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Gaby Guder
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vor 12 Jahren, 4 Monaten
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nesarafan

ZUM GLÜCK HATTEN WIR GOLD GEKAUFT "eine Voraus-Schau bis 2012"

Startbeitrag von nesarafan am 06.12.2005 12:51

hallo alle foris,

das ist ein interessanter text:


hallo gaby,
jetzt bräuchte ich von dir ein paar bilderchen, zum text-auflockern!!!!
(z.b.: goldbarren, goldmünzen etc.!!!)



gruß harry


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hier geht's lang:


Zum Glück hatten wir Gold gekauft

von Marco Feiten



Lange Zeit hielt man ihn im Ort für einen Spinner, denn er sprach unentwegt davon dass das Ende der Welt nahe sei. Als er im Jahr 2000 damit begann dachten die meisten an die übliche Millennium-Panik, doch Opa meinte mit "Zeitenwende" die sich abzeichnenden Wenden zweier Pfeiler unserer damaligen Weltwirtschaftsordnung: die demografische Entwicklung und das Erdöl. Immer wieder hob er hervor dass die demografische Wende und der Höhepunkt der Erdölproduktion ("Peak Oil") zusammenfallen würden und die Welt auf den Übergang nicht vorbereitet sei. Auch ich verstand damals nicht was er meinte. Als ich 2003 meine ersten Aktien kaufte und nach wenigen Wochen mein Geld verdoppelt hatte hielt ich mich für ein Genie - doch Opa sprach von Inflation und verstand offensichtlich nicht, dass auch schon ein 12-Jähriger Börsenmagazine lesen konnte. Bis zu meinem 15. Geburtstag hatte ich mein Geld verdreifacht und Ende 2005 deutete wenig darauf hin was bevorstehen würde. Nur Opa nervte immer wieder mit seinem Gold und mahnte dass man "am Ende keines mehr bekommen würde" - dabei diskutierte doch der neue Finanzminister Steinbrück den Verkauf der deutschen Goldreserven. Das waren immerhin 3.430 Tonnen! Sicher, auch das Gold hatte in 2005 zugelegt und ich hatte - um Opa zu beruhigen - ein Goldzertifikat gekauft. Doch das reichte ihm nicht - er drängte die ganze Familie, Freunde, Bekannte, fast jeden aus unserem Ort dazu physisches Gold zu kaufen - es war einem fast schon unangenehm. Aber mein Opa gab nicht nach und lud uns, d.h. die gesamte Familie an Weihnachten 2005 zu einem Abendessen ein. Es war allen klar dass er wieder vom Ende der Welt faseln würde - doch dieses Mal war etwas anders. Der steigende Erdölpreis und die sich zuspitzende Lage im Irak, die Diskussionen um die ausufernde Verschuldung und die stetig steigende Arbeitslosigkeit, ich weiß nicht mehr warum aber dieses Mal hörten wir Opa wirklich zu.



Er erklärte dass die Welt wie ein großes Monopoly-Spiel sei und die Zentralbanken die Kontrolle über das "Los-Feld" hätten. Während aber das Monopoly-Spiel auf eine bestimmte Anzahl an Straßen beschränkt sei würde es in der Weltwirtschaft immer noch Potenzial für Erweiterungen, für Wachstum, für Konsum geben. Daher sei es prinzipiell nicht kritisch dass die Geldmengen global wüchsen - solange sie im Einklang mit der Wirtschaft zunähmen. Dies sei aber seit einigen Jahren nicht mehr der Fall und wegen der hohen Verschuldung sei es wahrscheinlich dass die Schere zwischen realer Entwicklung und Finanzökonomie weiter auseinanderklaffen werde. Dies würde zu steigenden Preisen führen. Doch mein Onkel entgegnete dass doch Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und nicht die Geldmenge. Opa antwortete: "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, aber die Geldmenge das Preisniveau." Er erläuterte dies am Monopoly-Spiel: "Würde nicht ständig durch das "Los-Feld" neues Geld dazu kommen könnten die Preise nicht steigen - es wäre einfach zu wenig Geld da." Das machte Sinn. Opa erklärte dass die Menge an Geld in Relation zu Waren und Dienstleistungen die Kaufkraft bestimme - in jedem Land und somit für jede Währung. Geld sei heute Ausdruck eines Schuldverhältnisses und letztlich ein Versprechen. Je billiger das Geld zu bekommen sei - der Preis sei der Zins - desto eher würden diese Versprechen nicht eingehalten werden können. Der Preis des Geldes sei zu lange zu niedrig gehalten worden - weiltweit. Die US-Notenbank habe die Geldschleusen geöffnet um ihre Konsumentenwirtschaft zu stützen und die Asiaten und Europäer hätten ebenso gehandelt um ihre Exportwirtschaften anzukurbeln bzw. um Währungsanpassungen zu verhindern. Daher gäbe es zu viel Geld - und zu viele Schulden. Auch wenn bis dahin alle folgen konnten schien das Ende der Welt doch noch in weiter Ferne zu sein.



Opa erklärte dass die Staatsverschuldung nicht in diesem Maße weiter zunehmen könne. "Irgendwann kommt der Punkt an dem die Schulden für jeden offensichtlich nicht mehr zurückgezahlt werden können und dann werden die Währungen unter Druck kommen. Der Zinseszinseffekt wird dafür sorgen dass die Geldmengen letztlich schneller wachen als die reale Wirtschaft, denn während dies ein rein mathematisches Wachstum sei gäbe es in der Realität kein unentwegtes Wachstum." Mein Onkel der gerade am Bauen war verwies jedoch darauf dass er sich gerade mit dem etwa 10-fachen - also 1000% - seiner jährlichen Wirtschaftsleistung verschuldet habe, Deutschland sei jedoch nur mit 70% seines Bruttoinlandsproduktes verschuldet. Dies relativierte auch die japanische Staatsverschuldung die sich auf 160% des BIP belief. Doch Opa entgegnete: "Überlege wer Gläubiger ist und wer die Schulden zurückzahlen muss. Es sind die eigenen Bürger, oftmals auch gleichzeitig Gläubiger, etwa wenn sie eine Staatsanleihe gekauft haben. Nun wird jedoch Peak Oil die Preise für Energie und damit letztlich die Preise von allem nach oben treiben weil sich die Produktion und der Transport verteuern. Was das ganze für die Bürger westlicher Industrieländer kritisch werden lässt ist der immer stärker wirkende Einfluss der Schwellenländer, insbesondere Chinas und Indiens. Zunächst für die Konsumenten noch vorteilhaft durch sinkende Preise vieler Güter kommen jedoch die Margen hiesiger Unternehmen unter Druck sodass jene - wenn sie können - Arbeitsplätze in billigere Länder verlagern. Gleichzeitig führt die riesige Nachfrage nach Rohstoffen insbesondere durch China dazu dass die Preise anziehen - das erleben wir nun schon seit einigen Jahren. In der Summe ergibt sich damit dass die Arbeitslosigkeit in westlichen Ländern zunimmt, der Teil der noch Arbeit hat bei gleichem oder gar sinkenden Lohn zu immer stärkeren Leistungen gezwungen ist und die sinkenden Preise für einige in China oder Indien produzierten Güter deutlich durch die anziehenden Preise bei Energie und Nahrung überkompensiert werden."



"Ja, aber das Ende der Welt sehe ich nach wie vor nicht" entgegnete mein Vater. Opa blickte mit düsterer Mine. "Wir erleben einen Transfer von Wohlstand in die Schwellenländer. Doch wie sollen dann die Schulden der Industrienationen beglichen werden? Die Bürger und Unternehmen sind selbst in nicht unerheblichem Maße verschuldet. Durch den demografischen Wandel wird langfristig zudem das Potenzial jener welche in der Lage sind diese Schulden zu tilgen verringert. Die Baby Boomer, die geburtenstarken Jahrgänge werden sehr bald in den Ruhestand gehen. Die arbeitende Bevölkerung soll demnach die eigene Vorsorge, die Rente der Baby Boomer, den eigenen Konsum und die stetig wachsende Staatsverschuldung schultern - und dies bei steigenden Preisen und damit real fallenden Einkommen. Der Druck wird immer stärker werden." Allmählich verstanden wir worauf Opa hinaus wollte. Aber warum dann Gold kaufen? "Global betrachtet haben wir eine Schulden- und Vermögensblase. Die Vermögensblase schwappt von einem Sektor in den nächsten, immer auf der Suche nach Ertrag und führt dort zu Preisblasen. Ich erkannte das bereits 1998 als die Mania bei Technologieaktien lief. Zu jener Zeit wollte niemand etwas von Rohstoffen und rohstoffreichen Ländern wissen. Heute sieht das natürlich anders aus. In Australien wurden gar Minenunternehmen zu Internetgesellschaften transformiert. Viel zu spät haben die Notenbanken gegen gesteuert. Mit dem Platzen dieser Blase begann die nächste - im Immobilien- und Anleihenmarkt. Hier steht das nächste Beben an, auch wenn es wohl zunächst nicht so dramatisch wie der Aktiencrash werden wird. Die Menschen werden einen "sicheren Hafen" suchen, nicht unbedingt als Anlage sondern im Hinblick auf die steigenden Preise und die ungewisse Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten zum Erhalt der Kaufkraft. Kauft physische Edelmetalle, denn wenn das Ende der Welt kommt werden Papierkonstrukte keinen Wert mehr haben."



Wie Recht er damit behalten sollte. Als die USA im Frühjahr 2006 in Syrien einrückten dauerte es nicht lange bis der Iran den US-Truppen in den Rücken fiel. Israel reagierte umgehend mit Luftschlägen gegen den Iran. Ein gewaltiger Aufruhr erfasste die Menschen in der islamischen Welt. In Saudi Arabien kam es zu einem Umsturz und die Sauds mussten aus ihrem Land fliehen. Nachdem der Iran versuchte die Straße von Hormuz zu blockieren besetzen US-Truppen unterstützt durch NATO-Truppen die erdölreichen östlichen Teile Saudi Arabiens. Der Erdölpreis war zwischenzeitlich auf fast 200 US-Dollar gestiegen, der Goldpreis erreichte gar über 1.000 US-Dollar und es kam zu einem Crash der globalen Anleihenmärkte. Zahlreiche Verwerfungen bei Hedgefonds lösten eine zerstörerische Kettenreaktion bei den Derivaten aus welche das Finanzsystem drohte aus den Angeln zu heben. Nur durch eine konzertierte Aktion der Notenbanken bei welcher teils ganze Banken aufgekauft wurden konnte man eine Stabilisierung erreichen. China gab Ende 2007 seine Währungsanbindung an den US-Dollar auf um die extremen Preissteigerungen bei Rohstoffen kompensieren zu können. Dies führte jedoch zu einer neueren Welle steigender Preise weil dadurch alle chinesischen Produkte teurer wurden und andere asiatische Länder dem Vorgehen Chinas folgten. Nach den Olympischen Spielen 2008 fiel China in Taiwan ein, was weltweit Empörung hervorrief. Die USA - militärisch wegen des noch immer lodernden Krieges im Nahen und Mittleren Osten völlig überlastet - reagierte mit strengen Handelssanktionen, was jedoch die Preise im Inland umso schneller steigen ließ. Es kam weltweit immer mehr zu sozialen Massenunruhen. Der Konflikt zwischen den USA und China spitze sich indes weiter zu, während sich die Lage im Mittleren Osten nicht wesentlich besserte.



Im Sommer 2009 entsandte China ausgerüstet mit hochmoderner russischer Kriegstechnologie Truppen in den Mittleren Osten - offiziell zur Stabilisierung, doch allen war klar dass China nicht akzeptieren würde dass sich die USA bzw. die NATO die gesamten Erdölreserven des Mittleren Osten einverleiben würden. Die Medien verbreiteten immer mehr Panik und längst war vom 3. Weltkrieg die Rede. Opa sollte Recht behalten: Jenen Anteilseignern von Papierinstrumenten die nach dem "Derivate-Unfall" Ende 2006 weiter auf Papierlösungen setzten wurde nun massenhaft durch die Emittenten gekündigt und eine "faire Prämie" überwiesen, welche aber nicht im Ansatz den Buchgewinnen entsprach die sich angehäuft hatten. Edelmetalle waren kaum noch physisch erhältlich, wer welche bekommen hatte war nicht bereit zu verkaufen. Eine neue Verkaufswelle erfasste die weltweiten Finanzmärkte. Panikartig versuchten Anleger von Finanz- in Sachwerte zu wechseln was die Immobilienmärkte zunächst stützte. Die Preise für Edelmetalle schienen täglich um drei bis fünf Prozent zu steigen - der Goldpreis notierte inzwischen in US-Dollar wie auch in Euro über der Marke von 2.000. Im Herbst 2009 wurde dann zunächst in den USA und dann auch an anderen Weltbörsen der Handel "auf unbestimmte Zeit" hin ausgesetzt. Zu einem Krieg zwischen China und den USA kam es indes nicht. Die Truppen wurden Ende 2010 großteils zurückgerufen, um im Heimatland die soziale Ordnung zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Die Geschehnisse in New Orleans nach dem Hurrikan in 2005 wurden noch weltweit mit Entsetzen verfolgt - nun sah es in nahezu allen Ländern ähnlich aus.



Im Sommer 2010 kam es zum finalen Zusammenbruch des Weltwährungssystems. Was man noch vor einigen Jahren eher symbolisch betrachtet hatte wurde Wirklichkeit: Hubschrauber ließen Geldscheine auf die Städte prasseln weil es kein Bargeld mehr gab. Opa hatte schon früher einmal davor gewarnt dass es zwar zu viel Buchgeld gäbe, aber nur wenig gedrucktes Zentralbankgeld. Solange die Märkte einwandfrei funktionierten war das kein Problem, doch als 2009 die Börsen den Handel aussetzen und auch nach Wochen nicht wieder aufnahmen fehlte es an Möglichkeiten an Geld zu kommen. Auch die Preise für Immobilien kamen nun deutlich unter Druck weil immer mehr Menschen aus Liquiditätsmangel verkaufen mussten. Indes nahm die Hyperinflation der Preise bei Produkten des täglichen Leben ihren Lauf, die Globalisierung war durch Handelskriege und Erdölmangel welche den Transport extrem verteuerte zum Erliegen gekommen. Banken blieben geschlossen, denn für die panikartigen Anstürme der Bevölkerung gab es schlichtweg keine vorrätigen Banknoten mehr. Bis zum großen Crash im Herbst 2009 schienen die Preise exponentiell zu steigen, doch mit dem Zusammenbruch der Märkte kam es zu einer gigantischen Liquiditätskrise. Das größere Problem waren aber die Versorgungsengpässe in Folge des Benzinmangels. In vielen Städten rund um den Globus waren Nahrungsmittel knapp geworden. Insbesondere in den Ländern der Dritten Welt kam es zu riesigen Hungersnöten, doch Hilfe war unmöglich, waren doch alle Länder mit eigenen Problemen beschäftigt. Erst Ende 2012 traten alle Regierungen zusammen und verkündeten dass ein Neuanfang gemacht würde.



Opa erlebte all das nicht mehr, er starb im Sommer 2006. Kurz vor seinem Tod rief er uns abermals alle zusammen um sich zu verabschieden. Er hatte Krebs, eine Behandlung lehnte er ab: "Warum soll ich mein Leiden verlängern? Unsere Gesellschaft kann noch immer nicht mit dem Tod umgehen aber das wird sich ändern." Opa verabschiedete sich von jedem einzeln und gab einem jedem ein paar Worte auf den Weg. Am Ende des Tages rief er nochmals alle zusammen und drängte abermals dass das Ende der Welt nahe sei - und in Anbetracht der Entwicklungen im Mittleren Osten waren auch wir nun besorgt. Wir kauften nochmals, nachdem wir bereits zur Jahreswende 2005/06 einen großen Bestand an physischen Edelmetallen gekauft hatten, ein Kilo Gold in Form von Münzen dazu. Opa führte an jenem Tag aus dass das Ende der Welt auch der Beginn einer neuen Welt sei: "Ihr steuert auf eine globale Krise des Haben zu. Der initiierte Kampf der Kulturen ist Ausdruck eines wahrgenommenen Mangels und Festhaltens an der überholten Idee exponentiellen Wachstums und des Sachzwangs. Nur die wenigsten würden heute eine Welt in der man nicht mehr arbeiten muss um die eigene Existenz zu erhalten nicht als Utopie abtun. Und jene die eine solche Welt denken können würden besorgt fragen worin dann die Aufgabe des Menschen stecken soll. Auch wenn wir technisch also so weit sind fehlt bei den meisten Menschen die Bereitschaft wirklich in Freiheit zu leben, weil sie dann vor einem anderen großen Problem stünden: dem der eigenen Wahl."



"Wir werden eine letzte Schlacht des Habens sehen bevor sich das Bewusstsein für das Sein öffnen kann. Mit dem Ende des Erdölzeitalters und der demografischen Wende beginnt eine neue Welt, eine neue Wirtschaftsordnung wird geboren werden. Die großen Geister entwerfen jene bereits. Die Menschheit bewegt sich auf eine Krise hin, die schon Jahrzehnte latent im Verborgenen schlummert. Diese Krise wird als Finanz- und Wirtschaftskrise inszeniert werden, doch dahinter steht eine gesellschaftliche kollektive Sinnkrise. Die Menschheit hat noch immer nicht den „Tod der Götter“ verkraftet, den sie selbst herauf beschworen hat. Wir haben beobachtet, geforscht, nahmen den Schleier des Mythischen, pressten den Zauber der Natur in Formeln und verloren dabei den Glauben, das Gefühl der Geborgenheit welches "höhere Kräfte", der Glaube an Gott bot. Bonifatius nahm den Germanen mit der Donareiche ihre kollektive Identität, doch er ersetzte sie durch eine neue. Die moderne Wissenschaft jedoch hat keinen Ersatz geschaffen. Die Arbeit nahm uns die Bürde der eigenen Sinngebung. Eine Welt ohne den Zwang zur Arbeit würde dem Menschen viele Möglichkeiten eröffnen - doch wir sind noch nicht so weit. Wir scheuen noch davor zurück Verantwortung für uns selbst zu übernehmen, selbst Sinn zu definieren. Doch auch die Zeit dafür wird kommen."



Was er mit diesen Worten damals meinte ist mir noch immer nicht wirklich klar geworden. Wir leben jedenfalls heute wieder ein halbwegs normales Leben. Arbeit gibt es genug. Allein der Wiederaufbau des Mittleren Ostens zieht gewaltige Arbeitskräftezahlen an. Und viele haben Anteil an den internationalen Bemühungen um neue Antriebstechnologien. Ungeklärt ist weiterhin wie man mit den Alten umgehen soll. Durch den Zusammenbruch der Finanzmärkte sind auch die Sozialsysteme kollabiert. Es sieht sehr danach aus dass der Staat nur noch für jene ohne Familie aufkommen wird. Da Erdöl noch immer sehr teuer ist und weite Transporte vermieden werden sollen hat die Regionalversorgung sehr an Bedeutung gewonnen. Die neue Regierung hat das Programm "Zukunft 2100" gestartet. Ziel ist dass jeder Ort, jede Stadt sich selbst versorgen können soll. Das Güterangebot ist heute nicht mehr so breit wie vor der Krise, aber wirklich stören tut das niemanden. Nach der Währungsreform wurden wir wie alle anderen Edelmetall- und Grundstücks- sowie Immobilieneigentümer mit einer Sondersteuer belastet. Ebenso die Gewinner der Inflation - jene müssen eine Schuldgewinnabgabe leisten. Gold hat seinen festen Platz in der neuen internationalen Währungsordnung - das war notwenig um das Vertrauen wiederherzustellen. Ehemalige Sparguthaben sind verloren, lediglich Steuervergünstigungen erhalten jene die nachweislich über hohe Sparbestände verfügten. Die meisten mussten bei Null anfangen. Wir haben kürzlich die Hälfte unseres Goldes verkauft. Mit dem Erlös refinanzieren wir zu einem großen Teil ein neues Null-Energie-Haus. Uns geht es heute vergleichsweise gut – dank den ewig mahnenden Worten Opas denen wir gefolgt waren. Zum Glück hatten wir Gold gekauft.



Marco Feiten

03.12.2005



http://www.new-sense.net/wirtschaft/artikel/feiten031205.htm



Weitere lesenswerte Artikel unter: www.new-sense.net



Antworten:

Re: @gaby ZUM GLÜCK HATTEN WIR GOLD GEKAUFT "eine Voraus-Schau bis 2012"

DANK'SCHÖN Gaby!


Gruß Harry

von nesarafan - am 06.12.2005 14:19
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