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Abraham
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vor 8 Jahren, 3 Monaten
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P.M. Magazin HISTORY

Erich von Däniken im Interview: Atlantis hat wirklich existiert

Startbeitrag von P.M. Magazin HISTORY am 30.05.2009 10:07

Erich von Däniken gilt als Spezialist für ungewöhnliche Fragen und Antworten auf strittige Probleme in der Wissenschaft. Der jetzt 72-jährige Schweizer verkaufte bis heute über 62 Millionen Bücher.


P.M. HISTORY: Herr von Däniken, Atlantis ist eine der großen Geschichten der Menschheit. Wann sind Sie auf Atlantis gestoßen?
Erich von Däniken:
Im humanistischen Gymnasium, im Collège St. Michel in Fribourg. Wir haben dort sechs Jahre Altgriechisch gelernt. Ich war zwar ziemlich schlecht, aber das ändert ja nichts daran, dass wir das Fach gehabt haben. Und da kam Platon vor – und seine Schriften »Timaios« und »Kritias«. Das Thema Atlantis haben wir als Jugendliche damals verschlungen.

In Ihrem 1999 erschienenen Buch »Im Namen von Zeus« stellen Sie Ihren Lesern eine Frage, die ich gerne an Sie zurückgeben möchte: »Steckt hinter Atlantis mehr als nur Wunschdenken«?
Meiner Meinung nach ja. Schon das Wort Atlantis ist melodiös, es regt zum Träumen an. Und wenn ich Platons exakte Zahlen höre – konkrete Daten, Größen- und Maßangaben – werde ich hellhörig und sage mir: Das ist nicht erfunden. Ich glaube, so etwas wie Atlantis hat wirklich existiert. Auch wenn das gar nicht in unser geläufiges Bild von der Vorgeschichte passt, klar.

Wo lag denn die legendäre Insel?
Schon viele haben versucht, Atlantis zu lokalisieren. Jeder behauptete, es gefunden zu haben. Aber Beweise haben wir nicht: egal ob in Santorin, auf den Kanaren oder bei welchen Unterwasserruinen auch immer. Ziemlich abgehoben finde ich, dass Troja Atlantis gewesen sein soll. Ich plädiere für die Existenz von Atlantis: Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam sollte großangelegte Sondierungen machen und mit Satelliten nach der Kreisanlage suchen – die Beschreibung Platons stimmt!

Der US-Seher Edgar Cayce prophezeite einst, dass die Insel wieder auftauchen werde. Glauben Sie, dass man sich Atlantis spirituell nähern kann?
Nein, auch wenn ich jetzt dadurch viele Leute enttäuschen sollte. Menschen sind immer wieder überzeugt davon, ein spezielles Wissen zu haben oder auch Kontakte mit Außerirdischen zu haben. Hokuspokus nach dem Motto »Ich bin auserwählt, ich kenne die Wahrheit – und die verkünde ich den Menschen, die daran zu glauben haben.« Ich halte davon überhaupt nichts.

Eine Brücke vom Schriftsteller Erich von Däniken zu seinem antiken Autorenkollegen: Warum erzählte Platon seinen Lesern von Atlantis?
Ich vermute, dass Platon diese Geschichte bewahren wollte. Er wollte wohl auch, dass man sich bewusstmacht: Wir sind nicht die Größten. Es gab schon einmal vor Jahrtausenden etwas, das war noch viel gewaltiger als unsere Gegenwartskultur. Bei Platon ist es also anders als bei mir: Ich habe eine innere Unruhe, wenn ich auf Dinge stoße, die meiner Meinung nach nicht so sind. Ich möchte an die Öffentlichkeit, will nicht nur anregen, sondern auch aufregen. Aber: Eine Insel kann geologisch nicht einfach versinken; da muss etwas anderes passiert sein.

Was?
Lassen Sie mich spekulieren: Wir wissen, dass sich zurzeit unser Magnetfeld auf der Erde verändert; der Nordpol wandert immer weiter. Forscher fragen sich: Verschiebt sich die Erdachse? Wenn so etwas passiert, dann würde ein Teil des heutigen Landes zu Wasser.

Was, wenn Platon die Atlantis-Story nur erfand, um die Athener auf ihre frühere Größe hinzuweisen – und sie vor dem Verfall der eigenen Kultur zu warnen? Stichworte: Niederlage gegen Sparta, Hinrichtung des Sokrates ...
... Sie sind gut informiert, das ist okay ...

... und wenn Platon dem Ganzen noch einen Hauch von Mystery und Authentizität gab, indem er sich auf Solon und einen ägyptischen Priester berief?
Aber Platon schreibt, dass die Geschichte »wahr« ist; seine ganze Philosophie baut auf der Suche nach Wahrheit auf. Wäre es so, wie Sie schildern, dann wäre er ein gottverdammter Lügner gewesen. Das passt nicht. Und falls es um die Vision eines idealen Staats ging – die entwarf er in seiner »Politeia«, dafür brauchte er keine Atlantislüge.

Manche Suchenden sehen in Atlantis den Ursprung unserer Zivilisation.
Atlantis war höchstwahrscheinlich die älteste Kultur: ein Vorbild für andere. Der Atlantismythos beginnt ja mit Poseidon, einem »Gott«, der ein Erdenmädchen schwängert. Und solche Urgeschichten – Menschenkinder, die von »Göttern« gezeugt und beschützt werden – gibt es auch in vielen anderen Kulturen der Welt.

Diese »Götter« hatten direkt mit der Entstehung der Hochkulturen zu tun?
Da habe ich natürlich ganz andere Ansichten als der Rest der vernünftigen Menschen. Ich bin ganz ernsthaft davon überzeugt, dass vor Jahrtausenden ein außerirdischer Einfluss da war. Die Menschen waren Steinzeitmenschen, haben nichts begriffen – und verehrten die Neuankömmlinge als »Götter«. Doch unter den Astronauten gab es Krach; sie teilten die Erde unter sich auf. Der »Gott« Poseidon entwickelte mit seinen Söhnen die atlantische Kultur. Ihm kam mit seinem Wissen um das heute unbekannte und in Atlantis verwendete Metall »Oreichalkos« göttliche Funktion zu. Bei aller Evolutionstheorie – die außerirdischen »Götter« verhalfen den Menschen zur Zivilisation. Atlantis ist ein Schlüssel für diese These. Aber bitte: Ich drehe mich im Grab um, wenn irgendwelche Spinner daherkommen und aus meiner Literatur so etwas wie eine Sekte machen. Das wäre das Letzte, was ich will.




Autor(in): Das Gespräch führte Sascha Priester

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