Schweinegrippe grassiert...und wer kassiert!?

Startbeitrag von Jophiel am 01.05.2009 12:48

Eine Leser - Diskussion


Erstmal die nüchternen Fakten :

In Mexiko ist die Schweinegrippe ausgebrochen. Wie 2005 die Vogelgrippe in Asien greift diese bislang nur bei Tieren bekannte Grippe plötzlich und unerwartet auf den Menschen über. Angeblich sind in Mexico bereits über tausend Menschen erkrankt und 60 gestorben. In einigen Bundesstaaten der USA wurden ebenfalls Schweinegrippefälle gemeldet. Mexico will bereits Teile des öffentlichen Lebens lahmlegen um eine Ausbreitung zu verhindern. Die weltweiten Medien beginnen bereits eine Neuauflage der Vogelrippe-Braking-News-Dauerberieselungs-Maschinerie.

Süddeutsche zur Schweinegrippe:
www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wissen/807/466390/text/

Ein Impfstoff existiert nicht und ist für die nächsten Monate auch nicht in Aussicht.

Der einzige Wirkstoff, der gegen die Schweinegrippe wirken soll ist angeblich, Sie werden es bereits ahnen: Tamiflu. Das Medikament, das zu großer Berühmtheit und unglaublichen Umsätzen gelangte, als 2005 die Vogelgrippe die Medien beherrschte.
Tamiflu wird von dem Schweizer Pharmakonzern Roche vertrieben. Entwickelt wurde es von dem US-Unternehmen Gilead Science. Gilead erhält noch immer Lizenzerlöse vom Verkauf von Tamiflu. Bereits 2005 sorgte die Tatsache, dass der damalige Pentagonchef Donald Rumsfeld GroßAktionär und vor 2001 sogar Vorstandsvorsitzender dieses Unternehmens war. Donald Rumsfeld verdient also an jeder verkauften Packung Tamiflu. Im Rahmen der Vogelgrippehysterie hat das US-Verteidigungsministerium (sowie viele andere Staaten der Welt und Privatpersonen) seinerzeit große Mengen an Tamiflu eingelagert um einer Pandemie vorzubeugen. Wir reden hier über viele Milliarden Dollar.

Siehe Spiegel-Artikel November 2005 :
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,382714,00.html

Glücklicherweise ist die Vogelgrippe genauso in der Versenkung verschwunden wie die irakischen Massenvernichtungswaffen, ohne Europa und die USA zu entvölkern. Wir erinnern uns aber noch gerne an die Bilder von Marsmenschen in Schutzanzügen, die jede tote Ente medienwirksam aus dem Stadtpark geborgen haben und der (hoffentlich nicht ganz ernstgemeinten) Forderungen, Rügen mit Hilfe der Luftwaffe vor anfliegenden Vogelschwärmen zu schützen.
Im abgelaufenen Jahr sind die Umsätze mit Tamiflu dramatisch zurückgegangen. Die Vogelgrippe war ja kein Thema mehr. Das hat bei Roche (und in der Folge vermutlich auch bei Gilead) zu deutlichen Umsatzrückgängen geführt.

Zitat von DowJones vom 21.10.2008 :

DJ UPDATE: Geringere Tamiflu-Verkäufe drücken Umsatz bei Roche
Dow Jones NEWSWIRES

ZÜRICH (Dow Jones)--Der Pharmakonzern Roche Holding (News/Aktienkurs) hat im dritten Quartal 2008 unter anderem wegen Wechselkurseffekten und deutlich niedrigerer Tamiflu-Verkäufen an Regierungen ein geringeres Umsatzwachstum ausgewiesen als erwartet. Roche berichtete am Dienstagmorgen ein Umsatzplus von 1,6% auf 11,3 Mrd CHF. Analysten hatten mit 11,45 Mrd CHF in dem Zeitraum gerechnet.
In den ersten neun Monaten verbuchte Roche in CHF einen Umsatzrückgang um 2% auf 33,3 Mrd CHF. Gebremst wurde das Umsatzwachstum insbesondere von der Entwicklung des US-Dollars: In lokalen Währungen betrug das Wachstum 6%, in USD 13%. Zudem nahmen die Verkäufe des Grippemittels Tamiflu zur Pandemievorsorge in dem Zeitraum weiter ab. Ohne Verkäufe von Tamiflu stieg der Konzernumsatz allerdings in dem Neunmonatszeitraum um 2% auf 33,2 Mrd CHF.

Für die Sparte Pharma berichtete Roche für den Neunmonatszeitraum (ohne Verkäufe von Tamiflu zur Pandemievorsorge) einen Umsatz von 26,06 (25,73) Mrd CHF. In CHF war dies ein Plus von 1%, in lokalen Währungen von 10% und in USD von 17%. Unter Berücksichtigung der Verkäufe von Tamiflu ermäßigte sich der Erlös in der Sparte Pharma in CHF um 3% auf 26,2 (27,12) Mrd CHF.

Zur Entwicklung in der Virologie sagte Roche, in den ersten neun Monaten 2008 seien die weltweiten Verkäufe des Grippemittels Tamiflu (Oseltamivir) um 69% auf 428 Mio CHF gesunken. "Der wie erwartet starke Rückgang bei den Pandemieverkäufen um 1,3 Mrd CHF gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurde nur teilweise durch einen Anstieg der saisonalen Verkäufe im laufenden Jahr ausgeglichen", hieß es weiter von Roche.
In den ersten neun Monaten seien keine großen neuen Vorratsbestellungen zur Pandemievorsorge eingegangen. Die Behörden der USA, Kanadas, Südkoreas und Hongkongs hätten die Haltbarkeit der Regierungsvorräte an Tamiflu auf sieben Jahre heraufgesetzt.

Das ist ja (aus unternehmerischer Sicht) ein glücklicher Zufall, dass ausgerechnet jetzt die Schweinegrippe den Sprung auf den Menschen geschafft hat.

Noch ein Faktum: Die Haltbarkeit von Tamiflu ist natürlich nicht unbegrenzt. Tamiflu wurde als Sirup für Kinder angeboten (Haltbarkeit 2 Jahre) und als Kapseln für Erwachsene (Haltbarkeit 5 Jahre). Die Bestände für Kinder müssen also nun komplett neu angeschafft werden. Bei den Beständen für Erwachsene kommt es drauf an, welches Produktionsdatum man gekauft hat. Wer erst in 2005 produzierte Bestände bevorratet hat, hat noch ein Jahr Zeit, wer aber Medikamente aus älterer Produktion hat, muss neu anschaffen. Die Regierungen von USA, Kanada, Südkorea, Hongkong und Japan haben erst vor wenigen Monaten die Haltbarkeit IHRER Medikamente auf 7 Jahre verlängern lassen. Nach meinen Informationen (man möge mich korrigieren) gilt das aber nur für die staatlichen Notfallvorräte. Da hat ja jemand hellseherischen Weitblick bewiesen….

Natürlich verbietet es sich von selbst, aus diesen einzelnen Tatsachen irgendjemandem irgendetwas Unbeweisbares zu unterstellen. Dennoch hielt ich es für wichtig, Ihnen diese Informationen mitzuteilen, damit Sie die aufkommende Berichterstattung mit dem gewohnt kritischen Blick hinterfragen. Es wird ein mit Sicherheit höchst spannendes Thema in den nächsten Monaten sein und es ist bestimmt nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, wenn ich vermute, dass die Berichterstattung über die Schweinegrippe und die daraus resultierende Sorge bei den Menschen das Thema Finanzkrise ein ganz klein wenig aus den Medien und den Köpfen der Menschen verdrängen könnte. Noch ein interessanter Nebeneffekt, finden Sie nicht!?




Forum-Beiträge zum Thema

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Autor: Heinrich | 26.04.09

Ja, solche Verschwörungen sind wirklich kaum vorstellbar, aber es ist wirklich wohltuend alles zu hinterfragen. Man sieht dem ganzen gelassener entgegen.
mfg

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Autor: Hanno H. | 26.04.09

...und noch ein interessanter Nebeneffekt: Menschen, die Angst vor der Ansteckung mit der lebensbedrohlichen Schweinegrippe haben, demonstrieren nicht gemeinsam auf der Straße ...
Gefahr der sozialen Unruhen umschifft mit geschickter Nachrichtenpolitik ...

und: kommt die potentielle Lebensgefahr wegen Schweinegrippe auf den Plan, wiegt der Verlust des Vermögens, Arbeitsplatzes oder Lebensstandards weniger schwer; schließlich hat man überlebt. Ok, das ist sehr drastisch und frei nach dem Motto "Übertreibung macht anschaulich. Gedankenspiele aus dem Garten am Sonntagmittag.
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Autor: der_Ast | 26.04.09

Super fundierte Insiderinformationen. Das alte Spiel mit den Nebelkerzen, um die Menschen von den wirklich brisanten Dingen abzulenken, funktioniert doch immer wieder.
Wir sollten Augen und Ohren weit offen halten...

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Wer sich genauer mit der Vogelgrippe befasst hat, erkennt das gleiche Muster: Hysterie verbreiten und dann kommt nur noch heiße Luft und die Gefahr bleibt (vermutlich) wieder aus. Wie glaubthaft ist eigentlich die offizielle Berichterstattung? Vielleicht sollten wir Dr. Lanka mehr vertrauen. Er beweist(!), dass es nie eine Vogelgrippe gab, und er hat auch erst 2009 einen Prozess, der sich mit dieser Thematik befasst, gegen einen "Befürworter" gewonnen.

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Autor: Dominic | 27.04.09

Es ist traurig aber teilweise auch amüsant wie schnell sich manche Menschen einschüchtern lassen! Ich habe mir mal die Mühe gemacht und recherchiert :
Letztes Jahr starben an der stinknormalen Grippe, die jedes Jahr wieder über Deutschland herfällt, 16000 Menschen (nur in Deutschland)!
Wussten sie nicht? Ja klar nicht, ist ja auch nicht so spannend wie eine SCHWEINE-Grippe bei der inzwischen 108 Menschen in ganz Mexiko gestorben sind...ich denke mehr muss man dazu nicht sagen!




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