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vor 6 Jahren, 8 Monaten
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Kary Novak / BIONIERE

Doppel-Rückschlag für Gentechniklobby!

Startbeitrag von Kary Novak / BIONIERE am 08.12.2011 14:37

"Das geht nicht” hören wir immer wieder von den Agrarfunktionären, wenn es um gentechnikfreies Futter für unsere Nutztiere geht, und jetzt das: BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG verkaufen demnächst nur mehr Hühner und Puten, die gentechnikfrei gefüttert wurden, was auch die anderen Handelsketten bald zum Handeln zwingen wird – die “Krone” berichtete.
Nahezu zeitgleich veröffentlichte der Naturschutzbund Deutschlands eine Studie, die das weltweites Versagen der “grünen” Gentechnik belegt. Angepriesen als Wundermittel zur Steigerungen des Ertrags und als Waffe gegen den Welthunger, steht die Gentechnik nun als “Kaiser ohne Kleider” da.

Gentechnik steigert weder die Ernteerträge, noch bekämpft es den Welthunger. Denn mehr als 80 Prozent der Welternährung wird durch Kleinbauern geleistet. Und Studien beweisen, dass der ökologische Landbau in Afrika die Erträge glatt verdoppelt und noch dazu zur Sicherung der Bodenfruchtbarkeit beiträgt!

Dass WIR Konsumenten uns nun auf bessere Qualität beim Geflügel freuen können, verdanken wir den Umweltorganisationen, einigen hochaktiven Einzelpersonen, vielen mutigen Bauern und Züchtern und nicht zuletzt auch den gentechnikkritischen Berichten der “Krone”.

Damit die Umstellung aller unserer Nutztiere auf gentechnikfreie Fütterung zügig weiter gehen kann und unsere heimischen Bauern und Züchter für ihre hochwertigen Produkte einen gerechten Preis bekommen, fehlt nur noch eines: Ein staatliches Gütezeichen “gentechnikfrei”!

Liebe Grüße
Kary Nowak
BIONIERE Österreichs
Mobil 0699 1303 3030
www.bioniere.org


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111206_OTS0228/rewe-international-ag-steigt-auf-gentechnikfreie-futtermittel-fuer-gefluegel-um

REWE International AG steigt auf gentechnikfreie Futtermittel für Geflügel um

Wiener Neudorf (OTS) - Als erster Lebensmittelhändler wird das Unternehmen von seinen österreichischen Hühner- und Puten-Lieferanten nur noch Tiere beziehen, die mit kontrolliert gentechnikfreiem Futter aufgezogen werden.
Gentechnikfreiheit bei den Futtermitteln ist in der Bio-Landwirtschaft längst Standard, nun soll dies bei REWE International AG auch für konventionelles Geflügel gelten. Ab Jänner finden deren Hühner und Puten nur noch gentechnikfreien Sojaschrot und Mais in den Trögen. Als Gründungsmitglied der "ARGE Gentechnikfrei" setzt sich REWE International AG generell für gentechnikfreie Nahrungsmittel ein. Seit 1997 engagiert sich das Unternehmen mit dem Verein für verlässliche Rahmenbedingungen für Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle von gentechnikfreien Lebensmitteln.

Grundsätzlich gibt es keine österreichischen Lebensmittel, die gentechnisch verändert sind. Nur bei Futtermitteln für heimische Tiere gibt es noch Handlungsbedarf. Bei den Legehennen, d.h. in der Warengruppe Eier, war BILLA bei dem Umstieg auf 100% gentechnikfreie Fütterung im Jahr 2003 bereits Vorreiter - bald folgten auch andere diesem Beispiel. Nun nimmt REWE International AG die Warengruppe Fleisch in den Fokus. "Wir setzen uns seit langem im Detail mit dem Thema Gentechnikfreiheit auseinander. Mit der Umstellung auf gentechnikfreie Fütterung unserer Hühner und Puten in Österreich gehen wir einen wichtigen Schritt in der konventionellen Landwirtschaft", erläutert Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit der REWE International AG, "Wir arbeiten hier vor allem eng mit den Geflügelbetrieben Wech in Kärnten, Titz in der Steiermark und Huber in Oberösterreich zusammen. Das erste Hühnerfleisch aus diesen Betrieben wird spätestens im März bei BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG zu kaufen sein." Putenfleisch aus garantiert gentechnikfreier Haltung wird kurz danach in den Regalen zu finden sein.

Kontrolliert und überprüft wird die Gentechnikfreiheit der Futtermittel vom hauseigenen Qualitätsmanagement, von der ARGE Gentechnikfrei und zusätzlich von unabhängigen Institutionen. Sowohl der Warenfluss wird hier genauestens untersucht und die Futtermittel in regelmäßigen Abständen unangekündigt stichprobenweise beprobt. Nachhaltiges Sortiment - regional, BIO, PRO PLANET

REWE International AG setzt im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie stark auf sein nachhaltiges Sortiment: vor allem auf regionale Produkte - so stammt u.a. auch der überwiegende Teil des Frischfleischsortiments aus Österreich. Auch 100% der Eier sind heimisch - und seit kurzem gibt es auch PRO PLANET Freiland-Eier in den Regalen, die in Zusammenarbeit mit dem Betrieb Hubmann nicht nur unter dem gewohnt hohen Tierschutzstandard entstehen, sondern auch in der gesamten Erzeugung, Lagerung, Verpackung und beim Transport einen messbaren Beitrag zur Verringerung der CO2-Emmissionen aufweisen und Rohstoffe sparen. "Bio" gilt als die umwelt- und klimaschonendste Form der Landbewirtschaftung - hier leistet die Eigenmarke der REWE International AG, Ja! Natürlich, seit 1996 Pionierarbeit. Sie ist die größte Bio-Marke des Landes und bietet mit rund 1.100 Produkten das mit Abstand größte Bio-Sortiment Österreichs an.

Mehr Informationen zum nachhaltigen Engagement der REWE International AG findet man unter www.rewe-group.at/nachhaltigkeit.

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Karin Nakhai, Pressesprecherin und Leiterin Media Relations
REWE International AG, Industriezentrum NÖ-Süd
Straße 3, Objekt 16, A-2355 Wiener Neudorf
Tel.: +43 2236 600 5261, E-Mail: k.nakhai@rewe-group.at

http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=101257&sektor=pm&detail=1&r=476462&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0



Pressemitteilung vom 07.12.2011 | 13:20
NABU - Naturschutzbund Deutschland

NABU: Studie belegt weltweites Versagen der Gentechnik
Korruption und falsche Versprechungen diskreditieren die Gentechniklobby

Berlin - Angepriesen als Wundermittel für Ertragssteigerungen und Waffe gegen den Welthunger, hat sich die Gentechnik in der Landwirtschaft nach Erkenntnissen der neuen Studie „The GMO emperor has no clothes“ als das genaue Gegenteil erwiesen. Der NABU hat den Report heute in Berlin vorgestellt. Er wurde von verschieden zivilgesellschaftlichen Organisationen aus der ganzen Welt zusammengetragen und ist eine Abrechnung mit den Versprechen der Agrogentechnik-Industrie. „Tatsächlich steigert gentechnisch verändertes Saatgut weder die Ernteerträge, noch bekämpft es den Welthunger oder reduziert den Einsatz von Pestiziden“, fasst die prominenteste Autorin der Studie und Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva das Ergebnis zusammen. Stattdessen habe die Gentechnik weltweit zu einer Konzentration und Monopolisierung des Saatgutmarktes in nie gekanntem Ausmaß beigetragen und trotz 30 Jahre Forschung und 13 Jahre kommerziellen Anbaus keine signifikanten Ertragssteigerungen gebracht.

Im Gegenteil: Beikräuter, die gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat resistent sind, nehmen zu. Diese Mittel werden zusammen mit herbizidresistenten Pflanzen eingesetzt und führen zu „Superunkräutern“, die erhebliche ökonomische Schäden in den USA verursachen. Die betroffene Fläche hat sich in den letzten vier Jahren verfünffacht. Neun neue resistente Beikräuter traten in Brasilien in den letzten Jahren auf. Als Folge wird nicht nur die Dosierung von Glyphosat erhöht, es werden auch zunehmend giftigere Pestizide in unübersichtlichen Mischungen eingesetzt. Nach den Pflanzen entwickeln sich zunehmend auch Resistenzen bei Schadinsekten wie dem Baumwollkapselbohrer, der eigentlich mit gentechnisch veränderter Baumwolle bekämpft werden sollte.

Die Lobbyisten der Chemie- und Saatgutunternehmen, wie Monsanto, Bayer & Co, sind weltweit in Zulassungsbehörden, den Agrarministerien und ausgerechnet den großen Stiftungen vertreten, die den Hunger in Afrika bekämpfen wollen. Dieses Konzept der „Revolving Doors“ fällt unter den Begriff Korruption. In den USA zahlen die Biotechnologiekonzerne dreistellige Millionenbeträge an die Kongressabgeordneten. In Europa oder Deutschland planen die Biotechnologiekonzerne über eigens eingerichtete Beratungskommissionen wie „Plants for the Future“ oder den Bioökonomierat millionenschwere Forschungsprogramme mit.

„Um millionenschwere Forschungs- und Entwicklungsförderungen gentechnisch veränderter Pflanzen zu begründen, wird immer wieder die Sicherung der Welternährung herangezogen. Dabei sind sich fast alle einig, dass viel mehr robuste, regional angepasste und bodenerhaltende Landnutzungskonzepte nötig sind“, sagte NABU-Gentechnikexpertin Steffi Ober. Gentechnik trage heute nicht zur Welternährung bei, sondern fließe als Genmais oder Gensoja in den Tank oder Futtertrog. Über 80 Prozent der Welternährung werde tatsächlich durch Kleinbauern geleistet, die auf günstige low input-Systeme statt auf teures Saatgut, Pestizide und Dünger angewiesen sind. Mehr noch: „Studien beweisen, dass der ökologische Landbau in Afrika die Erträge glatt verdoppelt und noch dazu zur Sicherung der Bodenfruchtbarkeit beiträgt“, so Ober.

Die vollständige Studie auf Englisch finden Sie unter www.navdanyainternational.it.

Pressefotos und weitere Informationen sind erhältlich unter http://www.nabu.de/themen/gentechnik/studien/14404.html

Für Rückfragen:
Dr. Steffi Ober, NABU-Gentechnikexpertin
Tel. 030-284984-1612
E-Mail: Steffi.Ober@NABU.de

Bonn - Veröffentlicht von pressrelations
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