Uruguays Luftwaffe gibt Einblick in ungeklärte UFO-Akten

Startbeitrag von grenz|wissenschaft-aktuell am 10.06.2009 18:11

Dienstag, 9. Juni 2009
Montevideo/ Uruguay - Nachdem bereits zahlreiche andere Länder wie etwa Kanada, Frankreich, Großbritannien, Brasilien oder Dänemark ihre einst geheimen UFO-Akten veröffentlicht haben, hat nun auch Uruguay Einblick in seine geheimen UFO-Dossiers gewährt. In den teilweise bis zu 30 Jahre zurückreichenden Unterlagen finden sich etwa 40 Fälle, die bis heute nicht geklärt werden konnten. Zugleich unterstreichen die Militärs, dass man die außerirdische Hypothese als Erklärung ausdrücklich nicht ausschließe.


Col. Ariel Sachez zeigt das UFO-Archiv der Luftwaffe Uruguays | Copyright: elpais.com.uy

Wie "noticiasufo.blogspot.com" berichtet, hat und wird die Fuerza Aérea Uruguaya (FAU) zwar keinen offiziellen Bericht über ihre Untersuchungen der UFO-Vorfälle zusammengetragen, allerdings wurde der Zeitung "El Pais" (elpais.com.uy) vom Obersten Kommando Einblicke in die Unterlagen gewährt.

Zwar habe Uruguay kein Roswell-Ereignis vorzuweisen, dennoch sei es auch hier seit spätestens 1947 zu zahlreichen Sichtungen unbekannter und teilweise unidentifizierter Flugobjekte gekommen, zitiert die Zeitung Col. Ariel Sanchez, der mit 33 Jahren Armeeerfahrung, 1989 einen die militärische UFO-Kommission mit Sitz in Montevideo gegründet hatte und dieser heute noch vorsteht.

Die UFO-Stelle der Luftwaffe Uruguays verfügt laut El Pais sowohl über Computer-Archive, als auch über noch nicht digitalisierte Aufzeichnungen und Unterlagen. In dem Bestand gebe es Hunderte von Aktenordnern, von welchen die meisten die Aufschrift "Confidential" (vertraulich) tragen. Darin befinden sich Augenzeugenberichte, Fotografien, Skizzen und Zeichnungen, weiterführenden Informationen und Berichte über die offiziellen Untersuchungen der Fälle. Etwa hundert Sichtungsfälle wurden von der UFO-Behörde pro Jahr registriert. Insgesamt soll es mehr als 2100 Fälle geben, die dabei auch intensiv nach dem Vorbild der Vorgaben durch den US-amerikanischen UFO-Forscher und Astrophysiker Allen Hynek bearbeitet und katalogisiert wurden.

Die große Mehrheit der Fälle konnte indes rational erklärt werden. Ein kleiner, wenn auch beachtlicher Anteil von immerhin noch 40 Fällen ist jedoch weiterhin unerklärt und Ergebnisoffen. Zu diesen Fällen gehören demnach neben Sichtungsberichten auch Berichte über UFO-Landungen und angebliche Entführungen durch deren Insassen vermeintlich außerirdischer Herkunft (Alien Abductions).

"Unsere Kommission konnte Veränderungen und deren chemische Zusammensetzung von Böden angeblicher UFO-Landungen untersuchen und feststellen. Das Phänomen ist real. Es könnte sich um atmosphärische Phänomene handeln, aber auch um Landungen fremder Flugkörper bis hin zu Objekten außerirdischer Herkunft. Es könnte sich um Beobachtungssonden aus dem All handeln, genau so, wie wir schließlich auch Sonden auf andere Planeten schicken", kommentiert Sanchez die ungelösten Fälle. "Das Phänomen existiert auch in unserem Land, und ich möchte betonen, dass die Luftwaffe aufgrund unserer Untersuchungen die außerirdische Hypothese als Erklärung ausdrücklich nicht ausschließt!"

Zu den nun deklassifizierten Akten gehört unter anderem die Untersuchung mehrfacher UFO-Landungen, die eine deutlich veränderte mineralogische Zusammensetzung des Boden an der Landestelle aufzeigte. In einem anderen, bislang ungeklärten Fall, verfolgten zwei Kampfpiloten 1986 über dem Plamar Damm ein leuchtendes kugelförmiges Objekt. Just in jenem Moment, in welchen sie das Objekt abfangen wollten, schoss es mit unglaublicher Geschwindigkeit in Richtung argentinischer Grenze davon und konnte nicht mehr eingeholt werden. Unmittelbar nachdem die Jets gelandet waren, erschien das Objekt ein weiteres Mal über dem Damm und es soll zu einer weiteren, ähnlich erfolglosen Abfangjagd durch Militärflugzeuge gekommen sein. Auch 1996 wurde eine Gruppe von erfahrenen Militärpiloten Zeuge wie ähnliche Sphären im Formationsflug über der Luftwaffenbasis Santa Bernardina in Duranzo nicht nur von den Piloten und Bodenpersonal, sondern auch von der Flugaufsicht gesichtet und auf einer Flughöhe von rund 3.000 Metern bestätigt wurden. 1979 wurde ein aus Paraguay kommender kommerzieller Passagierjet von einem hellen Licht verfolgt, welches sogar von Passagieren fotografiert, jedoch bis heute nicht erklärt werden konnte.

Auch Fälle so genannter Tierverstümmelungen (Animal/Cattle Mutilations) finden sich in den UFO-Akten aus Uruguay und datieren zurück bis ins Jahr 2002. Anhand der militärischen UFO-Statistik zeige sich zudem, dass die meisten Sichtungen von Männern unter 45 Jahren gemacht wurden und sich vornehmlich in den frühen Morgenstunden zugetragen hatten. 45 Prozent aller Sichtungen beschreiben demnach kugelförmige Lichter und in nur zwei Prozent sollen in den Flugobjekten auch deren Insassen gesehen worden sein.

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