Erste Spiel des neuen Jahres - Vorschau Aschersleben

Startbeitrag von Matthias Berger am 06.01.2010 09:34

Spitzenreiter kommt zum Jahresauftakt
Die HSG Wolfen empfängt am Freitagabend in eigener Halle die Aschersleben Alligators


VON CHRISTIAN KATTNER, 05.01.10, 17:46h, aktualisiert 05.01.10, 21:43h

WOLFEN/MZ. Knapp zwei Wochen dauerte die Spielpause für die HSG Wolfen. Zurücklehnen war jedoch nicht angesagt. Allein dreimal bat Wolfgang Spitz seine Spieler zwischen Weihnachten und Neujahr zum Training in die Halle. "Alle müssen in einem guten körperlichen Zustand bleiben", so der HSG-Trainer, "ich kann schließlich nicht überprüfen, ob die Spieler eine oder zwei Gänsekeulen essen."

Die körperliche Fitness eines jeden Wolfener Akteurs wird bereits am Freitagabend vonnöten sein. Denn ab 19.30 Uhr wird mit den Aschersleben Alligators kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer der Handball-Regionalliga Nord in der Sporthalle Wolfen-Krondorf zu Gast sein. "Aschersleben verfügt über eine kompakte und erfahrene Mannschaft - eine gute Mischung aus jung und alt", weiß Wolfgang Spitz, "genau das, was wir nicht haben." Talentiert sei sein Team sicherlich, verfüge aber eben noch nicht über die Routine, die sich die Gäste im Laufe der vergangenen Jahre angeeignet haben.

Allen voran marschiert dabei natürlich Spielertrainer Dimitri Filippov. Allein dessen Name sorgt bei manchem Wolfener für Begeisterung. "Ich freue mich natürlich, einmal gegen einen Olympiasieger spielen zu können", freut sich beispielsweise HSG-Torwart Yves Schönboom. Angst habe er jedoch keine: "Ich bin sehr gut vorbereitet, kenne alle Wurfbilder." Zu einem großen Duell mit dem ehemaligen

russischen Nationalspieler wird es ohnehin nur kurzzeitig kommen. Nur im äußersten Notfall wechselt sich Filipov ein. Das belegt auch ein Blick auf die Zahlen der bisherigen 16 Saisonspiele.

Mit 48 Treffern ist er zwar immer noch fünftbester Werfer seines Teams, der Abstand zur absoluten Spitze der Alligators ist jedoch sehr groß. Dort setzt Aschersleben vor allem auf Carsten Kommoß. 147 seiner Würfe fanden bislang den Weg in das gegnerische Tor, das entspricht gut neun Treffern pro Spiel. Dennoch liegt die große Stärke der Ascherslebener in der Ausgeglichenheit des Kaders. "Das ist eine sehr gut ausgebildete Mannschaft, mit Talenten vom SC Magdeburg", erzählt Wolfgang Spitz, "da ist auch kein Abbruch zu erkennen, wenn gewechselt wird."

Die Wolfener unterliegen ob ihrer Unerfahrenheit noch größeren Schwankungen. Einer deutlichen Niederlage gegen Köthen kann da auch mal ein überraschendes Unentschieden in Aurich folgen. "Man darf jetzt aber nicht erwarten, dass es am Freitag so weitergeht", bremst Wolfgang Spitz die Euphorie, "Aschersleben ist eine Mannschaft, die auch am Ende der Saison ganz oben stehen kann. Ein Punkt wäre da schon eine große Sensation." Aber auch nicht unwichtig mit Blick auf die Tabelle der Liga. Dort sind die Wolfener derzeit auf Platz zehn - die direkte Qualifikation für die dritte Liga wäre damit geschafft. "Daran denke ich aber noch nicht", so der HSG-Coach, "ich freue mich, wenn das Team gut aus der Winterpause kommt und so viele Punkte wie in der Hinrunde sammeln kann." Den ersten vielleicht schon Freitag.

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