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FORUM DER HANDBALL OBERLIGA WESTFALEN
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 10 Monaten
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Handball13, Brandy72, Einwurf, InsideOWL, full house, miniundmaxi

Chaos und unsägliches Theater in Spenge

Startbeitrag von miniundmaxi am 22.08.2015 16:49

Was ist denn nur wieder in Spenge los?
Das Theater spielt sich auf mehreren Ebenen ab, Zentralfigur ist aber der sportliche Leiter des TUS.
Es begann damit, dass bei einem Freundschaftspiel gegen den Verbandsligisten Rödinghausen einige Schiedsrichter-Entscheidungen nicht pläsierten (das Spiel wurde übrigens deutlich gewonnen, und Spenge lag durchgehend klar vorne).
Daraufhin begab sich o.g Person zu einem der beiden (freiwillig pfeifenden) Schiedsrichter und betitelte ihn mit einem unsäglichen Schimpfwort, welches in den meisten Familien strengstens verboten ist.
Die Beleidigungen setzten sich nach dem Spiel im Kabinengang fort. Sportliches Vorbild? Fehlanzeige!
Der Schiedsrichter war so verdattert und überrascht, dass keine sofortigen Massnahmen erfolgten, diese wären aber absolut angebracht gewesen.
Zum nächsten Freundschaftsspiel erschienen die angesetzten Schiedsrichter (ein anderes Paar) nicht... ein Schelm wer Böses dabei denkt......
Schon interessant, wenn dann der Vereinsvorsitzende das Freundschaftsspiel pfeifen muss.....
Die Mannschaft bot in der Vorbereitung eine sehr gute und ansprechende Leistung. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung konnte man sich durchaus gegen einige gute Drittligamannschaften behaupten.
Ein Verdienst des Trainers Elschner? Offenbar nicht, denn der wurde gestern abend überraschend vom sportlichen Leiter entlassen.
Nur zur Erinnerung, Elschner war aus einem bestehenden Vertrag ausgestiegen, weil Spenge trainerlos und in Not war. Nun ist Elschner vereinslos und in Not.
Dem neutralen Leser mag das ganze wie eine Schmierenkomödie erscheinen, in Spenge schüttelt man nur noch verständnislos den Kopf.
Man muss sich wirklich fragen, ob beim TUS der Sport im Vordergrund steht, oder möglicherweise ganz andere Motivationen.
In jedem Fall wächst in der Fangemeinde die Unruhe und der Unmut.

Übrigens - eine Entschuldigung für die verbalen Entgleisungen gegenüber dem Schiedsrichter erfolgte nicht.

Antworten:

Ich kann mich da nur anschließen.
Was da vom "Sportlichen Leiter" gemacht wurde geht gar nicht.
Wenn der bei Spielen anwesend war durfte der Trainer nur auf der Bank sitzen und zuschauen, nur wenn dieser nicht anwesend war durfte er Trainer sein.
Dieses übermäßige Geltungsbedürfnis geht einfach gar nicht und ist von uns Fans auch nicht gewollt... Letzte Saison wurde einige Spiele genau deswegen verloren, weil nur eine Meinung zählte -auch wenn sie Falsch war- Kritikfähig ist der Sportlicher Leiter leider nicht...Er macht keine Fehler.
Es tut mir sehr leid für Dirk Elschner und ich kann nur sagen das dass nicht im Sinne der Fans und auch sicher nicht der Spielern ist was da passiert ist.
Auch der Vorstand vom TUS sollte sich mal überlegen ob man wirklich mit solch einer Person zusammen arbeiten will und auf dessen angekratztes Ego Trainer entlassen will.
Man hat es mal wieder in Spenge geschafft mit traurigen Schlagzeilen in die Öffentlichkeit zu Kommen...Klasse gemacht! Am meisten tut es mir leid für die Mannschaft die wirklich super in den Vorbereitungsspielen aufgetreten ist und sicherlich in dieser Form einer der Top Favoriten für den Aufstieg ist. Weiter so Jungs lasst euch von solchen Unruhen nicht ablenken!
Aus Sicht von mir und vielen langjährigen Fans kann ich sagen: Ich will wirklich nicht die Leistungen von Heiko Ruwe in der Vergangenheit in frage stellen aber wir waren sehr erfreut darüber einen neuen Trainer zu bekommen und die Leistungen der Mannschaft in dieser kurzen Zeit waren sehr gut, was ja auch mit dem Trainer zu tun haben muss denn dieser macht ja auch die Ansagen... Ach ja nicht in Spenge da leitet der Sportliche Leiter die Spiele und bekommt bei guten Leistungen den Ruhm und bei schlechten ist der Trainer schuld...

von Handball13 - am 22.08.2015 19:13
Hier noch einmal der Artikel vom WHP:
Spenge.
Die Nachricht am späten Freitagabend hat eingeschlagen wie eine Bombe: Oberligist TuS Spenge hat sich von Trainer Dirk Elschner getrennt und dessen Vorgänger Heiko Holtmann wieder installiert, nachdem dieser vor etwas mehr als zwei Monaten wegen des Schlaganfalls seiner Frau Beate seinen Rücktritt erklärt hatte. Dirk Elschner, der 44-Jährige, ist entsetzt, er ist fassungslos. „Für mich ist das eine absolute Katastrophe. Ich weiß auch nicht, was ich verbrochen habe, dass mir das ähnlich jetzt in kurzer Zeit zum zweiten Mal passiert“, sagt er im Gespräch mit dem Westfälischen Handball-Portal. „Ich bin mächtig am Grübeln, das gibt einem zu knabbern. Ich habe mir in Spenge nichts zu Schulden kommen lassen.“ Zuvor war er bei den Sportfreunden Loxten überrascht worden, die er 2014 in die Oberliga geführt hat, dass der Klub nach der Saison 2014/15 ohne ihn und stattdessen mit Thomas Lay plane.

Wichtig ist Dirk Elschner, klarzustellen, dass „das kein Vorstandsbeschluss ist, sondern ein Beschluss von Heiko Ruwe“. Der Sportliche Leiter hatte die Entscheidung am Freitag verkündet. Und warum? „Wenn man Verantwortung hat, muss man sich auch kritisch hinterfragen, ob eine Entscheidung richtig war“, erklärt Heiko Ruwe. „Ich war von der Lösung nicht mehr überzeugt. Deshalb habe ich lieber jetzt die Reißleine gezogen. Ich habe darüber auch mit Personen meines Vertrauens gesprochen.“ Dirk Elschner kann es jedoch immer noch nicht fassen. „Das war für mich überraschend, dass er mir das gestern mitgeteilt hat. Ohne Vorwarnung“, sagt er.

Nach einer Nacht des Grübelns und sehr vielen Reaktionen ist der ehemalige Spenger Coach davon überzeugt, dass sein Rausschmiss „ein Ego-Trip Heiko Ruwes ist“. Eine Begründung liefert Dirk Elschner auch. „Er ist jetzt wieder der große Zampano und steht am Wochenende komplett im Fokus, und Heiko Holtmann leitet das Training, weil Heiko Ruwe das zeitlich nicht schafft“, sagt er. „Heiko Ruwe will qualitativ ein gutes Training und am Wochenende einen, der die Schnauze hält. Er hat seine Rolle in Gefahr gesehen. Für den TuS Spenge ist das ein Armutszeugnis. Das kann man keinem Menschen normal erklären.“

Heiko Ruwe: „Es geht nicht um mich oder Else, es geht um die Mannschaft“

Zum Hintergrund: Beim Testspiel am Donnerstag gegen die Lemgo Youngsters hatte Heiko Ruwe auf der Bank das Zepter geschwungen – wie immer in der vergangenen Saison, während Trainer Heiko Holtmann daneben gesessen hatte. „Ich habe dann auch kein Theater gemacht und um ein Gespräch gebeten“, erzählt Dirk Elschner. „Das sollte ein ganz normales konstruktives Gespräch sein, wenn man normal miteinander umgeht, und ich wollte eine Antwort darauf, wie er sich das vorstellt. Er hat sich dann einen Tag Zeit gelassen und mir gesagt, dass er sein Bauchgefühl verloren habe, das er noch hatte, als er mich unbedingt verpflichten wollte. Das ist für mich menschlich allerunterste Schublade.“

Die Kritik des Kurzzeit-Trainers kann Heiko Ruwe sogar ein bisschen verstehen. „Das sei ihm wegen seiner Enttäuschung zugestanden“, sagt der Sportliche Leiter des TuS Spenge und spricht davon, dass es unterschiedliche Auffassungen gegeben habe. „Es tut mir ein Stück weit leid, und es war eine schwierige Entscheidung, aber eine Entscheidung in die Richtung, die der Mannschaft besser tut“, erklärt Heiko Ruwe. „Der Tragweite bin ich mir bewusst, aber ich vertrete diese Entscheidung. Und Kritiker werden jetzt sagen, dass Heiko Ruwe ein Alpha-Tier sei, das niemanden neben sich dulde, dass ich Else keine Chance gegeben habe und dass Heiko Holtmann eh zurückkehren werde. Wer mich aber ein bisschen besser kennt, der weiß, dass das alles nicht stimmt. Es geht nicht um mich oder Else, es geht um die Mannschaft.“

Vertrag beim TSV Ladbergen für die Tätigkeit beim TuS Spenge aufgelöst

In der Konstellation des TuS Spenge geht es anscheinend auch um das Trainer-Bild, eines, das die Typen Dirk Elschner und Heiko Holtmann völlig anders ausfüllen. „Ich hatte aus der Mannschaft absolute Rückendeckung. Die Spieler sind geschockt und traurig“, erzählt Dirk Elschner. „Das war damals auch Inhalt unseres Gespräches, dass ich meine Rolle des Coachens anders interpretiere als Heiko Holtmann, dass ich meine Freiräume bekomme. Es gab eine ganz klare Absprache.“

Seine Tätigkeit beim TuS bewertet Dirk Elschner sehr positiv. „Ich habe jetzt sechs Wochen gearbeitet und ein überragendes positives Feedback bekommen – aus der Mannschaft und auch von Heiko Ruwe. Erst vor zwei Wochen, als er aus dem Urlaub zurückgekommen ist, hat er mich nach unserem Testspiel gegen den TuS 09 Möllbergen noch gelobt“, sagt er und hat reichlich Probleme, die Geschehnisse vom Freitag zu verdauen. „Die haben mich auf Knien gebeten, meinen Vertrag in Ladbergen aufzulösen, jeden Tag angerufen und mit SMS bombardiert“, berichtet er. „Und dann wird nach sechs Wochen Vorbereitung ein Cut gemacht: Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.“

Dirk Elschner: „Das ist mir ganz schön an die Nieren gegangen“

Was nichts daran ändert, dass der TuS Spenge beziehungsweise Heiko Ruwe daran glauben, für die Saison 2015/16, in der der Klub zu den Drittliga-Aufstiegskandidaten zählen wird, den richtigen Schritt gegangen zu sein. „Von der neuen und alten Konstellation mit Heiko Holtmann, seiner Frau geht es deutlich besser, bin ich zu 1000 Prozent überzeugt“, erklärt der Sportliche Leiter. „Menschlich ist diese Entscheidung extrem unglücklich und auch in der Mannschaft konträr aufgenommen worden. Es ist schade, dass ich das Vertrauen, das mir Else entgegengebracht hat, nicht zurückgeben konnte. Aber sportlich war das Gefühl nicht mehr da.“

Dirk Elschner ist indes auch deshalb so enttäuscht, weil er noch in der vergangenen Woche gesagt hatte, wie toll er beim TuS Spenge aufgenommen worden sei. „Wir hatten einen Teamabend, bei dem wir auch interne Richtlinien aufgestellt haben“, erzählt er. „Die sind jetzt mit Füßen getreten worden.“ Und er wird nach seinem Rausschmiss das Gefühl nicht los, dass der TuS Spenge eigentlich gar keinen Trainer will. „Wenn man einen Statistiker braucht, der die Tore mitzählt“, sagt er, „dann muss man sich um einen Co-Trainer kümmern.“ Und wie geht es jetzt mit dem Trainer Dirk Elschner weiter? „Ich muss das jetzt erst einmal alles sacken lassen und mache nichts“, sagt er. „Das ist mir ganz schön an die Nieren gegangen.“
whp-online.de

von Handball13 - am 22.08.2015 19:19
Das wertet wohl jede Vorbereitung ab! Als erstes muss sich doch die Mannschaft verschaukelt vorkommen. Mich würde wirklich freuen wenn der Start aufgrund dieser Maßnahme in die Hose geht, nicht für das Team, jedoch für den angeblichen "King of Currywurst"! Gibt es da keine Kompetenzen die diesem Treiben einen Riegel vorschieben können?

von full house - am 23.08.2015 16:32
was ist das denn wieder für ein Chaos ?

Erst tritt Heiko Holtmann aus familären Gründen zurück, es wird ein neuer Trainer, der schon einem unterklassigen Klub die Zusage gegeben geholt und jetzt 2 Wochen vor Saisonbeginn soll der alte Trainer ( Heiko Holtmann ) wieder das Kommando übernehmen ?

Man war sich sicher, daß Elschner der richtige Trainer sei und nun wird alles wiederrufen ?

Was für eine Kasperletheater !!!

Sowohl Mannschaft wie auch Elschner müssen sich sehr verschaukelt vorkommen !!!

Das ist unterste Schublade, zumal die Ergebnisse aufhorchen ließen

Elschner wünsche ich für die Zukunft alles Gute

Für den Verein schäme ich mich !!!

von Brandy72 - am 23.08.2015 17:03
Der Artikel steht schon komplett hier...

von Handball13 - am 23.08.2015 21:12
Damit verbrennt Spenge natürlich alle möglichen Trainer für die Zukunft, wer will denn noch bei so einem Verein Arbeiten?!
Das wirft natürlich ein Denkbar schlechtes Licht auf den ganzen Verein, es hat den anschein als ob manche Funktionäre noch immer in der 2.Liga leben und auch so Arbeiten...

Das ganze geschehen sollte aber nicht davon ablenken das auch Elschner dem ruf des großen Gelds gefolgt ist und Ladbergen kurzfristig verlassen hat.

Alle beteiligten sollten sich mal vor Augen führen das die Handballwelt in Ostwestfalen doch verdammt klein ist und durch so viele Vereine in Ober/ Verbandsliga die Konkurrenz um gutes Personal ziemlich groß.

Spenge hat nicht mehr die Ausnahmestellung als 2./3. Ligist und so werden es sich ambitionierte Spieler evtl. mal Überlegen ob Sie zu so einem Karnevals Verein wechseln oder lieber zu Altenhagen/TUS 97/Mennighüffen etc. bei denen etwas langfristiger und Bodenständig geplant wird...

...aber am Ende entscheiden halt doch immer der Geldbeutel:-/

von InsideOWL - am 24.08.2015 10:50
ich bin sicher nicht ein unverbesserlicher Idealist, aber ich kenne auch Trainer, bei denen der sportliche Erfolg und das "Sich-Selbst-Beweisen" Vorrang haben vor dem schnöden Mammon. Natürlich gehört dazu ein intaktes Umfeld und ein seriöser Verein, d.h. derzeit also z.B. in keinem Fall der TuS Spenge ...

von Einwurf - am 25.08.2015 08:31
Hier noch einmal ein Artikel wo klar wird das selbst der Vorstand vom TUS nicht hinter der Entscheidung des sportlichen Leiters steht...

Der 2. Vorsitzende distanziert sich
Joachim Reckmann, 2. Vorsitzender des TuS Spenge, zeigte sich entsetzt über die Entscheidung, sich vom Trainer der Handball-Oberligamannschaft, Dirk Elschner, zu trennen.
„So kann man nicht mit Leuten umgehen!“, sagte Reckmann, der in der Trennung einen deutlichen Imageverlust für den Verein sieht.
„So etwas hätte es unter meiner Verantwortung nicht gegeben“, sagte Reckmann weiter und bezeichnete die Entscheidung als „Armutszeugnis für den Verein“. Reckmann war am Freitag Abend über die Entscheidung informiert worden. „Ich habe mich nicht eingemischt, weil ich nächstes Jahr sowieso von meinem Vorstandsamt zurücktreten werde“, erklärte er die eigene Untätigkeit.
Aber: „Diese Eile und dieses Vorgehen sind mir völlig fremd“, machte er noch einmal deutlich, dass er die Entscheidung nicht mitträgt.

von Handball13 - am 28.08.2015 07:43
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