Wölfe bauen auch in Nordhorn Sensationsserie aus

Startbeitrag von Matthias Berger am 19.04.2009 15:07

Wölfe bauen Sensationsserie aus
HSG kehrt auch aus Nordhorn mit Punkt nach Hause – Ohne Blechschmidt auf Tour


Von Matthias Berger

„Was ist mit dem Deal mit der Besatzung des HSG Sportbistros“, lautete die Nachfrage von Raik Baumbach, nachdem Trainer Wolfgang Spitz einen kurzen Spielbericht aus Nordhorn ablieferte. Bei einem Sieg der Fuhnehandballer sollten die Pforten der Sporthalle Krondorf bis zum Eintreffen der erfolgreichen Akteure geöffnet bleiben. Was ist bei einem Unentschieden ? – war die Kardinalsfrage. Für dieses Szenario bestand keine Abmachung. Aber nach einem Situationsbericht, wurde man sich dann schnell einig.
Die Crew des Bistros in Verantwortung des Handballvereins, stand zu ihrem Wort und wartete auf die Spitz-Schützlinge. Gegen drei Uhr morgens pilgerten dann einige hartnäckige Fans noch einmal in die Lokalität und wollten die Spieler nach dem 36:36 ebenfalls in Empfang nehmen.
Erst als es wieder dämmerte schlossen dann die Türen der Sportsstätte. Da hatten die Spieler auch ausführlich Bericht erstattet und bei den Aktiven wie den Bistrohelfern machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar.

„Ich freue mich riesig über den Punkt. Wenn man überlegt, unter welchen Umständen, mit welchem Personal er zustande kam, müssen wir damit zufrieden sein.“, erläutert Wolfgang Spitz in den Sonntags-Morgenstunden. Ganz zufrieden war er aber dennoch nicht. Denn es war noch mehr drin. Auch wenn die Wenigsten an einen Sieg in der Grafschaft geglaubt hätten, so war er greifbar nah. Vier Minuten vor Schluss hatte Wolfen die Sensation wieder einmal zum Greifen nahe. Da führten die Gäste bereits mit 35:31. „Bis dahin haben die Jungs alles richtig gemacht.“, lobte der Trainer seine Mannschaft. Dann kam das was immer wieder bei den jungen Wölfen Einzug hält. Blinder Aktionismus und fehlende Chancenverwertung verhinderten den durchaus möglichen Doppelpunktgewinn.
Da aber keiner auch nur im Geringsten mit diesem Punkt gerechnet hätte, so zählt er fast doppelt. „Natürlich hätten es auch beide Punkte sein können, aber noch vor einem halben Jahr hätten wir solche Begegnungen am Ende vergeigt. Das zeigt wie das Team gereift und gewachsen ist.“, zieht Spitz ein positives Fazit.

Wenn man auf die Wolfener Aufstellung in Nordhorn schaut, kann auch nur Lob zu dem Ergebnis zollen. Spielmacher Stephan Blechschmidt knickte am Donnerstag um und trat die Reise gar nicht erst an. Der Routinier, der in dieser Saison seine beste Form seiner Laufbahn aufweist, teilte das Schicksal mit Martin Lindner, der aber in Nordhorn, zur Überraschung seiner Teamkollegen, an der Seitenlinie Platz nahm.
Raik Baumbach konnte aufgrund einer Allergie, früh kaum aus den Augen gucken. Erschwert wurde die Personallage noch in der 28.Spielminute, als Martin Partersch aufgrund eines Pferdekusses ausgewechselt werden musste. Da führten die Wolfener bereits 11:17 und er hatte sieben Treffer beigesteuert.
Dann ließ sich der Gast, wieder verursacht durch viel zu schnell abgeschlossene Angriffe bis zur Pause eine 0:4 einschenken. Beim Pausenstand von 15:17 hatte auch Schlussmann Stefan Förster sein Können eindrucksvoll demonstriert.
Ein Rückhalt der auch in der zweiten Hälfte vonnöten war. Nordhorn hatte zwischenzeitlich reagiert und Spielertrainer Heiner Bültmann hatte aktiv in das Geschehen eingegriffen. Die Hausherren hatten sich einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeitet. Aber für Wolfen schlossen die Spieler die Lücken, welche in dieser Saison nur wenig Einsatzzeiten erhielten. „Es war genial, wie sie die frei gewordenen Positionen besetzten und mit Regionalliganiveau ausfüllten.“, lobte Mannschaftsrat Hendrik Hein allen voran Florian Spitz und Lutz Lindner. Erstgenannter lief mit einer Achillessehnereizung auf, wusste aber auch als Vollstrecker zu überzeugen . Seine fünf Feldtore und die drei von Lutz Lindner trugen entscheidend zu 35:31 Führung bei und dann kamen die nervösen Minuten, welche bei der Punkteteilung aber noch versöhnlich endete.
Nun gilt es sich auf die nächsten beiden Heimspiele zu konzentrieren und die Erfolgsserie fortzusetzen, um den finalen Beifreiungsschlag gemeinsam mit den Fans zu erleben.

Mannschaftsaufstellung: Wiese; Förster (Tor); Winkel (1); L.Lindner (3); Hein (1); Spitz (5); Baumbach (4); Pratersch (7); Luther (3); Thiele (1); Sindermann (11/2)

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