Wolfener Regionalligisten ganz dicht vor Happy end

Startbeitrag von Matthias Berger am 03.06.2009 15:18

Wolfener stehen dicht vor dem Happy End
Der Klassenerhalt für die HSG ist so gut wie sicher


VON THOMAS SCHAARSCHMIDT, 02.06.09, 17:54h, aktualisiert 02.06.09, 20:31h

WOLFEN/MZ. Offiziell bestätigen will es noch keiner. "Wir warten noch bis Samstagabend", sagt Matthias Berger, "dann laufen alle Fristen ab." Doch Berger, der neben seiner Tätigkeit im erweiterten Vorstand der HSG Wolfen 2000 auch Mitglied des Spielausschusses des Norddeutschen Handballverbandes ist, will nicht verhehlen, dass es gut aussieht für den Klassenerhalt der HSG in der Regionalliga. Hoffnung macht nicht nur die knappe 32:33-Niederlage des SV Anhalt Bernburg im ersten Relegationsspiel bei TuSpo Obernburg (bleibt Anhalt in der 2. Liga, wäre dies die Rettung für die HSG). Unabhängig davon deutet sich an, dass die beiden Regionalligisten Nordhorn II und Bremervörde kommende Saison nicht mehr in der dritten Liga spielen und dafür kein Team aus den entsprechenden Oberligen nachrückt. "Es gibt eine sehr große Chance auf Regionalliga-Handball im kommenden Jahr", weiß Berger, "aber hundertprozentige Klarheit haben wir erst am Wochenende.

Schöneboom neuer Schlussmann

Nichtsdestotrotz hat der Verein in den vergangenen Wochen in Sachen Personal Nägel mit Köpfen gemacht. Nachdem Martin Pratersch, Stefan Förster und Eric Sindermann das Team verlassen werden, stehen mittlerweile vier Neuzugänge fest. Den frei gewordenen Platz zwischen den Pfosten wird Yves Schöneboom einnehmen. Der 20-jährige Torhüter wechselt von Concordia Delitzsch an die Fuhne. Mit 1,97 Metern besitzt er ein Gardemaß für seine Aufgabe. Der gebürtige Leipziger hat die Kaderschmiede im Norden Sachsens durchlaufen und gehörte bereits frühzeitig zur Landesauswahl. Im letzten Spieljahr war er für das Juniorteam der Sachsen aktiv und kann auch auf einige Zweitligaeinsätze verweisen. Ebenfalls aus Delitzsch wechselt Christoph Falke zu den Wölfen. Der Kreisläufer zählt zu den Nachwuchshoffnungen der Region. Durch die Landesauswahl Sachsen-Anhalt machte er bereits frühzeitig auf sich aufmerksam und gehört zum DHB-Perspektivkader. Dem 19-jährigen Calbenser wurde das Handballspielen bereits in die Wiege gelegt. Als Sohn des

erfahrenen Trainers Frank Falke musste er sich oft an dessen Erfolgen messen lassen. Aber die Fußstapfen scheinen für den Filius nicht zu groß. Das Rüstzeug erhielt er auf dem Magdeburger Sportgymnasium. Mit dem Dessau-Rosslauer HV erreichte Falke das Double als Landesmeister und Pokalsieger und ist dem Trainergespann bestens bekannt. "Christoph und Chris Thiele kennen sich und werden in den nächsten Jahren die Kreisläuferposition in Wolfen bestens ausfüllen", gibt sich Wolfgang Spitz optimistisch.

Die Lücke im Rückraum soll dann Jan Bernhardt schließen. Der 20-Jährige wechselt vom Ligakonkurrenten Glinde nach Wolfen. Als Sohn eines erfahrenen Handballspielers und -trainers beschritt er schon frühzeitig den Weg seines Vaters. In der Sportschule Cottbus und Magdeburg erhielt er die Ausbildung, welche ihm auch die Sichtung für den DHB-Kader einbrachte. Der gebürtige Berliner kann auf allen Rückraumpositionen eingesetzt werden und besticht vor allem durch seine Spielfähigkeit.

Weg wird fortgesetzt

Sein Bruder Norman, der ebenfalls im nächsten Jahr das Trikot der Wolfener überstreifen wird, ist ein Allrounder und auf allen Positionen einsetzbar. "Damit haben wir einen guten Ergänzungsspieler, der Lücken schließen kann", freut sich Spitz. Alle Verträge gelten sowohl für die Ober- wie auch Regionalliga und sind längerfristig gültig. "Damit setzen wir den Weg, junge Talente an die HSG Wolfen zu binden, fort", freut sich Wolfgang Spitz über seinen neuen Kader.

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