esoterische Dimension hinzuzufügen. Wie leicht wäre es dem Regisseur und Produzenten gewesen mit brillanten Effekten die göttliche-spirituelle Ebene darzustellen. Auch hier bleibt Gibson der testamentlichen Vorlage treu. Gibson erzählt die Geschichte, wie von Rudolf Steiner gefordert, als Zusammenschau der vier Evangelien. Schon hier wird deutlich, dass der unsinnige Vorwurf, Gibson habe sich aus den verschiedenen Evangelien "bedient", nur von Kritikern kommen kann, welche die äusserlichen Unterschiede der Evangelien als Beweis für deren historische Unzuverlässigkeit heranziehen. Der Film ist weder antirömisch, noch antisemitisch, noch antiirgendwas.
Dieser Film schont in seiner blutigen Brutalität niemanden und tröstet keine verletzte Seele. Er zeigt - um das Wort des Papstes zu gebrauchen "wie es war". Dies alles ist ebenfalls ein Zeichen einer michaelischen Zeit. Emil Bock beschreibt in seinem Buch "Die drei Jahre" die Passionsgeschichte und deutet sie im apokalyptischen Sinne, wenn er postuliert: "Der Erzengel Michael ist ein Schicksalsgebieter, der weder die Völker noch die einzelnen Menschen durch Schonung und Tröstung fördert. Er ist der Geist der radikalen Schonungslosigkeit".
Wer nicht nur äussere Augen und Ohren, sondern innere Wahrnehmungsorgane hat, der wird in diesem Film unendlich viele weise, heilige und magische esoterische Geheimnisse entdecken.
Aber selbst wenn Gibson nur die äussere schmerzenreiche Leidensgeschichte eines Menschen verfilmt hat, es sollte reichen um uns in schamhaftes Mitleiden zu versetzen. Wer erst wahrhaftiges Mitleid empfindet, wenn der Gottessohn gekreuzigt wird, wem es nicht reicht dass einem einfachen Menschen die Haut in Streifen vom Leib hängt, wem die Geschichte nur unter die eigene Haut geht, weil Jesus der Christusträger ist, der hat nichts verstanden: "Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan".
Wer erlebt, dass im Äusseren bereits alles Innere sichtbar ist, wem der Mensch Jesus genügt, der erlebt das, was Steiner als den innersten Kern der michaelischen Zeit beschreibt: "dann wird die Begegnung jedes Menschen mit jedem Menschen von vornherein eine religiöse Handlung, ein Sakrament sein, und niemand wird durch eine besondere Kirche, die äußere Einrichtungen auf dem physischen Plan nötig hat, das religiöse Leben aufrechterhalten müssen." Die "Passion Christi" von Mel Gibson ist ein fantastischer Film, ein echtes Kunstwerk und im besten Sinne ein großes Werk des michaelisschen Zeitalters.

segro

http://www.info3.de/ycms/blogs_detail_107.shtml

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Gruß

Michael Heinen-Anders

von Michael Heinen-Anders - am 03.05.2005 07:32

Re:

Hallo!

Ich weiß nur eines.Ich mußte diesen Film aufgrund seiner brutalen Grausamkeit mittendrin ausmachen.
Ich werde ihn mir NIE wieder ansehen.
Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht für was es gut sein soll, wenn wir uns solche Grausamkeiten reinziehen.
Schockierende Bilder sind nicht gut für die Heilung der Seele.
Und woher wollen wir wissen, was Jesus wirklich tief in sich gefühlt hat?
Vielleicht hat er es ganz anders empfunden?
Vielleicht hat er nur äußerlich gelitten, aber tief in sich Freude darüber gefühlt, was er den Menschen schenken durfte.
Ist es nicht besser sich auf diese Freude zu konzentrieren, auf das Geschenk? ich für meinen Teil werde meine Seele nicht mehr mit derart grausigen Bildern füttern.

Damit ziehe ich mich nur derart runter.

in Liebe
Domaris

von Domaris - am 03.05.2005 07:45

Re:

Lieber Domaris,

es ist sicherlich nicht jedermanns Sache sich diesen Film anzusehen - aber er ist wohl weitgehend authentisch. Entsprechende Schilderungen finden sich z.B. auch im Matthäus- und im Johannes-Evangelium.

Nach Johannes Hemleben "Johannes der Evangelist", rororo Monographie, war Johannes der Evangelist unmittelbarer Augenzeuge dieser Ereignisse. Er stand auch mit den beiden Marien unter dem Kreuz. Dieses Evangelium ist also höchst authentisch. Auch das Matthäus-Evangelium ist geschichtlich gesehen wohl als sehr authentisch zu betrachten.

Herzliche Grüße

Michael

von Michael Heinen-Anders - am 03.05.2005 08:25

Re:

DIe Datierungen von Powell sind nicht alle unkritisch hinzunehmen, da sehe ich Korrekturbedarf in der "Chronik".
Die Geburten der beiden Jesusknaben sind innerhalb eines Jahres zu denken, und zwar des salomonischen (Koenigs-) Jesus am 6. Januar und des nathanischen (Hirten-) Jesus am 25. Dezember.
(Der Beginn des 3. Jahrtausends war auch an der Jahreswende 1999/2000 von den einen und an der Jahreswende 2000/2001 von den anderen gefeiert worden.)
Gruss: Hermann Mayer

von Hermann Mayer - am 03.05.2005 16:02

Kritik von Hella Krause-Zimmer an Powell

Lieber Hermann Mayer,

die Kritik von Hella Krause Zimmer hierzu ist mir bekannt. Auch Ormonds kommt hier zu anderen Ergebnissen.

Hier die Kritik von Hella Krause-Zimmer im vollen Wortlaut:

http://www.elib.com/Steiner/Forums/view.php3?bn=gerboard&key=942072319


Das Goetheanum 43/1999.

"Probleme um die zwei Jesusknaben.

Das Wissen um zwei Jesusknaben ist ein zentrales Thema der Christologie
Rudolf Steiners. Daß durch das Zusammenfließen der Strömungen, die
einerseits über Buddha (lukanischer Jesus), andererseits über Zarathustra
(Matthäus-Jesus) gingen, für Christus das geeignete Leibesgefäß zubereitet
wurde, hat Rudolf Steiner durch seine geistigen Forschungen entdeckt und
in eine Zeit hineingestellt, die davon keine Ahnung mehr hatte und auch
nicht sehr bereitwillig war und ist, diesen Gedanken überhaupt
aufzunehmen. Grundlage für einen Bewußtseinswandel in dieser Hinsicht könnte die Entdeckung der
Qumram-Schriften sein, die eindeutig von der Erwartung auf zwei Messiasse
sprechen. Aber selbst in anthroposophischen Verlagen werden noch immer
Bilderbücher gedruckt, bei denen der Stern über dem Stall leuchtet oder die
Hirten ihn anstaunen. Das Erlebnis der doppelten Anbetung: einmal durch die
Könige, wozu der Stern gehört, zum anderen durch die Hirten, die eine
Engeloffenbarung erfahren, sollte aber gerade schon in der Kindheit in die
Herzen gelegt werden. Da beide Anbetungsszenen in den zwei verschiedenartigen
Evangelien von Lukas und Matthäus begründet sind, ist auch das Finden
beziehungsweise Auseinanderhalten der entsprechenden Bildvokabeln nicht schwer.
Die Schwierigkeit liegt im Bewußtsein und im Ernstnehmen dieses Faktums.
Ein anderes Problem tut sich mit dem Buch von Robert A. Powell auf.*1 Er negiert die Doppelheit der Jesusknaben mcht,
kommt aber mit seinen astronomisch-astrologischen Berechnungen bei dem
salomonischen Jesus (Matthäus) auf eine Geburt am 5. März des Jahres 6 v. Chr.
und bei dem nathanischen Jesus (Lukas) auf den 6. Dezember 2 v. Chr. Das ergibt einen Altersunterschied von 4 Jahren und 9 Monaten. Dann ist aber bei der Szene des zwölfjahrigen Jesus im Tempel, in welcher der Übergang des salomonischen in den nathanischen Jesus stattfindet, der salomonische Knabe bereits ein Jüngling von fast 17 Jahren (knapp fünf Jahre älter als der Lukasknabe).
Rudolf Steiner spricht aber davon, daß beide Knaben etwa 12 Jahre alt gewesen
sind und der Unterschied «Monate» betrug. Powell weiß das, ja, er weist sogar
hin auf die Auswahl von entsprechenden Steiner-Zitaten, die sich in meinem Buch


von Michael Heinen-Anders - am 03.05.2005 16:12
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