Spannendes Spiel in Hameln erwartet

Startbeitrag von Matthias Berger am 14.05.2009 14:15

Spannendes Kellerduell kann Abstiegsfrage klären
Wolfen mit Minikader zum letzten Auswärtsspiel nach Hameln


Von Matthias Berger

Für Hameln ist es ein Schicksalsspiel – für die Gäste eine Chance. Die Gastgeber empfangen die Wölfe am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Nord zum Abstiegsgipfel. Nach ihrem überraschenden Sieg in Aschersleben, haben die Rattenfänger wieder Hoffnung geschöpft und können mit zwei Siegen noch den Klassenerhalt perfekt machen. So gibt es für die Mannen um Hajo Wulff auch keinen Zweifel – Hameln ist zwischen Hoffen und Bangen.
Hoffen auf vier Punkte und Bangen ob diese auch reichen.

Der Abstieg ist spannender als in den Jahren davor. Während sich ansonsten bis zum 29.Spieltag die Spreu vom Weizen getrennt hatte und maximal zwei Mannschaften noch im Abstiegssumpf steckten, so sind es in dieser Saison gar fünf. Beckdorf, Habenhausen, Glinde, Hameln und Wolfen kann es noch erwischen. Daher gilt es so viele Punkte wie möglich zu sammeln und dann zu schauen, was der Rest der Handballwelt macht. Genauer gesagt richtet sich der Blick Richtung Bundesliga. Bremervörde und Aurich haben Insolvenz beantragt, sind aber gleichzeitig durch ihre Tabellenplätze sportliche Absteiger in die Regionalliga Nord. Wenn Bernburg die Relegation mit der Südliga austragen und verlieren sollte würden sie in die Staffel von Wolfen und Hameln integriert werden. Da wären es bereits fünf Absteiger aus der aktuellen Regionalliga.
„Wenn auch kein Meister den Gang in das Oberhaus antritt, erhöht sich die Zahl gar auf sechs. Das wäre das Horrorszenario, was aber durchaus eintreten kann.“, schüttelt Wolfens Trainer Wolfgang Spitz mit dem Kopf, müde von der ganzen Rechnerei. Derzeit stehen nur zwei Teams fest, welche im nächsten Jahr viertklassig werden, Staßfurt und Oebisfelde.

Die Ausgangslage für Hameln und Wolfen sind klar. Hameln braucht noch zwei Siege um auf 23 Punkte zu kommen. Wolfen wenn möglich drei Punkte um am Ende 25 Punkte auf dem Konto zu haben. Für die Wölfe könnte es dann Platz zehn bedeuten und das Entgehen jeglicher Rechnerei.
Aber zuerst steht das schwere Spiel gegen die Rattenfänger auf dem Programm. Die personelle Lage hat sich bei den Fuhnehandballern nur ein wenig entspannt. So könnte Chris Thiele zur Mannschaft zurückkehren. Aus der zweiten wird Christopher Herrmann wieder dabei sein.
„Wir werden natürlich auch in Hameln unsere Chance auf einen Doppelpunktgewinn suchen.“, erklärt Wolfgang Spitz und weiß was auf seine Mannschaft zukommt. Ein wahrer Krimi, wo es sicher auch auf das Fingerspitzengefühl der beiden Unparteiischen Cordes und Hustedt ankommt. So gilt es die Routiniers Oliver Glatz und Christian Raddatz zu stellen. Eine starke Schlussform weist auch der Youngster Jannis Pille nach. Mit 115 Feldtoren sorgt er für die Entlastung aus dem Rückraum. Darüber hinaus kommt es auch auf die Torhüter beider Teams an. Hamelns Schlussmann Frank Rosenthal zog den Alligators fast im Alleingang die Zähne. Vier gehaltene Siebenmeter und zahlreiche Paraden stehen zu Buche. Sollte er eine ähnliche Form nachweisen, dürfen Wolfens Schlussmänner keine Schwächen nachweisen, um der gewohnt starke Rückhalt für das Wölfeteam zu sein.

Spannung ist in jeder Hinsicht garantiert. So wird der Krimi sicherlich auch viele HSG-Fans in ihren Bann ziehen. Wenn sie am Ende jubeln können, hat sich die Reise an die Weser gelohnt.

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.