Wölfe empfangen Aschersleben zum Landesderby

Startbeitrag von Matthias Berger am 23.04.2009 19:44

HSG will positiven Trend im Derby fortsetzen
Keine Entwarnung im Lazarett – Mit Sieg wäre ein großer Tabellensprung drin


Von Matthias Berger

Die Handballfans haben längst den Taschenrechner gezückt. Im Auge haben sie nicht nur den Stand nach dem 26.Spieltag sondern auch die Endabrechnung. Wolfens Ausgangssituation hat sich, vor ihren letzten fünf Spielen dieser Saison, deutlich verbessert. „Der Punkt aus Nordhorn war Gold wert.“, erzählt Stephan Luther. Der Linksaussen, der kurz vor der Vertragsverlängerung in Wolfen steht, hat in der Grafschaft drei Tore zum 36:36 beigetragen.
Damit haben die Fuhnehandballer in der Rückrunde eine bemerkenswerte 12:8 Punkte-Serie hingelegt.

Diese soll auch im Derby am Samstag ihre Fortsetzung finden. Ab 18.30 Uhr spielt der Aufsteiger aus Aschersleben in der Sporthalle Krondorf auf.
Die Landesmeister des Vorjahres haben sich schnell in die dritte Liga eingefügt. Nach der Hinrunde hatten sie einen Podestplatz erkämpft. Maßgeblichen Anteil daran hat der Mann an der Seitenlinie. Olympiasieger Dimitry Filipov, der auch immer noch als Aktiver in das Spielgeschehen eingreift. Der Ausnahmekönner verfügt über zahlreiche Erfahrungen, inklusive seiner Einsätze in der weißrussischen Nationalmannschaft mit welcher auch den Olymp bestieg.
Bereits beim einjährigen Gastspiel in der Oberliga hat der Spielertrainer eine schlagkräftige Mannschaft geformt. Mit zweitligaerfahrenen Akteuren aus Magdeburg und Bernburg haben sich die Gäste souverän die Meisterschaft gesichert. Da hieß der beste Torschütze des Teams Carsten Kommoß. Daran hat sich in der Regionalliga nichts geändert. Mit 165 Toren rangiert der Linkshänder unter den Top-Ten der Liga. Aber auch Ronny Liesche und Benny Böcker, welche der Kaderschmiede aus Magdeburg entstammen, haben die 100-Marke bereits geknackt. Der Ungar Ferenc Szam traf in der letzten Begegnung ebenfalls zum 100 mal.

Aber Wolfen braucht sich keinesfalls zu verstecken. Wolfens bester Torschütze Eric Sindermann hat in der Vorwoche sogar die 200 Hürde genommen. Aber wichtig ist die Mannschaftsleistung, welche seit Neujahr gestartet wurde. Eine ähnlich positive Serie suchen andere Drittligisten. Auch der Gast hat weniger Pluspunkte in der Rückrunde gesammelt, wie die Wölfe.
Das Hinspiel verließen die jetzigen Hausherren mit hängenden Köpfen. Wieder einmal hatten die Spitz-Schützlinge mit einem Tor verloren und wieder einmal waren es zwei individuelle Fehler in der Schlussphase. Das soll diese mal besser werden. Vor allem winkt nicht nur die Revanche, sondern bei normalen Ergebnissen aus den anderen Hallen, sogar der zehnte Tabellenplatz. „Das wäre ein Riesensprung für uns und in Derbys sind wir in diesem Jahr zu Hause ungeschlagen.“, erzählt Mannschaftsrat Hendrik Hein.
Die Gastgeber müssen aber auf der Hut sein. Ein Selbstläufer wird das Spiel auf keinen Fall. Der Tabellenvierte wird alles aufbieten, um die HSG am Punkten zu hindern. Damit kommt auf die Wölfe Schwerstarbeit zu. In der Deckung müssen vor allem die Rückraumakteure frühzeitig am Werfen gehindert werden. Im Angriff müssen sie geduldig ihre Chancen ausspielen und diese dann auch konsequent nutzen. Mit Hilfe der Fans sollte es aber dennoch möglich sein, die Serie weiter auszubauen.

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