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Fluch der Karibik Forum
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CaptainJohannaSparrow, jack-sparrow-fan, Lady Sparrow, früherPOTCFan, Soronya, blackbeart, Captain Will Turner CTS

Flcuh der Karibik 4 - So solls meiner Meinung nach aussehen.!

Startbeitrag von CaptainJohannaSparrow am 23.06.2008 14:15

Fluch der Karibik 4 - Die Suche nach dem Jungbrunnen

Captain Jack Sparrow saß in seinem kleinen Boot und betrachtete die Flasche Rum, der er soeben geleert hatte. „Kein Rum“, sagte er zu sich selber- dann klettere er die Takelage hinauf. Es war nicht mehr weit bis zum Hafen des kleinen Pirateneilands Tortuga
.
Das Wasser, dass sich im kleinen Boot angesammelt hatte, schwappte geräuschvoll, als Jack anlegte, doch niemand hörte ihn. Wie üblich waren überall Prügeleien im Gange. Überall torkelten betrunkene Piraten herum. Bloß nicht Juselle oder Scarlett begegnen, dachte Jack bei sich. Auf die beiden Ohrfeigen wollte er heute ausnahmsweise mal verzichten. Als er an Land gegangen, oder besser gesagt geschwankt war, richtete er seinen Blick auf die Schiffe, die im Hafen angelegt hatten. Hinter dem ausgeblichenen Kopftuch und den langen schwarzen Haaren überlegte er schon, wie er eines von diesen Schiffen kapern könnte. Schließlich brauchte er eines, wenn er Captain Barbossa daran hindern wollte, den Jungbrunnen vor ihm zu finden. Außerdem wollte er die Black Pearl, dass Schiff, das Barbossa ihm erneut gestohlen hatte, wieder haben. Erstmal Rum, dachte Sparrow und schritt zügig auf die Kneipe „Faithful Bridge“, zu. Wie immer ging es in der Kneipe laut und ungestüm zu, einige Schlägereien waren im vollen Gange. Jack aber schritt an der Bar entlang. Aufmerksam beobachtete er die Menschen um ihn herum, wich leicht schwankend ein paar Besoffenen aus, und setzte sich schließlich auf einen der wenigen Stühle, die noch nicht kaputt waren. Er sah sich um, und bemerkte schließlich Gibbs, der offenbar immer noch hier war. Jack hatte ihn hier zurückgelassen, um den Jungbrunnen alleine zu finden, doch dann entschloss er sich, noch einmal zurückzusegeln, nachdem seine Flasche Rum leer war. Gibbs war über seinem Bier eingenickt und so musste Jack ihn wachrütteln. Er begrüße den alten Freund mit einem: „Der Rum war alle, außerdem war Wasser in dem Boot, ich wäre nicht weit gekommen“ . Gibbs grinste und gab Jack seinen Flachmann, der wie bei jedem Piraten Rum enthielt. Dieser trank ihn aus, unverschämt wie Piraten nun einmal waren. „wir brauchen ein anständiges Schiff, Gibbs, dieses winzige Dings ist zu klein.“ „Aber wo willst du das hernehmen?“ , fragte Gibbs, obwohl er die Antwort auf diese Frage eigentlich schon kannte. „Wir kapern eins, was sonst. Im Hafen liegen genug Schiffe, und bei denen sind auch einige mittelgroße Exemplare dabei, die können wir zu zweit mühelos segeln“ . Er grinste. „Klar soweit?“. „Du willst also das ich mitkomme“ , stellte Gibbs fest.
„Wenn du nicht mit willst…“ , sagte Jack gespielt gekränkt. Er setzte seinen Hut auf.
„Ich denke, wir finden hier noch ein paar abenteuerliche Narren, die mit uns aufbrechen. Komm schon, wie ich dich kenne hält dich hier eh nichts mehr“. Gibbs stand ebenfalls auf. „Schon mal wieder was von Elizabeth gehört, Captain?“ Er grinste bei dem Gedanken an Jacks Flirtversuche vor ein paar Monaten. „Keinen Ton“ , erwiderte Jack ungerührt, „jetzt komm!“ Sie fragten herum, wie die beiden es schon oft gemacht hatten, und fanden am Ende ca. 8-9 Männer, die bereit waren, mit ihnen zu segeln. Die meisten waren schon oft auf See gewesen, zwei hatten ein Holzbein und einer nur einen Arm.
Aber Piraten stellen nicht allzu große Ansprüche.
Sie kämpften sich durch die Schlägereien, dann standen sie vor der Kneipe. Als eine rothaarige, dick geschminkte Frau vorbeiging, duckte Jack sich hinter Gibbs. „Es ist nicht Scarlett“ , sagte dieser gelangweilt. Captain Sparrow grinste schuldbewusst, dann wurde seine Miene wieder ernst. „Schau mal dort, wie wär’s mit dem?“ , schlug r vor und deutete auf eine stabiles Boot mit dem Namen Morning Glory. Es war eine mittelgroße Tschunke. „Wenn du unbedingt willst. Glaubst du denn, dass wir das Schiff einfach so kapern können? Wird die Mannschaft nicht an Bord sein?“ , sagte Gibbs. „Willst du mich etwa beleidigen, Gibbs?“ Jack setzte eine hochmütige Miene auf. „Wer bin ich? Ich bin Cap…“ „Captain Jack Sparrow, schon klar“. Danach machten sie sich auf den Weg. Als sie bei der Morning Glory ankamen, fanden sie das Schiff verlassen vor. Nur ein einziger Mann schlief vor vier Fässern, die vermutlich Rum enthielten. Er trug einen Dreispitz, wahrscheinlich war er der Captain. Captain Jack und Gibbs schlichen sich auf das Schiff. Die anderen Männer rollten die vier Fässer in den Laderaum. Die Segel waren noch gesetzt, wer weiß warum. Nachdem Jack sich davon überzeugt hatte, dass außer Rum auch noch etwas Wasser da war, blickte er auf seinen Kompass und befahl Gibbs abzulegen.
Dann stachen sie in See, dem Kurs nach, die Jacks Kompass anzeigte.


2)
Cora, ein 15 Jähriges Mädchen, erwachte plötzlich aus einem tiefen Schlaf, den sie in einer Ecke im hinteren Teil des Schiffes gehalten hatte. Heute Abend wollten die Männer, mit denen sie gesegelt war, ausgehen und sich betrinken, eventuell einige illegale Geschäfte abschließen. Doch warum segelten sie schon wieder los? Wollten sie nicht erst morgen nach Port Royal fahren? Die meisten Männer kamen dorther und hatten Familie und Kinder.
Cora hatte, wie sie glaubte, keine Familie. Sie war nur mit den Männern gesegelt, um vielleicht etwas über ihre Verwandten zu erfahren, doch da sie nicht einmal ihren Nachnamen wusste, war das ein aussichtsloses Unterfangen. Bis sie 13 war, hatte sie bei ihren „Pflegeeltern“ in England gelebt. Doch diese Eltern hatten ihr bereits gesagt, dass sie nicht ihr leiblichen Eltern waren. Sie hätten sie gefunden, als sie noch ein kleines Mädchen war. Sie kam angeblich mit einer Frau hierher, die kurz danach starb. Der letzte Wunsch von ihr wäre gewesen, dass sie Cora hieße. So nahmen ihre Pflegeeltern sie auf, besonders Mutter hatte sie geliebt wie ihr eigenes Kind. Man sah allerdings auch, dass sie nicht zur Familie gehörte. Alle waren blond- oder rothaarig. Cora selber hatte einen sehr dunklen Teint, lange, schwarze Haare und dunkelbraune Augen.
Ihre Pflegemutter starb, als Cora 10 war.
Sie hätte natürlich auch bei ihrem so genannten Vater bleiben können, aber seit seine Frau gestorben war, trank dieser sehr viel und Cora wurde von ihm geschlagen. Er beschimpfte sie als Schmarotzerin, und irgendwann wurde es ihr dann zuviel. Niemand tat etwas dagegen, als sie dann eines Tages ganz grün und blau geschlagen am Strand saß, sich auf dieses Schiff schlich und mit diesen Männern lossegelte. Nun saß sie hier, und wartete auf die Rückkehr der Seefahrer. Die Männer waren nett zu ihr gewesen und hatten sie mitgenommen. Während Cora ihren Gedanken nachhing, klatschten die Wellen gegen das Schiff. Das Geräusch ließ sie wieder aufhorchen. Warum fuhren sie schon los? Dann hörte sie eine fremde Stimme: „Yoho. Steht zusammen. Hisst die Flagge, zeigt sie…“
Dieses Lied…. Da traf es sie wie der Blitz: Piraten! Vermutlich hatten sie das Schiff gekapert, und sie hatte nicht das Geringste bemerkt! Aber wo waren der Captain und die Crew? Wenn sie sich recht erinnerte, hatte der Captain vor seinem Schiff Wachte gestanden. Sie hatten ihn doch nicht etwa umgebracht? Cora bekam zum ersten Mal Angst. Was, wenn sie sie auch umbringen würden? Wie viele es wohl waren? Es half ja nichts, sie musste an Deck und nachsehen. Ganz langsam schlich sie nach oben. Sie hörte den Mann immer noch singen „Solln sie uns verdammen….“ Sie lugte über das Deck. Vorsichtig zog sie den Säbel, den sie von der Crew bekommen hatte. Dann traf sie fasst der Schlag, als sie sich umdrehte. Jemand stand hinter ihr, und ihr erster Gedanke war, dass dieser Jemand ein echter Pirat sein musste. Er war groß und schlaksig, hatte ein zerrissenes Hemd an. Einen Säbel trug er auch, genau so wie eine Pistole. Er hatte einen Dreispitz, und sein Gesicht wurde von einigen langen, schwarzen Rastalocken, und langen schwarzen Haaren umrahmt, in die er sehr viel Schmuck gebunden hatte. Seine Augen waren schwarz geschminkt und sein Bart endete in zwei gleichlangen, geflochtenen Zöpfchen. „Hallo“ , sagte er ganz ruhig. Dann grinste er. Cora zählte drei Goldzähne. Dann wich sie mit inzwischen erhobenem Säbel über das Deck vor dem Mann zurück. „Mr. Gibbs!“, rief er. „Aye, Captain?“ , kam die prompte Antwort. „Wir haben einen blinden Passagier an Bord!“ Gibbs kam angelaufen. Er hatte ein finsteres Gesicht und seine Koteletten waren schon leicht angegraut. Er hätte mal ein Bad nötig, dachte Cora. „Hmm..“ , brummte er , „es bringt Unglück eine Frau an Bord zu haben…“. „Schön, mein Kind“ , sagte der Schwarzhaarige, ohne auf den anderen einzugehen. „Wir tun dir nichts. Du kannst uns helfen, aber ich will keine Widerrede zu irgendeinem Befehl hören oder so etwas. Wir setzen dich am nächsten Hafen ab, den wir anlaufen, bis dahin machst du uns keine Schwierigkeiten. Klar soweit?“ Cora nickte stumm und steckte den Säbel weg. „Ich bin übrigens Captain Jack Sparrow, du hast sicherlich schon von mir gehört“ , sagte er hochmütig.
Cora fiel die Betonung auf „Captain“ auf. Dann stolzierte er, leicht schwankend, ans Ruder. Er hatte einen merkwürdigen Gang. Cora sah Gibbs an, der zuckte mit dem Schultern und wandte sich wieder seiner Flasche Rum zu, die er soeben abgefüllt hatte. Sie blickte sich um. So wie sie es einschätzte, arbeiteten noch 8 oder neun andere Piraten an Bord der Morning Glory.
Cora folgte Gibbs, als er sich an die Reling lehnte. „Du musst Jack nicht so ernst nehmen, er ist nun einmal ein Pirat, aber im Grunde genommen ist er ein guter Mensch. Aber sag ihm das bloß nicht, er kann’s nicht hören“ „Ich habe tatsächlich von ihm gehört…“ , begann Cora zögerlich , „er soll vor ein paar Monaten noch eine große Schlacht gegen die East India Trading Company gewonnen haben…“ „’s gibt viele Geschichten über Jack Sparrow“, sagte der alte Gibbs wichtigtuerisch. „von mir aus kannst du jetzt noch schlafen, es ist schließlich erst drei Uhr morgens…“ Cora lächelte dankbar, warf die langen schwarzen Haare zurück und ging unter Deck.
Gibbs beobachtete ihren Gang, runzelte die Stirn, schüttelte den Kopf.
„Du trinkst zu viel, mein Guter“ , sagte er zu sich selbst.

Während Gibbs am Steuer stand und Cora schon schlief, saß Jack noch in seiner Kapitänskajüte und war über die Karte gebeugt, die er Barbossa geklaut hatte. Barbossa konnte ohne diese Karte nichts machen, und Jack vermutete, dass sie ihn am nächsten, übernächsten Hafen treffen würden, somit auch die Black Pearl, Marty, Cotton, und natürlich dass nervige Piratenduo Pintel und Ragetti. Er würde Barbossa am besten wieder auf den Grund des Meeres schicken, dann hätte er die wenigsten Probleme mit ihm, dachte Jack bei sich. Er musste nur zusehen, dass er seinen ehemaligen ersten Maat fand. Sein Kompass deutete in eine Bestimmte Richtung, ein gutes Zeichen. Jack betrachtete die halbleere Flasche Rum, die neben ihm Stand und nahm noch ein paar kräftige Schlucke. Dann schlief er ein.

Captain Sparrow stand am nächsten morgen bereits wieder am Steuer, den aufgeklappten Kompass in der linken, das Ruder in der rechten Hand. Um Cora hatte er sich nicht viel gekümmert, bis Gibbs kam und ihn fragte: „Was ist mit dem Mädchen, wann willst du es absetzen? Außerdem müssen wir so langsam mal Barbossa finden, sonst ist das ganze hier umsonst!“ „Mr. Gibbs! Das finden eines Hafens hier in der Nähe, auf das der Kompass uns netterweise hinweist, heißt auch das Finden von Barbossa und das Finden meiner Crew und das Finden meines Schiffes! Also hab etwas Geduld und lass mich das Finden übernehmen!“ „Aye, Captain!“ Gibbssalutierte. Dieses Gerede kannte er nur zu gut. Wenn Jack so anfing, durfte man gar nicht erst versuchen das zu verstehen. Er wandte sich ab. Dann sah er einen der Männer, wie er Cora zuwinkte und schmierig grinste. Diese hatte sich ebenfalls Rum geholt, und trank mit einem Durst, der für eine 15-Jährge schon recht gewaltig war. Sie streckte die Nase in die Luft und ging unter denk, dabei schwankte sie etwas. Ihr schwarzes Haar warf sie in den Nacken. Gibbs lief ihr nach. Seit er sie gestern beobachtet hatte, geisterte ihm ein Gedanke im Kopf herum. Doch irgendwie kam ihm der Gedanke lächerlich, gerade zu töricht vor, wenn er zu dem Mann spähte, der gerade sein protziges Teleskop herausholte, das so lang war, dass es in der Mitte durchzubrechen schien. Dann ging er unter Deck. Dort saß Cora, sie guckte auf ihre Rumflasche und murmelte: „Das ist interessant“, in einem Tonfall, den Gibbs nur zu gut kannte. Wieder zog er die Stirn kraus. Dann setzte er sich neben Cora. „Wie heißt du eigentlich mit Nachnamen?“, fragte er. „Keine Ahnung“, meinte Cora daraufhin. „Ich kenne meine Eltern nicht, meine Mutter starb als sie in England anreiste. Meine Pflegemutter erzählte mir, sie hieße Chloe. Aber das ist nicht wichtig, ich hab meine Pflegefamilie verlassen, nachdem auch meine andere Mutter starb, schlug mein Vater mich und ich wollte dort nicht mehr bleiben.“ „Weißt du“, begann Gibbs, doch dann überlegte er. Vielleicht sollte er zuerst mit Jack darüber reden. „Du solltest nicht so viel Rum trinken“, tadelte er Cora stattdessen. Daraufhin ging er wieder zum Steuer, wo Jack immer noch stand. „Wir holen auf!“ , verkündete Sparrow und grinste wieder. Gibbs druckste herum: „Captain….also ich, äh… diese Cora… kanntest du je eine Chloe?“, fragte er schließlich.
Jack tat so, als müsste er ernsthaft überlegen. „Hmm… ja, kannte ich, ganz lange her. Aber wieso fragst du? Spielt das irgendeine Rolle?“ In diesem Moment kam Cora wieder auf das Deck gelaufen. Jetzt sah man es ganz deutlich. Jacks Gang. Und Gibbs war sicher, wenn man ihr in die Augen sehen würde, wären es Jacks Augen, die zurücksahen. Es waren Jacks schwarze Haare und Jacks dunkeler Teint. Das Problem war nur, dass Jack klar zu machen. „Jack. Kann es sein, dass Cora deine Tochter ist?“ Gibbs hatte sich dazu entschieden einfach direkt zu sein, als lange um den heißen Brei rumzureden. „Bitte, was?!“, Jack verlor für einen Moment die Kontrolle über seine Mimik, doch er hatte das schnell wieder im Griff. „Ach Gibbs, du hast zu viele Geschichten über mich gehört“ , doch das Lachen klang nicht ganz echt. „Ach, soll mich der Teufel hohen, man sieht’s doch. Und jetzt tu nicht so, als könnte es nicht so sein…!“ Gibbs wollte weiterreden, doch Captain Jack schien einen Moment zu überlegen, dann ging er unter Deck und füllte seine Flasche Rum neu auf.


Cora saß in einer Ecke des Schiffs und betrachtete den Rum. Früher hatte sie es immer ekelhaft gefunden, diesen sozusagen puren Alkohol zu trinken. Doch sie fand zunehmend Gefallen daran.
Seit dem einen Tag, den sie mit Jack Sparrow, Gibbs und den anderen Männern auf der Morning Glory verbracht hatte, hatte sie mehr getrunken als bis jetzt in ihrem ganzen Leben. Sie hatte irgendwie keine Lust, schon an Land zu gehen und dieses trostlose Leben weiterzuführen, das sie bisher gelebt hatte. Diese Fahrt schien auf ein Abenteuer hinauszulaufen. Warum sonst hätten die Piraten ein Schiff gekapert? Sie war gerade sehr in Gedanken, sodass sie nicht bemerkte, wie sich Jack Sparrow neben sie setzte. Er beobachtete Cora von der Seite, und stellte erschrocken fest, dass sie wirklich einige Ähnlichkeiten besaßen. Jack hatte sich nun Mut angetrunken (schon wieder eine halbe Flasche Rum weg), sodass er sie nun anstupste. Cora erschrak und rutschte von ihm ab. Da Jack für den Moment nichts Besseres einfiel, deutete er auf ein sehr kleines Glasfläschchen, das von dem Gürtel, der ihren Rock hielt, hinab hing. Es waren lauter kleine Steine darin. „Dass…das ist mein Glas voll englischer Erde“ Cora grinste. „Es erinnert mich an meine Pflegemutter aus England“ Jack, der gerade auch an ein ganz bestimmtes Glas voll Dreck denken musste, nahm seinen Hut ab und spielte damit herum. „Hör mal, Liebes. Es ist wahrscheinlich korrekt das deine Mutter eine gewisse Chloe war… weißt du wer dein Vater ist?“ Cora schüttelte den Kopf. Sparrow hatte ihr gerade ins Gesicht gehaucht und sie roch Fahne. Auch dachte sie nun, dass er ein Bad wahrscheinlich noch nötiger hatte als der alte Gibbs. Jack erkannte wohl just in diesem Moment, dass es keinen Zweck mehr hatte, drüber hinwegzusehen. Er stand auf und deutete mit übertriebener Geste auf seine Wenigkeit. „Sie???“ Cora prustete. Dieser Mann, ihr Vater?! Unmöglich! „Schau in den Spiegel liebes, wir haben dasselbe Blut, dass wirst du wohl eines Tages einsehen müssen“, Jack hatte schon wieder seine Überheblichkeit zurück gewonnen, allerdings konnte er nur schlecht verbergen, dass er keine Ahnung vom Vatersein hatte. Cora betrachtete ihren Vater. Sie wusste, dass es möglich war. Stacey, einer der Männer auf dem Schiff, hatte ihr erzählt, dass der Captain, also Jack, wohl ein ziemlicher Frauenheld sein musste. Cora schluckte. Ihr Vater war eine dreimal verfluchte Piratenlegende! Jack sah sie derweil mit einer erwartungsvollen Miene an. Aber dann kam Gibbs unter Deck gerannt. „Captain! Die Pearl! Sie liegt dort vorne, an der kleinen Insel, dort liegt sie vor Anker!!!“ Sparrow sah auf und rannte (so, wie halt nur Jack Sparrow rennt) zum Ruder. Wirklich, da lag sie. Seine wunderbare, geliebte, schöne, geklaute Pearl. Cora ging im langsam und nachdenklich hinterher, doch wieder ließ es sich nicht leugnen, dass sie genau so ging wie er. Jack manövrierte die Morning Glory an die Seite der Pearl. Die Glory reichte der Black Pearl gerade bis zur Reling. Jack ging an Land, dem Rest der Crew befahl er, an Land zu bleiben. Doch nicht mit Cora Sparrow. „Hey! Ich komm mit dir!“ „Nein, tust du nicht“ , sagte Jack entnervt, und ohne sich umblicken. Cora schloss zu ihm auf. „Ich bin ein verdammter Teil von deinem Abenteuerleben, wird Zeit das du das kapierst!“ Jack verdrehte die Augen, machte aber keine Anstalten, sie wieder weg zu schicken. Die beiden standen nun am Steg, an dem die Pearl vertaut war. Sparrow entdeckte zwei bekannte Gesichter. „Halt!“ sagte einer der beiden ehemaligen Soldaten der Royal Navy. Dann guckte er, als hätte ihm jemand ins Gesicht geschlagen. „Ah...“ , machte Jack , „und wieder zwei Piraten mehr für die Black Pearl! Wo ist denn mein netter Erzfeind Hector?“ „Das…das werden wir bestimmt nicht sagen…“ , sagte der kleinere von beiden. Beide nicht besonders helle, dass hatte Captain Jack schon beim ersten Mal festgestellt, als er sie getroffen hatte. Damals wollte er ein Schiff kapern, und hatte ihnen nebenbei seine ganze Lebensgeschichte erzählt, bis dann Elizabeth Swann von den Klippen fiel, und er sie wohl oder übel retten musste. Plötzlich hörte er hinter sich ein Geräusch, wie jemand in einen Apfel biss. Barbossa. „Ja-hack. Ja-hack! Und wieder sehen wir uns wieder. Deine Freundinnen werden aber auch immer jünger“, bemerkte er mit einem Seitenblick auf Cora. Er biss noch einmal von seinem Apfel ab, dann zog er seine Pistole. „Bringen wir es hinter uns, dann hole ich mir die Karte zurück und alles ist wieder in bester Ordnung, nicht Ja-hack?“ „Sehe ich irgendwie nicht so“, murmelte Sparrow. Cora, die ja nicht wusste, dass es für Jack Sparrow im Grunde genommen Normalität bedeutete, eine Waffe auf sich gerichtet zu sehen, trat mit einem gekonnten Tritt vor die ausgestreckte Waffe, die Barbossa sofort fallen ließ. Jack nutzte die Zeit und zog seinen Degen. Barbossa ebenfalls, und schon waren die beiden in einen heftigen Kampf verstrickt. Jack balancierte am Rand des Steges herum, Barbossa war so gut wie dabei ihn ins Wasser zu stoßen, doch Jack schaffte es mit einer Rolle vorwärts ihm zu entkommen. Derweil beachtete er Cora nicht. Die beiden Piraten, die die Pearl bewachen sollten, nahmen sie kurzfristig unter die Arme und stopften ihr ein Tuch in den Mund. So im Griff, konnte sie ihren Degen nicht erreichen. Hilflos wurde sie auf die Pearl transportiert.
Jack schlug gekonnt aus, und erwischte Barbossas langen, roten Bart. Dieser, außer sich vor Zorn, kämpfte weiter, entschlossen, Jack ebenfalls von den geliebten Zöpfchen zu trennen, oder besser noch, von seinem Kopf. Vor und zurück, rauf runter, so ging es noch eine ganze Weile weiter. Dann rief Jack: „Gehen wir das ganze doch mal logisch an, Barbossa. Du hast die schöne Karte nicht, du hast den Kompass nicht, du hast nur das Schiff. Wie willst du den Jungbrunnen finden?“ „Ganz einfach, Jack. Ich bringe dich und deine Männer um, hohle mir Karte und Kompass und segle hin!“ Jack guckte ihn missbilligend an. Dann wurde er plötzlich auf etwas aufmerksam. „Wo ist Cora?“. Barbossa grinste hässlich. „Tja, ich würde sagen, von nun an ist das Ganze auch wohl noch eher eine Frage der Druckmittel“ Wieder grinste Barbossa, und biss erneut in seinen Apfel. Jack lachte verzerrt. Dann, mit einem gekonnten Fußtritt, den Barbossa mit Sicherheit nicht erwartet hatte, beförderte er ihn über den Steg hinweg ins kühle Meer.
Als Barbossa wieder auftauchte, sagte Jack: „Es ist nicht meine nette und barmherzige Art, jemanden einfach so zu erschießen. Du und ein Teil der Crew, ihr werdet auf einer Insel ausgesetzt. Auf einer ganz bestimmten kleinen Insel. Mit einer Pistole mit einem Schuss.“
Währenddessen waren Gibbs und die Männer hinter Jack getreten, hatten Barbossa aus dem Wasser gezogen und ihn gefesselt. So, mit dem gefesselten Barbossa und schussbereiten Pistolen, betraten sie die Black Pearl.
Die Crew sah ihren gefesselten Captain, dann Jack. Einigen klappte der Mund auf. Cora stand gefesselt und von den beiden Ex-Soldaten der Royal Navy bewacht am Mast. Jack warf ihr einen kurzen Blick zu, dann wandte er sich an die Crew. „Euer Captain ist wieder da“, verkündete er. Dann setzte er einen erwartungsvollen Blick auf. „Ich habe die Seekarte zum Jungbrunnen“, setzte er etwas leiser hinzu. Pintel, Ragetti, auch Cotton und Marty, warfen noch einen Blick auf Barbossa, dann auf die Seekarten in Jacks Hand. Gibbs rief: „Aye!“, und alle Männer taten es ihm gleich. Jack rief beiläufig: „Lasst sie frei! Außerdem bringt diese Qualle in die Brigg“, und ruckte den Kopf Richtig Cora und Barbossa. Dann ging er zum Steuer, flüsterte: „Bring mich an den Horizont“, und klappte seinen Kompass auf. Nach ein paar Drehungen blieb die Nadel schließlich zitternd stehen. Was Jack Sparrow nun am meisten wollte, war den Jungbrunnen zu finden.

Nach fünf Tagen waren die meisten Wasservorräte verbraucht, und es wurde langsam Zeit, das Wasser und auch den Rum wieder neu aufzufüllen. Da die Bucht der Wracks nicht weit war, ließ Jack seine Männer auf diese zuhalten. Wohlweißlich mit einem winzigen Hintergedanken.

Am Hafen der Bucht der Wracks unterhielt sich eine schwangere Frau gerade mit einem alten Kauz, einem Piraten. „…und nur einmal alle zehn Jahre sagtet Ihr? Beim Teufel… das ist verdammt lange hin…“ Der Alte drehte sich um und ging zu seiner alten Fischerhütte zurück. Elizabeth schüttelte innerlich den Kopf. Manche Menschen verstanden einfach nicht, das das Warten sich für eine eben wahre Liebe eindeutig Lohnte. Sie streichelte mit einem Lächeln ihren Bauch. In ihrem Schoß ruhte eine steinerne Truhe, aus der rhythmische Geräusche drangen. Nur noch ein paar Jahre, und Will würde zu ihr zurückkehren und einen Sohn, oder eine Tochter in die Arme schließen. Jeden Tag malte sie sich diesen Tag in den schönsten Farben aus, und sie zählte jede Stunde bis zum Tag seiner Ankunft. Sie summte ein Piratenlied, hörte den Schlägen in der Truhe zu, als plötzlich ein großes, schwarzes Schiff am Horizont auftauchte. Die Galeone hatte schnelle Fahrt, und Elizabeth kam sie merkwürdig bekannt vor. Die Black Pearl. Jacks Schiff!

Umso näher sie dem Hafen kamen, desto nervöser wurde Jack. Auch Cora, mit der er sich die meiste Zeit unterhielt, bemerkte es. Jack hätte sich innerlich Ohrfeigen können. Er wollte sich einfach in keinster Weise eingestehen, dass die Frau, die ihn umgebracht hatte, ihm immer noch etwas bedeutete. Doch dann legten sie schließlich an, die meisten Männer gingen über Bord, um Wasser, Lebensmittel und Rum zu besorgen. Jack setzte sich auf den Steg und starrte auf seinen Kompass. Nach einigen Minuten deutete dieser auf Jack selber. Hm? Was war das denn? So selbst verliebt war er ja nun auch nicht… Dann drehte er sich um. Elizabeth stand hinter ihm und lachte. „Was machst du denn jetzt hier?“, fragte sie. Jack murmelte: „Kein Rum…“ und drehte sich wieder zum Wasser. Elizabeth setzte sich neben ihn. Jack warf ihr einen Seitenblick zu. Sie hatte die Truhe mit William Turners Herz fest umklammert. Außerdem bemerkte Jack, dass etwas mit ihrer Figur nicht zu stimmen schien. „Sag schon was, du redest sonst auch immer so viel. Wie geht’s dir?“ Elizabeth bemühte sich um ein unverkrampftes Gespräch. Trotzdem musste sie an den Kuss, an den Mord an Sparrow und an die gemeinsam gewonnene Schlacht denken- da fing Jack aber auch schon an. „Mir geht’s ganz gut, Barbossa ist in die Brigg gesperrt und ich suche den Jungbrunnen“, mit einem übertriebenen Wink deutete er auf Elizabeth’ Bauch. „Dir scheint das Landleben wohl… besser deiner Figur… nicht so gut bekommen zu sein?“ „Ich bin schwanger, Jack“ , sagte Elizabeth etwas verstimmt. „Ach, von unserem guten William, hoff ich? Oder ist es Norrington oder hmm…“ , er tippte sich an die Nase. „Das waren sie eigentlich alle, oder?“
Elizabeth kannte Jack und machte nicht allzu viel Aufheben um seine Art. Dann bemerkte sie ein Mädchen, dass sie beide vom Deck der Pearl aus beobachtete.

Cora sah Jack (sie brachte es irgendwie nicht fertig, ihn Papa zu nennen) mit dieser fremden Frau auf dem Steg sitzen. Wer war das? Wieder eine von seinen vielen, vielen Frauen? Doch etwas in dem Blick, den er ihr zuwarf war nicht richtig. Das Überhebliche und die Selbstverliebtheit waren nicht drin. War er etwa verliebt?
Cora hatte sich schon viele Gedanken darüber gemacht, ob Jack ihre Mutter geliebt hatte, doch mit der Zeit hatte sie eingesehen, dass es wahrscheinlich nicht so war. In den fünf Tagen waren sie bereits auf zwei Frauen gestoßen, die ihm beide eine geknallt hatten. Meistens sagte er, er habe das nicht verdient, doch so ganz wollte Cora das nicht glauben.
Sie entschied sich, zu den beiden ans Wasser zu gehen. Auf diese Frau war sie neugierig geworden.

Elizabeth hatte Jack bereits gefragt, wer dieses Mädchen war.
Jack sah etwas verlegen drein, wie es sonst so gar nicht seine Art war.
„Meine Tochter“ , sagte er dann, bemüht gleichgültig.
„Was?“ , Elizabeth konnte es nicht glauben. Das passte ja nun so gar nicht zu Jack-
doch dieser nickte seinen Knien zu. So unwahrscheinlich war es eigentlich auch wieder nicht, dachte Elizabeth gerade, als Cora zu ihnen kam.
„Hallo“ , begrüßte sie Elizabeth.
Elizabeth grüßte zurück.
Jack sagte gar nichts.
Elizabeth blickte zwischen den beiden hin und her und entdeckte auch schon einige Ähnlichkeiten. Cora lachte. „Das ist mein Vater, Captain Jack Sparrow.“
Jack grinste. Dann sagte er: „Erste erzieherische Maßnahmen haben bereits Früchte getragen“
Elizabeth blinzelte, doch Captain Sparrow war bereits aufgesprungen, denn er sah Gibbs und die Männer wieder ankommen. „alsdann, Elizabeth. Wir brechen dann mal auf“. Er zog Cora mit sich auf das Schiff, und nachdem Gibbs und die anderen Wasser und Rum in Form von Fässern auf das Schiff gerollt hatten, brachen sie wieder auf.
Der Captain blickte sich noch einmal um,
doch jetzt hatte er endgültig begriffen, dass ihr Herz William Turner gehörte, was normale Menschen eigentlich nicht nachvollziehen konnten. Schon ihres Bauches wegen. Cora stand ganz vorne an der Reling und genoss den Fahrtwind. Jack musste lachen, nahm einen Schluck Rum und ging unter Deck, um sich diese Karte etwas genauer anzugucken.

Zwar funktionierte der Kompass nach wie vor tadellos, doch Jack wusste nicht, wer oder was genau ihn am Jungbrunnen erwarten würde.
Zunehmend mehr Zeit zerbrach er sich seinen Kopf über der Karte, die, ähnlich wie die Karte, die ihn aus der Welt der Toten holen sollte, beweglich und rund war. Er drehte ein wenig hier, ein wenig da, dann bildete sich in der Mitte der Karte ein großer Baum. Darunter stand nun:
Das feurige Meer verschluckt Fleisch und Blut des suchenden Finders
Das war nun etwas, dass Jack nicht verstand. Er suchte weiter, vielleicht kam ja ein etwas hilfreicherer Hinweis.
Jack drehte an einem anderen Kreis, und die Wörter wurden zu:
Er wird trinken und ewig leben und glücklich sein
Das war zwar schön, doch immer noch unhilfreich.
Wenn sein Herz es zulässt.
Wesentlich unhilfreicher als unhilfreich.
Jack erinnerte sich an das letzte Mal, als er diesen Gedanken ebenfalls hatte.
Vielleicht würde er wieder so eine Art Geistesblitz haben. Er trank noch etwas Rum, nahm noch einige Messungen vor, klappte seinen Kompass auf, betrachtete die Nadel, die immer noch zielstrebig den Kurs hielt, und klappte den Kompass wieder zu.

Am nächsten Tag setzten sie Barbossa ab. Captain Jack Sparrow stand, den Dreispitz auf dem Kopf, auf deck und betrachtete die kleine Insel. Oh, er gönnte es Barbossa wahrhaftig hier gefangen zu sein, mit einer Pistole und nur einem Schuss. Da er nicht Captain Jack Sparrow war, würde er auch nicht entkommen, da war sich Jack sicher. Mit einem Blick auf das Eiland, auf dem Barbossa ihn damals ausgesetzt hatte, sagte er: „Ich denke, diese Insel kommt dir bekannt vor“ und reichte Barbossa die Pistole. „Ich dachte wirklich wir hätten so etwas hinter uns“ , sagte der Meuterer, genau wie damals Jack. „Dachte ich auch“ , antwortete dieser und stupste ihn mit seinem Degen über Bord. Gibbs und die Männer lachten, Pintel und Ragetti, deren Captain ständig wechselte, bedachten Barbossa noch mit einem mitledigem Blick, dann gingen auch sie. Jack hätte auch den Affen über Bord geschmissen, allerdings war das kleine Biest zu schnell und außerdem untot, sonst hätte Jack ihn schon lange erschossen. Wenn ihm langweilig war, beschäftigte er sich häufig damit, das Biest abzuschießen. Cora, die Jack in seine Pläne eingeweiht hatte, trat zu ihm.
„Wie genau willst du diesen Jungbrunnen eigentlich finden?“ , fragte sie mit einem Seitenblick auf ihren Vater.
„Mir wird schon was einfallen…“ , brummte dieser.
„Aha…“
Dann sprang Jack plötzlich auf. Am Horizont erglühte ein roter Schimmer, aber nicht der der Sonne.
Es schien, als würde das Meer brennen, so absurd das auch klingen mochte.
„Was ist das?“ , fragte Cora und stellte sich neben Jack. „Keine Ahnung, aber wir halten genau drauf zu..!“ Mit diesen Worten lief Jack unter Deck, um Gibbs zu suchen. Dem Rest der Mannschaft war inzwischen auch aufgefallen, dass etwas passierte und sie stellten sich mit Cora an die Reling. Niemand aber sorgte dafür, dass die Black Pearl ihre volle Fahrt vielleicht ein wenig zurücknimmt, selbst Jack nicht. Dieser holte nun mal wieder sein übergroßes Fernrohr heraus, aber irgendwie erkannte Sparrow nichts.
Sie kamen dem roten Schein auf dem Meer immer näher, und Cora wurde zunehmend nervös, weil sie so etwas noch nie gesehen hatte. Aber wenn man mit Captain Jack Sparrow unterwegs war, musste man eigentlich mit etwas paranormalem rechnen.
Endlich waren sie da, und Jack erkannte mit Erstaunen, dass tatsächliche Flammen auf dem Meer flackerten. Cora bekam es nun mit der Angst zu tun, sie ging zum Hauptmast und klammerte sich daran fest.
Schon wollte Captain Sparrow die große Galeone wenden, bis ihm auffiel, dass die merkwürdigen Flammen dem schwarzen Schiff gar nichts anhaben konnten, und sie einfach so durch sie hindurchsegelten.
Plötzlich tauchte eine kleine Insel im Meer auf, und Jack ließ auf sie zuhalten. Eine schaurige Musik schien von ihr auszugehen, und Jack standen die Nackenhaare zu Berge. Er warf Cora einen Blick zu, doch sie schien die Musik nicht zu hören.
Als sie an dem kleinen Steg anlegten, der gerade mal ein Achtel der Black Pearl barg, war die Musik verstummt. Captain Sparrow sprang von Bord, während Cora, Gibbs und die Crew ihm folgten. Cottons Papagei rief: „Alle Mann von Bord, alle Mann von Bord“ , und entflog in den Himmel. Jack, der das nicht gerade als gutes Omen sah, ging mutig voraus. Die Insel schien nur aus schwarzem Sand, Steinen & zwei Palmen zu bestehen. Schon wollte Jack enttäuscht wieder kehrt machen, da stolperte er über einen ca. ein Quadratmeter großen Stein, in den ein kleines japanisches Zeichen eingeritzt war. Cora, die die Karte mitgenommen hatte, deutete aufgeregt auf ein identisches Symbol auf der Karte. „Hmmm…“ , Jack dachte nun angestrengt nach. „ Ich frage mich wirklich, was dass zu bedeuten hat…“ „Das hier ist kein guter Ort“ , meinte Gibbs dazu mit finsterem Gesicht. „Schon diese merkwürdigen Flammen auf dem Meer kommen mir unheimlich vor, Captain. Ich würde lieber wieder umkehren…“ Gibbs umkreiste eine der beiden Palmen, ununterbrochen aus seinem Flachmann trinkend.
Jack versuchte inzwischen, dem geheimnisvollen Zeichen auf die Spur zu kommen. Nun konnte er leider kein Japanisch, obwohl er schon oft in Singapur gewesen war. Er drückte den quadratischen Stein in den Boden, zog daran und trat davor. Nichts rührte sich.
„Wir müssen nur wissen, was das zu bedeuten hat“, stellte Cora fest.
„Wenn die Dame so gut japanische Schrift lesen kann, nur zu“, Jack trat mit galanter Geste beiseite, doch man sah ihm an, dass er weiter überlegte.
Gibbs währenddessen beobachtete weiterhin misstrauisch die knisternden Flammen,
langsam streckte er den Finger aus, und bemerkte, dass die Flammen völlig kühl waren.
Böse murmelnd wandte Gibbs sich ab. Man verstand nur Wörter wie „nicht geheuer“ und „besser abhauen“, doch niemand kümmerte sich um ihn. Während Jack Gibbs betrachtete, wartete er auf einen plötzlichen Geistesblitz, wie er ihn bisher schon öfter gehabt hatte. Gibbs führte in dieser Zeit langsam den Rest der Crew wieder an Deck, er hatte ohnehin das Gefühl, dass man an diesem merkwürdigen Ort nicht unbedingt länger verweilen sollte. Nur Cora kniete sich neben ihren Vater, der sich über dem eingeritzten Symbol auf dem roten Sandstein sein Hirn zerbrach. Er sollte trinken, wie die Karte sagte…aber hier war kein Wasser?! Alles Wasser war scheinbar von diesen roten Flammen umhüllt. Allerdings konnte er Salzwasser sowieso nicht trinken…und wenn er einfach durch die Flammen fasste? Aber Jack hatte nicht das Gefühl, dass das karibische Meer etwas hiermit zu tun hatte… er musste irgendetwas mit diesem Stein tun, der so fest im Boden verankert war. Cora entfernte sich etwas, wie vorher Gibbs, und begann im Kreis zu schreiten. „Wie wär’s denn, wenn man einfach das Einfachste versucht, und das Symbol auf der Karte mit dem Symbol auf dem Stein verbindet?“ „Und wie stellst du dir das vor?“ , fragte Jack zweifelnd. „Na, ganz einfach, du legst das Symbol auf der Karte auf das Symbol auf dem Stein“ , meinte Cora nüchtern. „Und das soll dann alles sein? „ , fragte Jack mit einem Gesicht, in das tiefe Zweifel geschrieben standen. Dennoch versuchte er es. Langsam drückte er die Karte auf den Stein.
Plötzlich hörte man ein Donnern, und die Erde um sie herum begann zu beben. Es wurde schrecklich heiß, die Flammen schienen nun ihre normale Temperatur anzunehmen. Die über hundert Jahre alte Karte brannte um das Symbol in der Mitte einfach unter Jacks Händen weg. Auch war die schaurige Musik wieder da, als plötzlich die Insel um sie herum zu sinken begann. Der Sand schien durch unsichtbare Löcher im Boden zu laufen, und alles um sie herum versank plötzlich. Auch der Stein vor Jack begann in die Erde zu sinken, und aus dem entstandenen Sandloch heraus drang sprudelndes, helltürkises Wasser. „Das muss wahrhaft das Wasser des Jungbrunnens sein!“ , jubilierte Jack, und wollte sich schon niederknien und es trinken, als ihn ein Schrei aus seinen Gedanken riss.
Er hatte Cora völlig vergessen! Sie stand ja am Rand der Palme, also musste sie sinken…warum sank er eigentlich nicht in den schwarzen Sand? Jack blickte mit Verwunderung unter sich, und bemerkte einen weiteren rot-braunen Stein mit vielen japanischen Symbolen, ca. 2 mal 2 Meter breit, den der Sand bisher verborgen hatte.
Doch Cora klammerte sich verzweifelt an einer der immer tiefer sinkenden Palme fest, um nicht mit dem Sand in ungewisse Tiefen zu verschwinden. „Jack! Jetzt hilf mir doch, verdammt noch mal!“ , rief sie schon zum wiederholten male. Jack, nun hin- und her gerissen zwischen dem ständig versiegenden Wasser des Jungbrunnens, dass ewiges Leben bringt, und seiner sterbenden, an einer Palme festgeklammerten Tochter. Ein paar mal schaute er verzweifelt von Cora zu dem blauen Wasser, bis er einen Entschluss traf.
Er stellte sich auf den großen Stein, und streckte sich, soweit es ging zu Cora hinüber, doch es reichte nicht, er konnte sie nicht erreichen. „Hilfe“ , rief Cora, die immer mehr Sand von oben ins Gesicht bekam und zu ersticken drohte, wenn sie nicht vorher fiel. Jack hechtete voran und machte sich so lang es eben ging, und Cora klammerte sich an das einzige, was sie zu fassen bekam: Jacks Hand. Mit letzter Kraft zog dieser sie näher zu sich heran, und rettete sie schließlich auf den Stein.
Doch Cora ging es nicht besser, sie hustete und atmete schnell und flach. Schon ging sie zu Boden, legte sich auf den Rücken. Jack wusste nicht was er tun sollte. „Wasser“ , krächzte Cora, und in heilloser Verwirrung schöpfte Jack das letzte bisschen Jungbrunnenwasser aus dem fast leeren Loch. Kaum hatte Cora einen Tropfen getrunken, ging es ihr schon wesentlich besser. Nun wurde es aber Zeit, sich auf die Black Pearl zu begeben, denn die Flammen zogen einen immer engeren Kreis um sie. Gibbs, der erstaunt und entsetzt zugleich zugeschaut hatte, unfähig, irgendetwas zu tun, warf Vater und Tochter ein Tau zu. Sie zogen Jack und Cora auf die Black Pearl, wo sie hustend auf dem Deck zusammenbrachen. So schnell es ging, entfernte sich das Schiff samt Mannschaft von der schwarzen Insel, und als Jack hinter sich blickte, verschlang ein riesiger Mahlstrom den Stein samt Flammenmeer.

„Captain?“ , Gibbs ging auf Jack zu, der sich mit einer Flasche Rum in die Kapitänskajüte zurückgezogen hatte. „Was willst du?“ , Jack schaute ihn mit scheelem Blick an. Er hatte schon einiges getrunken. „Jack…“ , begann Gibbs erneut, doch Jack unterbrach ihn: „Ich weiß was du sagen willst, aber es war alles total umsonst. Der Quell des ewigen Lebens ist versiegt, und ich weiß keine andere Möglichkeit, ewig zu leben…“ „Ich wollte dir sagen, dass es verdammt richtig war, was du getan hast. Und ohne das jetzt herablassend zu meinen, ich bin stolz auf dich“ , Gibbs machte ein ernstes Gesicht, legte Jack eine Hand auf die Schulter. „Ich denke, es ist Zeit, wieder einmal dem ehrlichen Piratenhandwerk nachzugehen, aber ich denke, unser erstes Ziel wird Tortuga sein“ , mit diesen Worten ging Gibbs hinaus. Jack blickte ihm überrascht hinterher, so kannte er den alten Gibbs gar nicht. Obwohl er eigentlich Recht hat, überlegte Jack. Jetzt, wo Calypso wieder frei war, und somit alles anders, war die Zeit gekommen, wieder richtiger Pirat zu sein. In diesem Moment kam Cora in den Raum.
„Jack…Papa?“ , unsicher torkelte sie auf ihn zu. „Es tut mir Leid, dass wir wegen mir den Jungbrunnen nicht…ausgeschöpft haben…“ , sie verbarg ihr Gesicht mit den Händen.
Jack legte den Arm um sie, die beiden gingen hinaus ans Steuer, wo Gibbs sofort Platz machte.
„Es brauch dir nicht Leid tun, Liebes“, Jack betrachtete die aufgehende Sonne am Horizont. Dann nahm er seinen Hut, und setzte ihn Cora auf die schwarzen Locken. „Hier, aber den krieg ich zurück, bis heute Abend… wenn wir auf Tortuga sind, kaufe ich dir einen richtigen Hut…“
Cora entfernte sich lachend, und Jack begann leise zu murmeln…“Yoho, Yoho Piraten haben’s gut…“ Er blickte auf den Kompass, der nun auf die Flasche rum in seiner Linken deutete. „Trinkt aus, Piraten, Yoho!“


Wie findet ihr des?
Wüsstet ihr vielleicht ein besseres Ende? heL; Johanna

Antworten:

echt geile geschichte wär mir nicht si eingefallen kompliment ! ich lese viele geschichten aber diese war unter den ersten 10 von vileicht 100 ich bin auf einer seite angemledet die genau das richtige für dich wär dort konntes du die geschichte reinstellen und von 100 ten ihre meihnung lesen ! also hier die seite : [www.fanfiktion.de] meld dich doch einfach mal an das kostet nichts ! meld dich doch büdde wenn du angemeldet bist !



von Lady Sparrow - am 27.06.2008 18:03
Danke! Klar mach ich, is voll nett von dir, dass du mir die Seite schickst =)

...
soooo jetz binich da angemeldet =) StrawberrY x3 *lol*
bissu da auch angemeldet?

von CaptainJohannaSparrow - am 28.06.2008 12:19
omg das is viiiiel zu lesen^^ ich drucks aus und les es heute abend im bett ;-)
ach ne gschmarry da kommt ja fußball...^^ abba ich les es mir auf jeden fall durch!! ich bin auch grad dabei ne geschichte zu schreiben "Die Trauminsel" heißt die...wenn se fertich is, kommt sie hiiiier rein ;-)

von jack-sparrow-fan - am 29.06.2008 06:09
hoffentlich verliert heute deutschland....:D

von blackbeart - am 29.06.2008 07:52
*lool* @blackbeart^^ das hat ja mal richtiq viel mitm Thema zu tun xD
aber auf der Seite, die mir LadySparrow gegeben hat, sind noch viel ( viel viel viel ) bessere Geschichten als meine :D da kannich noch nich wirklich mithalten...
Aber man lernt ja noch =P
Auf das Deutschland heute abend GEWINNT :D:D





von CaptainJohannaSparrow - am 29.06.2008 10:19
e schreib mir doch bitte wenn du se reingestellstt hast ja ?

von Lady Sparrow - am 29.06.2008 18:39
schon passiert =)
Aber es antwortet iwie keiner dadrauf.. xD
Lalalala..

von CaptainJohannaSparrow - am 30.06.2008 18:25
Zitat
blackbeart
hoffentlich verliert heute deutschland....:D




bb?!?! geeeeeehts noch?? wegen DIIIR hat deutschland verloren :mad: DUUU bist schuld *schmoll* :(

:D:D

von jack-sparrow-fan - am 30.06.2008 18:37
ich heißt da genauso wie hier schreibt mir doch eine mail!

von Lady Sparrow - am 01.07.2008 11:13
Zitat
blackbeart
hoffentlich verliert heute deutschland....:D


wenn ich DAS früher gelesen hätte, würdest du jetzt schon im grab liegen :-) -.-

von Captain Will Turner CTS - am 04.07.2008 10:37
EY!!! Ihr seid auch in Fanfiktion? Ich auch *__* XDXD

von früherPOTCFan - am 04.07.2008 17:50
wow biltzmercker *grinz* ich hab dich schon mal gefragt !

von Lady Sparrow - am 04.07.2008 17:59
Ich find deine Geschichte total cool....Da musst du erstmal draufkommen!! SUBBA!! *fettes Lob* Meine Geschichte is bald fertig...dauert aber noch ein bisschen '(widerspruch aber egal^^) :spos::spos::spos::spos::spos::spos::spos::spos:

von jack-sparrow-fan - am 05.07.2008 07:32
Ich bin grade dabei meine zu überarbeiten XD

von früherPOTCFan - am 05.07.2008 08:08
Was für eine übertrieben geile Story *-* *-* Einfach hamma! Kompliment!!!

von Soronya - am 08.07.2008 13:17
@misszoisparrow: was schreibst du für ne geschichte?
meine is schon in nem thread^^ nur der is iwo untergegangen :D
-->die trauminsel

von jack-sparrow-fan - am 08.07.2008 16:46
Is einfach zu geil wie viele FdK Geschichten bei fanfiktion rumflattern...


von CaptainJohannaSparrow - am 11.07.2008 10:10
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