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vor 8 Jahren, 10 Monaten
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Der nächste Crash steht bevor

Startbeitrag von FOCUS-MONEY am 16.09.2009 10:54

Für den technischen Analysten Robert Prechter ist die Krise noch nicht ausgestanden. Der Amerikaner erwartet einen drastischen Kurseinbruch – unter das Niveau von März.

Von FOCUS-MONEY-Redakteur Thorsten Jacobs

In vielen großen Industrienationen hat sich der Abschwung verlangsamt. Im Euro-Raum sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal nur noch um 0,1 Prozent – nach einem Minus von 2,5 Prozent im ersten Quartal. In Deutschland und Frankreich steig es im zweiten Quartal sogar um jeweils 0,3 Prozent. Noch besser läuft es in den Emerging Markets: In Indien legte die Wirtschaftsleistung um 6,1 Prozent zu. China erwartet für das dritte Quartal gar ein Plus von 8,5 Prozent gegen dem Vorjahr.

Aufschwung oder Übermüdung?

Ist das Ende der Finanzkrise in Sicht? Mitnichten, sagt Robert Prechter, einer der Gurus der technischen Analyse. Seine Einschätzung: „Wir haben einen Bärenmarkt.“ Der amerikanische Aktienmarkt stehe nur unwesentlich über dem Niveau von Anfang August, als die Serie guter Konjunkturdaten begann. „Das ist ein Zeichen für eine Übermüdung“, sagt Prechter.

Prechter konzentriert sich vor allem auf die technische Analyse und dabei auf die sogenannte Wellentheorie. Die Elliott-Wellen sind ein Mittel zur Vorhersage von Trends in Finanzmärkten.
Die Theorie wurde in den späten 1920ern vom Amerikaner Ralph Nelson Elliott entwickelt. Er versuchte, die massenpsychologischen Aspekte der Marktbewegungen zu berücksichtigen und zu analysieren.
Prechter trug zur Weiterentwicklung und Verbreitung der Theorie bei. Elliotts Theorie besagt, dass Preise innerhalb eines Trends in fünf und drei Wellen schwanken, wechselweise Antriebs- und Korrekturwellen. Sie müssen bestimmte Muster aufweisen. Nach Ansicht von Prechter konnte man seit Oktober 2007 einen Kursabschwung in fünf Wellen beobachten.
Die stärkste Zwischenerholung macht in der Regel 40 bis 60 Prozent nach oben aus. Das entspricht ziemlich genau dem Aufschwung seit März 2009.

Absturz um bis zu 60 Prozent

Prechters Ausblick: Der S&P-500 steht nach Ansicht des Technikers vor dem Höhepunkt des Aufschwungs. Prechter glaubt nun an eine Korrektur.
Der Index könne sogar unter die Kurstiefs im März fallen, das entspräche einem Minus von fast 60 Prozent. Erst wenn der aktuelle Bärenmarkt vollständig vorbei sei, sollten Anleger wieder auf Aktien setzen.
Er empfiehlt derzeit geldmarktnahe Anlagen, etwa Papiere von Staaten mit hoher Bonität.

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