Krise: Im Auge des Hurricans?

Startbeitrag von Dr.-Ing. Artur P. Schmidt am 17.06.2009 11:16

Dienstag, 16. Juni 2009
Je mehr die Federal Reserve über Bailouts versucht das System zu stabilisieren und je mehr Geld sie dafür über angekaufte Anleihen in den Umlauf bringt, desto katastrophaler wird sich die Weltwirtschaft entwickeln. Der Hurrikan trifft in Bälde mit voller Wucht auf das amerikanische Festland.

Es hat den Anschein, dass wir uns aktuell im Auge des Hurrikans befinden. Die Volatilitäten sind heruntergekommen, die Aktienkurse sind weltweit um über 40 % gestiegen und die Inflation, zumindest die, die nicht von Statistiken manipuliert werden kann, kehrte zurück.

Doch diese trügerische Ruhe, erkauft durch massives Gelddrucken und ansteigende Zinsen im langfristigen Bereich, birgt in sich ein noch größeres Crash-Potential als es der Oktober 2008 offenbarte: ein Crash des amerikanischen Bond-Marktes.

Inflationäre Erholungsschübe werden in einer Depression von brutalen deflationären Wellen abgelöst, die den Grossteil der Bevölkerung durch das Phänomen der Massenarbeitslosigkeit enteignen.

Schuld an dieser unsäglichen Entwicklung sind ganz allein die nicht unabhängigen Notenbanken der Welt, weshalb es zwingend notwendig ist, diese kriminellen Vereinigungen, vor allem die Federal Reserve und die Bank of England, sofort zu schließen.

Je mehr die amerikanische Federal Reserve über Bailouts versucht das System zu stabilisieren und je mehr Geld sie dafür über angekaufte Anleihen in den Umlauf bringt, desto katastrophaler wird sich die Weltwirtschaft entwickeln, wenn der Hurrikan in Bälde mit voller Wucht auf das amerikanische Festland trifft.

Wer sich gegen die kreative Zerstörung des alten Systems stellt, erzeugt zwangsläufig Depressionen und verhindert so die Entstehung des Neuen.

Superlative des perfekten Sturms

Mit seiner Gelddruckorgie wird Ben Bernanke nichts anderes erreichen, als den perfekten Sturm auszulösen, ein Sturm der so gewaltig werden wird, dass die USA auf einen neuen Krieg drängen werden, um der Depression zu entkommen und einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung herbeizuführen.

Fast hat es den Anschein, dass das ganze planvoll von neokonservativen Kreisen organisiert ist, denn auf den Crash vom Oktober folgten nur noch Superlative des Systemversagens: Die größten Firmenbankrotte der amerikanischen Geschichte, das größte Bailout-Programm der amerikanischen Wirtschaft, das größte Haushaltsdefizit der amerikanischen Finanzgeschichte, die größte Verstaatlichungswelle seit der großen Depression und die größte Gelddruckorgie einer großen Industrienation seit der Weimarer Republik.
Wer immer noch nicht begriffen hat, dass es um finanzielles Sein oder Nicht-Sein geht, der sollte nicht länger zögern sein Geld sofort von den Banken abzuheben und durch Anlagen in Sachwerte in Sicherheit bringen.

Geld darf nur dann den Banken anvertraut werden, wenn Notenbanken für harte Währungen sorgen. Dies ist jedoch heute nirgends in der Welt der Fall. Nach der nächsten deflationären Bereinigung dürfte es in den USA zu einer Hyperinflation kommen, die in vielen anderen Ländern zu einer importierten Inflation führen dürfte.

Die Weltgemeinschaft sollte sofort erwachen und Rohstoffe zukünftig nicht mehr in Dollar bewerten, weil sonst erhebliches inflationäres Ungemach für alle Länder droht.


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