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Abraham
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Cheffe - Infokrieger

EU : Wie schlimm ist es wirklich?

Startbeitrag von Cheffe - Infokrieger am 20.11.2010 19:51

In der europäischen Union kochen die Gemüter hoch und Irland ist der Mittelpunkt aller Gespräche. Selbst England, welches seit je her nach dem Motto : “Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier” regiert wird, hat bereitwillig das Scheckbuch gezückt. Schon lange ist den Beteiligten bekannt, es handelt sich um eine Systemkrise und alle sitzen in einem Boot.
Irland will sich dem Druck nach aussen nicht beugen, stehen doch auch unmittelbar die Parlamentswahlen an. Am 25. November wird das rege Treiben um die Wahlurnen beginnen und da kann sich Brian Cowen es nicht leisten, Irland an den Tropf des IWF zu hängen. Ist man erst in den Fängen des IWF, wird es nämlich ungemütlich.


Viele Länder haben bereits feststellen müssen, dass die Auflagen des IWF die Schlinge erst so richtig eng zieht. Zuweilen bekommt man das Gefühl, dass die Zwangsprivatisierungen – ein Schritt der Auflagen – den Konglomeraten direkt in die Hände spielt.

Das Tafelsilber der betreffenden Nation wird von Investoren aufgesogen und selten, ich möchte sagen nie, hat sich dabei etwas zum Besseren verändert.

Selbst in der "Welt" schreibt man :

Davon aber einmal abgesehen, drohen den Iren mit einem Hilfspaket von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) ein Verlust an Souveränität sowie harte Einschnitte.
[...]
Eigentlich könnte Europa sagen, was gehen uns Irlands Banken an. So einfach aber ist das nicht, wie das gar nicht so uneigennützige britische Hilfsangebot zeigt: Die Banken des Vereinigten Königreichs sind mit fast 150 Milliarden Dollar die größten Investoren in irischen Staatsanleihen. Deutschlands Geldhäuser folgen mit fast 140 Milliarden Euro. Alle Beteiligten fürchten eine Kettenreaktion, die bei Irlands Banken beginnt, auf den Staat überspringt und dann die Finanzinstitute der Eurozone trifft.

Das selbe Programm, die Banken mal wieder. Systemzerstörend und doch relevant wie man uns versichert. Es ist ein Spiel, in dem es keine Gewinner gibt und nur der Zeitpunkt der Kernschmelze wird immer wieder verschoben.

Carpe diem

Ausführliche Informationen zu diesem Bericht bei "Welt-Online"

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