Sternschnuppen: Die Nächte der Perseiden

Startbeitrag von Andreas von Rétyi - KOPP Verlag am 11.08.2009 18:52

Die Perseiden sind mit Abstand der bekannteste Sternschnuppen-Regen. Seine maximale Aktivität erreicht er jedes Jahr zwischen dem 11. und 13. August. Diesmal erwarten Fachleute doppelt so viele Meteore wie üblich – denn unsere Erde kreuzt durch ein dichteres Filament des Ursprungskörpers. Vor allem in der heutigen Nacht wird sich also am Himmel einiges tun!

Wenn unsere Erde in die Trümmerwolke des Kometen 109P/Swift-Tuttle (1862 II) hineinsteuert, entfaltet sich am Himmel ein beeindruckendes Feuerwerk der Natur. Unzählige Sternschnuppen zischen über den klaren Himmel. Die ersten Vorboten zeigen sich schon gegen den 20. Juli, doch richtig spektakulär wird es dann zwischen dem 11. und 13. August, wenn wir die dichtesten Teile der Wolke durchlaufen. Im Durchschnitt sind etwa 70 Meteore stündlich zu beobachten.



Diesmal kreuzen wir die Fahrwasser eines ausgeprägteren Filaments des Kometen, der unsere Sonne alle 121 Jahre umrundet und vielleicht sogar einmal mit der Erde kollidieren könnte. Fachleute erwarten für dieses Jahr eine erhöhte Aktivität des Stroms mit einer Spitze von 200 Meteoren pro Stunde im Zenitraum. Die Bewegung der Erde durchs All weckt den Eindruck, dass die Sternschnuppen alle von einem Punkt am Himmel auszugehen scheinen. Der Effekt entspricht einer Fahrt durch ein Schneegestöber. Die Flocken scheinen ebenfalls von einem Punkt auszugehen, der frontal in Bewegungsrichtung liegt. Ändert sich die Fahrtrichtung, ändert sich auch dieser Ausstrahlungspunkt oder Radiant. Am Himmel nicht anders. Und vom Radianten leitet sich auch der weit bekannte Name der August-Sternschnuppen ab – Perseiden. Verfolgt man ihre Bahnen zurück, liegt ihr Kreuzungspunkt im Sternbild Perseus. Da es um diese Jahreszeit noch spät aufgeht, nimmt die Perseidenrate in der zweiten Nachthälfte zu. Durch die Änderung der irdischen Bewegungsrichtung wandert der Radiant allerdings im Lauf der Zeit ein wenig über den Himmel.

Diesmal wird leider helles Mondlicht in den frühen Morgenstunden des 12. August die Beobachtung stören, trotzdem dürften auch zahlreiche helle »Schnuppen« zu sehen sein. Ebenso werden bald nach Einbruch der Dunkelheit etliche Sternschnuppen über den Himmel ziehen. Um diese Zeit fallen die Meteore streifend ein und dürften sehr lange, teils recht farbenfrohe Leuchtspuren bilden. Am besten, man sucht sich einen dunklen Beobachtungspunkt abseits von städtischem Streulicht. Bei klarem Himmel lohnt sich ein Blick nach oben!

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.