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Abraham
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vor 8 Jahren, 3 Monaten
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MMnews

Fleischkonsum: Globaler Killer

Startbeitrag von MMnews am 25.06.2009 22:18

Es existiert ein Umstand, der das Weltklima und das Leben im Allgemeinen mindestens so sehr bedroht, wie ein atomarer Krieg oder ein Zusammenbruch des Wirtschaftsystems: Die Folgen des weltweiten Fleischkonsums.

Weltweit werden jährlich über 250 Millionen Tonnen Fleisch konsumiert. Die Auswirkungen auf das globale Ökosystem und das Weltklima haben bisher leider viel zu wenig Beachtung gefunden. Hier die wichtigsten Schlaglichter:

Landverbrauch

Auf der Fläche, die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten. Weltweit werden zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Tierhaltung und Futtermittelanbau verwendet.

In den USA werden 230.000 km2 Land zur Produktion von Heu für Nutztiere beansprucht, aber nur 16.000 km2 (7 %) zur Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel. In Zentralamerika wurden in den letzten 40 Jahren 40 % des gesamten Regenwaldes gerodet, hauptsächlich um Weideland zu erhalten oder Futtermittel anzubauen.

Wasserverbrauch

Ein westlicher Haushalt benötigt täglich rund 5 Liter Trinkwasser und 100-500 Liter für den Haushalt. Diese stehen den 2000 bis 5000 Litern gegenüber, die für den Anbau der fleischlichen Nahrungsmittel einer Durchschnittsfamilie täglich benötigt werden. Durch den steigenden Konsum von tierischen Produkten wird weltweit immer mehr Wasser in der Landwirtschaft benötigt.

In Indien muss in manchen Regionen das Wasser bereits aus über 1000 m Tiefe heraufgepumpt werden. Noch vor einer Generation reichten den Bauern handgegrabene Brunnen, doch heute sind bereits 95 % dieser kleinen Pumpstellen ausgetrocknet.


Verschwendung

Um ein Kilo Fleisch zu „erzeugen“, benötigt man 7 - 16 kg Getreide/Sojabohnen. Bei der „Umwandlung“ von Getreide in Fleisch gehen 90% Eiweiß, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren.

In den USA fressen die rund acht Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit 90% als Futtermittel. Rund die Hälfte des weltweit produzierten Getreides wird an Schlachttiere verfüttert. Würden z.B. die Amerikaner nur 10 % weniger Fleisch essen, könnte man mit dem eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren!

Wie die Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN berichtet, dienten 1981 bereits 75 % der Getreideeinfuhren in die Dritte Welt als Viehfutter. In Taiwan wurde 1950 die Bevölkerung noch mit 170 kg Getreide pro Kopf und Jahr satt, 1990 waren es pro Kopf 390 kg. Während Taiwan 1950 noch Getreide exportierte, musste es 1990 74 % des Bedarfs aus dem Ausland einführen. 1990 verzehrte das Vieh in der Sowjetunion dreimal so viel Getreide wie die Menschen.

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