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FORUM DER HANDBALL OBERLIGA WESTFALEN
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Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 2 Monaten
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full house, patrick_asv, schiriwirwissenwodeinautosteht

Thema HLZ Ahlen

Startbeitrag von full house am 31.03.2015 11:40

Wer kennt sich in Ahlen oder Senden aus?
Hallo, wie ist das Leistungszentrum in Ahlen eigentlich aufgestellt? Ist dort eine Ausbildung garantiert, dass man junge Menschen mehr fõrdert als in Vereinen wo eine solide gute Jugendarbeit praktiziert wird? Dann nämlich muss man nicht zwingend von Abwerbungshandlungen sprechen. Läuft nebenher eine schulische Betreuung? Sind dort gut ausgebildete, lizenzierte Trainer tätig? Gibt es Kooperationsverträge mit Schulen oder anderen Vereinen? Sind die Vereine, aus denen die Talente hervorgegangen sind und diese dann bestens in Ahlen ausgebildet werden, später die ersten Ansprechpartner, da ja nicht jeder Spieler den Sprung in irgendeinen Profikader schafft?
Wäre mal interessant zu wissen im Zuge der aufgekommenen Diskussion zwischen Senden und Ahlen, da ein Interesse eines Leistungszentrum an einem jungen Spieler auch für diesen halt eine Chance bedeutet, bevor man sich auf den Schlips getreten fühlt. Wenn sich Ahlen jedoch nur Leistungszentrum nennt und oben aufgeführte Argumente so nicht greifen, dann wäre es nicht o.k. und die Bezeichnung Handballleistungszentrum dürfte so nicht mehr aus Werbemittel genutzt werden dürfen.

Antworten:

Dies ist ein Bericht aus der Westfälischen Nachrichten.

Der ASV Senden beschwert sich harsch über „massive Abwerbeversuche“ von Sendener Jugendspielern vom HLZ Ahlen. Die Ahlener sind sich keiner Schuld bewusst und weisen die Vorwürfe zurück.
Die Handballabteilung des ASV Senden erhebt schwere Vorwürfe gegen das Handball-Leistungszentrum (HLZ) Ahlen. ASV-Abteilungsleiter Jochen Jungblut beklagt „massive Abwerbeversuche“ der Ahlener von Sendener Nachwuchsspielern. Er spricht von „Stillosigkeit“ und „Rücksichtslosigkeit“. Das HLZ weist die Vorwürfe zurück.

Gerade erst habe Jens Gawer, der Trainer der Ahlener U 17, „mehrere Spieler unserer B-Jugend per SMS angesprochen und versucht, sie abzuwerben“, erklärt Jungblut. Sven Sandbothe, Pressesprecher der Ahlener SG und des HLZ Ahlen, teilt mit, dass Gawer „nur einen Spieler des ASV Senden per SMS kontaktiert“ habe. Weil eine Antwort auf die Textnachricht ausgeblieben ist, sei kein weiterer Kontaktversuch unternommen worden. „Bei einer positiven Antwort hätten wir den Spieler und selbstverständlich seine Eltern, immerhin sprechen wir über Minderjährige, zu einem Gespräch nach Ahlen eingeladen“, sagt Sandbothe und ergänzt: „Wie in jeder Sportart sind unsere Trainer und Scouts in den Handballhallen der Region unterwegs und halten Ausschau nach neuen Talenten. Bei begründetem Interesse muss natürlich ein erster Kontakt, wie auch immer geartet, hergestellt werden.“ Jungblut widerspricht und berichtet von „nachweislich mehreren Fällen“.

„Offensichtlich muss Ahlen die Defizite an ausbildungsorientierter Trainingsarbeit auf dem Weg flächendeckender Abwerbung kompensieren“, schimpft Jungblut. „Intention des HLZ Ahlens ist nicht die Förderung und Weiterentwicklung der Spieler, sondern einzig die Rekrutierung von Talenten zur Aufwertung der eigenen Teams und letztlich zur Verbesserung der eigenen Ergebnisbilanz.“ Das HLZ missbrauche seinen Status als Landesleistungszentrum, so Jungblut.

„Unsere sportliche Philosophie und Intention ist die individuelle Weiterentwicklung junger Talente in sportlicher und persönlicher Sicht. Die athletenorientierte Weiterentwicklung steht ganz klar im Fokus unserer Jugendarbeit, nicht die Ergebnisbilanz der einzelnen Mannschaften“, sagt Sandbothe.

„Dann sollen sie auch ihre eigenen Spieler ausbilden und nicht die Spieler anderer Vereine holen“, sagt Jungblut. Die Förderstrukturen mit lizenzierten Trainern in allen Altersklassen seien auch beim ASV Senden hervorragend, betont der ASV-Abteilungsleiter. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Verantwortlichen des HLZ gezielt mögliche Konkurrenten um die Plätze in den höchsten Spielklassen schwächen und aus dem Feld schlagen wollen“, klagt Jungblut.

Der Sendener Funktionär kündigt an: „Wir sind mit den Verantwortlichen anderer Vereine, denen dieses Gebaren auch sauer aufstößt, im Gespräch darüber, wie wir uns gemeinsam aufstellen und zur Wehr setzen können.“

von patrick_asv - am 31.03.2015 13:01
Da wird man ja nicht richtig schlau raus, die Behauptungen beider Seiten sind ja nicht einschåtzbar. Der eine Verein bestätigt die These es gehe rein um die in Ahlen bessere Ausbildung junger Spieler, der andere Verein gibt an es gehe rein darum andere Vereine zu schwächen und um den Ahlener Kader kostengünstig zu verstärken.
Nochmal kurz meine Meinung, zu einem HLZ gehört schulische Betreuung, best ausgebildete Trainer (A-Lizenz), erhöhte Trainingseinheiten, keine Kiste Bier nach Training oder Spiel, Kooperationen mit Schule und Vereinen und später halt die Vereine als erster Ansprechpartner von denen die Talente gekommen sind, es sei denn sie sind sportlich so gefõrdert worden, dass sie eine Handballkarriere im Profibereich starten können. Was aber nur bei wenigen gelingen wird.
Ich weiß nicht wie das in Ahlen läuft und das ist das Problem und das würde mich mal interessieren!

von full house - am 31.03.2015 13:41
Dazu kann ich leider nichts sagen, ich komme von der anderen Seite:xcool:

von patrick_asv - am 31.03.2015 14:40
Wie auch immer es gehandhabt wird, die Ahlener müssen eine Lizenz haben, sonst dürften sie sich a) gar nicht Landesleistungsstützpunkt nennen und b) würde der Verband auch gar keine Trainings in Ahlen durchführen, was ja der Fall ist, wie Google bei ein wenig Recherche ausspuckt - da lassen sich übrigens auch Infos zu Kooperationen mit Schulen, Unis und Betrieben finden.

Für mein Dafürhalten lehnt sich der ASV da sehr weit aus dem Fenster und schadet am Ende des Tages nur dem generellen Handballimage, dient aber nicht der Sache, was sehr traurig ist. Senden ist nun mal "nur" der kleine Sportverein und Ahlen deckt als Stützpunkt eine ganze Region ab bzw. muss es abdecken - keine Ahnung wie genau da jetzt der regionale Zuschnitt ist. In Lemgo bzw. Dormagen und den umliegenden Vereinen wird es sicherlich nicht anders laufen.

von schiriwirwissenwodeinautosteht - am 01.04.2015 12:04
O.k, danke! Kann man so sehen, zumindest wichtig Satz 1, dass man eine Lizenz haben muß um sich mit "Leistungszentrum" zu schmücken. Der DHB wir hier schon Kriterien fordern. Weiter denke ich persönlich auch, von einer guten Talentförderung einer großen Region profitieren im nachhinein auch, die der Region zugehörigen , "kleineren" Vereine und insbesondere die Talente. Pro Handball! Aber wahrscheinlich hat man in Senden dazu eine andere Einstellung, vlt. aber auch bereits negative Erfahrungen mit HLZ Ahlen gemacht. Schöne Ostern an alle hier im Forum.

von full house - am 01.04.2015 12:30
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