20.000 Menschen bei Veranstaltung "Wir zahlen nicht für eure Krise"

Startbeitrag von Unterguggenberger / Wörgl am 20.04.2009 22:06

Das Unterguggenberger Institut Wörgl beteiligte sich an der Demonstration "Wir bezahlen nicht für eure Krise" mit der Organisation der "Wanderausstellung Neues Geld", bei der die Plakat-Motive der gleichnamigen Ausstellung www.neuesgeld.com die Aufmerksamkeit auf das Thema Geldsystem und Komplementärwährungen lenkte. Unterstützt wurden wir dabei u.a. von Marlene und Knut Berndorfer von der Arbeitsgemeinschaft "Neue Arbeit" sowie von Permakultur-Designer Bernhard Gruber vom Tauschkreis Krems-Taler. Allen Plakat-TrägerInnen sei hier nochmals herzlich für ihre Mithilfe gedankt!

Demonstration in Wien am 28. März 2009 zum internationalen Aktionstag:



Der Protestzug wanderte vom Westbahnhof zum Parlament und wuchs dabei beständig.

Die Kundgebungen, die in vielen Städten in ganz Europa abgehalten wurden, fanden gezielt vor dem G20-Treffen im April statt. Bei der Schlusskundgebung vor dem Parlament wurden die Forderungen an die Politik mit Aktionstheater präsentiert. Nachzulesen sind sie auf der eigens zum Aktionstag eingerichteten Web-Plattform www.28maerz.at:

Wir fordern daher:

Demokratische Kontrolle der Finanzmärkte

Breiter Prozess bei der globalen Finanzkonferenz: Alle Staaten, Parlamente und VertreterInnen der Zivilgesellschaft an einen Tisch! Strenge Regulierung aller Akteure und Produkte, gemeinwohlschädigende Geschäfte müssen verboten, Steueroasen geschlossen, Bankgeheimnisse gelüftet werden.

Sozial- statt Bankenpaket

Kein Steuergeld in Fässer ohne Boden. Sozialisierung bzw. Demokratisierung statt Subventionierung der Banken. Sozialer Schutzschirm für Erwerbslose, Beschäftigte und RentnerInnen u. a. durch Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht, Ausbau der sozialen Infrastruktur, höheres Arbeitslosengeld und repressionsfreie Grundsicherung.

Die Verursacher und Profiteure müssen zahlen

Finanzierung aller Krisenkosten mit Transaktions- und progressiven Vermögenssteuern. Die Verluste dürfen nicht sozialisiert werden. Die Krise darf nicht auf die Menschen des globalen Südens und die Natur abgewälzt werden.
Ökologischer und sozialer Umbau der Wirtschaft
Steuergelder müssen in den ökologischen Umbau der Wirtschaft und in demokratische Güter wie Bildung, Pflege, Gesundheit, öffentlicher Verkehr fließen statt in Autofirmen und Unternehmen, die soziale und ökologische Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen.

Systemwechsel – für eine solidarische Gesellschaft und Ökonomie!

Wir fordern eine alternative Form des Wirtschaftens, die auf den Säulen demokratische Mitbestimmung, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und globale Solidarität aufbaut. Entschuldung, gerechter Handel, regionaleres Wirtschaften, kooperative Betriebe, öffentliche Güter und die gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern müssen Elemente dieser Alternative sein.


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