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vor 8 Jahren, 5 Monaten
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F. William Engdahl

Brisante Neuerscheinung: Der Untergang des Dollar-Imperiums

Startbeitrag von F. William Engdahl am 19.04.2009 21:39

19. April 2009

1790 erklärte Meyer Amschel Rothschild, damals der führende Bankier der Londoner City: “Erlauben Sie mir, das Geld eines Landes zu kontrollieren und in Umlauf zu bringen, dann ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht.” Die Worte Rothschilds fassen zusammen worum es in diesem Buch geht: um die Kriminalgeschichte der Macht, die gleichzeitig auch die des Geldes ist.

Geld ist Macht. Obwohl dieses Sprichwort seit der Antike wohl jedem bekannt ist, gibt es nur wenige, die wirklich verstanden haben, was es bedeutet. Die Macht über das Geld in Händen zu halten heißt, die wesentlichen Drähte in der Politik und Wirtschaft kontrollieren zu können. Das Ausmaß der Konsequenzen lässt sich heute an der Heftigkeit der Finanzkrise ablesen. Der Gipfel dieses “Finanztsunami”, wie Engdahl die Entwicklung mit einem treffenden Bild beschreibt, ist noch nicht erreicht.

In seinem neuen Buch schafft Engdahl die Voraussetzung, die Drahtzieher hinter der wirtschaftspolitischen Kulisse kennen zu lernen und ihre Machenschaften genau zu verstehen. Der Leser kann die Entstehung, Entwicklung und den Fall des Dollar-Imperiums detailliert und solide begründet verfolgen.

Die Geschichte des aktuellen Fiaskos geht weit zurück. Engdahl schreibt: “Im Dezember 1913 ließ sich der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika von einer Clique mächtiger Privatinteressen - Namen wie J.P. Morgan, John D. Rockefeller und Paul Warburg sind da zu nennen - dazu überreden, die Macht der Geldschöpfung privaten Bankinteressen zu übertragen. Damit gab der US-Kongress eine Macht aus den Händen, die für das Überleben der Republik als so wichtig angesehen wurde, dass die Gründungsväter sie gleich im ersten Artikel der amerikanischen Verfassung verankert hatten. Seitdem liegt die Macht, das gesetzliche Zahlungsmittel der USA zu schöpfen, bei einer Clique von Privatbankiers und nicht mehr bei den gewählten Vertretern des amerikanischen Volkes”.

Von damals bis heute ist viel geschehen. So geht das Buch zum Beispiel im Kapitel “Morgan und die Fed finanzieren einen Krieg in Europa” auf die beiden Weltkriege ein, auf den “New Deal und die Depression”, auf den Dollar-Standard, der die Welt beherrschte, bis hin zum Todeskampf des Amerikanischen Jahrhunderts und dem Ende des Dollar-Systems.

Zu den Auswirkungen, mit denen die Welt heute zu kämpfen hat, schreibt Engdahl: »Im Herbst 2008 war der amerikanische Kongress derart unter Druck gesetzt worden, dass er dem Public Law 110-343 zustimmte; einem Gesetz, das US-Präsident George W. Bush am 3. Oktober 2008 unterzeichnet hat. Dies Gesetz von insgesamt 169 Seiten - die Amerikas Kongressabgeordnete vor der Abstimmung kaum alle gelesen, geschweige denn sorgfältig studiert haben dürften - machte den Weg frei für ein 700 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket (Troubled Asset Relief Program, TARP). Dies Kürzel wurde auch schon bald zum Spitznamen dieses Gesetzes auserkoren, wobei man wissen muss, dass TARP zufällig auch die englische Kurzform für tarpaulin ist, was man sowohl mit Ölzeug als auch mit Abdeckplane übersetzen kann - auf jeden Fall beschreibt der Spitzname eine dicke, völlig undurchsichtige Decke.

Unter dieser dicken, undurchdringlichen Decke von TARP konnte der damalige US-Finanzminister, der frühere Wall Street-Banker Henry Paulson, ohne Prüfung oder externe Aufsicht mehrere hundert Milliarden Dollar an ausgewählte Kumpane unter den Investmentbanken an der Wall Street und an große internationale Banken, ja sogar an Versicherungen und Hypothekenfinanzierer wie Fannie Mae und Freddie Mac verteilen. Auf Anordnung Paulsons sollte die US-Regierung die Banken als Gegenleistung für diese massive Kapitalspritze nicht kontrollieren. Hier wurden also dreist Steuergelder an dieselben Männer und Finanzinstitute verteilt, die gerade die gesamte Welt an den Rand einer Katastrophe gebracht hatten. Trotz, oder besser wegen der Natur des 700 Milliarden schweren TARP-Rettungspakets für die US-Banken ging die Vernichtung von Reichtum in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt weiter«.

“Die Wahl eines neuen US-Präsidenten der nominellen Oppositionspartei, der Demokraten, nach acht Jahren der Laissez-faire-Politik von Korruption und Vetternwirtschaft unter dem Republikaner Bush versprach keinen wirklich grundlegenden Wandel in den Vereinigten Staaten. Mit seinem Beliebtheitsgrad, der anfänglich buchstäblich höher war als der von Jesus Christus, bot sich für Präsident Barack Obama die einmalige Chance, das Schicksal der Nation zu wenden und die Bevölkerung für ein Programm der radikalen Reorganisation des finanziellen Machtkalküls zu gewinnen. Barack Obama hatte das Mandat der Öffentlichkeit, wenn er es nur richtig anstellte, “die Geldwechsler aus dem Tempel zu jagen” und die Verstaatlichung der privaten Federal Reserve anzuordnen - sowie die von den Banken, die das Federal Reserve System stützen, gleich mit - und dadurch die Kontrolle über die Geldmacht des Landes zugunsten des Gemeinwohls zu gewinnen und nicht länger der privaten Gier zu überlassen.

Obama hätte das Mandat der amerikanischen Öffentlichkeit dafür gehabt, die relative Macht der Finanz- und Geldstrukturen der Wall Street über die wirtschaftliche Zukunft des Landes zu verringern und im Interesse des Gemeinwohls die Banken zu verstaatlichen, die für das Debakel verantwortlich sind. Anstatt diese Chance zu nutzen, besetzte er sein “wirtschaftspolitisches Dreamteam” mit all den schrecklichen alten Gesichtern, die selbst bis zur Halskrause in die Verbrechen und den Missbrauch der Geldinteressen verstrickt waren, von Paul Volcker bis zu Lawrence Summers. Zum US-Finanzminister ernannte der neue Präsident Timothy Geithner, einen ehemaligen Direktor der mächtigen New Yorker Federal Reserve.

In Deutschland zeigte sich eine konservative Bundeskanzlerin, assistiert von einem sozialdemokratischen Finanzminister, ebenfalls unwillig, die Macht der Banken herauszufordern. Kenntnisreiche Finanzinsider in Deutschland meinten, das Problem liege in der politischen Ignoranz, die Berlin angesichts der oft verwirrenden finanziellen Verstrickungen der deutschen Banken an den Tag lege. In Wirklichkeit war die Frage hier genauso einfach zu lösen wie anderswo auch. In Deutschland hatte man in der Krise von 1931 zugelassen, dass die internationalen Banken über das Schicksal des Landes entschieden, mit den bekannten fürchterlichen Folgen. Würden die Politiker des Jahres 2009 eine Wiederholung der tragischen Sparpolitik von Reichskanzler Brüning wiederholen - und zwar diesmal mit noch schrecklicheren Folgen -, nur weil sie allein auf die Weisheit ihrer führenden Banker, nicht aber auf die ihrer eigenen Bevölkerung vertrauten?”

Seit Ende 2008 tobt weltweit ein gigantischer Machtkampf. Nur wenige verstehen, worum es dabei geht. In diesem Buch erfahren Sie die wahren Hintergründe der Finanzkrise und lesen die Fakten, die Ihnen die Mainstream-Medien bewusst verschweigen.

Angaben zum Buch:

“Der Untergang des Dollar-Imperiums”
-Die verborgene Geschichte des Geldes und die geheime Macht des Money Trusts-
von F. William Engdahl
erschienen im Kopp Verlag, März 2009
432 Seiten
ISBN-10: 3938516895
Preis: 22,95 ¤ …

Quelle/Gesamter Text: www.goldseiten.de

LICHT UND FRIEDEN

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