Wochenendbericht 25.09.10 bis 26.09.2010

Startbeitrag von Matthias Berger am 28.09.2010 08:57

Radis zerstört vorerst Wulfener Träume
Jugend reist ohne Spiel aus Magdeburg ab – Finken mit tollen Siegen


Von Matthias Berger

Anhaltliga Männer
Das Spitzenspiel bei der Reserve der Radiser Mitteldeutschen Oberliga hielt das, was es von der Tabellenkonstellation her versprach. Das Spitzenspiel der bis dahin ungeschlagenen Teams aus Radis und Wulfen lieferte in großartiger Kulisse das spannungsgeladene Vorspiel zum Viertligamatch. Trotz 40 Strafminuten entwickelte sich ein tolles Spitzenspiel, welche bis zur Schlussminute spannend blieb.
Am Ende hatte der Gastgeber das bessere Ende für sich. Wulfen gibt sich bis trotz der knappen 23:24 Niederlage kämpferisch. „Beim Rückspiel können wir den verlorenen Boden wieder gut machen. Wenn wir bis dahin die Meisterschaft spannend halten können, wird es ein tolles Rückspiel geben.“, verspricht der Wulfener Siegfried Kneist. Der dreifache Torschütze des Spitzenspiels in der Anhaltliga betrachtet die anderen Ergebnisse durchaus mit gemischten Gefühlen. Coswig hat nach dem Sieg gegen ABUS Dessau noch immer eine weiße Weste. Auch Raguhns Männer können ihre tolle Frühform erneut in Punkte verwandeln. Auch bei den dritten Garde des Bundesligisten Dessau-Rosslau gingen sie beim 26:31 als Sieger vom Parkett und komplettieren das Spitzenfeld.
Anhaltliga Frauen Während bei den Brehnaer Frauen die Derbyglocken läuteten, traten Raguhns Frauen nicht an und Wolfens weibliche Aushängeschilder standen einem schier übermächtigen Gegner gegenüber. In Brehna standen sich zwei Teams gegenüber, welche in der vergangenen Saison noch das gleiche Dress überstreiften. Nach nur einer Spielzeit im Trikot der Brehnaerinnen kehrten die Bitterfelder Frauen wieder zu ihren traditionellen Wurzeln zurück und kämpfen in diesem Jahr wieder als Chemie Bitterfeld um Punkte. Im ersten Gegenübertreten behielten die Hausherrinnen die Nase vorn und setzten sich mit 21:12 durch. So ist es für die ehemaligen Kreisstädterinnen ebenso eine Saison des Neuanfangs wie in Wolfen. „Wir benötigen noch ein bis zwei Jahre, bis die Frauen dort sind, wo sie selbst hin wollen und vor allem auch können.“, konstatierte Wolfens Trainer Holger Reimann nach der 15:34 Niederlage gegen die Übermacht aus Kühnau. „Die Handschrift des neuen Konzepts in Wolfen ist schon erkennbar, jetzt gilt es mit Geduld weiter zu arbeiten.“, unterstützte ihn die siegreiche Trainerin aus Kühnau, Heike Voigtländer und machte den Fuhnestädterinnen weiterhin Mut. Diese werden wohl nur im HBC Wittenberg eine echte Konkurrenz um den Spitzenplatz finden. Raguhns Frauen sollten in der Sporthalle Krondorf das Vorspiel zu dem Duell der Wolfener Frauen ausspielen. Aber der Ball blieb in der Kabine, da sie wegen Personalmangels das Spiel nicht austrugen.
Anhaltklasse Männer Nach der Ausgründung aus dem Traditionsverein der Grün-Weißen aus Wittenberg, zieht der HBC in der Anhaltklasse weiterhin unbeirrt seine Kreise. Auch gegen den Reviernachbarn aus Apollensdorf gaben sie beim 28:16 keinen Punkt ab. „Das Ziel ist ganz klar der Spitzenplatz.“, erklärt HBC-Vorsitzender René Seiffert. „Das Zusammenspiel klappt schon immer besser und die Stimmung im Team ist exzellent.“, freut sich der ehemalige Regionalligahandballer mit seinen Teamkameraden auch auf die zukünftigen Aufgaben. Raguhns zweite Vertretung musste sich beim 26:25 denkbar knapp in Bernburg geschlagen geben und rutschen nunmehr ans Tabellenende.
Nachwuchs Sachsen-Anhalt-Liga Für Wolfens Nachwuchshandballer kam es am Wochenende ganz dick. Nach der Erwärmung der C-Jugend, in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Halle des SC Magdeburg, wurden sie vorzeitig zum Duschen geschickt. Ohne den Gegner auch nur zu Gesicht bekommen zu haben durften sie die Heimreis antreten. Die Sporthalle wurde wegen eines Bauschadens gesperrt. Glück im Unglück hatte die B-Jugend der HSG, welche kurzerhand die Anreise noch stoppen konnten. Die 85´er aus der Bachstadt mussten sich in heimischer Halle dem TuS Radis stellen. Nach dem 37:29 Erfolg und nunmehr 6:0 Punkten dürfen sie auch weiterhin zuversichtlich von den Play-Offs träumen. Wolfens Mädchen müssen in ihrer ersten Oberligasaison sich noch an die starke Konkurrenz gewöhnen. Nach der 27:20 Niederlage gegen den HC Salzland war das Trainerinnengespann dennoch nicht unzufrieden. „Auch wenn wir noch keine Punkte verbuchen konnten, ist die Herausforderung für die Mädchen wichtig. Sie müssen oft nur ihre Offensivschwäche ablegen. Gut heraus gespielte Chancen münden noch nicht in Toren. Da fehlt noch die Cleverness.“, erkennt Ines Wirtz das noch abzurufende Potential ihrer Mädchen.

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