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Presseberichte der HSG Wolfen 2000
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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 11 Monaten
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Matthias Berger

Maik fiebert Saisonstart entgegen - Portrait über den Neuzugang

Startbeitrag von Matthias Berger am 06.08.2008 15:08

Maik fiebert Saisonstart entgegen
Nach schwerem Rückschlag zurückgekämpft und will seine Klasse beweisen


Von Matthias Berger

Den ersten Auftritt seines Idols bei Olympia wird Wolfens Neuzugang wohl verpassen. Wenn Deutschlands Nationaltorhüter bei der Mission Gold aktiv wird, ist Maik Wiese mit seinem Team im Trainingslager. „Ich drücke Henning Fritz und der deutschen Mannschaft natürlich die Daumen.“, erklärt der 20 jährige. Den Weg den die Nummer eins zwischen Deutschlands Handballpfosten gegangen ist begeistert den neuen HSG-Torhüter. In Magdeburg ist der Keeper geboren und als Handballer groß geworden. In der deutschen Nationalmannschaft eine Bank und auch Rückschläge wie seine Degradierung zur Nummer drei in Kiel faszinieren den Azubi. „Ihm nachzueifern wäre ein Wunsch, aber der ist wohl nicht ganz realistisch.“, erklärt er selbst. Die Auswahlmannschaft Sachsen-Anhalts hat er verlassen, als er die Warteposition einnehmen sollte. Da ist er den gleichen Weg wie sein Vorbild gegangen. Aber Maik ist zu ehrgeizig um nicht noch an seine Chance zu glauben und von höheren Aufgaben zu träumen.

Ehrgeizig ist der 1,95 m-Hüne schon immer gewesen. „Er hat sich schon immer mehr geschunden wie andere.“, erklärt auch sein Vater, der nicht nur mächtig stolz auf seinen Filius ist, sondern selbst jahrelang Handballtrainer war. Bereits in der ersten Klasse hat er mit dem Handball angefangen und wie fast alle Jungen vorher Fussball gespielt. „Maik hatte keine Angst und die Hände weggezogen.“ , erinnert sich sein Vater an die ersten Trainingseinheiten. Damit war ein Torwarttalent geboren.
Mit den Dessauern Youngstern hat er dann ab der Jugend auch eigentlich alles gewonnen. Anhaltmeister, Landesmeister, Ostdeutscher Meister, Titel als Lohn für harte Arbeit.
Im vergangenen Jahr führte ihn der Weg nach Jessen. „Nach Gewinn des Doubles wollte ich aus persönlichen Gründen nicht in Dessau bleiben.“, erklärt der Blondschopf. Wolfen hatte zu dem Zeitpunkt drei starke Torhüter, so das der Wechsel an die Fuhne kaum eine Herausforderung gewesen wäre. So verschlug es ihn an den Rand Sachsen-Anhalts. Aber die Fahrtstrecken neben der Ausbildung, lassen kaum einen intensiven und konzentrierten Trainingsbetrieb zu. Dann der nächste Rückschlag. Die Diagnose Bandscheibenvorfall zwang ihn zu einer langen Pause. Durch den Bauch wurde der Defekt an der Wirbelsäule behoben und er hat sich wieder heran trainiert. Als der Abgang von Holger Kemnitz aus dem Wolfener Regionalligateam sich anbahnte, ließ Wolfgang Spitz ihn medizinisch auf Herz und Nieren prüfen. „Als es wieder grünes Licht für Leistungssport gab, war ich unendlich erleichtert.“ erzählt Maik. Die Herausforderung Regionalliga macht ihn natürlich stolz aber auch etwas nachdenklich. „Ich will mich weiter entwickeln und der Mannschaft helfen.“, erklärt er bescheiden und hofft natürlich das sein Rücken ihn nicht noch einmal im Stich lässt.

So pendelt er jetzt zwischen Dessau und Bitterfeld. Beim Bitterfelder Unternehmen Abasys hat er noch ein Jahr auf dem Weg zum Mechatroniker zu absolvieren. Da ist der jüngere Bruder von zwei Schwestern mindestens so ehrgeizig wie im Handballtor. So ist es auch nicht verwunderlich, das er auf Messen und Ausstellung den Interessierten, Maschinen und technische Fortschritte erklären darf. Ab September sitzt dann nicht nur seine Familie sondern auch seine Freundin am Spielfeldrand und drückt ihm die Daumen. Vielleicht werden ja auch mal Träume wahr und er kann sich mit tollen Paraden für höhere Aufgaben empfehlen. „Das Potential zu einem Top-Torhüter hat er allemal.“, lobt Mannschaftsbetreuer und DDR-Liga Torhüter Werner Mechelk.

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