Schweinegrippe: »Good Business«?

Startbeitrag von Michael Grandt - KOPP Verlag am 22.08.2009 10:25

Mit der Schweinegrippe-Hysterie wird viel Geld verdient. Regierungen und Privatunternehmen geben Milliarden für neue Impfstoff-Dosen aus. Doch wer sind die Nutznießer dieser Angst?
Stetig wächst die Sorge über die Auswirkungen der Schweinegrippe. Geschürt von Aussagen sogenannter »Gesundheitsexperten«, Pharmalobbyisten, »Ärzte« und natürlich der Mainstream-Presse werden die Menschen langsam auf die bevorstehende Massenimpfung im Herbst vorbereitet.


Nutznießer der Angst?

Das Ganze ist ohne Zweifel ein Milliarden-Dollar-Geschäft für die Pharmaindustrie. Am meisten profitieren GlaxoSmithKline, Roche, Baxter, Novartis und Sanofi-Aventis von den Verträgen mit den Regierungen für Grippe-Impfstoffe und antivirale Medikamente, so die Financial Times.

GlaxoSmithKline (GSK) bestätigte, dass es 150 Millionen Dosen eines Pandemie-Grippe-Impstoffes in Länder wie Großbritannien, USA, Frankreich und Belgien verkauft hat und die Produktion noch ausweiten wird. Das Unternehmen stellt auch das antivirale Medikament Relenza her, das die Dauer und die Schwere der Infektion verringern soll, und entwickelte für Menschen, die an der vordersten »Gesundheitsfront« arbeiten, eine »Antivirus-Maske«. Allein die Produktion von Relenza soll auf jährlich 60 Millionen Dosen erhöht werden. Großbritannien hat bereits einen Auftrag zur Herrstellung von zehn Millionen Dosen bis Ende des Jahres vergeben.

Das wird vermutlich aber nur der Anfang sein, wenn die Vernunft nicht endlich gegen die Hysterie siegt.

Ein anderer Nutznießer der Angst vor einer Pandemie ist Roche aus der Schweiz, das Tamiflu, das führende antivirale Medikament, verkauft. Das Unternehmen verzeichnet ebenfalls einen starken Anstieg von Aufträgen von Firmen und Regierungen.

Das 49-Milliarden-Dollar-Geschäft

In einem Bericht der Investmentbank JPMorgan heißt es, dass die Regierungen weltweit fast 600 Millionen Dosen des Pandemie-Impfstoffes im Wert von etwa 4,3 Milliarden Dollar in Auftrag gegeben und weitere 342 Millionen Dosen im Wert von 2,6 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt hätten. Der Bericht prognostiziert ferner, dass GSK und Roche ihren Umsatz aufgrund des neuen antiviralen Impfstoffes auf 1,8 Milliarden Dollar bei den Industrieländern und 1,2 Milliarden Dollar in der Dritten Welt steigern könnten.
Laut Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), könnten die Impfstoff-Hersteller im besten Fall fünf Milliarden Grippe-Pandemie-Dosen pro Jahr herstellen. Die Business Week meldet, dass die reicheren Länder, wie etwa die USA und Großbritannien, knapp zehn US-Dollar pro Dosis bezahlen, die Entwicklungsländer etwas weniger.

Wenn das zutrifft, geht es für die »Big«-Pharma-Industrie um bis zu 49 Milliarden Dollar pro Jahr – und zwar nur für den Schweinegrippe-Impfstoff!

Die Pharmaindustrie wehrt sich gegen die Vorwürfe»

Doch für die Pharmahersteller gibt es einige Unsicherheiten. So übersteigt die Nachfrage die Produktion bei Weitem, was darauf hindeutet, dass die Rendite für die Pandemie-Impfstoffe relativ gering ist. Auch geraten sie unter Druck, immer mehr Medikamente und Impfstoffe kostenlos oder sehr billig in die Entwicklungsländer zu liefern«, schreibt die Financial Times.

Die Pharmaunternehmen wehren sich zudem gegen den Vorwurf, sie würden von der Schweinegrippe-Angst profitieren.

Allerdings bin ich der Ansicht, dass die Pharmaunternehmen auf hohem Niveau jammern, denn ein Grundsatz aus der Volkswirtschaft heißt: Je höher die Nachfrage und desto niedriger das Angebot, umso höher der Preis für das Produkt.

Kritiker fragen sich angesichts dieser gewaltigen Profite, warum wir täglich mit neuen Schreckensmeldungen über die angebliche Gefahr der Schweinegrippe bombardiert werden und immer mehr leichtgläubige Menschen langsam in eine richtige Hysterie verfallen.

Die Antwort ist einfach: Mit der Angst hat man schon immer gute Geschäfte gemacht.

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