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Presseberichte der HSG Wolfen 2000
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vor 8 Jahren, 3 Monaten
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Matthias Berger

Wölfe verschlafen Turnierstart - Füchse siegreich

Startbeitrag von Matthias Berger am 24.08.2009 05:46

Wölfe verschlafen Turnierstart – Füchse siegreich
Starkes Starterfeld sichert erfolgreichen Turnierverlauf – Wolfen im Verletzungspech


Von Matthias Berger

Das Pech blieb den Gastgebern auch in diesem Jahr treu. Pünktlich zum Höhepunkt der Saisonvorbereitung musste Coach Wolfgang Spitz mit seinem Kader experimentieren. Im ersten Spiel gegen Ludwigsfelde konnte der Wolfener Trainer noch aus dem Vollen schöpfen. Stephan Blechschmidt meldete sich einsatzfähig. Denny Winkel schien seine Schulterprobleme auskuriert zu haben. Aber im Duell gegen die Brandenburger verlor der Trainer gleich drei Spieler. Neben den zwei angeschlagenen, gesellte sich auch Raik Baumbach mit zu den Zuschauern. Dennoch war die 12:15 Niederlage damit nicht zu entschuldigen. „Auch wenn wir mit diesen Problemen kämpfen müssen, darf die Mannschaft sich so nicht präsentieren.“, war der Trainerstab verärgert. Zu viele Fehlversuche und einfache Fehler verhinderten den erfolgreichen Turnierstart. Gegen den sächsischen Oberligisten setzte sich das harmlose Auftreten fort. Zu Recht ging auch diese Begegnung an die unterklassigere Mannschaft. Ein Spielklassenunterschied war nicht zu erkennen. Im Gegenteil, die Elbestädter präsentierten sich ausserordentlich spielstark und werden sicher ein gehöriges Wort um den Aufstieg in die Regionalliga mitreden.

Viele Zuschauer zog vor allem die Präsentation der Füchse in ihren Bann. Auch wenn der medienbekannte Manager Bob Hannig nicht mit an die Fuhne gereist war, wusste er sicherlich was die Bundesligareserve zum Leisten imstande ist. Der Macher von der Spree weilte zum Championscup. Die Schützlinge von Alexander Haase sind ab diesem Jahr ebenfalls drittklassig. Der Meister der Oberliga Berlin-Brandenburg bekam nach Ende der Saison alle Punkte aberkannt, welche gewonnen wurden, als ihr neuer Torhüter Patrick Ziebert auf dem Spielformular stand. Statt auf dem Aufstiegsplatz standen die Berliner auf einem mal auf einem Abstiegsrang. Ein Umstand, der Hannig überhaupt nicht lustig fand aber gewohnt ruhig bleiben ließ. Am 29.7. kam dann die Entwarnung. Seinem Einspruch wurde stattgegeben und der Startplatz in der Regionalliga Nordost somit gesichert. Gegen die ehemaligen Konkurrenten aus Ludwigsfelde präsentierten sie sich mit einem deutlichen Fingerzeig. Das 21:8 war ein Ausrufezeichen. Im Mittelpunkt abermals der Torhüter, der mit zahlreichen Glanzparaden diesen Kantersieg sicherte. Diese Glanzleistung wurde auch von den gegnerischen Trainern honoriert und so avancierte er schnell zum Spitzenkandidaten zur Wahl des besten Torhüters des von der Kreissparkasse geförderten Cups. Nach fast einstimmiger Nominierung konnte er am Ende diese Trophäe in Empfang nehmen. Auch wenn sich die Bundeshauptstädter dem HC Elbflorenz mit 14:13 beugen mussten, blieben sie Kandidat der 8.Auflage des Wolfener Männerturniers unter Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin. Wittenberg, welche ohne drei Stammkräfte angereist war, bereicherten sie das Turnier mit ihrer bereits vierten Teilnahme. Im Duell jeder gegen Jeden, blieben die Lutherstädter am Ende sieglos. Wolfen konnte wenigstens ein Spiel für sich entscheiden. Im Spiel gegen die Füchse konnten sich die Gastgeber trotz aller Handicaps enorm steigern. So hatten sie durchaus die Möglichkeit den Turnierausgang durch einen Sieg frühzeitig zu entscheiden. Am Ende hatten die Berliner aber beim 16:14 die Nase vorn. Mit einem Sieg hätten sich die Blau-Gelben noch auf den dritten Platz retten können. Nach dieser knappen Niederlage verflogen diese Wünsche aber in Schall und Rauch. Damit blieb aber der Anhaltcup bis zum letzten Spiel spannend. Da Elbflorenz ungeschlagen war, mussten sie das letzte Turnierspiel gegen Ludwigsfelde nur gewinnen. Mit diesem Druck schienen die Spieler aber nicht klar zu kommen. Als Favorit in die Begegnung gestartet, übernahmen die Brandenburger aber das Zepter auf dem Spielfeld und schlugen die Gäste vom Elbflorenz mit 13:14. Auch das 17 Tor des späteren Torschützenkönigs Josef Klaco konnte daran nichts ändern.

Damit hatten die Füchse Grund zum Jubeln. Mit dem von der Köthener Brauerei gestifteten Pokal traten sie die Heimreise an. Mit Colja Löffler stellten sie auch den besten Spielers des 8.Anhaltcups.

Zufrieden sieht anders aus, könnte das Fazit des Wolfener Trainers auch lauten. Vierzehn Tage vor Saisonstart verdüstern sich damit die Mienen bei den beiden Trainern. „Wir werden auch in dieser Woche weiter testen.“, so Wolfgang Spitz. Für Donnerstag hat er kurzerhand ein Trainingsspiel angesetzt. So wird er in eigener Halle gegen Bernburg testen. Der Anpfiff wird gegen 19.00 Uhr stattfinden. „Wir werden jetzt wohl dosiert auf das erste Punktspiel hinarbeiten.“, so der Wolfener Coach, der aber dennoch nicht Bange machen will.


Aufstellung : Schönboom; Wiese (Tor); Najmann (16/3); Luther (4); Winkel (1); Lindner (7); Baumbach (2); Hein (4); Thiele (1); Falke (6); J.Bernhardt (8); N.Bernhardt (5); Blechschmidt (3/1)

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