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FORUM DER HANDBALL OBERLIGA WESTFALEN
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vor 8 Jahren, 8 Monaten
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fluid

Grossmann Berichte

Startbeitrag von fluid am 21.04.2009 07:37

Verfolger lassen Punkte - Altenhagen meisterlich

Wenn es auch nur eine hauchdünne Chance gegeben hat Altenhagen auf der Ziellinie die Meisterschale noch zu entreißen, dann hat sie Schalksmühle mit dem Punktverlust gegen Mennighüffen vertan. Jöllenbecks sicher geglaubter dritter Rang gerät nach der Niederlage gegen Volmetal noch in Gefahr, da Menden-Lendringsen nur zwei Zähler hinter dem Tus rangiert, aber noch ein Spiel mehr als die Bielefelder bestreiten muss. Im unteren Tabellendrittel bewies Brockhagen im Kellerduell gegen Oberlübbe keine Oberligaqualität und wird wohl anfangen müssen für die Verbandsliga zu planen.

Eindrucksvoller hätte der Spitzenreiter der Handball-Oberliga seine Dominanz kaum ausdrücken können als beim 42:23 über die zuletzt so stabile HSG Augustdorf/Hövelhof. Für Helmut Bußmeyer, den Trainer der TSG Altenhagen-Heepen, ist angesichts der drei Punkte Vorsprung auf Schalskmühle-Halver plus gewonnenem direkten Vergleich klar: „Wir werden Meister und steigen ganz sicher auf.“ Und in Klinsmann-Manier fügte an: „Wir gewinnen alle drei noch ausstehenden Spiele.“ Bußmeyer wirkte dabei keineswegs überheblich, sondern sprach lediglich aus, was sämtliche Fans in der Heeper Sporthalle nach dem Kantersieg über den ohne Spielmacher Bagel kopflos wirkenden Ex-Regionalligisten dachten. Zwei vergebene Siebenmeter in der Anfangsphase waren die einzig nennenswerten Schwachpunkte einer ersten Hälfte, in der die TSG all ihre Tugenden offenbarte. Bis zum 26:13 lief es wie am Schnürchen, was aber auch an der laschen Einstellung der Gäste lag. Deren Teammanager Udo Schildmann war stocksauer: „Einige wären heute besser im Bett geblieben. Sicherlich kann man hier verlieren, aber doch nicht in dieser Höhe. Da fehlten Biss und Einstellung.“ Einziger Wermutstropfen aus Sicht der Bielefelder war die schwere Fußverletzung von Flügelflitzer Jens Limbach. Übrigens hat sich der TSG- Festausschuss bereits witzige Aufstiegs-Texte wie „Hamm wir nicht nötig“ (wegen der zwei Saisonniederklagen gegen die HSE Hamm) ausgedacht.

Dem TuS Volmetal gelang es erneut, den Tabellendritten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck knapp zu besiegen. Beim 23:22 war der in die USA abwandernde Keeper Flüshöh bei seiner Heimspiel-Abschiedsvorstellung überragende Akteur auf dem Parkett und kompensierte so manchen Pfostenknaller seiner Vorderleute. Die Wefing-Schützlinge machten mit einem Dreierpack zum 17:17 (46.) deutlich, dass sie beide Punkte erobern wollten und durften 20 Sekunden vor Schluss jubeln, als Rode per Sprungwurf zum 23:22 traf. Das vermeintliche Ausgleichstor durch Nils Grothaus wurde nicht mehr anerkannt. TuS 97-Trainer Jörg Harke war trotz der dritte Niederlage in Folge keineswegs angefressen: „Wir haben richtig gut gedeckt.“ Vorne allerdings ging wenig zusammen, zudem ließ Bruelheide drei von vier Strafwürfen aus.

Obwohl der TV Verl acht Stammspieler ersetzen und Voss mit klaffender Stirnwunde ins Krankenhaus musste, gelang der Rumpftruppe um den zum aktiven Einsatz Spielertrainer Jens Freier ein 38:35-Erfolg über den HC TuRa Bergkamen, der nach dem 5:5 völlig aus dem Fugen geriet und von den Verler Flügelspielern dank der tollen Pässe des trotz Manndeckung brillierenden Gojajic regelmäßig düpiert wurde. Bis auf 15:7 zogen die Ostwestfalen davon und führten auch zur Pause mit acht Toren. Bergkamen steigerte sich zwar erheblich, besaß in Weßeling und Spielmacher Mühlbrandt zwei dynamische Vollstrecker, doch auf Tuchfühlung kam man nicht mehr heran. „Es ist sehr ärgerlich, dass wir so spät wach geworden sind“, kommentierte TuRa-Coach Kay Sparenberg.

Kaum Verbandsliga-Niveau erreichte der sichere Absteiger HC Dortmund-Süd beim 23:35 gegen eine HSG Menden-Lendringsen, die ein gähnend langweiliges, weil allzu einseitiges Match glanzlos für sich entschied und dabei versäumte, einen Rekordsieg zu landen. Tatsächlich war die Bockwurst in der Pause das Beste, was Dortmund (ohne Pixberg und Kötter) zu bieten hatte. Nach dem 4:4 traf der Gast fünf Mal in Folge, verärgerte Coach Björn Wißuwa nach dem 10:21 (37.) aber durch eine Vielzahl ungenauer Würfe.

Ihre ohnehin geringen Titelambitionen legte die SG Schalksmühle-Halver mit dem 27.27 gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Anstiegskandidaten VfL Mennighüffen ab. Da mittlerweile vier SG-Akteure für die Verbandsliga-Reserve freigespielt worden sind, musste Coach Mathias Grasedieck mit einem Rumpfkader (nur ein Auswechselspieler) auskommen, der zunächst wie



die Feuerwehr loslegte (10:4) und bis zum 22:16 seine Aufgaben gut erfüllte. Dem 23:18 (44.) aber folögre elf torlose Minuten, während Mennighüffen mächtig Gas gab und seinerseits mit 23:25 (53.) in Führung. Bis kurz vor Schluss sah die Truppe von André Torge wie der sichere Sieger aus, aber Ebbinghaus und Bratzke retteten dem Tabellenzweiten zumindest einen Punkt.

Die HSE Hamm gestaltete mit einem 32:26-Sieg über den TSV Hahlen ihr Punktekonto wieder ausgeglichen. Coach Michael Reiners lobte seine Schützlinge für 50 spielerisch gute Minuten, war nur mit der Endphase unzufrieden. Der 17-Jährige Steffen Feldmann kam ebenso zum Einsatz wie nach langer Verletzungspause Simon Reininghaus. Die Meyer-Schützlinge fanden kein Mittel gegen die Sonderbewachung für Torjäger Thielking, gerieten nach zehn Minuten mit 0:6 in Rückstand und blieben im Angriff lange Zeit harmlos. Immerhin gelang ihnen am Ende noch eine beträchtliche Ergebniskosmetik.

Für Aufsteiger TuS Brockhagen scheint nach der 23:34-Packung bei den zuvor sieben Spiele lang sieglosen „Löffelmännern“ von Eintracht Oberlübbe das Oberliga-Kapitel bald abgehakt. Bei den Hausherren ragten Keeper Niermeyer (Coach Dieter Löffelmann: „Er hat Brockhagen verzweifeln lassen“) sowie Kreisläufer Kleimann und Bröenhorst heraus, die im Abschluss für den manngedeckten Hochhaus einsprangen. Der Gästeangriff fand kaum ein Mittel gegen die offensive Abwehr der Eintracht, wirkte ideen- und kopflos. Trainer Heiko Ruwe kommentierte: „Ich bin sprachlos enttäuscht. Wir haben auch in dieser Höhe verdient verloren. Es war abgesprochen, dass wir defensiv, aber aggressiv decken wollen. Leider stand die Abwehr dann aber meistens auf neun Metern.“ Der sportliche Leiter Ulrich Deppe übte klare Kritik an der Taktik: „Ich verstehe nicht, wie man 60 Minuten so decken kann. Wir haben doch schon oft gesehen, dass wir eine offensive Abwehr nicht beherrschen. Und im Angriff kommt Uhlemeyer nicht ins Spiel, sitzt Höcker 60 Minuten auf der Bank.“



HC Dortmund-Süd – HSG Menden-Lendringsen 23:35 (9:16). HC-Tore: Eckervogt (5/2), Hennemann (4), Mannheim (4), Maruska (4), Quator (3), Wohlfeil (1), Dreiskämper (1), Paukstadt (1). HSG-Tore: Zenka (7/4), Becker (5), Gallus (4), Gurol (3), Thiele (3), van der Hurk (3), B. Wittke (3), Dannhäuser (3), P. Wittke (2), Klein (2).



HSE Hamm – TSV Hahlen 32:26 (17:8). HSE-Tore: Feldmann (7/1), Gote (6), Stefek (5), M. Honerkamp (5), Schulz (4), S. Honerkamp (4/1), Hartmann (1). TSV-Tore: Thielking (7/1), Rüter (5), Meyer (4), Winkler (4), Wiese (2), Walther (2/2), Wilhelmy (1), Hilla (1).



TSG Altenhagen-Heepen - HSG Augustdorf/Hövelhof 42:23 (18:9). TSG-Tore: Ortmann (8), Kappelt (7), Müller (6), Wagner (6), Meyer (4), Starck (3), Schneider (3), Öttking (2), Limbach (2), Ziemba (1), Grunow (1/1). HSG-Tore: Kemeny (9/1), Görder (4), Hengsbach (3), Beine (2), Imre (2), Reinhold (2), Hofmann (1).



TuS Volmetal – TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck 23:22 (8:12). TuS-Tore: Eich (6), Rode (5), Kleinschmidt (5/4), Brauner (3), Woytek (3), Pfeiffer (1). Tore TuS 97: Bruelheide (8/1), N. Grothaus (5), Volmer (3), Kopschek (2), T. Grothaus (2), Schlüter (1), Vogelsang (1).


Eintracht Oberlübbe – TuS Brockhagen 34:23 (15:10.) Eintracht-Tore: Kleimann (10), Bröenhorst (8/1), Sikkema (6), D. Stühmeier (4), Oestreich (2), S. Stühmeier (2), Petereit (1), Hochhaus (1). TuS-Tore: Deppe (7/2), Buhrmester (4), Rieks (4), Harbert (3), S. Hermbecker (2), Kalms (2/1), Uhlemeyer (1).



SG Schalksmühle/Halver – VfL Mennighüffen 27:27 (13:11). SG-Tore: Ebbinghaus (9/5), Krieg (5), Braukmann (5), Derksen (4), Bratzke (3), Stuhldreher (1). VfL-Tore: Büschenfeld (7), Frederking (6), M. Themann (4), J. Themann (4), Damm (3), Wieland (2/1), Bextermöller (1).



TV Verl – HC TuRa Bergkamen 38:35 (19:11). TV-Tore: Gojacic (10/1), Dittrich (9), Diekmann (7),Freier (5), Ortjohann (4), Vothknecht (2), Voss (1). HC-Tore: Weßeling (10), Mühlbrandt (8), Grüter (7/6), Rösener (5), Redemann (3), Gonschewski (1), Mosch (1).

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