Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
FORUM DER HANDBALL OBERLIGA WESTFALEN
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
dragan L, fluid

Grossmann Berichte

Startbeitrag von fluid am 27.04.2009 17:24

TSG Altenhagen-Heepen hat es geschafft

Dortmund schlägt Bommern / Brockhagen definitiv abgestiegen

(bg) Was für ein Gegensatz: Während der spielfreie Aufsteiger TuS Brockhagen definitiv in die Verbandsliga zurück muss, konnte gleichzeitig der Meistersekt fließen: Mit seinem 36:32-Sieg beim TSV Hahlen machte die TSG Altenhagen-Heepen den Titelgewinn in der Handball-Oberliga vorzeitig perfekt, muss also gar nicht mehr gegen Menden-Lendringsen gewinnen, weil der Ex-Regionalligist aus Augustdorf/Hövelhof Schützenhilfe leistete.

Hahlen leistete mit nur acht Feldspielern trotz eines 6:12-Rückstandes (18.) energischen Widerstand, kam dank Torjäger Thielking sogar zum 24:24-Ausgleuch, doch in der Schlussphase ging der Truppe von Detlef Meyer („"Das war sensationell, ich bin stolz auf meine Mannschaft") die Luft aus. „Das Spiel hatte die Dynamik des Treppe-Fegens“, spielte derweil TSG-Coach Helmut Bußmeyer auf den tags zuvor begangenen 30. Geburtstag von Henrik Ortmann an. Bielefelds eigentlich bester Rückraumschütze stand wohl noch unter Schock, weil ihn die Kollegen im Trikot des Rivalen TuS 97 auf die Amtstreppe in Heepen geschleppt hatten. „Der Aufstiegszeitpunkt kommt etwas überraschend. Ich stehe noch unter dem Eindruck unseres schlechten Spiels“, resümierte Helmut Bußmeyer, ehe er seine Sektdusche erhielt.
Für den stark ersatzgeschwächten Tabellenzweiten SG Schalksmühle-Halver gab es bei der HSG Augustdorf/Hövelhof eine derbe 22:33-Packung. Da Neben Klose, Pries, Feldmann und Buff (alle freigespielt für die 2. Mannschaft) auch Bratzke (vorzeitiges Saisonende aufgrund einer Knochenabsplitterung) fehlte, konnte der einseitige Spielverlauf aber kaum überraschen. Trotz Manndeckung zog Spielmacher Bagel bei der HSG die Fäden, ragten zudem Görder als Vollstreckerund Keeper Krüger heraus. Bis zum 15:12 hielt der Gast mit, schonte aber sichtlich seine Kräfte. „Wir haben kaum noch einen Pfiff bekommen, aber es hat auch die Einstellung gefehlt“, bilanzierte Coach Mathias Grasediek. So konnte sich Augustdorf/Hövelhof über 22:13 die von Altenhagen-Heepen versprochenen 50 Liter Freibier locker verdienen.

Gleich dreifachen Grund zum Feiern hatte Kay Sparenberg. Einen Tag vor seinem 41 Geburtstag durfte der Trainer des HC TuRa Bergkamen dank der Dortmunder Schützenhilfe den vorzeitigen Klassenerhalt bejubeln und erlebte dann eine beim 30:21 über Eintracht Oberlübbe befreit aufspielende Mannschaft. Den ebenfalls geretteten Gästen fehlte ohne Torjäger Hochhaus die Durchschlagskraft im Rückraum, während TuRa mit Mühlbrandt am Kreis eine starke Waffe hatte. Zum Helden des Tages avancierte jedoch Keeper Hruschka, der mit seinen Glanzparaden so manchen Gegenstoß einleitete. Über 14:7 zog Bergkamen bis auf 26:11 (46.) davon. Dann nahmen die Hausherren den Fuß deutlich vom Gaspedal, konnten die Löffelmann-Schützlinge mit einem Sechserpack Ergebniskosmetik betreiben, ehe sich Grüter erbarmte in den 30. Treffer erzielte.

Rabenschwarzes Wochenende für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck: Er musste nicht nur dem ungeliebten Lokalrivalen zum Titel gratulieren, sondern kassierte auch noch trotz gutem Start (8:4) eine 33:35-Heimschlappe gegen den trotz Minikader enorm bissigen TV Verl. Kleiner Trost für Coach Jörg Harke: Er konnte sich davon überzeugen, zwei bärenstarke Neuzugänge verpflichtet zu haben, denn Gojacic war auf Verler Seite überhaupt nicht zu bremsen und avancierte mit 15 Toren, etlichen guten Anspielen und bärenstarker Abwehrarbeit zum besten Spieler auf dem Feld. Den Rest erledigte Torhüter Kern, der in der heißen Endphase auch mehrere freie Würfe abblockte. Bis zum 29:27 nahm die Partie den vom TuS erhofften Verlauf, dann aber wirkte sich die matte Form von Torjäger Bruelheide aus, zählte Harke insgesamt 20 Fehlwürfe und elf technische Fehler. Verl zeigte großen Siegeswillen und ließ sich auch durch Strafzeiten nicht mehr bremsen. „Woher wir die Kraft nehmen? Wir trainieren effektiv, und die Stimmung in der Truppe ist gut“, erklärte TV-Spielertrainer Jens Freier mit berechtigtem Stolz. Beim TuS wurden mehrere Spieler verabschiedet. Keeper Tiemann geht aus beruflichen Gründen, Vogelsang zu Lemgo II. Duderstadt wechselt wie Lewerenz in die Reserve, Schlüters Zukunft ist noch offen.

Einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machte der VfL Mennighüffen durch seinen 25:22-Sieg über den in Ostwestfalen wieder einmal gescheiterten TuS Volmetal. „Ich gehe davon aus, dass wir durch sind, auch wenn wir noch zwei Spieltage vor uns haben. Theoretisch brauchen wir noch einen Punkt, um nach den sicher abgestiegenen Brockhagenern auch Bommern hinter uns zu lassen“, schätzt VfL-Trainer André Torge die Lage optimistisch ein. Ehe seine Schützlinge wie die Hasen durch die Sporthalle jagen und sich vor der Fan-Ecke der „Green Tigers“ aufbauen durften, mussten sie durch ein Wellental. Bis zum 10:3 lief das Match optimal, doch als sich die Wefing-Truppe zu wehren begann, wurde es spannend. Plötzlich machten auch die Regisseure Büschenfeld und M. Themann ungewohnte Fehler, glich Volmetal mit einem Dreierpack zum 19:19 aus. In der entscheidenden Phase übernahm Damm Verantwortung, erzielte drei Tore zum 23:21 und holte jenen Siebenmeter heraus, der Büschenfeld 65 Sekunden vor Schluss das erlösende 24:22 ermöglichte. „Unsere Schwachstelle war heute die rechte Angriffsseite. Trotzdem haben wir Mennighüffen das Leben sehr schwer gemacht", stellte Arnd Wefing fest.

Bereits am Freitag hatte es die größte sportliche Überraschung des drittletzten Spieltags gegeben, als Schlusslicht HC Dortmund-Süd den Lokalrivalen TuS Bommern mit 34:28 bezwang und damit die Wittener schon fast sicher mit in die Verbandsliga beförderte. „Ich hatte sowas schon befürchtet”, meinte gleich im Anschluss an eine erschreckend schwache Vorstellung Bommern Trainer Jörn Uhrmeister. „Die Dortmunder haben uns zeigen wollen, wer der wahre Absteiger Nummer eins ist.” Nur bis zum 3:5 nahm die Partie ihren vermeintlich vorgezeichneten Verlauf. Doch je länger das Spiel dauerte, umso konfuser wurden die Angriffsaktionen der Gäste, bei denen nur Kreisläufer Buchholz gefiel. Die Dortmunder hingegen hatten so richtig Spaß daran, ein Erfolgserlebnis zu feiern, machten aus dem 17:19 (39.), begünstigt durch die Rote Karte für Schneider, ein 30:22 und ließen ein Dutzend ratloser TuS-Akteure und fast 200 mitgereiste Fans zurück.

Ausgesprochen wechselhaft ging es beim 27:27 der HSG Menden-Lendringsen gegen die HSE Hamm zu. Die Gäste waren nach dem 5:5 hellwach und zogen, begünstigt durch eklatante Fehler der Wißuwa-Schützlinge, auf 10:16 davon, hielten ihren Kasten auch zu Beginn der zweiten Hälfte sauber. Aber dann kam es knüppeldick, kassierte Hamm binnen sechs Minuten sieben Gegentore, meist durch Konter der nun wesentlich aggressiver deckenden Hönnestädter. Nach dem 20:17 aber fing sich die Mannschaft von Mickey Reiners wieder, ließ sich nicht mehr auskontern und kam durch Huesmanns Einzelaktion 30 Sekunden vor Schluss zum letztlich leistungsgerechten Remis. „Ohne die Rote Karte für Bogdan Wittke hätten wir gewonnen“, sah Björn Wißuwa den Knackpunkt in einem unnötigen Foul seines zentralen Abwehrspielers.



HSG Menden-Lendringsen – HSE Hamm 27:27 (10:16). HSG-Tore: Thiele (8), Gallus (7), Philipp Wittke (5), Klein (2), Becker (1), Gurol (1), van der Hurk (1), Dannhäuser (1), Zenka (1/1). HSE-Tore: Gote (7/3), M. Honerkamp (5), Stefek (4), Feldmann (4/1), Schulz (3), Huesmann (3), Reininghaus (1).



HC TuRa Bergkamen – Eintracht Oberlübbe 30:21 (16:9). HC-Tore: Mühlbrandt (8), Grüter (5/2), Mosch (3), Nowaczyk (3), Weber (3), Redemann (2), Weßeling (2), Stratmann (2), Gonschewski (1), Rösener (1). Eintracht-Tore: D. Stühmeier (6), Bröenhorst (6/2), Steffen (4), Kleimann (2), Stübber (2), S. Stühmeier (1).



HC Dortmund-Süd – TuS Bommern 34:28 (14:12). HC-Tore: Eckervogt (8/3), Maruska (7), Mannheim (5), Hennemann (4), Wohlfeil (4), Heunemann (2), Pixberg (2),Tomlik (2). TuS-Tore: Konkel (9/5), Buchholz (4), Schacht (4), Hitzemann (4), Schneider (2), Lieber (2/1), Born (1), Jung (1), B. Kessler (1).



VfL Mennighüffen – TuS Volmetal 25:22 (15:11). VfL-Tore: Damm (10), Büschenfeld (6/1), Bextermöller (3), M. Themann (2), J. Themann (2), Frederking (1), Kenschner (1). TuS-Tore: Eich (9/5), Althoff (4), Wojtek (3), Ohrmann (2), S.Wildförster (1), Pfeiffer (1), Prepens (1), Domasch (1).


TSV Hahlen – TSG Altenhagen-Heepen 32:36 (16:18). TSV-Tore: Thielking (13), Hilla (5), Meyer (5), Walther (5/3), Winkler (3), Rüter (1). TSG-Tore: Wagner (8), Öttking (6/2), Müller (5/1), Kappelt (4), Limbach (4), Ortmann (3), Starck (3),Schneider (2), Meyer (1).



TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck – TV Verl 33:35 (17:14). TuS-Tore: Kopschek (8), Volmer (6), N. Grothaus (5), Bruelheide (5/3), T. Grothaus (4), Duderstadt (3), Vogelsang (2), TV-Tore: Gojacic (15/7), Ortjohann (6), Vothknecht (5), Freier (3), Dittrich (3), Diekmann (2).



HSG Augustdorf/Hövelhof – SG Schalksmühle-Halver 33:22 (13:9). HSG-Tore: Görder (12), Bagel (6), Kemeny (6/3), Hofmann (5), Reinhold (2), Hengsbach (1), Imre (1/1). SG-Tore: Ebbinghaus (7/2), Krieg (4), Derksen (3), Voss (3), Burmeister (2), Stuhldreher (2), Brauckmann (1).

Antworten:

Schade das außer „fluid“ noch keiner aus Jöllenbeck an uns einen Glückwunsch geschickt hat.
Außer dem, auch ohne Augustdorfer hilfe hätten wir die Meisterschaft geschafft. Sascha Vogelsang wünsche ich weil Glück in seinem neunen Verein und freue mich auf einen wieder sehen mit ihm.


von dragan L - am 27.04.2009 18:52
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.