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Presseberichte der HSG Wolfen 2000
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Matthias Berger

Brüderpaar erstmals gemeinsam auf Punktejagd - Männer spielen in Oebisfelde

Startbeitrag von Matthias Berger am 13.08.2009 09:42

Brüderpaar erstmals gemeinsam auf Punktejagd

Von Matthias Berger

Für die Wolfener Handballfans ist es nichts ungewöhnliches. Seit vielen Jahren spielten Brüderpaare in der ersten Männermannschaft. Bei den beiden Neuzugängen Norman und Jan Bernhardt ist das anders. „Das ist das erste mal, seitdem wir Handball spielen, das wir gemeinsam auf der Platte stehen.“, erzählt Norman, der als älterer der Beiden seine Freude darüber kaum verhehlen kann.
„Wir freuen uns riesig darüber, das ist doch klar.“, erzählt der Student, ohne seinen Berliner Dialekt zu unterdrücken. Seitdem er fünf war, schnürt er die Schuhe für den Sport mit dem kleinen Leder. „Seine Karriere war nicht so bewegend, wie die von Jan“, erzählt er lachend. Bei den Bambinis habe ich bei Lok Rangsdorf angefangen. Dem Verein ist er bis zu diesem Jahr treu geblieben. Als Auswahlspieler für Brandenburg stand damals der Wechsel zur Talentschmiede in Cottbus an. „Norman wollte aber lieber bei seinen Kumpels bleiben.“, neckt ihn der Jüngere. Aber der 25 jährige Allrounder Norman stimmt schmunzelnd zu.

Beide haben unter dem gleichen Trainer das Handball-ABC erlernt, Vater Udo. Er prägte sie in vielerlei Hinsicht. Er ist nicht nur das sportliche Vorbild. „Unser Vater spielte in der DDR Liga – also der höchsten Spielklasse.“, schwärmen sie. Vor allem den Willen, etwas zu erreichen und die Liebe zu dem Sport schätzen sie an ihm. Nach einer schweren Schulterverletzung, legte er sich nicht auf das Ruhekissen, sondern wechselte kurzerhand ins Tor.
Der 20 jährige Jan wollte ihm früh nacheifern. So wechselte er früh an die Sportschule nach Cottbus, spielte im Nachwuchs des Bundesligisten. „Ich kenne einige Wolfener ja schon etwas länger.“, erinnert er sich schmunzelnd. Gegen viele Nachwuchshandballer hat er vor fünf Jahren beim Turnier in Veszprem gespielt. Damals noch für die Lausitzer. Durch seine spielerischen Qualitäten geriet er auch in den Fokus von Magdeburgs Trainer Helmut Kurrat. Der heutige Leiter des Olympiastützpunkts holte ihn an die Elbe. Dort trainierte er beim Bundesligisten und besuchte ´das Sportgymnasium. Auf Torejagd ging er beim Regionalligisten Glinde.
Jetzt wollen sie für die Wölfe das Dress überstreifen und sich in und mit der Mannschaft weiterentwickeln. Das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Ab diesem Jahr wollen sie auch ihre beruflich Entwicklung zusammen bestreiten. Beide wollen Lehrer werden und haben sich für einen Studienplatz in Halle entschieden.

Jan hat bereits im Juni seinen Wohnsitz nach Wolfen verlegt, Norman kam sechs Wochen später. Beide fühlen sich pudelwohl in Wolfen. Der Rückraumspieler Jan lobt vor allem das Vereinsleben bei den Fuhnestädtern. „Das habe ich noch nicht erlebt, wie ich vom ersten Tag hier aufgenommen wurde.“, freut sich Jan. Er hat aber auch gleich unter Beweis gestellt, das er auch in anderer Hinsicht in die Fussstapfen des Vaters treten kann. Der Umzug war noch gar nicht in der Wohnung verstaut, unterstützte er die E- und D Jugendtrainer bei ihrem einwöchigen Trainingslager. „Das ist für mich Ehrensache und hat riesigen Spass gemacht.“ lächelt er und versucht die Frage zu überhören, ob er sich auch vorstellen könnte, in Wolfen eine Nachwuchsmannschaft zu trainieren. „Ja, kann ich, aber das kommt noch etwas früh.“, antwortet er offen.

Am Wochenende ist er noch zum Zuschauen verdammt. Eine Viruserkrankung zwingt ihn zur Pause. Aber Norman wird mit den Wölfen nach Oebisfelde reisen. Dort treffen sie neben den Gastgebern auch erstmals auf die Ligakonkurrenz. Mit Glinde und Halle warten zwei harte Brocken auf die Fuhnehandballer. „Bisher haben wir zwar gegen gute und sehr gute Oberligamannschaften gespielt, aber auf einen Konkurrenten sind wir noch nicht getroffen.“, warnt Norman vor zu hohen Erwartungen. Während der Ältere an der Aller um Punkte und den Pokal der Werbegemeinschaft kämpft, kann Jan seinem Vater bei der Ausübung seines Traineramtes über die Schulter schauen. Der kommt zum C-Jugend Goitzschecup in die Sporthalle Krondorf.

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