Was ist los mit unserem Erdmagnetfeld?

Startbeitrag von zeitenwende.blogspot.com am 01.04.2011 18:31

Seit geraumer Zeit beobachte ich unser Erdmagnetfeld und die Veränderungen, die ständig reportet werden? Was jedoch in den letzten Tagen zu beobachten ist, erscheint schwer zu erklären. Daher versuche ich es als Laie erst gar nicht, muss jedoch feststellen, daß ich ein solch "turbulentes" und verdrilltes Erdmagnetfeld bisher noch nie beobachten konnte.

Das folgende Video zeigt ein annähernd normales Erdmagnetfeld, in dem die Polarisation (rote und grüne Linien im linken oberen Teil) einigermaßen geordnet verlaufen. Siehe Aufzeichnung vom 10.03.2011



Die folgende Aufnahme zeigt uns im Zeitraffer das Erdmagnetfeld am 30.03.2011, bei dem unschwer zu erkennen ist, dass hier eine massive Deformierung stattfindet. Ich habe schon viel gesehen, aber noch nicht ein solches Bild. Eine Erklärung kann ich leider dazu derzeit noch nicht geben. Normal ist jedoch was Anderes. Siehe Aufnahme vom 30.03.2011.

Auffallend hierbei ist, daß der Druck im oberen rechten Bildteil (blau) extrem gering ist. Das deutet nicht auf eine Deformierung des Erdmagnetfeldes durch Sonnenwinde oder Sonnenstürme wie üblich hin. Es muss also einen anderen Grund für dieses unnormal turbulente Magnetfeld der Erde geben. Gleichzeitig gibt es Meldungen (unbestätigt) von Privatpersonen in den USA, die zeigen, dass ihr Kompass Abweichungen und Pendelbewegungen von 20 bis zu 35 Grad anzeigen. Normal ist was Anderes. Ich habe aber leider keine Erklärung dafür die ich glauben möchte.



Quelle: http://www2.nict.go.jp/y/y223/simulation/realtime/movie.html


Bei N-TV bin ich parallel auf 2 Artikel gestoßen, die auf den ersten Eindruck nicht viel mit der Frage zu tun haben, auf den zweiten Blick aber vielleicht doch? Folgend die beiden ergänzenden Berichte von N-TV. Zitat:

Was bewirkt die Achsenverschiebung?
von Andrea Schorsch


Wikipedia / AlterVista
Verschiebt sich die Erdachse, verändert sich die Erdrotation. Und dann?


Das Japan-Beben hat gewaltige Erdmassen in Bewegung gesetzt. Das blieb nicht ohne Folgen für die Erdachse. Sie verschob sich offenbar um rund zehn Zentimeter. Macht sich das für den Menschen in irgendeiner Form bemerkbar?

Was für Auswirkungen hat die Verschiebung der Erdachse nach dem Japan-Beben? (fragt B. Groß)

Das Erdbeben, das Japan am 11. März 2011 mit einer Stärke von 9,0 auf der Richterskala erschütterte, hat mit seiner Wucht große Landmassen verlagert. Nach Angaben von US-Geologen wurde die japanische Hauptinsel dabei um 2,4 Meter verrückt. Und nicht nur das. Gleichzeitig verschob sich auch die Erdachse, und zwar, wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie ermittelte, um rund 10 Zentimeter. Ungewöhnlich ist das nicht, denn bei Erdbeben werden Gesteinsmassen ins Erdinnere gedrückt. Die Erdachse bleibt davon nur unberührt, wenn das Beben in Achsenmitte stattfindet, also am Äquator. Auch 2010 hatte sich die Rotationsachse unseres Planeten Berechnungen zufolge schon mal um 8,8 Zentimeter verschoben. Damals war das Chile-Beben schuld. Und die Erschütterungen, die 2004 zu den zerstörerischen Wellen im Indischen Ozean führten, wirkten sich ebenfalls auf die Erdachse aus. Sie veränderten deren Position um rund sieben Zentimeter - sagte seinerzeit die NASA.

Zentimeter um Zentimeter

Die Verschiebungen der Erdachse scheinen sich aufzusummieren. Da drängt sich die Frage auf, ob wir davon nicht allmählich mal etwas merken müssten. Irgendwelche Folgen muss es doch haben, wenn die Erdachse nicht mehr dort ist, wo sie früher einmal war. Oder?
Franz Ossing, Pressesprecher des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam, kann uns darauf eine Antwort geben."Die Verschiebung der Erdachse nach dem jüngsten Beben ist eine rein theoretisch errechnete", sagt er. "Und sie hat keine praktischen Auswirkungen für uns." Wie Ossing betont, waren die Massenumlagerungen bei dem Erdbeben in Japan sicherlich gewaltig. "Aber verglichen mit den atmosphärischen Massen oder den Wassermassen, die täglich auf dem Globus in Bewegung sind, ist das eine kleine Menge", so der Experte. "Die Rotationsschwankungen und ähnliches, was daraus folgt, sind nicht nachweisbar."

Beschleunigung hier, Bremse dort

Grundsätzlich ändert sich mit der Verschiebung der Erdachse die Drehbewegung der Erde um sich selbst. Das wiederum hat dann Auswirkungen auf die Tageslänge. Die ist aber ohnehin nicht recht konstant. Massenverlagerungen im flüssigen äußeren Erdkern machen sich hier ebenso bemerkbar wie zum Beispiel längerfristige Verschiebungen der Eisverteilung auf der Erdoberfläche. Auch Winde, die auf Gebirgsketten treffen, können sich auf die Erdrotation und damit auf die Tageslänge auswirken. Doch spürbar sind diese Einflüsse für uns nicht. Das Seebeben von 2004 hat die Erdrotation so beschleunigt, dass sich die Tageslänge um acht Millionstel Sekunden verkürzte. Das Chile-Beben verringerte die Dauer eines Tages abermals um 1,26 Millionstel Sekunden. Die Auswirkungen der durch Beben verschobenen Erdachse sind damit so gering, dass wir sie nicht merken. Sie lassen sich nicht einmal messen. Aber berechnen.
Wenn man so will, wirken Erdbeben mit einer Beschleunigung der Erdrotation einer anderen Entwicklung geringfügig entgegen: Durch die Gezeiten wird die Erdrotation nämlich permanent gebremst. Ebbe, Flut und Mond sorgen dafür, dass die Tage langsam, aber stetig länger werden. Fossilien verraten es: Heute dauert ein Tag vier Stunden länger als noch vor 310 Millionen Jahren. Quelle: http://www.n-tv.de/wissen

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