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Presseberichte der HSG Wolfen 2000
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
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Matthias Berger

Die Wölfe und ihr Frühlingsmärchen - 42:32 Sieg und Platz 10

Startbeitrag von Matthias Berger am 03.05.2009 13:14

Die Wölfe und ihr Frühlingsmärchen
Durch einen 42:32 Sensationssieg klettert Wolfen auf Platz zehn –jetzt nicht nachlassen


Von Matthias Berger

Die stehenden Ovationen der knapp 430 Zuschauer hatten sich die Wölfe redlich verdient. Die HSG war mit einer Minimalbesetzung in die richtungsweisende Nachholpartie gegangen und erreichte ein Rekordergebnis. Die Bremer Gäste mussten sich am Ende mit 42:32 geschlagen geben. Nachdem Wolfgang Spitz um 19.30 Uhr das Parkett regelgerecht mit seiner Sieben gefüllt hatte, waren noch drei Auswechselspieler übrig. Da war es bereits ein Glück, dass Stephan Blechschmidt am Nachmittag mit der Tasche in der Sporthalle eintraf. Hundert mal hörte er immer wieder die gleichen Fragen. „Na geht es, wirst du spielen ?“
Mindestens hundert mal gab er geduldig aber auch süffisant lächelnd die gleiche Antwort:“ Schauen wir mal“. Verständlich
, wollte er doch nach zwei Wochen Pause erst einmal die Erwärmung überstehen und sehen was geht. Dennoch bot sich mit den Handballkenner ein Bild zum Kopfschütteln, wenn man die Alternativen des Trainergespanns sah.
Am Ende hatten mehr Betreuer auf dem Sitzmöbel an der Seitenlinie Platz genommen als Aktive.

Von Beginn an wussten aber beide Teams, worum es in dieser Nachholbegegnung ging. Der Sieger kann sich immerhin berechtigte Hoffnungen auf den Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse machen. Habenhausen, mit einer ähnlich jungen Mannschaft in die Saison gestartet wie die Hausherren, waren keinesfalls zu unterschätzen. So gingen sie auch von der ersten Minute an, in der Defensive sehr robust und körperbetont zu Werke. Vom Coach Thomas Panitz waren sie optimal auf die Aufgabe in der Fuhnestadt vorbereitet. Robert Pratersch und Eric Sindermann wurden aggressiv daran gehindert, ihre Torgefahr zum Tragen zu bringen.
So war es in der ersten Halbzeit vor allem das Spiel der Aussen und vom Kreis. Mit seiner Routine setzte Stephan Blechschmidt die Mitspieler in Szene. So konnte auch Hendrik Hein am Kreis optimal davon profitieren. Mit fünf Saisontreffern erzielte er in diesem Spiel auch sein bestes persönliches Saisonergebnis.

Maik Wiese entschärfte reihenweise Würfe aus dem gefährlichen Habenhausener Rückraum und avancierte damit zum Fels in der Brandung. Mit diesem Rückhalt schien der Wolfener Angriff an Stabilität zu gewinnen. Die Aktionen aus Nervosität wurden abgelegt und der Ball lief schnell durch die Reihen. Damit taten sich die Lücken in der Gästeabwehr auf. Die nutzte wiederum ein gut aufgelegter Raik Baumbach, welcher zu einer Bank auf der Rechtsaussenbahn gereift ist.
Nach den ersten 30.Minuten war die Nervosität auf den Rängen kaum noch spürbar. Immerhin hatte sich der Gastgeber ein 16:12 erspielt und war willens die Partie nicht mehr aus der Hand zu geben.

In der zweiten Hälfte konnte auch der Wolfener Rückraum für die Entlastung sorgen. Ab der 40.Minute schwächte sich der Gast zusätzlich. Der bis dahin gut haltende Habenhausener Schlussmann Olaf Kümmel stürzte beim Konter von Stephan Luther aus seinem Gehäuse und attakierte den Flügelflitzer vor seinem Wirkungskreis. Damit war für ihn das Spiel gelaufen. Auch wenn der Gast zu diesem Zeitpunkt bereits mit fünf Toren im Rückstand lag, war das durchaus noch zu schaffen. Wolfen ließ sich aber nicht beirren. Der Gästetrainer stellte auf eine offensive Abwehr um. „Eine Massnahme die uns sehr entgegenkam.“, erklärte Wolfgang Spitz. Denn auf einmal taten sich ungewohnte Räume für sein Team auf. Ein ums andere mal schlug das Spielgerät im Habenhausener Kasten ein. Die Gäste wussten spätestens ab der ersten zehn-Tore-Führung in der 50.Minute, was die Stunde geschlagen hat. Das Spiel war nur noch schwerlich zu drehen und der Klassenerhalt rutscht noch weiter in die Ferne. Am Ende jubelten die Wölfe, als das was sie in den sechzig Minuten aufgetreten waren – als Team.
„Mit diesem Kraftakt haben sie sich den ersten bombensicheren Nichtabstiegsplatz – Platz zehn erobert.“, freute sich Präsident Siegfried Seidig, der zusammen mit dem anwesenden Staffelleiter sofort die neue Tabelle errechnete.

Dennoch gilt es jetzt noch nicht mit der Saison abzuschließen. Wenn es am Ende auch Platz zehn sein soll, muss weiter gepunktet werden. Die nächste Chance bietet sich nächste Woche. Dann fordert der Spitzenreiter die Wölfe. „Dort können wir nur auf Ergebnis spielen und maximal überraschen.“, will Spitz dennoch alles versuchen den Klassenerhalt nun wasserdicht zu machen.

Mannschaftsaufstellung: Wiese; Förster (Tor); Winkel (1); Hein (5); Baumbach (6/1); Pratersch (8); Luther (6); Thiele (2); Blechschmidt (6/1); Sindermann (8/1)

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