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dswrjpch, Welt der Wunder am 23.12.2007

Woher kommen Weihnachtsmann, Christkind, Krampus & Co?

Startbeitrag von Welt der Wunder am 23.12.2007 am 21.12.2007 17:09

Santa Claus & Co. - Der Weihnachtsmann

Ein tiefes „Ho ho ho”, ein roter Anzug und ein weißer Rauschebart. All das sind Eindrücke, die man sofort mit dem Weihnachtsmann verbindet. Doch wieso ist das eigentlich so? Wie kam es zu dem Santa Claus, wie wir ihn heute kennen?

Urahn St. Nikolaus

Bevor es den Weihnachtsmann gab, brachte der Heilige Sankt Nikolaus die Geschenke. Dieser hat als Bischof Nikolaus von Myra in der heutigen Türkei im vierten Jahrhundert gelebt und wurde als Schutzheiliger von vielen Kindern verehrt. Zu seinem Gedenken werden seit Mitte des 16. Jahrhunderts Kinder an seinem Namenstag, dem 6. Dezember, beschenkt. Während der Reformation wurde diese Sitte auf den 24. und 25. Dezember verlegt. Fortan sollte das Christkind die Geschenke bringen. Erst als niederländische Auswanderer den Nikolaus-Brauch nach Amerika exportierten, entwickelte sich das moderne Bild des Weihnachtsmanns; und aus dem holländischen „Sinter Claas“ wurde „Santa Claus“.

Fröhliches Dickerchen im Rentierschlitten

Doch Santa Claus sah nicht immer so aus, wie wir ihn heute kennen. Anfangs hatten seine Gewänder die verschiedensten Farben und auch seine Gestalt variierte. 1821 tauchte er erstmalig in einem Gedicht auf. Clement Moore beschrieb den Weihnachtsmann in „A Visit from St. Nicholas“ als fröhliches, nur elfengroßes Dickerchen, das mit einem Rentierschlitten reist und Geschenke durch den Kamin bringt. 1881 zeichnete der deutschstämmige Amerikaner Thomas Nast den Santa Claus so, wie wir ihn heute kennen. Was allerdings die Farbe seiner Kleidung betraf, herrschte noch Uneinigkeit.

Warum trägt Santa Claus nur Rot-Weiß?

Dass der Weihnachtsmann heute nur noch Rot-Weiß trägt, hat er einem bekannten Limonadenhersteller zu verdanken. Im Jahr 1931 sollte der norwegische Grafiker Haddon Sundblom eine Weihnachtskampagne für Coca Cola entwerfen. Er wählte einen pensionierten alten Auslieferungsfahrer als Modell und kleidete ihn in den Firmenfarben Rot und Weiß ein.

Santa Claus & Co. - Das Christkind

Bevor der Weihnachtsmann auch in unseren Breiten Einzug hielt, brachte hier einzig und allein das Christkind die Geschenke. Unklar ist, ob es sich dabei um den neugeborenen Jesus handeln sollte oder einfach um ein himmlisches, engelgleiches Wesen, das an die Geburt des Heilands erinnerte. Doch wie kam es überhaupt zu der Vorstellung, dass das Christkind die Kinder beschenkt?

Martin Luther wollte den Nikolaus abschaffen

Die Figur des Christkinds wurde von Martin Luther erfunden. Dieser wollte damit sein Vorhaben untermauern, den Heiligen Nikolaus abzuschaffen. So wurde allgemein das Christkind zum Gabenbringer für die Kinder. Heimlich bringt es die Geschenke am Abend des 24. Dezember. Und wenn man genau hinhöre – so wird den Kindern oft erzählt – könne man dabei leise ein Glöckchen läuten hören.

Heute macht der Weihnachtsmann dem Christkind Konkurrenz

Während in katholischen Familien bis heute das Christkind die Geschenke bringt, hat in evangelischen Kreisen oft der Weihnachtsmann diese Rolle übernommen. So haben diese beiden, vom Aussehen sehr konträren Wesen, doch die gleiche Bestimmung.


Santa Claus & Co. - Die Heiligen Drei Könige

Sie hießen Caspar, Melchior und Balthasar und brachten dem neugeborenen Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Zumindest ist das die Geschichte, die man schon als Kind von den Eltern erzählt bekommt. Doch wer waren die drei Besucher wirklich? Waren es denn überhaupt drei?

Wer waren die Besucher und woher kamen sie?

Die Herkunft der Drei ist umstritten, unter anderem werden Persien oder Babylonien als ihre Heimat vermutet. Waren sie Magier, Sterndeuter, Priester oder Gelehrte – oder tatsächlich Könige? Bis heute ist diese Frage ungeklärt. Doch es ist durchaus möglich, dass es sich wirklich um Könige handelte, denn dieser Titel hatte damals eine weitaus geringere Bedeutung als etwa im Mittelalter.

Warum ausgerechnet drei?

Auch was die Zahl der angeblichen Könige betrifft, lässt sich nicht sicher sagen, ob es sich um drei handelt. Auf den bildlichen Darstellungen der Krippenszene variiert ihre Anzahl von zwei bis acht Personen. Dass sich die Zahl Drei letztendlich durchgesetzt hat, könnte verschiedene Gründe haben. Zum einen gab es in der damaligen Zeit drei Geschenke, die eines Königs würdig waren, nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe. Außerdem könnte die Zahl natürlich auch für die drei Alterszustände des Menschen stehen – die Jugend, das Erwachsensein und das Alter. Eine weitere Theorie besagt, dass diese Zahl die drei Kontinente darstellen soll. Man dachte nämlich im christlichen Abendland, die Welt bestehe aus drei Kontinenten – Europa, Asien und Afrika. Somit sollte durch die drei Könige dargestellt werden, dass Jesus Besuch aus der ganzen Welt erhalten hatte.

Nicht einmal die Namen sind sicher

Doch nicht nur Herkunft, Stellung und Anzahl der Weisen aus dem Morgenland sind unsicher, nicht einmal auf die Namen kann man sich verlassen. Ab dem Anfang des 6. Jahrhunderts tauchen Variationen von Vornamen vor, die von den Anfangsbuchstaben der Wörter des Segensspruches „Christus segne dieses Haus!“ abgeleitet wurden:

Christus – Caspar
mansionem – Melchior
benedicat. – Balthasar


Santa Claus & Co. - Der Krampus

In manchen Gegenden kommt der Heilige Nikolaus nicht allein zu den Kindern, sondern wird von einem furchterregenden Gesellen begleitet: dem Krampus. Dessen Name leitet sich von dem altdeutschen Wort „Krampen“ ab, welches übersetzt „Kralle“ heißt.

Ab dem 17. Jahrhundert Begleiter des Nikolaus

Wann genau sich der Krampusbrauch entwickelt hat, ist unklar. Doch er ist wohl in den alpenländischen Gebieten entstanden. Während der Zeit der Inquisition war es bei Todesstrafe verboten, sich als teuflische Gestalt zu verkleiden, und so ebbte diese Sitte ab. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich dann, ausgehend von den Klosterschulen, der Brauch, dass der Heilige Nikolaus die Kinder in Begleitung des Krampus besucht. Während der gute Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die Unartigen von seinem teufelsähnlichen Begleiter bestraft.

Böse Kinder kommen in die Butte

Zur traditionellen Aufmachung eines Krampus gehören ein Mantel aus Schaf- oder Ziegenfell, eine Holzmaske mit Hörnern sowie Kuhglocken, Rasseln und Schellen. Oftmals hat der furchteinflößende Geselle eine Rute sowie eine Butte bei sich. Bei dieser handelt es sich um einen Behälter, den der Krampus auf dem Rücken trägt und in den angeblich böse Kinder gesteckt und mitgenommen werden.



Weihnachtsbräuche - Warum wir mit Gebäck und Geschenken feiern


Auf dem Adventskranz brennen die Kerzen, der Baum ist geschmückt und das Haus duftet nach Zimt und Plätzchen – es weihnachtet sehr. Doch warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Und woher kommen die vielen Bräuche dieses großen Festes?
Zugegeben: Das „Fest der Liebe“ ist heute wesentlich weltlicher und konsumorientierter als in vergangenen Zeiten. Dennoch: Die historischen und religiösen Ursprünge von Weihnachten sind uns nach wie vor bewusst.

Wie Weihnachten entstand

Klar ist, dass wir die Geburt Christi feiern – die „Heilige Nacht“ ist die durch die Geburt Jesu geweihte Nacht. Doch historisch gesehen ist Jesus Christus im Frühjahr geboren. Erst Papst Hyppolit verlegte die Feier dieses Ereignisses auf die Nacht des 24. Dezember. Von Rom aus breitete sich diese Neuerung in alle Welt aus: Im Jahr 360 wurde Weihnachten erstmals in Nordafrika, ab 375 im Orient und nach 380 in Spanien gefeiert. Im 7. und 8. Jahrhundert setzt sich der Brauch auch in Deutschland durch, das Weihnachtsfest am 25. Dezember zu feiern.


Weihnachten weltweit - Christbaum & Co.

Adventskalender, Adventskranz, Weihnachtsbaum und viele Kerzen sind heute feste Bestandteile des Weihnachtsfestes – als wäre es schon immer so gewesen. Daher erstaunt es um so mehr, dass viele dieser Traditionen noch gar nicht so lange zurückreichen.

An jedem Tag ein neues Bild

Der heute aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenkende Adventskalender entstand erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Ursprünge lassen sich allerdings bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die ersten Formen kommen aus dem protestantischen Umfeld: So wurden in religiösen Familien im Dezember nach und nach 24 Bilder an die Wand gehängt. Eine einfachere Variante war ein so genannter Strichkalender mit 24 Kreidestrichen an der Wand. Die Kinder der Familie durften an jedem Tag einen Strich wegwischen.

Oh Tannenbaum...

Auch der Tannenbaum gehört längst nicht von Anfang an zu den christlichen Traditionen. Seine Wurzeln reichen etwa 300 Jahre zurück.
Vorformen sind bereits aus dem Mittelalter überliefert, als die Menschen Haus und Hof mit Tannenzweigen, Misteln und Wacholder schmückten, um sich vor Gefahren zu schützen.
Der erste Nachweis für einen Weihnachtsbaum in Deutschland stammt allerdings erst aus dem Jahr 1570. In den Zunfthäusern des städtischen Handwerks in Bremen stellte man kleine mit Datteln, Nüssen und Äpfeln behängte Tannenbäumchen auf, die in der Weihnachtszeit von Kindern abgepflückt wurden.

Jedes Jahr werden circa 24 Millionen Tannen und Fichten zum Jahresende geerntet. Wegen ihrer weichen und vollen Nadeln ist die Nordmann-Tanne als Christbaum besonders begehrt. Der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen ist nach dem finnischen Botaniker Alexander Nordmann benannt. Doch spätestens nach zwei bis drei Wochen hat der immergrüne Zimmerschmuck ausgedient. In evangelischen Haushalten finden die Tannen zum Epiphanias-Fest am 6. Januar ihren Weg nach draußen. In katholischen dagegen wird der Christbaum meistens zu Lichtmess am 2. Februar ausrangiert.


Es weihnachtet in Rot und Grün

Die christlichen Symbolfarben von Advent und Weihnachten sind Rot und Grün. Dabei symbolisiert Grün die Hoffnung auf den Fortbestand des Lebens im dunklen Winter und entsprechend auch die Treue. Rot erinnert an das Blut Christi, das er vergossen hat, um die Welt zu erlösen.
Die Farbkombination von Grün und Rot prägt bis heute den Christbaum, die Tischdekoration, die Weihnachtspost und das Verpackungsmaterial für die Geschenke.



Weihnachten weltweit - Oh du fröhliche Weihnachtszeit

In einigen christlichen Ländern steht nicht allein das Weihnachtsfest im Zentrum der Weihnachtstraditionen. So wird beispielsweise in den Niederlanden der Nikolaustag mit Sinterklaas und seinem Gehilfen, dem „zwarte Piet“, groß gefeiert.

In Skandinavien toben die Weihnachtszwerge

In Skandinavien treiben die Julenissen, die Weihnachtszwerge, ihr Unwesen. Das so genannte Julfest entstammt alten Ernte- und Winterbräuchen, bei denen Julbier gebraut und Julstroh verstreut wurde. Es endet am 13. Januar traditionell mit einem zünftigen Gelage.
In Schweden ist der 13. Dezember einer der wichtigsten Weihnachtstage: der Tag der Heiligen Lucia. Sie bringt Licht ins Dunkel. Am Morgen des Lucia-Morgens geht die älteste Tochter des Hauses als Heilige verkleidet mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf durchs Haus und weckt die Familie. Dazu verteilt sie Lucia-Gebäck.

St. Nikolaus in der Badehose

Ist für uns die Weihnachtszeit untrennbar mit weißen Schneelandschaften, klirrender Kälte und dicker Wintervermummung verbunden, so feiern die Christen auf der Südhalbkugel lieber in legerer Strandkleidung. Wie beispielsweise in Australien: Rund um den 24. Dezember ist dort die heißeste Zeit des Jahres. Der Weihnachtsmann trägt dementsprechend meist eine rote Badehose und tauscht seinen Schlitten lieber gegen Wasserski ein.
Das Skurrile dabei: Die Kaufhäuser sind nach europäischem Vorbild geschmückt. Überall hängen Girlanden, aus den Lautsprechern erklingt Weihnachtsmusik und schwitzende Weihnachtsmänner verteilen Süßigkeiten an Kinder.


Weihnachten weltweit - Andere Länder, andere Sitten

An Weihnachten feiern alle Christen dasselbe Fest und man könnte daher davon ausgehen, dass sie dies auf die gleiche Art und Weise tun. Doch gibt es auf der Welt sehr viele unterschiedliche Weihnachtstraditionen. Nicht überall dürfen die Kinder beispielsweise, so wie in Deutschland, ihre Geschenke bereits am Heiligen Abend öffnen. In vielen Ländern, etwa in Frankreich und Großbritannien, findet die Bescherung erst am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags statt.

Nicht immer kommt das Christkind an Heilig Abend

In England werden alle Räume mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Girlanden geschmückt. Als Festmahl tischt man am Heiligen Abend Plumpudding und „Gregor“, den typischen britischen Truthahn auf. Der Weihnachtsmann rutscht allerdings erst nachts durch die Kamine in die Häuser und verteilt seine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum.

In unserem Nachbarland Frankreich ist „Le Reveillon“, der Weihnachtsschmaus, der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. An der Mitternachtsmesse nimmt traditionell die gesamte Familie teil. Während dann niemand zu Hause ist, kommt der Weihnachtsmann „Père Noel“ und sucht das Weihnachtszimmer mit der Krippe. Er verteilt seine Gaben in die frisch geputzten Schuhe der Kinder. Die Geschenke öffnen dürfen diese aber erst am nächsten Morgen.

In Finnland liebt man ein gemeinschaftliches Saunabad am 24. Dezember. Dazu verspeist man „gebackenen Schweden“, das Festtagsgericht aus Schweinefleisch.
Für seinen Weg nach Griechenland lässt sich der Weihnachtsmann dagegen sehr viel Zeit: Am 24. Dezember ziehen dort die Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Straßen und singen Lobgesänge, die Glück bringen sollen. Doch ihre Geschenke finden sie erst am 1. Januar vor ihrem Bett. An diesem Tag gibt es einen besonderen Kuchen, in dem eine Goldmünze eingebacken ist. Wer die Münze findet, hat das ganze kommende Jahr Glück.
Die kleinen Spanier und Italiener müssen sich sogar bis zum 6. Januar, dem Neujahrstag, gedulden.



Jesus von Nazareth - Wer war Jesus wirklich?

Mit überirdischen Kräften versehen heilte Jesus Kranke und erweckte sogar Tote wieder zum Leben. Er opferte sich für die Menschheit, wurde gekreuzigt und starb. Doch am dritten Tag erwachte er von den Toten und fuhr später hinauf in den Himmel.

So zumindest erzählen die vier Evangelien des Neuen Testaments die Geschichte von Jesus. Doch was daran ist historische Wahrheit? Selbst die Texte der Bibel unterscheiden sich oft in ihren Beschreibungen der Ereignisse. Wie hat Jesus also wirklich gelebt? Wurde er tatsächlich ans Kreuz genagelt? Und kam er auf diese Weise ums Leben oder überlebte er die Kreuzigung? Immerhin: Es gibt Anhaltspunkte, dass Jesus danach in Indien gelebt und gewirkt hat.

Der Evangelist Lukas erzählt von Jesu Geburt in Bethlehem. Zu jener Zeit soll ein Stern am Himmel den Menschen des Orients die Ankunft eines Königs angezeigt haben. Und tatsächlich – nach den Berechnungen heutiger Wissenschaftler gab es damals eine Planetenkonstellation, die eine sehr starke Symbolik gehabt haben muss. Allerdings nicht im Jahr null, sondern sechs Jahre zuvor. Wurde Jesus also sechs Jahre vor dem Beginn unserer Zeitrechnung geboren?

Wurde Jesus vor „Christi Geburt“ geboren?

Auch andere Fakten sprechen für eine solche Datierung: Als Jesus geboren wurde, soll – so die Bibel – König Herodes Judäa regiert haben. Dieser starb jedoch bereits Jahr vier vor Christus, das gilt als sicher. Hieraus ergibt sich, dass Jesus mindestens vier Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung geboren worden sein muss. Genauer gesagt gehen Wissenschaftler heute von vier bis sieben Jahren „vor Christi Geburt“ aus.

Saturn und Jupiter im Sternzeichen Widder

Es ist also sehr gut möglich, dass es sich bei dem Himmelsereignis im Jahr sechs vor Christus um den „Stern von Bethlehem“ gehandelt hat. Doch was genau daran signalisierte den Menschen im Orient damals, dass ein neuer König geboren wird? Zunächst: Es tauchten die Planeten Jupiter und Saturn im Sternzeichen Widder auf. Dieses Sternzeichen galt als Symbol für das Königreich des Herodes. Jupiter war der Planet der Könige. Saturn verkündete die Ankunft eines edlen und guten Menschen.

Ankündigung eines mächtigen Königs

Doch nicht nur das erregte Aufsehen, dazu kam noch eine außergewöhnliche Planetenkonstellation: Saturn, Jupiter, Mond und Erde standen zu einem bestimmten Zeitpunkt genau in einer Reihe. Als sich der Mond morgens zur Seite schob, wurde Jupiter von der Sonne angestrahlt und leuchtete wie ein Morgenstern – was als Ankündigung einer Geburt galt. In der Summe ließen diese kosmischen Ereignisse die Menschen glauben, ein mächtiger König werde geboren.

Jesus von Nazareth - Der Rebell

Jesus ist vermutlich in Nazareth, im heutigen Israel, geboren und hat dort gelebt, bis er ungefähr 30 war. Danach hielt er sich, soweit wir wissen, im Fischerdorf Kapernaum auf – gemeinsam mit seinen Jüngern. Kurz darauf zog Jesus als Wanderprediger umher. Mit seiner Ausstrahlung begeisterte er die Menschen. Seine Anhängerschaft wuchs.

Vergebung für Verbrecher

Doch schon bald, das zeigen auch die Texte der Bibel, machte sich Jesus mit seinem unkonventionellen Verhalten Feinde: So erließ er zum Beispiel Verbrechern und Prostituierten die Sünden, ein unglaublicher Vorgang für die damalige Zeit. Für den Hohepriester des jüdischen Glaubens, der als oberste religiöse Instanz im Tempel diente, war Jesus Handeln eine Neuinterpretation der Regeln und Gesetze des jüdischen Glaubens. Und nicht einmal er selbst als Hohepriester maßte sich an, die Gesetze Gottes neu zu interpretieren.

Verstoße gegen jüdische Gesetze

Bei einer anderen Gelegenheit strapazierte Jesus die Geduld der jüdischen Glaubensführer noch weiter. Die Juden hatten die Überzeugung, dass Kontakt mit Blut oder toten Tieren sie verunreinige. Am Tempel in Jerusalem nahmen die Gläubigen deshalb rituelle Bäder, um sich zu reinigen. Lahme, Blinde, Kranke und Behinderte allerdings durften dies nicht. Doch Jesus schickte sie entgegen der herrschenden Gesetze zum Tempel, um an den Reinigungen teilzunehmen. Durch ein solches Handeln hatte Jesus mit Konsequenzen seitens der Tempelpriester zu rechnen.

Einzug als Messias

In der Passahwoche, am Tag, den wir heute Palmsonntag nennen, ritt Jesus vermutlich auf einem Esel von Osten her in die Stadt Jerusalem – genau wie es die Messias-Prophezeiung eines jüdischen Propheten vorhergesagt hatte. Für das anstehende Passahfest, bei dem die Juden ihrer Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten gedachten, reisten tausende Pilger nach Jerusalem. Die Straßen waren überfüllt mit Menschen und sie feierten Jesus bei seiner Ankunft als den Messias. In Jerusalem protestierte Jesus gegen bestehende Tempelregeln. Als er verkündete, die Stimme Gottes zu sein, war sein Todesurteil besiegelt. Nur wollten die Glaubensführer nicht am Tage gegen ihn vorgehen, um schwere Ausschreitungen zu verhindern.

Todesurteil für den Unruhestifter

Nach dem letzten Abendmahl mit seinen Jüngern ging Jesus in den Garten Gethsemane, um zu beten. Im Schutze der Nacht wurde er hier von den Tempelwachen festgenommen. Sie brachten ihn zum Hohepriester, der Jesus gern selbst verurteilt hätte. Doch das verboten die Gesetze der römischen Besatzungsmacht. Deshalb wurde Jesus Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter der Region, übergeben. Für diesen war er wohl lediglich ein Unruhestifter – und musste folglich beseitigt werden. Er verurteilte Jesus zum Tod am Kreuz.


Jesus von Nazareth - Lebte Jesus in Indien?

Starb Jesus aber tatsächlich am Kreuz? Sein geschundener Körper jedenfalls wurde in ein Höhlengrab gebracht. Als Frauen Tage später sein Grab öffnen wollten, um den Leichnam zu salben, war dieser verschwunden. Die Verfasser der Evangelien erklären das mit der Auferstehung Jesu: Dieser habe den Tod überwunden. Doch Forscher haben Hinweise entdeckt, dass Jesus seine Kreuzigung überlebt haben könnte. Eine Pflanze namens Alraune war schon zur Zeit Jesu bekannt. Sie wurde meist in Essig verdünnt und konnte einen Menschen wie tot erscheinen lassen. Tatsächlich erzählt die Bibel von einer römischen Wache, die Jesus in seinen letzten Minuten am Kreuz einen in Essig getränkten Schwamm zum Mund reichte und ihn davon trinken ließ.

Eine Spur führt nach Kaschmir

Wenn Jesus wirklich die Martern am Kreuz überlebt hat – wohin konnte er sich dann wenden? Im Westen war er vor den Römern nicht sicher, blieb nur noch der Weg Richtung Osten nach Persien, Afghanistan oder Indien. Und tatsächlich: In der Region Kaschmir, im heutigen Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan, gibt es ein Volk, das behauptet, Jesus hätte bei ihnen bis zu seinem Tod im Jahre 80 nach Christus gelebt und wäre auch hier begraben.

War Yus Assaf Jesus?

Angeblich – so die Überlieferung – kam im ersten Jahrhundert ein Mann aus Judäa nach Kaschmir. Dieser soll heilende Kräfte gehabt haben, weshalb die Einheimischen ihn „Yus Assaf“ – „ Heiler“ – nannten. Ein weiterer Hinweis: Im Tempel von Solomon in Kaschmir gibt es eine in Stein gemeißelte Inschrift, die besagt, dass jener Yus Assaf im Jahre 50 nach Christus behauptete, Jesus zu sein.

Narben eines Gekreuzigten?

Bestattet ist Yus Assaf in einem Grab zusammen mit einem islamischen Heiligen. Der Sarg dieses Heiligen ist nach islamischem Glauben von Norden nach Süden ausgerichtet, der Sarg von Yus Assaf hingegen von Osten nach Westen. Diese Ausrichtung entspricht dem jüdischen Glauben, dem Jesus angehörte. Direkt neben diesem Grab sind Fußabdrücke von Yus Assaf im Stein erhalten. Man erkennt Narben, die von einer Kreuzigung herrühren könnten. Dies sind für die Menschen in Kaschmir genügend Beweise, um daran zu glauben, dass Jesus hier begraben liegt.

Das Grab bleibt verschlossen

Eine wissenschaftliche Untersuchung des Grabes ist allerdings ausgeschlossen, da das Grab der zwei Männer heilig ist und nicht geöffnet werden darf. Es lässt sich also nicht nachprüfen, was tatsächlich hinter dieser Theorie steckt.









































































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von dswrjpch - am 20.06.2009 09:28
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